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Hochradioaktiver Atommüll: Kommission empfiehlt Endlager mit Rückhol-Möglichkeit
DPA

Welche Anforderungen soll ein Endlager für hochradioaktive Abfälle erfüllen? Eine unabhängige Kommission hat Kriterien vorgeschlagen.

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FerrisBueller 10.03.2016, 18:31
1. Finde ich gut

Die einzige Möglichkeit, mit dem Atommüll fertig zu werden, ist das Wiederverwenden. Im Moment ist das zwar noch keine Option aber vielleicht haben spätere Generationen die Technologie, um etwas Sinnvolles mit dem Müll anzufangen und dann sollte man ihnen den Zugang auch so einfach wie möglich machen. Den Kram so einzubuddeln, dass er für tausende von Jahren sicher ist, halte ich für nicht möglich.

Bis es soweit ist, kann der Müll ja irgendwo im Umland von München gelagert werden - die Bayern haben schließlich am lautesten die Vorteile der "sauberen" Energie angepriesen und sie am meisten gefördert - was natürlich einfach ist, wenn man den Abfall einfach den Menschen in Norddeutschland vor die Haustür kippt.

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DerDifferenzierteBlick 10.03.2016, 19:05
2.

Das erste Mal, dass ein Politiker hierzu etwas Vernünftiges sagt. Denn schließlich kann kein heutiger Politiker die Entwicklungen der nächsten Million Jahre vorhersehen. Wer sagt, dass es nicht irgendwann möglich ist über Transmutation (Umwandlung von Atomkernen in andere Nuklide) die radioaktiven Isotope unschädlich zu machen? Und wer kann wirklich garantieren, dass zB im Salzgestein eingeschlossener radioaktiver Abfall nicht doch irgendwann einen winzigen Spalt in die Außenwelt findet? Für Politiker ist es sicher die einfachste Möglichkeit, wenn man den Atommüll einfach in eine Grube kippt, mit einer Betonmischung überdeckt und dann die Grube verschließt. Aber wenn dann doch mal etwas schiefgeht (Asse) und plötzlich hochradioaktives Material in Umwelt und Grundwasser gelangt, ist das Problem plötzlich um ein Vielfaches größer und teuerer als zuvor. Nur der Politiker, der es verbockt hat, ist wahrscheinlich nicht mehr im Amt...

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günter1934 10.03.2016, 19:20
3. Der Artikel

zeigt doch eigentlich schön, dass die Kosten des Rückbaus und eines Endlagers von der politischen Entscheidung abhängen.
Am billigsten wäre natürlich die Beibehaltung des Status quo.
Das heisst, man lässt die Reaktoren in ihren Betonkuppeln, packt nach dem Abklingen des Mülls diesen dazu und "härtet" die Kuppeln noch mit einer mehrere Meter dicken Eisenbetonpackung.
Tresortür oder ganz zubetoniert.
Anforderung erfüllt, Im Inland und rückholbar.

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aschu0959 10.03.2016, 19:25
4. Um zu erkennen

das Atommüll rückholbar gelagert werden müsste braucht´s eine Kommission????
Für eine Feststellung die jeder halbwegs gebildete Mittel-europäer (spätestens nach den Vorgängen in der Asse)
nach ungefähr 10 Sec. Nachdenkens getroffen hätte?

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cave68 10.03.2016, 19:37
5. Es glaubt doch wohl...

....wirklich keiner daran,dass irgendwo in Deutschland ein Endlager auf Akzeptanz der Bevölkerung stösst.Selbst wenn irgendwo ein geeignetes Lager gefunden wird (wer kann das übrigens auf zig Tausende Jahre im voraus beurteilen?)werden die Bewohner im Umkreis von 50 km dieses Endlagers massiv auf die Strasse gehen...und das würde jeder der Foristen wohl auch tun.

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tempus fugit 10.03.2016, 19:50
6. Das thread-Bild ist....

...emblematisch - für ein wissenschaftlich geführtes
Versuchsendlager mit Rückholoption.

Es kann angenommen werden, dass man die Listen mit den verstürzten Fässern auch ins Loch gekippt hat...

Vielleicht hätte man dort Müllmänner von Haushaltsmülldepots anstellen sollen, die hätten das weit
fachmännischer und protokolliert geschafft.

Ach so, das war ja unter dem Bildungsministerium gelaufen und durch Helmholtz-Wissenschaftler.

Rückholaktion?

Wird kaum zu erwarten sein, und wenn: so 12 Mia. bis die Atomkacke wieder an der Erdoberfläche liegt?!

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günter1934 10.03.2016, 20:06
7.

Zitat von cave68
....wirklich keiner daran,dass irgendwo in Deutschland ein Endlager auf Akzeptanz der Bevölkerung stösst.Selbst wenn irgendwo ein geeignetes Lager gefunden wird (wer kann das übrigens auf zig Tausende Jahre im voraus beurteilen?)werden die Bewohner im Umkreis von 50 km dieses Endlagers massiv auf die Strasse gehen...und das würde jeder der Foristen wohl auch tun.
Wieso den das?
Der Status quo, zum Beispiel in Biblis, wird von der dortigen Bevölkerung durchaus anerkannt. Mein Enkel lebt mit Familie dort in der Nähe, ich habe noch nie erlebt, dass er oder jemand von seinen Bekannten da irgendwelche Bedenken hat.
Wenn man die beiden Kuppeln noch mit mehreren Metern Eisenbeton, evtl. noch in die Tiefe, verstärken würde, - was soll da passieren?
https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Biblis#/media/File:2011.03.26_001.JPG

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tempus fugit 10.03.2016, 21:35
8. Ist das jetzt das Endlager,...

Zitat von günter1934
Wieso den das? Der Status quo, zum Beispiel in Biblis, wird von der dortigen Bevölkerung durchaus anerkannt. Mein Enkel lebt mit Familie dort in der Nähe, ich habe noch nie erlebt, dass er oder jemand von seinen Bekannten da irgendwelche Bedenken hat. Wenn man die beiden Kuppeln noch mit mehreren Metern Eisenbeton, evtl. noch in die Tiefe, verstärken würde, - was soll da passieren? https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Biblis#/media/File:2011.03.26_001.JPG
...in Biblis?

Oder nur ein allgemeines Aufatmen, dass das Ding wenigstens abgeschaltet ist?

Ist Ihr Enkel der Mehrheitsmeinungsvertreter?

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thomasmann 10.03.2016, 22:08
9. Bravo !

Na endlich mal eine Kommission, die ihr Geld wert war!

"Hochradioaktiver Atommüll: Kommission empfiehlt Endlager mit Rückholmöglichkeit"

Daher der Name: Endlager....

Diese Experten haben in ihrer Weisheit doch sicher mittlerweile auch eine Methode gefunden wie man all die einfach in die Schächte geworfenen Atommüll-Fässer aus ihrer radioaktiven Salzlauge berge kann?

Sind die Kosten für diese Bergung schon in den veranschlagten 54 Milliarden Euro , die der Steuerzahler den Energie-Konzernen spenden muss, bereits enthalten?

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