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Hochwasserschutz: Wer zahlt die Deiche?
DPA

Hochwasser macht nicht vor Grenzen Halt, doch Bundesländer pochen auf eigene Schutzmaßnahmen vor Fluten. Auf der Umweltministerkonferenz streiten Bund und Länder, wer Milliarden für die Projekte zahlen soll.

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sarang he 22.10.2014, 13:22
1. unwürdiges Geplänkel

zwischen Bund & Länder

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Waudel 22.10.2014, 13:34
2. Grundgesetz

Manchmal hilft ein Blick ins Gesetzbuch. Hochwasserschutz, sogar an den Bundeswasserstraßen, ist laut Grundgesetz Aufgabe der Länder. Diese Zuständigkeit haben diese immer verteidigt - nur wenn es an die Finanzierung geht, wird nach dem Bund gerufen. Zu behaupten, man sei selber groß und dann nach der Mutti schreien, ist kein Beweis von Souveränität.

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rrubner 22.10.2014, 13:48
3.

Da sieht man aber schon das Problem. Gewisse Dinge sollten eben keine Ländersache sein. Der Hochwasserschutz ist eines davon. Jeder baut die Deiche höher und höher und nach der Grenze laufen andere Keller voll. Nach dem Motto Hauptsache nicht bei mir. Zahlen dürfen dann aber immer alle Steuerzahler. Konnte man in den letzten Jahren immer wieder beobachten. Vor allem an der Elbe ist das schon fast ein Musterbeispiel wie es nicht laufen sollte.

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duiveldoder 22.10.2014, 13:54
4. Wirklich eine Frage?

Hochwasserschutz: Wer zahlt die Deiche?

Die Personen die dort wohnen?
Wir sind vor 1,5 Jahren umgezogen und natürlich habe ich die Karte genommen um auszusuchen wo es überhaupt welche Risiken gibt. Risikogebiete habe ich alle als Rot markiert.

Wer trotzdem gerne eine dicke Villa am Rheinufer haben möchte kann gerne selber die Deichen bezahlen. Wir zahlen schon 74,8% Steuern und Abgaben. Das reicht mir ehrlich gesagt! Da fällt mir nicht ein nochmal die Milliarden mitzutragen um die Villen der Ultrareichen an den Ufern mitzufinanzieren.

Meistens zahlen nämlich genau diese Reichen durch alle Steuertricks noch weniger Steuern und Abgaben als ich mit 100 fach kleinerem Gehalt weil ich eben nichts absetzen kann.

Also irgendwann reicht es, dass die Reichen ständig die Risiken sozialisieren und die Gewinne privatisieren!

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Alfred Ahrens 22.10.2014, 13:59
5. Anstatt unglaubwürdigen Antragstellern zu helfen, sollte man das eigene Land schützen.

Deiche, Natur und Infrastruktur zuerst. Schliesslich kommen noch ein paar Generationen nach uns. Wie so viele Sachen im Leben ist es eigentlich ganz einfach. Dafuer zahle ich auch gern mehr Steuern.

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Sibylle1969 22.10.2014, 14:16
6. Nicht nur nationale Zusammenarbeit

Große Flüsse fließen nicht nur durch D, sondern auch durch unsere Nachbarländer. Streitereien um den Hochwasserschutz zwischen den Bundesländern sind kontraproduktiv, denn schließlich müssen wir in Sachen Hochwasserschutz unbedingt auch mit Ländern wie den Niederlanden, Tschechien, Frankreich zusammenarbeiten.

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chrutchfield 22.10.2014, 14:20
7. Alle sollten bezahlen...

.... auch die, die auf dem Berg wohnen. Denn alles. was irgendwo als Niederschlag fällt, kommt letztendlich unten an.

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Leser161 22.10.2014, 14:25
8. Was ist mit Bayern?

Hat Bayern sich eigentlich schon beschwert, dass es für den Hochwasserschutz in anderen Bundesländern aufkommen muss? Wurde schon vorgeschlagen Bayern einzudeichen? Da könnte man dann zugucken wie der Pegel steigt. Denn merke, Regen fällt überall.

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hektor2 22.10.2014, 14:27
9. Natur

Wie wäre es denn zur Abwechslung mal einfach MIT der Natur, statt gegen die Natur zu arbeiten?

Anstatt kurzfristig und aus populistischen Gründen den Stadtsäckel durch Verkauf von Überflutungsgebieten an Bauwillige zu füllen, diese einfach das sein lassen, was sie sind: "Abstellflächen" der Flüsse, wenn sie zuviel Wasser haben.

Statt sinnloser Kanäle und Begradigungen mal das natürliche Flussbett "renaturieren". Die Binnenschifffahrt wird davon auch nicht schlechter, als sie schon ist.

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