Forum: Wissenschaft
Hat Atomkraft Zukunft?

Weiterhin Störfälle, weiterhin Diskussionen über die Energie-Zukunft und ihre Kosten: Wie sicher ist die Atomkraft? Wie zukunftsfähig?

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wihu 07.07.2009, 20:48
200.

Zitat von leulind
Sie sagen also, man kann aus einer Energiemenge von bspw. 1000 kJ, die beim Verbrennen einer bestimmten Kraftstoffmenge entsteht, 1000000 kJ zum Antrieb des Autos nutzen. Haben Sie jetzt Ihren Unsinn bemerkt?
Unsinn ist nur die Behauptung, dass die Speicherprobleme nicht zu bewältigen sind. Da muss man wirklich nur wollen
Aber schön, dass sie ihr Beispiel sogar wörtlich meinten. Wohl weil es nur bei so krasser überzeichnung funktioniert.

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GrafZahl 07.07.2009, 20:50
201.

Zitat von leulind
Können Sie uns Genaueres darüber sagen, wie viele Menschen durch Tricastin zu Schaden gekommen sind?
Nein, aber wenn Sie die Pannenhäufigkeit und -schwere französischer AKWs gemeinsam mit der eisernen Geheimhaltung betrachten, können Sie davon ausgehen, daß es eine ganze Menge sind, und zwar nicht nur in Tricastin. Nach offiziellen Angaben wurden dort übrigens 100 Personen verstrahlt, mit einer angeblich total harmlosen Dosis. Sagt EDF...

Zitat von leulind
Sie wissen aber schon, dass es sich bei dem "Vorfall" in Krümmel um einen solchen der Kategorie Null auf der offiziellen sieben-stufigen INES-Skala handelte, was jetzt wohl nicht anders sein wird. Verstehen Sie eigentlich, dass es allein von der Schärfe der Vorgaben abhängt, wie oft eine technische Anlage stillgelegt werden muss? Die richtigerweise scharfen Vorschriften im Falle von Kernenergieanlagen werden skurrilerweise gegen diese verwendet.
Danke, ichbin mit der INES-Skala gut vertraut.

Wenn ich Sie richtig verstehe, soll man also die Vorschriften lockern, um die Anzahl der Störfälle zu reduzieren?

Also, ich an Ihrer Stelle würde ja lieber die Vattenfall-Aktien verkaufen... so ein Saftladen hat keine Zukunft.

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Tom Berger 07.07.2009, 20:50
202.

Zitat von Sir_Lancaster
3.Subventionen Kernenergie wurde in der Vergangenheit staatlich gefördert. Weitere Staatsgelder werden zur Zeit für Forschung über Kernenergie aufgewandt. Für den Betrieb der bestehenden AKWs gibt es keine Subventionen, außer der Haftung des Staates bei einem GAU.
Falsch! AKWs werden durch aberwitzig günstige Zinsen subventioniert. Zinssätze von 2,5% über die Laufzeit von 40 Jahren sind normal, ausgegeben werden die Kredite durch Staatsbanken. Die Kosten dafür trägt der Steuerzahler.

Beispielsweise wird der schon während der Bauphase als Pannenreaktor bekanntgewordene gewordene AKW-Neubau in Finnland hälftig durch Frankreich und Bayern (Bayern-LB) finanziert. Die EU-Kommission hat deshalb ein Verfahren wegen unerlaubter Beihilfe eingeleitet, dies aber dann mit der aufschlussreichen Begründung eingestellt, dass bei AKWs solche Subventionen weltweit üblich seien, und dass deshalb den Wettbewerbern von Siemens/Areva dadurch kein Nachteil entstanden sei - auch die USA und Japan hätten ähnliche Subventionen gegeben, wenn ihre AKW-Unternehmen den Zuschlag erhalten hätten.

Rechnen Sie doch einfach mal aus, was die kWh Strom alleine an Zins und Tilgung kostet, wenn Sie marktübliche Zinsen zugrunde legen.

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wihu 07.07.2009, 20:52
203. Das ist nicht neutral

Zitat von Sir_Lancaster
Also ich versuch mal, die Argumente pro und contra hier zusammen zu fassen. Grundsätzlich gilt, das Thema ist emotional belastet. Vielleicht hilft die Zusammenfassung dem einen oder anderen. Ich bitte um Ergänzung und Korrektur. 1.Endlager Es gibt in Deutschland kein Endlager. Grund ist offenbar fehlender politischer Wille ein solches Endlager einzurichten. Lagermöglichkeiten gibt es mehrere. Ein Lösungsvorschlag für die vorhandenen Abfälle außer Lagerung ist nicht vorhanden. 2.Atomabfall Atommüll entsteht in der Medizin, der Forschung und der Stromerzeugung. Wobei der mengenmäßig geringste Teil, jedoch der radioaktivste, in der Stromerzeugung entsteht. Ein Lösungsansatz für die Vermeidung der radioaktiven Abfälle aus Medizin und Forschung kann ich nicht erkennen. (jedenfalls hat keiner vorschlagen auf das Röntgen oder die Bestrahlung von Tumoren zu verzichten) 3.Subventionen Kernenergie wurde in der Vergangenheit staatlich gefördert. Weitere Staatsgelder werden zur Zeit für Forschung über Kernenergie aufgewandt. Für den Betrieb der bestehenden AKWs gibt es keine Subventionen, außer der Haftung des Staates bei einem GAU. Die sogenannten Alternativen Energien sind nur durch Subventionen marktfähig. Ob und wann sie ohne Subventionen auskommen ist spekulativ. 4.Preise Der Strom aus Kernkraftwerken ist so preiswert, dass die Energieversorger ein großes Interesse am Weiterbetrieb haben. Insbesondere durch die Subventionierung der alternativen Energien sind die Markterwartungen, dass die Preise weiter steigen. Sollte diese Markterwartung zutreffen würde die Rendite der Energieversorgungsunternehmen mit AKWs enorm steigen. Hohe Renditen scheinen für einige Diskutanten hier grundsätzlich schlecht zu sein. Allerdings lehnen diese Diskutanten eine Reduktion dieser Renditen durch Freigabe des Marktes durch den Staat ebenso ab. 5.Sicherheit Im Punkt Sicherheit gibt es von beiden Seiten nur Glaubensätze. Was nicht weiter verwunderlich ist, sind Risikoeinschätzungen doch sehr individuell. Ich persönlich fühle mich in meinem Auto sicher und in öffentlichen Verkehrsmitteln nach 22 Uhr sehr unsicher. Auch wenn die Opferzahlen eine andere Sprache sprechen.
Dieser Beitrag ist nicht neutral sondern vom Atomforum gesponsert. Lustig ist insbesondere der Punkt, dass die fehlende HAftpflicht zugegeben wird, aber der Effekt vernachlässigt.

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1lauto 07.07.2009, 20:55
204. Ein Atomkraftwerk läuft wie jede durchschnittliche Firma!

Ein Atomkraftwerk läuft wie jede durchschnittliche Firma!

Der Chef sagt so muss es gehen-
Der, der Ahnung hat sagt- ganz so vielleicht nicht? Ich hätte da noch Verbesserungsvorschläge---

und dann schlägt der Hammer zu , der Idiot, der Ahnung hat wird rausgeworfen weil er den Chef nicht sofort wegen versuchter Körperverletzung oder Vorteilsnahme angezeigt hat!

Die Rücksichtnahme auf die Chefs ist unangebracht!

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MarkH 07.07.2009, 20:57
205. ooo

Zitat von sysop
Weiterhin Störfälle, weiterhin Diskussionen über die Energie-Zukunft und ihre Kosten: Wie sicher ist die Atomkraft? Wie zukunftsfähig?

Endlagerung ist das zentrale Thema ... und ein Tabuthema scheint es zu sein, den Atommüll einfach ins Weltall zu schiessen.
Evt. könnte sich Spiegel mal diesem Thema widmen, anstatt mit Suggestivfragen Meinungsmache zu betreiben.

Natürlich glaubt derzeit niemand an eine Zukunft von Atomkraft.
Nur wer schon mal Solartechnik in einem sonnenreichen Land im Einsatz gesehen hat, der denkt dann in einem sonnenarmen Land doch etwas anders.

Ein Normalbürger benötigt mit seinem Verbrauch sicherlich keine Atomkraft.

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The Godfather 07.07.2009, 21:03
206.

Zitat von leulind
Vielleicht finde ich morgen Zeit, Ihnen Ihre krasse Fehlaussage zu beweisen. Aber vielleicht wollen Sie sie inzwischen mal begründen, beweisen geht ja nicht.
z.B. Wikipedia:
Die ersten Erkrankungen traten im Frühjahr 1986 auf. Der Leukämiecluster Elbmarsch stellt die welthöchste erfasste Leukämierate auf kleinem Raum bei Kindern dar, die Ursache ist aber bis heute unbekannt. Das Kernkraftwerk Krümmel und der Forschungsreaktor Geesthacht wurden oft mit den Leukämiefällen in Verbindung gebracht.

Und nun beweisen Sie bitte Ihre Behauptung, daß es eine krasse Fehlaussage war, was ich geschrieben hatte.

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Erik Mattutat 07.07.2009, 21:04
207.

Zitat von leulind
Dann machen die "Gebildeten" in fast allen Ländern der Welt ja einen gewaltigen Umweg. "Die sind aber alle blöd." (Sagt Marc Schaut)
Zählen Sie mal nach, in wievielen Staaten AKWs betrieben werden. Dann schauen Sie mal in das Staatenverzeichnis der UN. Wenn Sie dann immer noch von "fast allen Ländern der Welt" sprechen ...

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sponmember 07.07.2009, 21:12
208.

Das Grundübel ist der Kapitalismus. Überall dort, wo Mensch und Natur gefährdet sind, führt das Streben nach Gewinn, zu fehlerhaften Systemen. Deshalb pädiere ich für eine komplette Verstaatlichung (Enteignug) der großen Stromkonzerne, da diese ein systemisches Risiko darstellen. Das entsprechende Enteignungsgesetz hat die CDU ja bereits vorbereitet - Vattenfall+Co. - das wars !

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debe 07.07.2009, 21:14
209.

Zitat von tomstone1967
... Interessanter ist der Stromausfall im Anschluß. Hier hat Hamburg zu spüren bekommen, wie es uns allen ergeht, wenn die rot-grüne Windkraftmafia auf sommerliche Flaute stößt: Tagelange Stromausfälle. Wir sollten zumindest übergangsweise weiter auf die relativ Co2 neutrale Kernkraft setzen, anstatt uns ins Mittelalter versetzen zu lassen.
Interessant, dass gerade der Ausfall eines Atomkraftwerks die Unsicherheit einer regenerativen Energieversorgung beweisen soll. Um Ihren Sachverstand endgültig zu belegen, könnten Sie bestimmt auch noch darlegen, warum Tchernobyl das enorme Gefärdungspotential eines umstürzenden Windrads beweist.

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