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Handysucht: Denkvermögen? Nicht ohne mein Smartphone
Corbis

Muss das Smartphone immer dabei sein? Ja, zeigt ein Experiment, zumindest beim Lösen von Denkaufgaben. Zu großer Abstand vom Handy macht sich demnach sogar körperlich bemerkbar.

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tobias_dd 12.01.2015, 16:48
1. Baby

Ich denke, es ist fast so, als ob man einer Mutter ihr Baby weg nimmt. Da wird sie auch unruhig und kann sich schlechter konzentrieren.

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bannister81 12.01.2015, 17:19
2.

"Erweiterung des Selbst" ist dabei nur eine Umschreibung dafür, dass ein großer Teil unsere Gesellschaft immer mehr zu seelenlosen Smartphone-Zombies mutiert, die nicht mitbekommen, was im Umkreis von 10 Metern um sie herum passiert. Ich denke dabei eine Mutter, die ich gestern am Bahnhof gesehen habe. Neben ihr weint ihre Tochter bitterlich. Aber diese Frau ist zu sehr mit ihrer digitalen "Erweiterung des Selbst" beschäftigt als sich um die wirklich wichtigen Dinge zu kümmern.
Das ist alarmierend und traurig zugleich.
Wissenschaftler, die dann behaupten, es sei besser sein Smartphone immer dabei zu haben, sollten sich nicht als solche bezeichnen dürfen.
Der ganze dümmliche Social Media-Trend macht uns letztlich nur noch abhängiger vom Netz, unselbstständiger und dümmer.
Die Invasion der Zombies. Sie beginnt tatsächlich. Aber anders, als wir es uns vorgestellt haben.

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spmc-12417818382850 12.01.2015, 17:30
3.

Also sowas blödes hab ich ja noch selten gelesen. Natürlich lenkt das ab, wenn mein Handy klingelt! Haben die es auch klingeln lassen, wenn es in der Hosentasche war? Dann hat es nicht abgelenkt?
Ob die Versuchsteilnehmer vielleicht die besten Resultate erzielen, wenn sie ihr iPhone abschalten müssen??
Wer diese Studie wohl finanziert hat.

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3-plus-1 12.01.2015, 17:31
4.

Zitat von bannister81
"Erweiterung des Selbst" ist dabei nur eine Umschreibung dafür, dass ein großer Teil unsere Gesellschaft immer mehr zu seelenlosen Smartphone-Zombies mutiert, die nicht mitbekommen, was im Umkreis von 10 Metern um sie herum passiert.
Nun, ich fahre immer allein mit der Bahn zur Arbeit und dafür hatte ich früher einen Walkman und heute halt ein Smartphone.

Warum? Na ganz einfach, Stöpsel in die Ohren und es fühlt sich so ähnlich an als würde ich mit dem Auto fahren. Also dieses wunderbare Verkehrsmittel, wo einem keine Mitfahrer aufgenötigt werden, die man nicht einlädt.

Also, ich WILL die Berufsverkehrumgebung nicht wahrnehmen und das geht mit Sicherheit auch vielen anderen so, die aus Kosten-, Parkplatz- oder Staugründen ÖPNV fahren. Alles was da beim Abkapseln hilft (Musik, Lesen, Spielen) bietet das Smartphone und es ist höchst willkommen.

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amazingworld 12.01.2015, 18:00
5. Zombies

Das ist nur noch krank (Sucht).
Ich habe in unserer Firma die Angestellten beobachtet. Alle paar Minuten waren sie mit ihren smart phones (SP) beschäftigt weil ein neues Bild oder ein unheimlich wichtiger Eintrag über irgendeinen Schwachsinn Alarm geschlagen hat.
Das hab ich dann verboten.
Wenn sie dann zum Mittagessen gehen sind sie alle in ihre Smarties vertieft und wenn die Tür nicht offen wäre..SP Zombies

Ich habe auch ein Restaurant. Dann sitzt da eine 4-köpfige Famile am Tisch und jeder ist in sein Smart Phone, Pad oder sonstwas vertieft..reden tun die nicht mehr. Dank der "soziale Netzwerke"

PS: Ich habe ein "Mobile" (so heisst das "Handy" eigentlich) mit dem man tatsächlin auch telefonieren kann. Macht aber keiner mehr.

PPS: Da gab es mal eine Umfrage was man auf seinem SP am meisten nutzt. Bei den Fragen wurde "telefonieren" nicht erwähnt.

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bafi81 12.01.2015, 18:46
6. unklarer Effekt bei Phones ohne i ?!

Ist das ein Scherz? Der Artikel klingt wie eine augenzwinkernde Apple-Werbung. Sicher kann aus der Studie nicht gefolgert werden, dass es besser für die Konzentration sei, wenn man ausgerechnet ein IPhone neben sich zu liegen hat. es kann lediglich gefolgert werden, dass man sich schlechter konzentrieren kann, wenn man angerufen wird, aber nicht ans Telefon gehen kann. daher gibt es bei der Arbeit die eiserne Regel: Handy lautlos und nur dann mal raufgucken, wenn man fünf Minuten Pause machen will, kann und darf! Wenn draußen die Welt untergeht, wird der Anrufer auch einen Weg finden, einen über den Arbeitgeber zu erreichen.

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jujo 12.01.2015, 18:48
7. ...

Die Herren Forscher sollten besser mal nach der simplen Frage forschen, wie es mit der Arbeitsleistung bestellt ist wenn kein störendes, was auch immer, piepst, klingelt, brummt oder leuchtet. Ich wette die Leistung steigt im zweistelligen Prozentbereich wenn diese privaten Dinger am Arbeitsplatz, während der Arbeit, verpönt werden! Mein persönliches Wohl-und Sicherheitsbefinden und die Konzentration ist auch wesentlich erhöht wenn ich das Ding beim Autofahren bewußt (!) ausgeschaltet halte!

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Diskutierender 12.01.2015, 18:49
8. Muss man da nun Mitleid haben

In meinen Augen sind Menschen einfach nur selbst Schuld, wenn sie sich zum Sklaven dieser Hirnprothese machen. Bei mir gibt es jedenfalls nur Schadenfreude, wenn solch ein Smartphone-Zombie vor ein Auto oder einen Laternenpfahl läuft.

Um solche Deppen ist es nun wirklich nicht schade, zumal ich mich genügend über diese Handy- und Smartphone-Idioten ärgere:
- Anrempeln in Fussgängerzone durch derartige hirnlose Subjekte
- Handy-Gebrüll in öffentlichen Verkehrsmitteln
- Gesprächspartner, die einen dumm stehen lassen, wenn diese Hirnprothese einen Laut von sich gibt.

Es gibt wohl nichts, wo sich Menschen mehr daneben benehmen als im Umgang mit Telefonen.

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zila 12.01.2015, 19:07
9.

Zitat von bannister81
"Erweiterung des Selbst" ist dabei nur eine Umschreibung dafür, dass ein großer Teil unsere Gesellschaft immer mehr zu seelenlosen Smartphone-Zombies mutiert, die nicht mitbekommen, was im Umkreis von 10 Metern um sie herum passiert. Ich denke dabei eine Mutter, die ich gestern am Bahnhof gesehen habe. Neben ihr weint ihre Tochter bitterlich. Aber diese Frau ist zu sehr mit ihrer digitalen "Erweiterung des Selbst" beschäftigt als sich um die wirklich wichtigen Dinge zu kümmern. Das ist alarmierend und traurig zugleich. Wissenschaftler, die dann behaupten, es sei besser sein Smartphone immer dabei zu haben, sollten sich nicht als solche bezeichnen dürfen. Der ganze dümmliche Social Media-Trend macht uns letztlich nur noch abhängiger vom Netz, unselbstständiger und dümmer. Die Invasion der Zombies. Sie beginnt tatsächlich. Aber anders, als wir es uns vorgestellt haben.
Ich denke, da gibt es zwei Aspekte, und was den Social Media Quatsch angeht, da geb ich ihnen recht, mehr als 90% ist Zeitverschwendung, 9% ist Infotainment und 1% hat vielleicht irgendeinen Mehrwert dass ich etwas guenstiger kriege oder ein Erlebnis mitkriege, dass ich sonst verpasst haette (z.B. Konzertevent, TV-Show, Kino).
Aber dann gibt es auch noch Leute mit anspruchsvollen Berufen, die eine Informationsflut verarbeiten, die grosse Teile der Bevoelkerung nichtmals erahnen. Und da sind diese Wissenserweiterung via Wikipedia, Google-Search, Wolfram-alpha, Dictionary, Thesaurus, Email-Archiv, RSS Newsreader, Evernote/Onenote, Wunderlist, Geo-Alert, Addressliste, GPS u.v.m. einfach kaum entbehrlich. Ich hab jedenfalls nicht mehr die Kapazitaet, mir auch nur annaehernd alles zu merken oder auch nur zu merken wo ich Sachen hinterlegt habe. Meine Frau verwendet noch Schmierzettel, die sie regelmaessig verliert. Im 21ten Jahrhundert gibt es dafuer Tags und Stichwortsuche. Und mein Smartphone liest mir mittlerweile Buecher vor (ich red hier nicht mehr von Audiobooks), ist mein Radioersatz (neben Musik Podcasts, die mich interessieren) und liefert via RSS Themengebiete, fuer die es nichtmals eine richtige Zeitschrift im Handel gibt. Es ersetzt bestimmt 10 Geraete, die ich frueher mal alle in Einzelausfertigung hatte, das macht es so maechtig.

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