Forum: Wissenschaft
Hat Atomkraft Zukunft?

Weiterhin Störfälle, weiterhin Diskussionen über die Energie-Zukunft und ihre Kosten: Wie sicher ist die Atomkraft? Wie zukunftsfähig?

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Rumtrauben 07.07.2009, 16:58
120.

Zitat von nobbi2003
Ich glaube nur die Forschung wurde subventioniert und mehr nicht... Die wurde ja und der Bundesrepublik eingestellt
dasist nicht wahr. Komm mal hierher nach karlsruhe ins Atomforschungszentrum, da wird weiterhin schön geforscht.

Atomkraft ist ein Irrweg. Hier wird eine Nischentechnologie verteidigt, die einen Anteil von 2,5% an der weltweitern Energieerzeugung hat, aber für die Verseuchung großer Landstriche sorgen kann, wenn den Betreibern mal wiederdas Know-How ausgeht - wie in Thscernobyl. Die Endlagerung ist völlig ungelöst. Der Umgang mit Atommüll zeigt sich in der Asse, wird völlig verantwortungslos behandelt. Bezahlen tut das alles jeweils immer der Steuerzahler, während die Betreiber die Gewinne einfahren.
Vattenfall hat jetzt gezeigt, dass man anch wie vor nicht in der Lage ist, noch nciht einmal einen Transformator zu installieren. Und die sollen eine AKW fahren? Der Trafo, den sie ausgetauscht haben, war der , der zu dem schweren Störfall geführt hat, wegen denen das AKW 2 Jahre stillstand - ohne dass übrigens irgendwo das Licht ausgegangen wäre.
1 Jahr lang alles Geld, dass in die Atomwirtschaft fließt, in die erneuerbaren Energien - deren "Subventionen" marktanreizprogramm sind und degressiv abnehmen im Gegnsatz zu den Subventionen der Atomenergie - und Deutschland könnte seinen Stroimverbrauch alleine aus erneuerbaren Enrgien gewinne und vermutlich auch noch exportieren. Windstrom hält derzeit außerdem den Strompreis niedrig.

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leulind 07.07.2009, 17:08
121.

Zitat von wihu
Hihi, Großartig. Sie sind aber ganz schön technikfeindlich und haben kein Vertrauen in den Fortschritt. Glauben sie nicht, dass eine Menschheit die seit zig Jahren Batterien kennt, auch im großen Stil Energie speichern kann. ...................
Und warum macht Sie's dann nicht?
Glauben Sie nicht, dass eine Menschheit, die seit zig Jahren Autos kennt, auch mit 5 ml Sprit 1000 km fahren kann?

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Schwencky 07.07.2009, 17:12
122. Unzuverlässiger als Vattenfall geht nicht

Ich verstehe das ganze nicht. Ich bin grundsätzlich Atomstrom gegenüber nicht abgeneigt. Er ist günstig und das Problem mit dem fehlenden Endlager ist meines Erachtens vorgeschoben.

Ob ich nun sage, "wir haben kein Endlager für den Müll, da müssen wir uns was einfallen lassen", oder immer neue Kohle- und Gaskraftwerke bauen, die uns die Umwelt viel zeitnäher und direkter zerstören, kann ich nicht als wesentlichen Grund für das eine oder andere ernstnehmen.

Was ich jedoch nicht verstehe, ist wieso man so lasch mit den Kontrollen umgeht. Jeder Gastwirt bekommt seine Konzession entzogen, wenn er an Kids Alkohol ausschenkt, weil er eben als unzuverlässig im Sinne des Gaststättengesetzes gilt. In Krümmel haben wir einen Betreiber, der bei den letzten drei Störfällen nicht wie vorgesehen die Aufsicht eingeschaltet hat, sondern die Probleme schnell unter den Teppich kehren wollte. Man muss sich das nur mal wirklich vorstellen, dass bei dem vorletzten Theater ein aufmerksamer Anwohner durch Proben rausgefunden hat, dass Krümmel schon wieder nicht rundläuft und dies dann Greenpeace mitteilte.

Meiner Ansicht nach sollten AKWs weiter laufen. Man sollte Vattenfall aber verbieten auch nur ein AKW in Deutschland zu betreiben. Die melden keinen Störfall, selbst wenn den Anwohnern ein zweiter Kopf wächst und das ist das eigentliche Problem. Unzuverlässiger als Vattenfall kann man nicht sein und einem solchen Unternehmen die Kontrolle einer so gefährlichen Einrichtung zu überlassen, finde ich mehr als fahrlässig. Schon der erste Patzer war für mich Anlass meinen Anbieter zu wechseln. Ich will doch nicht mit jemanden vertragliche Beziehungen unterhalten, der ausser monetärem Gewinnstreben keinerlei Verantwortung für das eigene Handeln übernimmt, sondern die Leute für doof verkauft.

Man sollte auch mal anfangen Verstösse gegen Sicherheitsvorschriften zu sanktionieren. Man sollte dabei die Strafe so hoch ansetzen wie die Ausfallkosten für das Unternehmen sind, so ca. 20mio wären fair. Dann würde es sich bei den Sicherheitsvorschriften auch nicht länger um bloße Papiertiger handeln.

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AndyH 07.07.2009, 17:27
123.

Zitat von Rumtrauben
dasist nicht wahr. Komm mal hierher nach karlsruhe ins Atomforschungszentrum, da wird weiterhin schön geforscht.
Also das ist seit jahren kein "Atomforsschungszentrum" mehr und gehört seit kurzem zu Uni Karlsruhe.

Zitat von
Atomkraft ist ein Irrweg.
Dummfug. Energienutzung begann in der Steinzeit mit Muskelkraft. Dann nahm man Tiere, nutzte Wind- und Wasserkraft. Feuer hat man auch früh entdeckt und man hat bis Ende der Mittelalter Europa fast kahl abgeholzt. Dann fand man Kohle und Öl zur Dampfkraft und entwickelte die Elektrizität. Logischerweise geht die Reihe weiter mit Kernkraft und Fusion, keinesfalls rückwärts in den Mittelalter, schon garnicht bei 8 Milliarden Einwohner.
Damals hungerte auch Europa desöfteren, das kann man kaum populär machen.

Zitat von
Thscernobyl. Die Endlagerung ist völlig ungelöst.
Wieso das? Längst klar, nur politisch noch nicht durchführbar. da sowieso zu wenig Müll anfällt, stapelt man halt solange. Den Müll kann es egal sein.

Zitat von
Der Umgang mit Atommüll zeigt sich in der Asse, wird völlig verantwortungslos behandelt.
Da liegt kein "Atommüll" sondern schwach bis mittelaktive Abfall aus Forschung, Technik und Medizin.

Zitat von
Bezahlen tut das alles jeweils immer der Steuerzahler, während die Betreiber die Gewinne einfahren.
Nö, der Stromkunde hat beim Betreiber 30 Mrd. an Rücklagen angehäuft. Daraus wird es bezahlt. So beschrieben auch im Atomaustiegsvertrag durch Trittin. Da greift der Bund sogar noch Vorauszahlungen ersatzlos ab!

Zitat von
Vattenfall hat jetzt gezeigt, dass man anch wie vor nicht in der Lage ist, noch nciht einmal einen Transformator zu installieren.
Solche Trafodefekte gibt es täglich. Ach ja, und wie kommentieren sie Horns Rev?

Zitat von
Und die sollen eine AKW fahren? Der Trafo, den sie ausgetauscht haben, war der , der zu dem schweren Störfall geführt hat, wegen denen das AKW 2 Jahre stillstand - ohne dass übrigens irgendwo das Licht ausgegangen wäre.
Nein, das war der andere. 30 Jahre alt.

Zitat von
1 Jahr lang alles Geld, dass in die Atomwirtschaft fließt, in die erneuerbaren Energien - deren "Subventionen" marktanreizprogramm sind und degressiv abnehmen im Gegnsatz zu den Subventionen der Atomenergie - und Deutschland könnte seinen Stroimverbrauch alleine aus erneuerbaren Enrgien gewinne und vermutlich auch noch exportieren. Windstrom hält derzeit außerdem den Strompreis niedrig.
Also wenn Windstrom die AKW Subventionen bekommen würde, wären die Betreiber nicht glücklich. Null Eurpo ist viel zu wenig gegenüber die EEG Zwangsgelder von etwa 7 Milliarden was sie jedes Jahr kassieren. Davon kann man win 1,6 GW Kernkraftwerk bauen, inklusive Brennelementversorgung für die 50 jahre Lebzeit. Und das jedes jahr!
In die Fotovoltaik flossen bereits 20 Milliarden Subventionen, trotzdem liefert nur 0,6% Stromanteil für irreale Preise.
Im übrigen wenn sie sagen Wind hält die Strompreise niedrig, schämen sie sich nicht?
http://www.goerres-pellarin.de/jooml...mpreis-vdn.png
Endkunden zahlen ca. 5,5 cent je kWh an den Stromhersteller. Ihr Windstrom ist in jeden Fall über 7 Cent / kWh. Wie wollen sie damit was verbilligen? Nein, wir zahlen noch die 0,8 Cent EEG Abgabe (Tendenz steigend) für ihr Windstrom und die windstrombedingte Erhöhungen der Netzkosten.

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AndyH 07.07.2009, 17:44
124. Atommüll

Immer wieder "Atommüll" als wäre das so ein Problem von der Menge her.

Ein 1,4 - 1,6 GW Anlage mit ca. 12 TWh Jahresleistung tauscht etwa 30 Tonnen Brennelemente im Jahr.

600 TWh Verbrauch in der Bundesrepublich würde aus 100% Kernkraft mit jährlich 1500 Tonnen abgebranntes zuschlagen.
1.500.000 kg / 82.000.000 Einwohner: 0,018 Kg "Atommüll" pro Kopf. oder eben 70-80 Gramm je 4 köpfiger Familie.

nach wiederaufarbeitung kommt davon etwa 6% in den Salzstock als HAW Kokille. Ein 100 Jahre alte Mensch bei 100% Kernkraftanteil wäre für etwa 100 Gramm hochaktive Abfall in Gorleben verantwortlich.

zum Vergleich: Block 4 der Braunkohlekraftwerk Boxberg mit nur 900 MW Leistung schluckt TÄGLICH 50.000 Tonnen Kohle und spuckt entsprechende Mengen an CO2, Ruß(wenn auch gefiltert), Filter-Sondermüll und Asche aus.

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lynx2 07.07.2009, 17:46
125. Messgerät einbauen!

Zitat von Schwencky
Ich verstehe das ganze nicht. Ich bin grundsätzlich Atomstrom gegenüber nicht abgeneigt. Er ist günstig und das Problem mit dem fehlenden Endlager ist meines Erachtens vorgeschoben. Ob ich nun sage, "wir haben kein Endlager für den Müll, da müssen wir uns was einfallen lassen", oder immer neue Kohle- und Gaskraftwerke bauen, die uns die Umwelt viel zeitnäher und direkter zerstören, kann ich nicht als wesentlichen Grund für das eine oder andere ernstnehmen. Was ich jedoch nicht verstehe, ist wieso man so lasch mit den Kontrollen umgeht. Jeder Gastwirt bekommt seine Konzession entzogen, wenn er an Kids Alkohol ausschenkt, weil er eben als unzuverlässig im Sinne des Gaststättengesetzes gilt. In Krümmel haben wir einen Betreiber, der bei den letzten drei Störfällen nicht wie vorgesehen die Aufsicht eingeschaltet hat, sondern die Probleme schnell unter den Teppich kehren wollte. Man muss sich das nur mal wirklich vorstellen, dass bei dem vorletzten Theater ein aufmerksamer Anwohner durch Proben rausgefunden hat, dass Krümmel schon wieder nicht rundläuft und dies dann Greenpeace mitteilte. Meiner Ansicht nach sollten AKWs weiter laufen. Man sollte Vattenfall aber verbieten auch nur ein AKW in Deutschland zu betreiben. Die melden keinen Störfall, selbst wenn den Anwohnern ein zweiter Kopf wächst und das ist das eigentliche Problem. Unzuverlässiger als Vattenfall kann man nicht sein und einem solchen Unternehmen die Kontrolle einer so gefährlichen Einrichtung zu überlassen, finde ich mehr als fahrlässig. Schon der erste Patzer war für mich Anlass meinen Anbieter zu wechseln. Ich will doch nicht mit jemanden vertragliche Beziehungen unterhalten, der ausser monetärem Gewinnstreben keinerlei Verantwortung für das eigene Handeln übernimmt, sondern die Leute für doof verkauft. Man sollte auch mal anfangen Verstösse gegen Sicherheitsvorschriften zu sanktionieren. Man sollte dabei die Strafe so hoch ansetzen wie die Ausfallkosten für das Unternehmen sind, so ca. 20mio wären fair. Dann würde es sich bei den Sicherheitsvorschriften auch nicht länger um bloße Papiertiger handeln.
..............

Bei der Merkel! Das mißt dann, ob sie noch richtig tickt.
Tut sie schon. Sie tickt wie ein Geigezähler, aber im Takt, den die Atomindustrie vorgibt. Josefsson, einer ihrer Berater gibt den Takt vor. Die Merkel ist die ferngesteuerte Marionette!

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Tom Berger 07.07.2009, 17:51
126.

Zitat von AndyH
Kann nicht. Ist bewiesen. hat mit Technik wenig zu tun, erst einmal mit Physik und Chemie.
Oh, das ist interessant. Könnten Sie mir bitte einen Link zu der Beweisführung geben, dass großtechnische Stromspeicherung aus physikalischen und chemischen Gründen unmöglich ist?

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jocurt1 07.07.2009, 17:53
127. Wie lange dürfen Kriminelle unsere Unternehmen lenken

Zitat von sysop
Weiterhin Störfälle, weiterhin Diskussionen über die Energie-Zukunft und ihre Kosten: Wie sicher ist die Atomkraft? Wie zukunftsfähig?
In Krümmel werden bewusst Messgeräte nicht eingebaut

In berlin werden S-Bahn-Züge nicht so geprüft wie vorgeschrieben

Die Güterwagenachse in Italien kam aus deutschland und siehe da, plötzlich wurden dann alle ausgetauscht, was aber kein Schuldeingeständnis ist

wieder neue Fleischersatz- und Käseersatzstories aber keine Veröffentlichung von Gammelfleischsündern.

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Mischa Dreesbach 07.07.2009, 17:55
128. Vattenfall hat gegen Vorgaben verstoßen

Zitat von sysop
Weiterhin Störfälle, weiterhin Diskussionen über die Energie-Zukunft und ihre Kosten: Wie sicher ist die Atomkraft? Wie zukunftsfähig?
Vattenfall sollte die Betriebserlaubnis für die BRD entzogen werden, aber pronto. Milliardengewinne scheffeln wollen, aber sich nicht an Vorgaben der zuständigen Behörden halten, das sollte man sich nicht gefallen lassen, wenn man nicht in einer Bananenrepublik leben möchte.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...634864,00.html

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Tom Berger 07.07.2009, 17:55
129.

Zitat von AndyH
Also wenn Windstrom die AKW Subventionen bekommen würde, wären die Betreiber nicht glücklich.
Na, das darf aber bezweifelt werden. Ich glaube schon, dass sich die Windparkbetreiber über die 2 bis 3 Ct/kWh Subvention, die AKW-Betreiber erhalten, königlich freuen würden.

Für Windstrom gibt's gar keine Subventionen, sondern nur eine wettbewerbsfähige Einspeisevergütung von derzeit durchschnittlich 7,44 Ct/kWh. Bei so einer Vergütung für Atomstrom würden AKW-Betreiber satte Verluste machen.

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