Forum: Wissenschaft
Hat Atomkraft Zukunft?

Weiterhin Störfälle, weiterhin Diskussionen über die Energie-Zukunft und ihre Kosten: Wie sicher ist die Atomkraft? Wie zukunftsfähig?

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stanis laus 07.07.2009, 19:54
180. Üblicher Wahlklamauk der SPD

"Ohnehin ist unter Demoskopen umstritten, ob diese Auseinandersetzung den schwächelnden Sozialdemokraten am 27. September wirklich helfen kann."

Unumstritten hingegen ist, daß der Sozialdemokratie die Ideen ausgegangen ist und sie deshalb mit Feindbildern operiert.

Das Thema Atomstrom ist bis zur Wahl längst verheizt. Da werden von der SPD noch ganz andere Feindbilder geschaffen werden. Ich bin richtig darauf gespannt, wen die SPD in diesem Wahlkampf diffamiert. Kapitalisten? Geht nicht, sind sie selbst. Zu hoch bezahlte Arbeitnehmer, die zuviel kosten? Geht auch nicht, mit Lohndrückerei ist schon Schröder gescheitert. Heuschrecken: hatten Sie schon, wurden dann die Freunde von Müntefering.

Ich gehe davon aus, daß in diesem Wahlkampf es die Alten werden, die von der SPD als gesellschaftlicher Ballast, die an den katastrophalen Ergebnissen der Sozial- und Finanzpolitik schuld sind, gebrandmarkt werden. Da waren sie noch nicht dran.

Von wegen: strahlende Zukunft oder blauen Himmel über der Ruhr oder ganzes Jahr Sonnenschein. Nein, die sind nicht für was, die können nur noch gegen etwas sein.

Der Schienenverkehr wurde in den letzten Jahren in den Wahlen noch nicht verwurstet. Da könnte man doch was machen?

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GrafZahl 07.07.2009, 19:55
181.

Zitat von tächs
Weil man im SPIEGEL FORUM so schön Verschwörungs-Theorien auslassen kann, empfehle ich darüber nachzudenken, ob der Pannenminister Gabriel nicht einen V-Mann in Krümmel hat, der den Kurzschluss im Transformator produzierte. Zutrauen würde ich dem Dicken alles, um seiner Partei wenigstens ein wenig Munition für den fast aussichtslosen Wahlkampf zu liefern. Vom steilen Anstieg seines Ansehens im Präsidium gar nicht zu reden, das bisher seine hochfliegenden Karriereträume immer sanft ausbremste.
Das geht doch noch besser.

Michael Jackson ist gar nicht tot, sondern ein Außerirdischer mit schlechter Tarnung, hat den Rummel um seinen angeblichen Tod dazu genutzt, sich unerkannt nach Deutschland abzusetzen, alle deutschen Medien mit einer beispiellosen Jacko-Kampagne zu überziehen und die Leute dazu zu bringen, ständig Computer und Fernseher laufen zu lassen, um die neusten Details über sein angebliches Ableben zu verfolgen, während sie gleichzeitig den ganzen Tag mit voller Lautstärk "Thriller" hören. Das führte zu einer Überlastung speziell durch die vielen MJ-Fans in Hamburg und somit zum Durchschmoren des Trafos.

Ist doch viel glaubwürdiger als der ganze andere Schmonzens, finden Sie nicht?

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Moewi 07.07.2009, 19:56
182.

Zitat von jboese2
und die ganzen Windmühlen gehen mir eh auf den Sack.
Sachliche Argumente sind immer schön zu lesen. Zitat von jboese2
Ich hoffe, dass es in den nächsten 20 Jahren gelingt, eine ernsthafte Alternative zu finden, aber bis dahin werden wir ohne Atomkraft entweder die Umwelt völlig versauen oder Energiepreise in Deutschland haben, die auch den letzten Produktionsbetrieb über die Grenze jagen.
DIe Konzerne könnten ja mithelfen. Als erste Massnahme empfehle ich das Mitführen von Notizblöcken ("Wichtig! Entladungsmessgeräte! Wichtig! Nicht vergessen! Wir haben's versprochen!") Und Pillen gegen Vergesslichkeit. Es geht nicht um fehlende Geräte - es geht um die Geisteshaltung der Betreiber. Die hier gezeigte ist inakzeptabel. Und es macht sehr wohl einen Unterschied, ob es 1000km weiter kracht oder hier: Denn HIER hätte man mit dem entsprechenden Nachdruck etwas bewegen können. Die Luft zwischen den "Todeskisten" im Ausland und hier wird -wenn das gezeigte Problembewusstsein systemisch ist- immer dünner.

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Niels Kliim 07.07.2009, 19:58
183. Vattenfall hat ähnliche Probleme in Schweden

Vattenfall ist auch als AKW-Betreiber in Schweden für seine Unzuverlässigkeit bekannt.

Das AWK Ringhals, 60 km südlich von Göteborg gelegen, ist von der schwedischen Atomaufsichtsbehörde unter besondere Aufsicht gestellt worden, weil Vattenfall eine Reihe von Fehlern nicht oder nur unzureichend behoben hat.

Es ist anzunehmen, dass Vattenfall das immer so macht. Nationalstaatliches Denken ist multinationalen Konzernen einfach nicht gewachsen.

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GrafZahl 07.07.2009, 19:58
184.

Zitat von jboese2
Es ist schon bedauerlich, dass ein Deppenverein wie Vattenfall Gabriel hier wieder Munition liefert, seine Atom-Histerien weiterzutreiben. Die anderen Kernkraftwerksbetreiber haben die Dinge offensichtlich im Griff, Vattenfall kommt aber immer wieder in die Schlagzeilen.
Nein, die halten nur besser dicht. Wie in Fronkraisch, da ist alles, was mit Atomtechnik zu tun hat, Staatsgeheimnis und Sarkozys persönliches Eigentum, egal was passiert.

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nimda 07.07.2009, 19:58
185. Endlagerung Wo?

Es ist schon erstaunlich wie unverfroren die Atomkraftbefürworter diskutieren. Da werden unmögliche Argumente benutzt, Andersdenkende beschimpft usw.aber Keiner dieser Zukunftskenner redet über die Entsorgung des Atommülls und keiner von denen würde ihn vor der eigenen Haustür akzeptieren.

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Moewi 07.07.2009, 20:00
186.

Zitat von The Godfather
Ob nun die GAU-Wahrscheinlichkeit bei 1 zu 1 Billion oder 1 zu 1 Trillion liegt?
Ein GAU wäre ja noch in Ordnung. Einen solchen MUSS -oder besser: Sollte- die Anlage überstehen. Viel gefährlicher sind Dinge, für die die Anlagen nicht ausgelegt sind, weil sie sich niemand vorstellen konnte.

Ich finde höchst bedenklich, wenn im Grössenwahn KKW in Überschwemmungsgebiete gesetzt werden, die Sicherheitstechnik im Keller(!) [man möchte fast heulen] untergebracht ist, und Mensch glaubt HERR über die Natur zu sein. Zumindest über die Natur der atomaren Bindungskräfte.
Auf die Idee, technische Anlagen in Flussnähe zu setzen und dabei Kellergeschosse einzuplanen (vom Vollstopfen derselben mit wichtigem Kram rede ich schon gar nicht mehr - ich bin ja bescheiden), kommen wohl nur Superhirne.
Warum wusste die Flut nicht, dass sie -theoretisch- gar nicht so weit hätte vordringen dürfen? Warum wusste die Natur nicht, dass sie die Oberhoheit des menschlichen Geistes -und im Nebeneffekt die Kronen der Deichlein- gefälligst zu respektieren hatte? Hatte nicht im technischen Gutachten gestanden, dass es Wasserpegel gibt, die nicht erreicht werden? Warum wurden Fluss und Atlantik nicht darüber informiert? So wird das nichts!

Nein: Wir müssen nicht die Menschen physikalisch-technisch ausbilden - sondern die Natur! SIe muss endlich kapieren, dass sie vor unserer Technologie zu kapitulieren hat. Je eher sie das versteht, desto besser...vor allem für UNS...

Ach so: der Stein des Anstosses:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkra...ais#Hochwasser

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leulind 07.07.2009, 20:07
187.

Zitat von GrafZahl
Wer ziemlich und nämlich mit "h" schreibt hat auch ansonsten den Durchblick, vor allem kennt er die Meinung der Franzosen, gell? Komisch, ich kenne Statistiken, die etwas ganz anderes aussagen. Fragen Sie doch auch mal die Bewohner Badens, was sie so von den AKWs im Erdbebengebiet und den Abgasschwaden aus dem Elsaß halten. Die wahre Schönheit des französischen "savoir contaminer" können Sie in Tricastin bewundern, dagegen sind unsere Schrottreaktoren noch perfekt in Ordnung. Stellen Sie sich vor, mit AKWs kann man kein geld mehr verdienen - das ist Technik von vorgestern. Geld verdienen heute die Firmen in aufblühenden Branchen mit ihren doofen Windrädern... Lesen Sie nochmal nach, WAS da in Krümmel MEHRFACH schiefgegangen ist. Da ist etwas mehr als eine Glühbirne durchgebrannt. Vor allem bei den Betreibern.
Können Sie uns Genaueres darüber sagen, wie viele Menschen durch Tricastin zu Schaden gekommen sind?
Sie wissen aber schon, dass es sich bei dem "Vorfall" in Krümmel um einen solchen der Kategorie Null auf der offiziellen sieben-stufigen INES-Skala handelte, was jetzt wohl nicht anders sein wird. Verstehen Sie eigentlich, dass es allein von der Schärfe der Vorgaben abhängt, wie oft eine technische Anlage stillgelegt werden muss? Die richtigerweise scharfen Vorschriften im Falle von Kernenergieanlagen werden skurrilerweise gegen diese verwendet.

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altruist 07.07.2009, 20:07
188. No

welcher junge ingenieur geht noch in die kerntechnik,um mit ihr einer ungewissen zukunft entgegen zu gehen.
nicht mal für das doppelte gehalt lohnt sich das,es sei denn man ist nukleargläubig.

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leulind 07.07.2009, 20:09
189.

Zitat von The Godfather
Die Aussage war richtig. Ich fürchte, sie sind es, der sich informieren sollte.
Vielleicht finde ich morgen Zeit, Ihnen Ihre krasse Fehlaussage zu beweisen. Aber vielleicht wollen Sie sie inzwischen mal begründen, beweisen geht ja nicht.

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