Forum: Wissenschaft
Historischer Welt-Klimavertrag: Zehn Gründe für das Wunder von Paris
AP/dpa

Erdölstaaten ohne Erdöl, Schwellenländer ohne Kohle, kleine Inseln machen Weltpolitik: Es scheint schwer erklärlich, warum alle 196 Staaten dem Welt-Klimavertrag zugestimmt haben. Zehn Gründe, warum das Wunder wahr wurde.

Seite 41 von 41
Ontologix II 17.12.2015, 17:24
400. Ja toll

Zitat von apfelmännchen
Das Ergebnis spricht Bände: FR = 60g CO2/kWh, DE = 600g CO2/kWh.
Die Franzosen erreichen das mit Hilfe ihrer zahlreichen Kernkraftwerke. Soviel ich weiß, sondern die auch problematische Substanzen ab, nur andere.

Beitrag melden
apfelmännchen 18.12.2015, 12:59
401.

Zitat von Ontologix II
Die Franzosen erreichen das mit Hilfe ihrer zahlreichen Kernkraftwerke. Soviel ich weiß, sondern die auch problematische Substanzen ab, nur andere.
Ein AKW gibt im Normalbetrieb keine "problematischen Substanzen" ab - die Menge der im Normalbterieb freigesetzen radioaktiven Gase (Tritium, Xenon, Krypton) ist so gering, dass sie weit unter der überall auftretenden natürlichen Strahlenbelastung liegt, nämlich = 0,3%.

https://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenexposition#/media/File:Strahlenbelastungen.png

Beitrag melden
Ontologix II 18.12.2015, 13:23
402. Ach ja?

Zitat von apfelmännchen
Ein AKW gibt im Normalbetrieb keine "problematischen Substanzen" ab - die Menge der im Normalbterieb freigesetzen radioaktiven Gase (Tritium, Xenon, Krypton) ist so gering, dass sie weit unter der überall auftretenden natürlichen Strahlenbelastung liegt, nämlich = 0,3%. https://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenexposition#/media/File:Strahlenbelastungen.png
Und haben Sie auch eine Idee, wie man den hochradioaktiven Atommüll für die nächsten, sagen wir, 100.000 Jahre sicher lagert?
P.S.: Die bisher überschaubare Geschichte der Menschheit umfasst 8000 Jahre - voller Gewalt und Unruhe.

Beitrag melden
apfelmännchen 19.12.2015, 08:37
403.

Zitat von Ontologix II
Und haben Sie auch eine Idee, wie man den hochradioaktiven Atommüll für die nächsten, sagen wir, 100.000 Jahre sicher lagert? P.S.: Die bisher überschaubare Geschichte der Menschheit umfasst 8000 Jahre - voller Gewalt und Unruhe.
Haben sie eine Idee, warum etwas, was mit Giftmüll in Mengen, die mehrere Größenordnungen über denen von nuklearen Abfällen liegen funktioniert, mit nuklearen Abfall nicht funktionieren soll?

Ich habe Eine: sie müssen die Endlagerung von Giftmüll akzeptieren, weil sie genau wissen, dass eine Industriegesellschaft ohne solche Giftmüll-Endlager schlicht nicht funktioniert.

Übrigens funktioniert auch ein Atomausstieg nicht ohne Endlager...

PS: Giftmüll hat keine Halbwertzeit, ihre "8000 Jahre voller Gewalt und Unruhe" sind also völlig belanglos.

Beitrag melden
tatsache2011 19.12.2015, 21:58
404. Industriegesellschaft ohne AKWs

Zitat von apfelmännchen
... sie müssen die Endlagerung von Giftmüll akzeptieren, weil sie genau wissen, dass eine Industriegesellschaft ohne solche Giftmüll-Endlager schlicht nicht funktioniert. Übrigens funktioniert auch ein Atomausstieg nicht ohne Endlager...
Sie sagen es richtig, dass
"eine Industriegesellschaft ohne solche Giftmüll-Endlager schlicht nicht funktioniert".

Aber eine Industriegesellschaft funktioniert ohne AKWs.

Richtig ist auch, wenn Atommüll HAW hergestellt wurde, muss man ein Endlager haben.
Aber ein sicheres und nicht eines in Salz ohne Deckgebirge, sondern eines, wie z.B. in Finnland in Fels geplant.

Beitrag melden
apfelmännchen 20.12.2015, 15:19
405.

Zitat von tatsache2011
Sie sagen es richtig, dass "eine Industriegesellschaft ohne solche Giftmüll-Endlager schlicht nicht funktioniert". Aber eine Industriegesellschaft funktioniert ohne AKWs. Richtig ist auch, wenn Atommüll HAW hergestellt wurde, muss man ein Endlager haben. Aber ein sicheres und nicht eines in Salz ohne Deckgebirge, sondern eines, wie z.B. in Finnland in Fels geplant.
Sie haben also realisiert, dass eine Industriegesellschaft Endlager braucht.

Dann müssen sie auch realiseren können, dass die Problematik bei Giftmüllendlagern und Atommüllendlagern exakt die Gleiche ist - sie müssen über einen sehr langen Zeitraum dicht bleiben. (bei HAW über mehrere 10.000 Jahre, wie lange eigentlich bei Giftmüll?)

Weniger nuklearer Abfall bedeutet übrigens mehr konventioneller Abfall. (auch andere Stromerzeuger erzeugen Sondermüll) - Abfall, der problematisch ist und endgelagert werden muss, fällt immer an.

Hier zu differenzieren "HAW geht nicht" - obwohl auch ein Endlager für HAW längst alternativlos ist, zeugt von einem irrationalen, ideologischen oder interessengesteuerten Standpunkt.

Auf Dauer wird eine Industriegesellschaft übrigens nicht ohne AKW funktionieren, denn die fossilen Energieträger müssen zurückgefahren werden.

DE beweist gerade, dass es mit der Alternative "Erneuerbare Energien" nicht wirklich funktioniert. Der Strompreis ist bei einem EE-Anteil von knapp 30% bereits verdoppelt - und sie haben immer noch überhaupt keinen Plan, wie eine 24/7 Stromversorgung funktionieren soll.

Sie haben noch nicht mal EINE EINZIGE Musteranlage, die mit PV und Wind autark 24/7 Strom erzeugt, vorzuweisen - geschweige denn ein Betriebdergebnis dazu. Und das ist zu wenig für die Mrd., die bereits in EE versenkt worden sind.

Beitrag melden
litholas 21.12.2015, 16:09
406.

Zitat von apfelmännchen
... Die EE sind angetreten, die pöhsen AKW zu ersetzen. Die AKW stoßen kein nennenswertes CO2 aus. Die EE allerdings schon, wenn sie 24/7 Strom zur Verfügung haben wollen. Sogar richtig viel, eben weil der Strom der die EE bei Flaute und Dunkelheit ersetzen soll, superbillig sein muss, damit die Gesamtkosten nicht schon jetzt jeden Rahmen der Vernunft sprengen. Nämlich dreckiger Braunkohlestrom.
Ein Drittel des deutschen Braunkohlestroms wird für den Export erzeugt, und ein Viertel um den Strom der weniger umweltschädlichen und flexiblen Gaskraftwerke aus dem Markt zu drängen.

Und Gaskraftwerke vorzuhalten kostet nur etwa ein Drittel soviel wie Braunkohlekraftwerke vorzuhalten. Natürlich ist der Brennstoff der Braunkohlekraftwerke billiger - aber die Kraftwerke sollen ja nur sehr wenig Brennstoff verbrauchen, weil sie nur laufen sollen wenn EE grad nicht genug Strom erzeugen.

Gaskraftwerke werden erst dann teurer als Braunkohlekraftwerke, wenn sie mehr als 3000 Stunden im Jahr laufen. Also bei mehr als 35% Auslastung. Geplant sind aber 80% EE, also 20% fossil.

Beitrag melden
Seite 41 von 41
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!