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Hepatitis-C-Medikament Sovaldi: Schiedsstelle muss Streit um 700-Euro-Pille schlichte
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Was darf ein Medikament kosten, das Menschen mit Hepatitis C heilen könnte? Seit Wochen streiten die Krankenkassen mit dem US-Pharmakonzern Gilead um den Preis für Sovaldi - die Pille sei teurer als Gold.

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der_durden 19.01.2015, 14:29
30.

Zitat von EigenRoth
MMS gibt's als Monatsdosis für 20 Euro. Das ist im Vergleich zu 700 Euro für eine Tablette natürlich die reinste Abzocke, stimmt. Natürlich kann man auch deutlich mehr zahlen, denn MMS bekommt man dank dem EU-Pharma-Kartell leider nicgt so leicht und deshalb machen windige Gestalten Profit aus dem Leid der Menschen. Ist aber nicht im Sinn von Jim Humble.
Was reden Sie da für einen Unsinn?
Zeigen Sie doch mal die wissenschaftliche Studie, die zweifelsfrei belegt, dass ihr Chlordioxid Hepatitis C heilt.
Diese ganzen MMS-Apologeten sind wirklich schwer zu ertragen.

Es gibt nicht eine radomisierte Doppelblindstudie zu der Wirksamkeit der Vereinnahmung von Chlordioxid.

Allerdings haufenweise absurde Beiträge im Internet über die Körperverletzung von autistischen Kindern, denen man das Zeug rektal einführt. Die abgelöste Darm-Schleimhäute beschreibt man als Autismus auslösende Würmer/Parasiten und will damit die Wirksamkeit bewiesen sehen.

Sorry, aber das ist einfach nur krank. Solchen Eltern gehört das Sorgerecht entzogen.

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Robeuten_II 19.01.2015, 14:31
31.

Zitat von tierradiologie
Und wir sollten den französischen Preis abzüglich 40% nehmen, dann garantieren wir der Pharmaindustrie immer noch 100% Nettogewinn.
Wow, noch so ein Durchblicker!
Kleiner Tip, und ganz kostenlos (sozusagen, 100% Netto für Sie!): Deutschland ist Referenzland für x-Länder, u.a. auch Frankreich. Logisch konstruieren Sie somit eine Rekursion "ad infinitum"!

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chupamela 19.01.2015, 14:45
32.

Ich kann jedem nur raten, der hier auf die böse geldgeile Pharmamafia schimpft, in Zukunft alle Arzneimittel zu meiden.
Und dazu gehört die Vollnarkose beim Blinddarmdurchbruch, die Anti Baby Pille und das Antibiotika bei der Lungenentzündung.
Es gibt kaum etwas, was unser Leben nachhaltiger positiv beeinflußt hat als die Fortschritte der modernen Medizin. Und ja, Forschung und Entwicklung eines Medikaments kostet ein Heiden Geld und man kann froh sein, dass das überhaupt noch jemand macht. Den meisten hier fehlt ganz offensichtlich der nötige Einblick hinter die Kulissen. Aber klar, mit Vorurteilen lebt es sich einfach und bequem.

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der_joerg 19.01.2015, 14:57
33. leicht daneben

Zuerst dachte ich ja auch, dass eine Pharmafirma F&E plus Gewinn einfahren sollte. Aber bei 100.000€ pro Behandlung und einer halben Million Kranke kommen allein in Deutschland 50Mrd. € Umsatz zusammen. Bei den Erfolgsaussichten der Therapie sollten sich die Kassen zusammentun und die Bude kaufen.

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Hans Kakmann 19.01.2015, 15:09
34. Kostenanteil pro Pille gleich

Entwicklungskosten eines Arzneimittels ($ 500 Mio. bis $ 3 Mrd., lt. Bayer durchschnittlich $ 1,3 Mrd), Rücklagen für etwaige Rechtsstreite und außergerichtliche Vergleiche, Geld für Forschung und Entwicklung neuer Produkte, Löhne/Gehälter, Gewinnüberschuss für Aktionäre und Produktionskosten geteilt durch die Anzahl der in 7-11 Jahren (=effektiv nutzbare Laufzeit des Patentschutzes) verkauften Pillen, bei geschätzt 110 Mio. HCV-Fällen weltweit à 90 Pillen pro Behandlung also theoretisch 10 Mrd. Pillen (ohne Neuerkrankungen), praktisch vermutlich weniger wegen Konkurrenzprodukten, fehlender Zugang zu Dritte-Welt-Gesundheitssystemen etc., aber selbst bei 1 Mrd. Pillen und $ 5 Mrd. Kosten für R&D etc. wäre der Fixkostenanteil pro Pille relativ niedrig.

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meischer 19.01.2015, 15:54
35. tolle idee der_joerg

die Krankenkasse sollten *diese bude* einfach kaufen. super Idee. da müssen die Krankenkassen nur mal eben etwa 130 Milliarden auftreiben.

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Ein_denkender_Querulant 19.01.2015, 17:00
36.

Zitat von EigenRoth
MMS gibt's als Monatsdosis für 20 Euro. Das ist im Vergleich zu 700 Euro für eine Tablette natürlich die reinste Abzocke, stimmt. Natürlich kann man auch deutlich mehr zahlen, denn MMS bekommt man dank dem EU-Pharma-Kartell leider nicgt so leicht und deshalb machen windige Gestalten Profit aus dem Leid der Menschen. Ist aber nicht im Sinn von Jim Humble.
MMS gibt es in jedem Drogeriemarkt extrem billig, einfach nach Chlorbleiche Ausschau halten. 20,-€ für die Monatsdosis, die einen Gegenwert von wenigen Cent darstellt, fallen unter Wucher.

Das Medikament im Artikel dagegen hat seinen Preis. Ob der moralisch angemessen ist, ist schwer zu sagen. Das Medikament findet Käufer und in einem System aus Angebot und Nachfrage bestimmt der Markt den Preis.
Als Konsequenz werden unsere gesetzlichen Krankenkassen hoffentlich so schnell wie möglich eine Positivliste für wirksame Medikamente mit Wirtschaftslichkeitsprüfung einführen.

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megainfo 19.01.2015, 17:07
37.

Das wären ja schon 60 Milliarden allein an Erlösen in Deutschland. Ich frage mich wie das gerechtfertigt werden kann. Entwicklung, Vertrieb und Herstellung können das doch sicherlich nicht rechtfertigen. Wenn man sich dann auch die riesigen M&A Summen anschaut, dann kann man doch sehr sicher sagen, das an den Patienten kaum gedacht wird.

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Ein_denkender_Querulant 19.01.2015, 17:10
38.

Zitat von chupamela
Ich kann jedem nur raten, der hier auf die böse geldgeile Pharmamafia schimpft, in Zukunft alle Arzneimittel zu meiden. Und dazu gehört die Vollnarkose beim Blinddarmdurchbruch, die Anti Baby Pille und das Antibiotika bei der Lungenentzündung. Es gibt kaum etwas, was unser Leben nachhaltiger positiv beeinflußt hat als die Fortschritte der modernen Medizin. Und ja, Forschung und Entwicklung eines Medikaments kostet ein Heiden Geld und man kann froh sein, dass das überhaupt noch jemand macht. Den meisten hier fehlt ganz offensichtlich der nötige Einblick hinter die Kulissen. Aber klar, mit Vorurteilen lebt es sich einfach und bequem.
Richtig, Forschung ist teuer, die Produktion der Medikamente in der Regel billig. Es sollten darum andere Wege gefunden werden, um zum einen die Pharmaforschung angemessen zu bezahlen, zum anderen Patienten zu überlebbaren Preisen Medizin zu geben. Einmalige Lizenzgebühren z.B.

Alleine in Deutschland gibt es ca. 400.000 Hepatitis C Patienten. Wenn jeder von denen 80.000,-€ bezahlen müßte, wären das 32 Milliarden € Umsatz, nur in Deutschland. War die Forschung wirklich so teuer, oder waren es doch nur die üblichen 2 Milliarden €, die pro neuem Medikament als Daumenwert angenommen werden? Und wird das Medikament nicht weltweit verkauft?

Maßhaltung ist manchmal sinnvoll.

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Attraktor1 19.01.2015, 17:11
39. Der Apotheker verdient...

wahrscheinlich auch nicht schlecht. Ich schätze, dass er von zwei bis drei Kunden im Jahr prächtig leben kann.

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