Forum: Wissenschaft
Handydaten von Arbeitslosen: Das Schweigen der Belämmerten
Corbis

Wenn Menschen ihren Job verlieren, telefonieren sie plötzlich viel weniger. Das schließen Forscher aus der Analyse von Verbindungsdaten. Sie glauben, aus den Daten sogar die aktuelle Arbeitslosenquote einer Region berechnen zu können.

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lavendelirm 27.05.2015, 17:04
1. zu teuer?

Kein Job, kein Geld, nur noch prepaid-Karte, weil Handy sonst zu teuer ist? Dann reduzieren sich halt die Telefonate in Anzahl und Dauer automatisch. Jedenfalls ist das nach Eintritt in meine Mini-Mini-Rente MEINE Realität jetzt ...

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women_1900 27.05.2015, 17:45
2. Datamining

woher hatten denn die "Forscher" die Info, ob der Handyvertraginhaber arbeitslos ist?

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Abel Frühstück 27.05.2015, 18:06
3.

Dass Erwerbslose vielleicht, weil sie eh zu Hause sind, nun übers Festnetz telefonieren, war kein Aspekt dieser Studie?

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Qual 27.05.2015, 18:17
4. Zweifelhaft

Woher wollen die die Daten haben? Ausgerechnet auch noch in Europa!?

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querulant_99 27.05.2015, 18:26
5.

Zitat von women_1900
woher hatten denn die "Forscher" die Info, ob der Handyvertraginhaber arbeitslos ist?
Das wurde überhaupt nicht untersucht!

Es wurde nur eine signifikante Koinzidenz zwischen der Abnahme von Arbeitsplätzen und der Abnahme von Handy-Gesprächen festgestellt, und zwar in zwei unterschiedlichen Städten.

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hdudeck 27.05.2015, 18:30
6. Wundert sich denn hier niemand, wie ein americanisches Institut

an Europaeische Verbindungsdaten kommt, warum es diese auswertetet und nicht americanische Datern? Waren diese Daten vielleicht ein "Abfallprodukt" anderer, mehr brisanter Auswertungen, die das MIT fuer eine der beruechtigten drei Buchstaben Organisationen durchgefuehrt hat. Was sagt die EU dazu? Man stelle sich einmal vor, ein europaeisches Institut haette americanische Daten ausgewertet. Das Geschrei waere ohne Technik bis nach Europa zu hoeren, warscheinlich waere sogar Krieg angedroht worden.

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lanas 27.05.2015, 18:30
7. danke

Abel Frühstück
heute, 18:06 Uhr
Dass Erwerbslose vielleicht, weil sie eh zu Hause sind, nun übers Festnetz telefonieren, war kein Aspekt dieser Studie?

Danke.....das war auch mein erster Gedanke. Mehr Festnetz oder mehr face to face....

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miruwa 27.05.2015, 18:38
8.

Zitat von women_1900
woher hatten denn die "Forscher" die Info, ob der Handyvertraginhaber arbeitslos ist?
Artikel lesen hilft. Das wussten die Forscher eben nicht.

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roby1111 27.05.2015, 18:47
9. zu alte Daten...

.. um heute noch aussagekräftig zu sein, denn:

-2006 waren die Minutenpreise noch deutlich höher, d.h. schmerzhafter
- Umstieg auf pre-paid hätte ja neue Nummer geheissen, d.h. Zuordnung zum Individuum geht verloren

- Flatrates gab es noch kaum

- Festnetz war noch deutlich häufiger

- andere Dienste noch kaum verbreitet, ausser sms

Zusammen mit der Frage, woher die Daten wohl stammen und auf welcher Rechtsgrundlage diese so lange gespeichert blieben, ist diese Untersuchung das Papier/den Strom für die Verbreitung nicht wert!

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