Forum: Wissenschaft
Hat Atomkraft Zukunft?

Weiterhin Störfälle, weiterhin Diskussionen über die Energie-Zukunft und ihre Kosten: Wie sicher ist die Atomkraft? Wie zukunftsfähig?

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Hubert Rudnick 07.07.2009, 22:23
220. Das stimmt nur zum Teil!

Zitat von sponmember
Das Grundübel ist der Kapitalismus. Überall dort, wo Mensch und Natur gefährdet sind, führt das Streben nach Gewinn, zu fehlerhaften Systemen. Deshalb pädiere ich für eine komplette Verstaatlichung (Enteignug) der großen Stromkonzerne, da diese ein systemisches Risiko darstellen. Das entsprechende Enteignungsgesetz hat die CDU ja bereits vorbereitet - Vattenfall+Co. - das wars !
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Was sie sagen stimmt nur zum Teil, wo die Profitsucht größer als die Verantwortung ist, da passieren dann auch die Katastrophen und in der Sowjetunion gab es nun mal nicht den Kapitalismus, aber auch dort war die Versorgung mit Energieg größer, als das Menschenleben den Herrschern wert war.
Wer bei so einer gefährlichen Technologie über Menschenleben und die Gesundheit geht, dem muß man die Verantwortung entziehen.
Aber auch die Aufsichtsbehörden scheinen da kein besonders gutes Licht gewesen zu sein.
Und wer heute noch nach einer Unendlichkeit der KKWs schreit, der hat vor dem Leben seiner Bürger keine Achtung, er sieht nur die Gewinnsucht der Konzerne und derjenige zeigt sicherlich auch viel zu wenig Interesse an anderen Technologien, die eines Tage die Energie der Menschen absicher könnten.
Wer immer noch das Lied der Kernkraftbetreiber singt, dem sollten mal die Bürger die Frage stellen, ob er noch der richtige Mann für sein Land ist.
Hubert Rudnick

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jr1 07.07.2009, 22:29
221. Netzparität 2015

Immer wieder bitter: Selbsternannte Technikexperten plappern über Kernenergie, Kohle und alternative Energieen geistesfern oder vielleicht aus politischem Kalkül Binsenweisheiten aus den 90er Jahren nach. Wenn Sie wirklich in diesem Bereich forschen bzw. arbeiten würden, dann wüßten Sie aus Fachkreisen, daß bis 2015 mit Netzparität photovoltaischer Module zu rechnen ist; in Kalifornien auch schon etwas früher (2011). Mit Erreichung der Netzparität wird Kernenergie als auch Energie aus Kohleverstromung nach Reduktion der noch großen Gewinnmargen mittelfristig nicht mehr konkurrenzfähig sein. Was Netzparität ist, dürfen die vermeintlichen Experten sich nun ergoogeln - Hinweis: in BILD steht's nicht.

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tempus fugit 07.07.2009, 22:30
222. Dummfug erster Klasse!

Zitat von AndyH
Also das ist seit jahren kein "Atomforsschungszentrum" mehr und gehört seit kurzem zu Uni Karlsruhe. Dummfug. Energienutzung begann in der Steinzeit mit Muskelkraft. Dann nahm man Tiere, nutzte Wind- und Wasserkraft. Feuer hat man auch früh entdeckt und man hat bis Ende der Mittelalter Europa fast kahl abgeholzt. Dann fand man Kohle und Öl zur Dampfkraft und entwickelte die Elektrizität. Logischerweise geht die Reihe weiter mit Kernkraft und Fusion, keinesfalls rückwärts in den Mittelalter, schon garnicht bei 8 Milliarden Einwohner. Damals hungerte auch Europa desöfteren, das kann man kaum populär machen. Wieso das? Längst klar, nur politisch noch nicht durchführbar. da sowieso zu wenig Müll anfällt, stapelt man halt solange. Den Müll kann es egal sein. Da liegt kein "Atommüll" sondern schwach bis mittelaktive Abfall aus Forschung, Technik und Medizin. Nö, der Stromkunde hat beim Betreiber 30 Mrd. an Rücklagen angehäuft. Daraus wird es bezahlt. So beschrieben auch im Atomaustiegsvertrag durch Trittin. Da greift der Bund sogar noch Vorauszahlungen ersatzlos ab! Solche Trafodefekte gibt es täglich. Ach ja, und wie kommentieren sie Horns Rev? Nein, das war der andere. 30 Jahre alt. Also wenn Windstrom die AKW Subventionen bekommen würde, wären die Betreiber nicht glücklich. Null Eurpo ist viel zu wenig gegenüber die EEG Zwangsgelder von etwa 7 Milliarden was sie jedes Jahr kassieren. Davon kann man win 1,6 GW Kernkraftwerk bauen, inklusive Brennelementversorgung für die 50 jahre Lebzeit. Und das jedes jahr! In die Fotovoltaik flossen bereits 20 Milliarden Subventionen, trotzdem liefert nur 0,6% Stromanteil für irreale Preise. Im übrigen wenn sie sagen Wind hält die Strompreise niedrig, schämen sie sich nicht? Endkunden zahlen ca. 5,5 cent je kWh an den Stromhersteller. Ihr Windstrom ist in jeden Fall über 7 Cent / kWh. Wie wollen sie damit was verbilligen? Nein, wir zahlen noch die 0,8 Cent EEG Abgabe (Tendenz steigend) für ihr Windstrom und die windstrombedingte Erhöhungen der Netzkosten.

Oh Handy - welch' angereicherter Dummfug...

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Reziprozität 07.07.2009, 22:42
223.

Zitat von wihu
...Glauben sie nicht, dass eine Menschheit die seit zig Jahren Batterien kennt, auch im großen Stil Energie speichern kann. ...
Entschuldigung, dass ich hier mal einhake: "Glauben" ist keinerlei Kriterium, das im Zusammenhang mit der (Elektro-)Energieversorgung grosser Industriestaaten auch nur am Rande eine Rolle spielt. Es zählen da nur harte Fakten über die Grösse/ den Umfang, mit der Energie gewandelt wird bzw. (elektrische) Leistung die sekundengenau nach Bedarf "abgegeben" werden kann.

Also bitte, welche seit zig Jahren der Menschheit bekannte "Batterie" speichert bspw. einen Lastgang der in Deutschland allein schon rd. 50'000 MW beträgt?

Gehen Sie auf jeden Fall vorher schnell zum Patentamt, bevor Sie hier antworten! ;-o

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hansi99 07.07.2009, 22:43
224. Na ist doch klar, oder ?

Zitat von sponmember
Das Grundübel ist der Kapitalismus. Überall dort, wo Mensch und Natur gefährdet sind, führt das Streben nach Gewinn, zu fehlerhaften Systemen. Deshalb pädiere ich für eine komplette Verstaatlichung (Enteignug) der großen Stromkonzerne, da diese ein systemisches Risiko darstellen. Das entsprechende Enteignungsgesetz hat die CDU ja bereits vorbereitet - Vattenfall+Co. - das wars !
Es ist die üble Ideologie, die am wirken ist. Kapitalismus ? Haben nicht die Helden des roten Oktober das Kraftwerk in Zschernobyl in die Luft gejagt?
Haben nicht grün-rot Bewegte, teils ohne jeden Verstand, die Entlagerung behindert und verhindert, nur um danach dieses mit Krokotränen zu beklagen?

Falsche Romantik und Technikfeindlichkeit werden uns den Rest geben.
Beim aktuellen "Störfall" ist schlicht ein Trafo defekt gegangen, und mit nuklear hat der nichts gemein. Die zu ziehende Konsequenz ist, beim Betreiber alle inkompetenten oder einfach nur gemein Dummen auf die Strasse zu setzen, AUSSER man nimmt ideologisch bezogene Sabotage an. Einfach gesagt: So doof kann keiner sein!

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Minkffm 07.07.2009, 22:46
225.

Zitat von moordruide
Genug Du..schwätzerei über Atommüll, wenn es eingeschweißt ist, können sie es auch im Keller lagern. Warum sind die Atommüllgegener eigentlich auf die Transportwaggons geklettert, wenn es so gefährlich ist? Wieder mal typisch german hysterie. In Betonfässern ummantelt können sie es auch tief im Meer versenken, wo es wieder im Erdmantel verschwindet. Selbst wenn es wieder im Meer aufgelöst wird, werden sie das überhaupt nicht merken. Wo kommt eigentlich das ganze radioaktive Zeug her, doch wohl auch aus der Erde und rechnen sie mal nach, wieviel radioaktive Stoffe überhaupt im Meer vorhanden sind. Die ganze Strahlenhysterie ist sowas von übertrieben.
Na und wenn so eine Naht aufplatzt? ODer ein Salzbergwerk einstürzt, weil Wände durch Wassereinbruch erodieren (s. Asse)?
Verstehen Sie mich nciht falsch, ich bin kein Gegner der Kernkraft (aber auch nicht für LAufzeitverlängerungen...eher Neubauten), aber was Sie so schreiben ist absolut falsch und recht verantwortungslos. Atommüll auf dem Meeresgrund verschwindet sicher nicht im Erdmantel. Wissen Sie, radioaktiver Müll beinhaltet auch viele giftige Schwermetalle (Plutonium, Blei, Quecksilber...). Man weiß das schon sehr lange, konnte sich jedoch erst in den 80ern dazu durchringen, Meeresversenkungen zu stoppen. Und was die sTrahlenhysterie angeht, na da wollte ich Sie mal erleben, wenn Ihre Umgebung mit Cäsium137 oder Strontium90 verseucht ist...Wie schon gesagt, ich bin kein Gegner der Kernenergie, allerdings sollte man sich genau darüber im Kalren sein, was mit dem Müll weiterhin geschehen wird. (evtl. Transmutation der abgebrannten Brennstäbe...da winkt aber auch die Proliferation...)

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ilmephax 07.07.2009, 22:50
226.

Zitat von nimda
Es ist schon erstaunlich wie unverfroren die Atomkraftbefürworter diskutieren. Da werden unmögliche Argumente benutzt, Andersdenkende beschimpft usw.aber Keiner dieser Zukunftskenner redet über die Entsorgung des Atommülls und keiner von denen würde ihn vor der eigenen Haustür akzeptieren.

Wieso fahren sie Auto? Ihr Benzin lagern Sie auch nicht vor ihrer Haustür, sondern in den dafür vorgesehen Behältern...

Kernkraft ist 65 Jahre alt?! Wer bitte glaubt ernsthaft das wir den Müll 100000 Jahre lagern müssen? Es ist mehr als utopisch das wir mehr als 1000 Jahre brauchen um die entsprechenden Technologien zu erforschen...

Wenn man von einem Trafounfall auf eine Verstrahlung von ganz Dtl. argumentiert, sollte man die 8. Klasse Physik dringend wiederholen. Ich behaupte einige kennen nicht einmal den Unterschied zwischen einem Ion und einem Atom.

Ich bin gerne bereit auf Atomkraft zu verzichten, wenn jemand eine vernünftige Alternative bietet...

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Sir_Lancaster 07.07.2009, 22:50
227.

An GrafZahl, Wihu, Tom Berger und weitere,

ich habe lange überlegt zu antworten. Leider werde ich von niemanden gesponsert, daher habe ich auch nicht die Zeit „Gläubige“ bekehren zu wollen. Darf ich fragen auf welcher Gehaltsliste Sie stehen, angesichts der Anzahl ihrer Forenbeiträge?
Mein Beitrag sollte nur die Argumente für Leute wiedergeben, welche nicht alle Beiträge lesen wollen oder zeitlich nicht können.
Eine Versorgung dieses Landes mit ausreichend und kostengünstiger Energie
ist zu für unseren Wohlstand unerlässlich. Das Thema ist komplex und einfache Lösungen gibt es nicht. Das macht es Rattenfängern leicht.
Monopolisten im deutschen Strommarkt? Bei über 900 Stadtwerken, ca. 30 regionalen Energieversorgern, rund 350 Stromhändlern und natürlich mehreren europäischen Versorgern?
Verstaatlichung von EDF, Vattenfall oder Fortum? Alle im Staatsbesitz, wenn auch nicht im deutschen.
Rückstellungen sind Subventionen? Bankkredite, auch von Banken im Staatbesitz, sind ebenfalls Subventionen? Dieser kaufmännische Sachverstand macht mich sprachlos.
Ihre technischen „Lösungen“ scheinen ebenso viel Sachverstand zu besitzen.
Daher kann ich nur sagen, ob Atomkraft eine Zukunft in Deutschland hat, weiß ich nicht. Das Deutschland keine Zukunft hat, wenn solche „Argumente“ sich durchsetzen, kann ich mit Gewissheit sagen.

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A-Schindler 07.07.2009, 22:56
228.

Zitat von Reziprozität
Entschuldigung, dass ich hier mal einhake: "Glauben" ist keinerlei Kriterium, das im Zusammenhang mit der (Elektro-)Energieversorgung grosser Industriestaaten auch nur am Rande eine Rolle spielt. Es zählen da nur harte Fakten über die Grösse/ den Umfang, mit der Energie gewandelt wird bzw. (elektrische) Leistung die sekundengenau nach Bedarf "abgegeben" werden kann. Also bitte, welche seit zig Jahren der Menschheit bekannte "Batterie" speichert bspw. einen Lastgang der in Deutschland allein schon rd. 50'000 MW beträgt? Gehen Sie auf jeden Fall vorher schnell zum Patentamt, bevor Sie hier antworten! ;-o

Ich glaube kaum das ein Atom-Kraftwerk mal eben Sek. genau 50.000MW korrigiert.
Eventuell wird es Zeit von Zentrale große Kraftwerke auf Dezentrale kleine Kraftwerke zu wechseln. Solche kleinen Kraftwerke können sich dann auch kleine Gemeinden Leisten und sind dann obendrein Unabhängiger von den Großen Stromanbietern.

Den Großen geht es gewaltig gegen den Strich das inzwischen Jeder Hausbesitzer rein Theoretisch sein Strom selber Erzeugen kann. Die Batterien die es heute schon gibt können den Strom der am Tage Erzeugt wird so lange Speicher das auch Abends der Fernseher noch mit Solar-Strom betrieben werden kann.

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ANDIEFUZZICH 07.07.2009, 23:08
229. Future games

Zitat von cyberhollow
.... Außer jeder bekommt eine Abwrackprämie, für alle seine elektr. Geräte, und kauft alle neu mit Energieeffizienzklasse A, schluss mit Wasserkocher, Bügeleisen,.... :P!
Guter Gedanke aber nicht im Sinne der Stromverkäufer...
Wie wär's denn mit einem Stromkontigent pro Bürger um den ausufernden Möglichkeiten mit Hilfe von Strom sich das Leben vermeintlich zu erleichtern mal ernsthaft zu begegnen.

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