Forum: Wissenschaft
Hat Atomkraft Zukunft?

Weiterhin Störfälle, weiterhin Diskussionen über die Energie-Zukunft und ihre Kosten: Wie sicher ist die Atomkraft? Wie zukunftsfähig?

Seite 24 von 716
Uranus 07.07.2009, 23:19
230. Sicherheitspanne?

Durch einen Defekt an einem Trafo der im nicht nuklearen Teil des Kraftwerkes steht wurde der Reaktor durch die Sicherheitseinrichtung ordnungsgemäß abgeschaltet. Genau so soll es sein. Diese Trafos gibt es in allen Kraftwerken und ein Defekt kann unangekündigt und plötzlich auftreten. Weshalb schreibt der Spiegel dann von Sicherheitspanne?

Beitrag melden
schwerti 07.07.2009, 23:31
231.

...ist schon widerwärtig, wenn man anscheinend für ein Energiekonzern arbeitet oder für eine von Energiekonzernen bezahlte Werbeagentur, um hier Stimmung zu machen!
Halten Sie bitte nur nicht die Nutzer dieses Forums für zu dämlich, Ihre wenig geschickte Platzierung billigster Energielobbyistik zu durchschauen!

(PS: ziehen Sie doch mit Ihren Kindern in die Nähe von Krümmel und Co. wenn Sie meinen, das ist die "sichere" Zukunft!Vielleicht zahlt Ihnen Ihr Auftraggeber auch die irgendwann fälligen Behandlungskosten.)

Beitrag melden
schwerti 07.07.2009, 23:34
232.

Zitat von cyberhollow
Allen anschein nach, versucht man die technische Seite bei dieser Diskussion aus wie vor zu lassen, denn was hat der Kurzschluß im Transformator mit der Sicherheit des Reaktors zu tun?? Der Transformator dient dabei doch lediglich als "Energietauscher", und hat theoretisch rein gar nichts mit dem Reaktor zu tun. Das er bei einem Kurzschluß abschaltet, sagt doch nichts anderes aus, als das im System irgendwo zu viel Strom ankommt und die Sicherung durchknallt und damit einen weitere Übersteuerung verhindert wird, wie bei jedem anderen Transformator in allen technischen Geräten auch. Das ist ja so, als würde man sagen, "wir schließen den einen der LCD Panel Hersteller(Es gibt nur 3 weltweit)", weil bei einem LCD Fernsehen der Transformator ein Kurzschluß hatte,... Hallo, guten morgen! Meine Meinung ob Atomkraft Zukunft hat, ohne "vernünftige!!" alternative, komme von der See und kann sagen, so ein Windpark macht ein riesen Lärm, definitiv! Lieber in Neutralistations- bzw. Aufwertungstechnologien investieren, den früher oder später reichen, allein aufgrund der Effizienz und dem Momentanverbrauch, regenerative Energieformen nicht aus. Außer jeder bekommt eine Abwrackprämie, für alle seine elektr. Geräte, und kauft alle neu mit Energieeffizienzklasse A, schluss mit Wasserkocher, Bügeleisen,.... :P!

Beitrag melden
schwerti 07.07.2009, 23:36
233.

Zitat von leulind
Bei dem Ereignis 2007 und dem Ereignis in der vorigen Woche handelt es sich, soweit ich weiß, um Probleme mit den Trafos, die kein direkter Bestandteil des Reaktors sind und sicher in einiger Entfernung von ihm stehen. Kann mir jemand sagen, welche Gefahr von einem defekten Transformator ausgeht, außer .....
...ist schon widerwärtig, wenn man anscheinend für ein Energiekonzern arbeitet oder für eine von Energiekonzernen bezahlte Werbeagentur, um hier Stimmung zu machen!
Halten Sie bitte nur nicht die Nutzer dieses Forums für zu dämlich, Ihre wenig geschickte Platzierung billigster Energielobbyistik zu durchschauen!

(PS: ziehen Sie doch mit Ihren Kindern in die Nähe von Krümmel und Co. wenn Sie meinen, das ist die "sichere" Zukunft!Vielleicht zahlt Ihnen Ihr Auftraggeber auch die irgendwann fälligen Behandlungskosten.)

Beitrag melden
Benjamin1965 07.07.2009, 23:39
234. Ja und nein

Zitat von sysop
Weiterhin Störfälle, weiterhin Diskussionen über die Energie-Zukunft und ihre Kosten: Wie sicher ist die Atomkraft? Wie zukunftsfähig?
In D sehe ich keine Zukunft fuer die Erzeugung von Strom aus AKW (genauso wenig wie fuer Kohlekraftwerke). Dadurch wird in Deutschland der Strompreis weiter steigen und der Standort unattraktiv werden. Deutschland schlaegt einen Weg ein, der das Land viele Industriearbeitsplaetze kosten wird, weil sich energieintensive Industrien zurueckziehen werden. All das passt ganz gut mit dem sinkenden Bildungsniveau in D zusammen (Ungebildete kommen nach D, Gebildete verlassen das Land). Echt super Aussichten.

Beitrag melden
AndyH 07.07.2009, 23:45
235.

Zitat von Rumtrauben
Dann schauen Sie doch erst einmal, was da erforscht wird. Es ist und bleibt ein Atomforschungszentrum, zumal dort auch Fusionsforschung betrieben wird. Darüber hinaus werden dort alle neuen Reaktortypen entwickelt, die europaweit gebaut werden sollen.
ja Hier: http://www.fzk.de/fzk/idcplg?IdcService=FZK&node=0096

Zitat von
Starkes Argument :-)
Weiss nicht, zumindest passend.



Zitat von
Eben, das ist Atommüll. Dazu lagern dort massenweise Atommüll aus dem Atomforschungszentrum Karlsruhe bzw der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe. DAs ist Atommüll, den das staatliche forschungszentrum für die private Energiewirtschaft "aufbereitet" hat und dann mit Staatskosten die Reste in eine staatliche "Verushcsanstalt" entsorgt hat - von wo es jetzt wieder auf Steuerzahlerkosten herausgeholt werden muss, weil es sonst zu atomarer Verseuchung kommen wird.
Siehste das IST Dummfug was erzählst hast. Klar liegen mittelaktive Abfälle aus Forschungsreaktoren dort. Vor allem Putzmittel und kontaminiertes Kleinzeug, nach Möglichkeit kompaktiert und betoniert Den HAW aus dem WAK legte man selbstverständlich nicht dorthin. Der WAK war zudem ein viel zu kleines und kurzlebiges Experiment, um es auch nur ansatzweise irgendwelche kommerzielle Sachen zu machen.
Die Anlage hat ca. 200 Tonnen aufgearbeitet aus diversen Quellen um verschiedenen Technologien zu testen. Nun wird es abgerissen.
http://www.ewn-gmbh.de/ewngruppe/wak...t-aufgabe.html

Zitat von
Der BUDN lässt alle Rückstellungen der Atomunternehmen steuerfrei. Jedes Jahr eine immense Subvention.
Dummfug, da jedwede Rückstellungen steuerfrei sind. Gilt auch für die Abrißrückstellungen von Windkraftanlagen.

Zitat von
Na, dann ist ja alles halb so wild. Wenn es diese Defekte täglich gibt: wieso gibts dann die Trafos nicht in Serie und man muss monatelang drauf warten?
Weil die Produktion ausgelastet ist? Frag doch Siemens.

Zitat von
Nein, tu ich nicht.
Eine sehr billige Propagandaschrift. Welche "Teure Kraftwerke kommen nicht zum Einsatz, wenn Windstrom verfügbar ist." ????????????
Windstrom kostet 8 Cent, Kohle 0,5 Cent, Uran 0,2 Cent je kWh. Windstrom nimmt man nur weil Zwangsabgabe vorgeschrieben ist, wie kommt jemand auf so 'ne dünnes Eis, das irgendein Kraftwerk (ausser Solar und Biomasse) teurer ist?

Zitat von
Die Zeit der Nischenenergiequelle Atomkraft ist vorbei.
Also trotz Abschaltungen ist deren Anteil das 4-fache gegenüber Wind. Zudem grundlastfähig.

Zitat von
Hoffentlich noch schneller, als in diesem "Konsens" steht. Denn die, die Atomkraftwerke betreiben, sind verantwortungslos. Das zeigt die Asse, das zeigen die Ergebnisse der Leukämiestudie, das zeigt das Atomforschungszentrum Karlsruhe, der Skandal um die Atomtransporte, Tschernobyl, Gorleben - und nicht zuletzt die Dokumentationen der Gewinnung von Uran: offene Abraumhalden, radioaktiv strahlend, Wasser verseuchend, dass für viele Menschen einzige Wasserquelle ist.
Alkles zusammengewürfelt was eigentlich peinlich sein sollte. Es gibt keine Leukämie nur statistische Manipulation mit mikrigen Zahlen und Tschernobyl hat mit zivilen Kernkraft nichts zu tun. Wo stehen "Abraumhalden" wo menschen trinken wollen? Das ist doch alles gequälte Kacke.

Beitrag melden
Tatonka 07.07.2009, 23:47
236.

Zitat von eeg-gegner
Ac ja, schon mal was von technischem Fortschritt gehört, der zwar ineffiziente Arbeitsplätze vernichtet, aber aber mehr als die vernichteten schafft? Bei Nutzung der ineffizienten Alttechnologie Windmühle oder Kleinwasserkraft ist es umgekehrt: Die vernichtet mehr als doppelt soviele Arbeitsplätze, wie sie schafft, weil es technischer Rückschritt ist.
Ach so, wo haben Sie denn diese doch wohl sehr zeitlich begrenzte Weisheit her?
Dieser "technische Fortschritt" ist notwendig, damit die Fossilen nicht kurzfristig ins Hintertreffen geraten. Ich habe mir sagen lassen, dass deren Energiebilanz sich stetig verschlechtert. Das das woanders aber langfristig mehr Arbeitsplätze schafft, ist auch so eine Mär, die gerne verbreitet und mit nichts belegt wird, denn die sich immer negativ gestaltende Energiebilanz gewinnt am Ende, auch wenn es die Herren Wirtschaftswissenschaftler nicht wahrhaben wollen. Genauso wie sie die späteren Folgen (auch für den Arbeitsmarkt) der verwüsteten Flächen einfach aus ihrer Rechnung ausblenden.

Beitrag melden
sample-d 08.07.2009, 00:00
237. ........

Zitat von tomstone1967
...Hier hat Hamburg zu spüren bekommen, wie es uns allen ergeht, wenn die rot-grüne Windkraftmafia auf sommerliche Flaute stößt: Tagelange Stromausfälle. Wir sollten zumindest übergangsweise weiter auf die relativ Co2 neutrale Kernkraft setzen, anstatt uns ins Mittelalter versetzen zu lassen.
ach ... im sommer ist es doch lange hell, sie müssen ja nicht immer fernsehen, und grillen braucht keinen strom.
aber im ernst: setzen sie bei verfechtern alternativer energien doch bitte nicht völlige blödheit voraus, ich bin sicher wir werden einen energiemix finden der kernkraft verzichtbar macht, ohne dass irgendwo der strom ausfällt. abgesehen davon wären mir gelegentliche stromausfälle lieber als das gefährdungspotenzial durch die schwarze kernkraftmafia ;)

Beitrag melden
Tatonka 08.07.2009, 00:00
238.

Zitat von eeg-gegner
Sie lenken ab. Wie groß ist denn das bisher geschaffene Volumen von Radionukleiden? Wieviele km³ sind es denn? Einer? Zwei, Tausend?
Gefällt Ihnen wohl nicht, nicht wahr?

Im Gegenteil Sie lenken ab.
Wer hat hier wohl zum Kunstgriff der Relativierung gegriffen?

...und tut es immer noch.

Wenn ich Ihnen jetzt sage, dass es ausgehend von den Erfahrungen bei der Sanierung von Wismut wohl einige Kubikkilometer sind, werden Sie mir gleich mit den vielen Kubikkilometern an chemischen Giftstoffen kommen. Nackte Volumina, die aber nichts über die großflächige Kontamination aussagen. Auch so eine Form der Verharmlosung.
Und was soll überhaupt dieses Gegenrechnen, ohne die Chemieindustrie würde die Atomindustrie gar nicht existieren.

Beitrag melden
eeg-gegner 08.07.2009, 00:21
239.

Zitat von wihu
Wenn wir bei drei temporär stillgelegten Kraftwerken, die offenbar nur die Wahl überstehen sollen, trotzdem noch Strom exportieren, dann kann die "Stromlücke" ja nicht so groß sein. Zumindest nicht wie die Lüge von der "Stromlücke".
Sie wissen vom Stromverbrauch und der Ökonomie der Strommärkte herzlich wenig.

Im Winter beträgt die benötigte Engpaßleistung um die 80 GW, im Sommer so um die 60 GW. Es ist deshalb kein Problem im Sommer Strom zu exportieren, der natürlich nur gekauft wird, weil er billiger ist, als der heimisch produzierte. Die Stromlücke besteht, weil die maximale Engpaßleistung in D ca. 110 MW beträgt, bei Abschaltung der KKW auf 90 GW sinken würde und dann im Winter alle Kraftwerke betriebsbereit sein müssen, also Recvisionen und Reparaturen nicht mehr möglich wären. Und da demnächst altersbedingt 40 GW an Kraftwerksleistung erneuert werden muß, existiert im Jahre 2020 eine reale Stromlücke von 60 GW. Probieren Sie die mal mit den unzuverlässigen und extrem teuren Windmühlen zu schließen. Auf Ihr Szenario bin ich echt gespannt.

Beitrag melden
Seite 24 von 716
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!