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Höchster Berg der Welt: Bergsteiger verwandeln Mount Everest in Müllkippe
AFP

Kaputte Zelte, Plastik, Sauerstoffflaschen: Touristen hinterlassen jedes Jahr Tonnen an Müll auf dem Mount Everest. Besonders ihre Exkremente verursachen Probleme.

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Bueckstueck 19.06.2018, 19:16
1. Der Mensch ist eben konsequent

In seiner himmelschreienden Ignoranz und Dummheit. Müllinseln wabern über die Weltmeere und die höchsten Gipfel werden zu Müllkippen auf dem Altar der Eitelkeiten und Selbstsucht.

Und wer 10 oder 20 mal im Jahr Städtereisen per Billigflieger unternimmt, ist auch nicht besser. Und das lässt sich auf alle diese bedeutungslosen aber absolut nicht nachhaltigen Vergnügungen ausdehnen, die wir uns alle leisten und in der schieren Masse nunmal auch massiven Schaden anrichten.

Ich habe die Hoffnung für die menschliche Spezies längst aufgegeben, da es nunmal die ganze Herde ist, die das Problem darstellt und nicht bloss ein Grüppchen hier, Konzerne dort oder Regierungen im Allgemeinen.

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Oberleerer 19.06.2018, 19:16
2.

So sind sie, die Naturliebhaber.

Aber halt, wer 10k EUR für solch einen Trip bezahlt, will die Natur bekämpfen und besiegen. Dann versteht sich das, daß hier wie selbstverständlich alles an Ort und Stelle aus der Hand fällt.

Aber was soll es, man kann über Abgaben und Strafen die Touris abzocken. Solange es nicht radioaktive Taschenwärmer sind, die die Bergwelt für Jahrtausende vergiften, soll es mir Recht sein.

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Yorch 19.06.2018, 19:37
3. Alle oder nur richtige Experten.

Ich finde, man sollte etweder eine Seilbahn und entsprechende Hotels bauen, so dass es jedem möglich ist auf den Gipfel zu kommen, der das Ticket von vielleicht 1000 Euro bezahlen kann,
ODER
Man lässt nur Leute rauf, die nachweißlich schon 5x 6000er Berge ohne Hilfe bestiegen haben. Wer ohne Nachweiß angetroffen wird, muss vor Ort 1 Jahr ins Gefägnis.

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frankfurtbeat 19.06.2018, 19:45
4. will ...

will man etwa erwarten das die Scharen an Menschen welche den persönlichen Kick suchen alles nette Ökotouris sind?
Allem Anschein ist es noch zu billig ... es muss wohl teurer werden 50K/Person würden die Reinhaltung ermöglichen ... unglaublich vielleicht noch Baustellentoiletten aufstellen und am besten kameraüberwachte Plätze damit die Naturfreunde nach dem Abstieg für ihre Umweltsünden nochmals zur Kasse gebeten werden ...

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Wiedereinaussteiger 19.06.2018, 20:04
5.

Zitat: "Zurückgelassene Zelte, kaputte Kletterausrüstung, leere Sauerstoffflaschen und Fäkalien säumen mittlerweile den Weg auf den höchsten Punkt der Erde in 8848 Metern Höhe."

Und Leichen.

Manchem Luxus-Tourie, der zu seiner Selbstverwirklichung den Lift auf den Everest bucht, ist gar nicht klar, dass da oben an den Wegesrändern über 200 Leichen liegen. Der Ticker geht nun auf die 300 zu.

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Mount_Everest_death_statistics

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_people_who_died_climbing_Mount_Everest

Diese Art Grenzgängerei ist ein widerlicher Auswuchs dessen, dass die, die schon alles haben, ganz offensichtlich über keinerlei Ideen verfügen, was sie mit ihrer freien Zeit und mit ihrem überflüssigen Geld anfangen sollen.

Ich habe mal Langeweile? Au ja, dann geh ich mal auf den Everest...

Immer noch ist das Risiko bei ca. 1:12 oder 1:15, dass du nicht mehr runterkommst, und es ist 1:6 gegen dich, dass du überhaupt raufkommst. Hierfür 40.000 bis 75.000 USD gezahlt zu haben, das fällt nur Irren und Merkbefreiten ein.

Man sollte von der Nordseite her eine Seilbahn mit Druckkabinen bauen, den Trip für 1.999 USD anbieten, dann ist ein für alle Mal Schluss mit dieser Unart von Tourismus. Die Nordseite hat eh schon eine Straße am Rongbuk-Kloster vorbei bis ins Basislager auf 5.300 Meter. Von dort sind es nur noch 20 Kilometer neben dem Gletscher nach ganz oben. Das macht eine Sieben- oder Zehn-Stützen-Seilbahn heute locker.

Oder man sponsort Ecureuil, die schon mit dem Helikopter oben waren, dass sie den Trip perfektionieren.

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Olli68 19.06.2018, 20:34
6. Symbol unserer Lebensweise

Im Grunde genommen ist doch der Dreck am Everest nur extremes Symbol für unserer aller Lebensweise. Da bleibt halt das, was ein JEDER von uns so jährlich konsumiert durch die Bedingungen für alle gut sichtbar erhalten. Nicht die 1000 Mt. Everest-Besteiger sind das Problem, auch nicht die 500 Zelte, die dort verrotten, sondern die 500kg meist überflüssigen Müll/Person, die 80 Mio Deutsche jährlich bei uns so produzieren..

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mkalus 19.06.2018, 20:52
7. "Einfache" Loesung:

Zitat von
Zudem müssten die Sherpas immer häufiger auch die Ausrüstung der Bergsteiger mit sich tragen, weil diese dazu nicht in der Lage seien
Wenn diese "Bergsteiger" es nicht schaffen ihre eigene Ausruestung zu tragen dann duerfen diese eben nicht auf den Berg. Die Sherpas muessen da einfach nur "Nein" sagen. Dann wird sich auch der Ansturm ganz schnell einstellen oder die Tourorganisationen muessen eben ihre eigenen Packesel mitbringen.

So oder so, es scheint mir das Besteigen des Mount Everest ist mehr eine Frage des Geldes denn des eigenen Willens und / oder Talents.

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Das Pferd 19.06.2018, 21:40
8.

Zitat von mkalus
Wenn diese "Bergsteiger" es nicht schaffen ihre eigene Ausruestung zu tragen dann duerfen diese eben nicht auf den Berg. Die Sherpas muessen da einfach nur "Nein" sagen. Dann wird sich auch der Ansturm ganz schnell einstellen oder die Tourorganisationen muessen eben ihre eigenen Packesel mitbringen. So oder so, es scheint mir das Besteigen des Mount Everest ist mehr eine Frage des Geldes denn des eigenen Willens und / oder Talents.
alle spinnen, und ausgerechnet die Sherpas sollen nein sagen. Das ist ihr Broterwerb!
Das sind nun gerade die einzigen in dem Spiel, für die ich Verständnis habe.

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Augustusrex 19.06.2018, 21:40
9. Mallory

hat angeblich auf die Frage, warum er den Everest besteigen will, geantwortet: "Weil er da ist." Seine Leiche hat man ja vor einigen Jahren gefunden. Das waren damals echte Bergsteiger, die den Berg angegangen haben. Heute, wo sogar Blinde oder Beinamputierte auf den Berg gebracht werden, ist das ganze nur noch übelster Kommerz. Und zu Olli 68, Beitrag 6: Für die Menschheit ist der Müll am Everest sicher kein Problem, für das Habitat Everest hingegen schon.

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