Forum: Wissenschaft
Haben die deutschen Behörden im Kampf gegen Ehec versagt?

Bei der Suche nach der Quelle der Ehec-Epedemie standen zunächst spanische Gurken im Verdacht, die Erreger zu verbreiten. Nun hat sich dies als falsch herausgestellt. Die Verbraucher sind zunehmend verunsichert und wollen wissen, was sie noch gefahrlos essen dürfen. Haben die deutschen Behörden im Kampf gegen Ehec versagt?

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bibernell 04.06.2011, 12:49
1. Sehr auffällig..

finde ich, dass noch kaum ( erst jetzt, das Restaurant in Lübeck..) Berichte über Gruppenerkrankungen gab. Diverse Foristen, so auch ich, haben immer wieder die Frage gestellt, wieso gerade bei solchen Gruppenerkrankungen ( am selben Ort zu selben Zeit das Gleiche gefuttert und gleichzeitig erkrankt...) der Rückschluss auf die Quelle nicht gezogen werden kann. Mir selbst sind andere Gruppenerkrankungen bekannt, nicht nur die, aus der Kantine in Frankfurt, und nie wurde darüber berichtet.
Also, nochmal : welchem Denkfehler unterliegt man mglw., wenn man meint, dass solche Gruppenerkrankungen ein deutlich einfacheres Verfolgen der Nahrungswege möglich machen, als das Verfolgen der Speisen von Einzelerkrankten ? Hä ?

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heinrichp 05.06.2011, 09:05
2. Allheilmittel

Zitat von sysop
Bei der Suche nach der Quelle der Ehec-Epedemie standen zunächst spanische Gurken im Verdacht, die Erreger zu verbreiten. Nun hat sich dies als falsch herausgestellt. Die Verbraucher sind zunehmend verunsichert und wollen wissen, was sie noch gefahrlos essen dürfen. Haben die deutschen Behörden im Kampf gegen Ehec versagt?
Jede Zeit hat ihre besondere Charakteristik. So werden wir im hoch technisierten und kapitalistischen Zeitalter immer mehr mit Krankheiten und Leiden konfrontiert, die für unsere Vorfahren noch undenkbar waren. Viele Erkrankungen lassen sich dabei auf eine unnatürliche Lebensweise, Umweltgifte, Luftverschmutzung, übermäßige Belastung im Beruf und auf den so genannten Freizeitstress zurückführen. Das Gleichgewicht des Menschen gerät in zunehmendem Maße aus den Fugen.

Betrachten wir nur die stetig ansteigende Anzahl der Allergiker. Es gibt kaum noch einen Stoff, dem nicht eine allergische Wirkung nachzuweisen wäre. Angefangen vom harmlosen Blütenstaub, bis hin zu kosmetischen Präparaten oder gar Nahrungsmitteln.

Wurden antibiotisch wirkende Medikamente vor nicht allzu langer Zeit noch als das Allheilmittel für infektiöse Erkrankungen angesehen, manifestiert sich jetzt mehr und mehr eine hartnäckige Resistenz der Bakterien gegenüber Antibiotika.

Wir können die Vermehrung von Bakterien hemmen, letzten Endes züchten wir dadurch Antibiotika-resistente Organismen! Antibiotika-Resistanz durch Fleischkonsum - Massentierhaltung macht's!

Was uns heute wirklich helfen würde wird ignoriert!
http://die-welt-der-reichen.over-blog.de/

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W. Robert 05.06.2011, 09:32
3. Gefährliches Spiel

Ganz offensichtlich sind derartige veränderte Bakterien gentechnisch sehr einfach herzustellen, angeblich experimentieren in Frankreich Gymnasiasten speziell mit derartigen Aufgabestellungen aus einem "Bio-Baukasten".
Überall gibt es militärische Labore, die speziell zur biologischen Kriegsführung und deren Abwehr unterhalten werden. Man muss sich klar sein, dass diese biologischen Kampfstoffe speziell zum Töten von Menschen entwickelt werden und das Fatale ist, dass mit fortschreitender "Globalisierung" nicht nur jeder Kampfstoff von jedem besseren Studenten hergestellt werden kann und dass sich derartige "Seuchen" auch sofort global ausbreiten, wie man an den Neuinfektionen mit EHEC in den USA schon sieht.

Jedenfalls gibt es enorm viele Ungereimtheiten in diesem Fall, angeblich wurde die Quelle der Konterminierung noch nicht gefunden, was höchst seltsam erscheint. Zudem steht jetzt praktisch die gesamte Nahrung unter Generalverdacht und immer neue Theorien verbreiten sich in Windeseile. Zuerst sind es die spanischen Gurken, dann weiß man es wieder nicht so genau, dann gerät natürlich Bio-Kost unter Generalverdacht, andere halten die Gentechnik (wohl zurecht) für den Verursacher.

Fakt ist, dass unsere Regierung und auch die Presse kaum noch Vertrauen genießt, zu oft wurde an den Fakten gedreht. Die WHO und die Pharmaindustrie sind nach dem "Schweinegrippe"-Skandal erst recht im Zwielicht. Keiner garantiert uns, dass derartige mutierte Bakterien nicht eines Tages die Menschheit ausrotten.
Wir verhalten uns wie im Mittelalter mit unserer aggressiven Politik und vergessen, dass die modernen Waffen jederzeit das Ende der Gattung bewirken können und nicht wenigen Spinnern wäre eine drastische Bevölkerungsreduktion auf gewaltsame Weise ganz recht.

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Montanaman 05.06.2011, 09:47
4. Anders ist richtig

Zitat von heinrichp
Jede Zeit hat ihre besondere Charakteristik. So werden wir im hoch technisierten und kapitalistischen Zeitalter immer mehr mit Krankheiten und Leiden konfrontiert, die für unsere Vorfahren noch undenkbar waren. Viele Erkrankungen lassen sich dabei auf eine unnatürliche Lebensweise, Umweltgifte, Luftverschmutzung, übermäßige Belastung im Beruf und auf den so genannten Freizeitstress zurückführen. Das Gleichgewicht des Menschen gerät in zunehmendem Maße aus den Fugen.[/url]
Auf so etwas muss man erst einmal kommen. Anders herum wird ein Schuh daraus: VOR dem "technisierten und kapitalistischen Zeitalter" haben die Menschen ungesund gelebt, waren sie doch schutzlos Seuchen wie Cholera ausgeliefert, die hunderttausende Menschenleben forderte:
http://de.wikipedia.org/wiki/Cholera...ausbr.C3.BCche
Natürlich leben wir heute viel gesünder als die Menschen vor hundert Jahren - das kann man etwa an der rapide steigenden Lebenserwartung sehen.

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dillerjohann 05.06.2011, 10:09
5. Es gibt keine gefahrlose Welt.....

Diese Welt steht für den ständigen Wandel. So sind Epidemien, immer wieder aufgetreten weil Menschenmassen, zu dicht, zu eng, zu Unhygienisch, auf einander treffen.Veränderungen in den Klimatischen Bedingungen sind nicht zu Unterschätzen, dazu kommt der Raubbau, der seit Industrialisierung um sich greift.Bis jetzt sind alle Mutmaßungen, die EHEC betreffen, in Leere gelaufen.Massentierhaltung, Monokulturen,Chemie und Radioaktive Strahlung,Umweltverschmutzungen, in unermesslichen Ausmaß, führen zu negativen Ergebnissen, die unser Leben beeinflussen.Wir werden wieder umdenken müssen, um in einer Welt leben zu können, in der die Gefahren, besser ein zu schätzen sind,und mehr Natürlichkeit unser Leben bestimmt.Eine Welt ohne Gefahren wird es niemals geben, denn die größte Fehlerquelle ist der Mensch!

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Montanaman 05.06.2011, 10:23
6. Nicht mehr Natürlichkeit

Zitat von dillerjohann
Massentierhaltung, Monokulturen,Chemie und Radioaktive Strahlung,Umweltverschmutzungen, in unermesslichen Ausmaß, führen zu negativen Ergebnissen, die unser Leben beeinflussen.Wir werden wieder umdenken müssen, um in einer Welt leben zu können, in der die Gefahren, besser ein zu schätzen sind,und mehr Natürlichkeit unser Leben bestimmt.Eine Welt ohne Gefahren wird es niemals geben, denn die größte Fehlerquelle ist der Mensch!
Mehr Natürlichkeit? Was ist natürlicher als ein Bakterium. Mir erscheint, was Sie hier schreiben, als geradezu absurde Romantik: es ist der wissenschaftliche Fortschritt (Antibiotika....oder ist Ihnen das auch zu unnatürlich), der die großen Seuchen seltener hat werden lassen. Darauf möchte ich auf keinen Fall verzichten.

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pünktchen06 05.06.2011, 13:00
7. Scheinbar ist aber nicht jedes Bakterium ...

natürlichen Ursprungs. Immer wieder wird zwar erwähnt, dass der Erreger in den Mägen von Wiederkäuern - vor allem Rindern - vorkommt; nicht aber, dass er dort erst durch widernatürliche Fütterung entsteht. Nämlich durch die Gärung des Getreides, für das Rindermägen nicht ausgerichtet sind. In der Körperwärme bei etwa 37 Grad kann er sich massenweise vermehren, im sauren Milieu der Gärung wird er schön resistent gemacht gegen Magensäure. Dazu kommt haufenweise Verabreichung von Medikamenten, auch Antibiotika. Also kein Wunder, dass der Erreger auch dagegen resistent ist.
Für mich ist das kein natürliches Bakterium mehr.
Die Medikamentenrückstände nehmen wir über die Nahrung mit auf; viele Ärzte verschreiben viel zu schnell Antibiotika. Also auch nicht verwunderlich, dass wir darauf kaum noch ansprechen.
Ich finde Antibiotika generell eine gute Erfindung, wir kehren aber deren Nutzen ins Gegenteil um.
Zurück zu den Rindern: Sie werden nicht nur vorrangig mit Getreide gefüttert, sondern mit genverändertem Getreide. In der konventionellen Massentierhaltung wird mit dem Billigsten gefüttert - und das ist genveränderter Mais und Soja aus Übersee. Diese "Pflanzen" sind voll mit Glyphosat, das weltweit am meisten eingesetzte Herbizid (einfach mal bei NABU reinschauen).
Wenn dann die Ausscheidungen der Rinder als "biologischer" Abfall, zusammen mit Klärschlamm (der ja auch nicht nur biologische Produkte enthält) und anderen -auch genveränderten- Substanzen in einer Anlage verarbeitet wird, dürfte sich diese Anlage meiner Ansicht nach keinesfalls BIOgasanlage nennen. Dort kommen Erreger zusammen, die sonst auf natürlichem Weg gar nicht zusammenkommen würden. Daraus kann immer etwas Neues entstehen. Und der Gärrest wird als Dünger auf die Felder gebracht. Durch eine Behandlung (Entseuchung) sollen zwar Krankheitskeime verringert werden, d.h. aber nicht, vollständig verhindert, denn die neu entstandenen Erreger können ja auch extrem widerstandsfähig sein.
Diese "Biowaffe" haben wir selbst zu verantworten. Und ich befürchte, das ist nur die Spitze des Eisbergs.
Ob die Behörden hier versagen? Kann ich nicht beurteilen. Ich glaube, das medizinische Personal und die Wissenschaftler arbeiten auf Hochtouren. Nur, die echten Ergebnisse werden vermutlich wieder totgeschwiegen.

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vantast64 05.06.2011, 13:22
8. Nicht nur versagt, sondern wegen Gier schuldig

Die Politiker haben zur Profitmaximierung Antibiotika im Tierstall erlaubt, obwohl jeder weiß, daß Erreger aller Art dort resistent werden und Patienten deshalb oft nicht mehr behandelbar sind.
Es benötigte keine schlechte Menschen, keine Terroristen, sondern nur christliche Politiker, die von Bauern wiedergewählt werden möchten und der chemischen Industrie zu Diensten sein wollen.
Die Gier der Verbraucher nach Fleisch hat dieses Szenario aus dem Rinderdarm erst ermöglicht.

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Kampfbuckler 05.06.2011, 13:36
9. Zapateros Schadenersatzforderung geht ins Auge- ins spanische

Zapateros Schadenersatzforderung geht ins Auge- ins spanische
Der Kunde ist König und der ist verärgert über dreistes Unrechtsverhalten. Fakt ist: auf spanischen Gurken wurde der hochpathogene Fäkalkeim EHEC nachgewiesen. Dann muss nach EU- und nationalem Recht der Verbraucher vor diesem gefährlichen, ja sogar tödlichen, Lebensmittel gewarnt werden und zwar sofort. Na gut, dann zeigte sich , dass der Gurkenkeim einen etwas anderen Fingerabdruck hatte als seine engsten Verwandten, die bereits hunderte von schlimmsten Gesundheitsschäden verursachten. Und jetzt soll der deutsche Steuerzahler auch noch Geld abliefern an die Plastikfarmer in Almeria, dafür dass die Behörden und die Regierung mal vorschriftsmäßig im Sinne des Gesundheits- und Verbraucherschutz handelten. Also, ich ziehe daraus den Schluss, dass Lieferanten von Lebensmitteln, wie die spanischen,die derart dreist und ungeniert Profitinteressen Vorrang geben gegenüber der Gesundheit ihrer Kunden, für mich nur noch höchstens zweite Wahl beim Einkauf sein können

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