Forum: Wissenschaft
Höchster Wert seit drei Jahren: Rekord-Abholzung im Regenwald
Bruno Kelly/ REUTERS

Brasiliens Präsident Bolsonaro legt wenig Wert auf Umweltschutz - darunter leidet auch der Regenwald: Zuletzt wurden 60 Prozent mehr Fläche abgeholzt als vor einem Jahr.

Seite 3 von 4
spdf 03.07.2019, 20:44
20. re

Zitat von kraut&ruebe
Der weltweite Klimakiller Nr. 1 ist die deutsche Braunkohle. Wenn wir den Ausstieg umgehend vollziehen, machen die Amerikaner, Russen, Chinesen und eben auch die Brasilianer bestimmt sofort mit. Am deutschen Wesen soll und wird die Welt genesen!
Die USA folgen nicht, sie sind Vorreiter. Seit 2010 wurden in den USA 40 Prozent aller Kraftwerkskapazitäten auf Kohlebasis geschlossen. Unter Trump wurden 50 Kohlekraftwerke geschlossen, weitere 51 werden in den nächsten Jahren geschlossen.
Das einzig neue Kohlekraftwerk in eine kleine 17 MW Anlage in Alaska. Allerdings haben die vor Ort keine Alternative.

https://phys.org/news/2019-05-coal-power-trump.html

Bei China wird man sehen. Die meisten der dortigen Kohlekraftwerke arbeitet nicht wirtschaftlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cave68 03.07.2019, 20:56
21. unsere Regenwälder

waren hierzulande von der Artenvielfalt her die Streuobstwiesen.
Unsere CO2-Speicher waren die Moore....beides war und ist immer noch in beängstigendem Rückgang respektive nie wieder ansatzweise hergestellt worden.
Und im Endeffekt dafür,dass wir pro Einwohner immer grössere Wohneinheiten bewohnen müssen und immer noch die Landschaft mit sinnbefreiten Grossmärkten,Discountern oder Burger-Fresstempeln zubetonieren.
Soll mit Sicherheit keine Rechtfertigung für die Missetaten der Brasilianer sein...aber unser Maul aufreissen brauchen wir auch nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hileute 03.07.2019, 21:38
22. Bedenklich

das liegt sowohl an uns Fleischesser als auch an den sojafuzzies die den Rindern das Zeug wegfressen. das Problem ist das sich mit Regenwald zwar die Existenz von leben sichern lässt, aber kein geld verdienen lässt

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Oberleerer 03.07.2019, 22:35
23.

Ich finds nur schade um die Tierwelt, die sich nicht wehren kann.

Der Boden im Amazonas ist m.W. karg und dünn, weswegen mit Brandrodungen immer neue Ackerflächen erschlossen wurden.
Der CO2-Speicher "Amazonas-Regenwald" ist also nicht sehr effektiv.
Einzig Moore, in denen die Biomasse liegen bleibt, speichern nennenswert CO2.

Aber das Amazonasbecken birgt ein offenes Geheimnis. Über weite Flächen haben die Ureinwohner eine dicke Schicht Holzkohle in den Boden verbracht. Diese speichert Wasser und Mineralien und sorgt ohne Zusatzdünger für kräftiges Pflanzenwachstum. Diese Erde nennt sich Terra Preta. Die Holzkohle verbleibt über Jahrhunderte im Boden.

Damit liegt auf der Hand, daß man Bäume oder schnellwachsende Gehölze anbauen kann und diese, z.B. in einem Solarofen zu Holzkohle verkohlt. Das ist dann eine richtige CO2-Senke.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
user33 04.07.2019, 07:45
24. Nun ja...

Zitat von hileute
das liegt sowohl an uns Fleischesser als auch an den sojafuzzies die den Rindern das Zeug wegfressen. das Problem ist das sich mit Regenwald zwar die Existenz von leben sichern lässt, aber kein geld verdienen lässt
97% von Soja gehen aufs Konto von Viehfutter.. der Rest teilt sich zwischen vegane und nicht-vegane Produkte. So gesehen..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
manni0815 04.07.2019, 08:12
25. es wird trocken im Regenwald,

wenn er massiv abgeholzt wird. Dadurch wird sich das örtliche Klima ändern. Weiden und Landwirtschaft haben nicht den gleichen Effekt auf das Mikroklima der Region. So geht man aus Gier in Richtung Verarmung der Bevölkerung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kangootom 04.07.2019, 08:18
26. 17 Kontrollteam um den brasilianischen Regenwald zu kontrollieren

17 Kontrollteams im Amazonas Regenwald, dessen Fläche über das 10 fache von Deutschland umfasst. Schon klar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ganzeinfach 04.07.2019, 08:19
27. Deutschland macht es vor

Fast alle Moore entwässern und abgetorft, danach so belassen: egal. Die D Torfproduzenten wanderten ab nach Estland & Lettland und fahren dort gleich weiter: egal. Deutsche Moore werden als Truppenübungsplätze verwendet und tausende Tonnen Munition "abgelegt" - welche auch nicht mehr entfernt wird: egal. Beispiele? Vor einem Jahr Meppen-Moorbrand mit Riesenschaden, welcher bis heute nicht repariert ist: egal. Die eklatanten Waldbrände in den letzten paar Jahren - auch der aktuelle bedeutet, dass weiter viel Wald verschwindet: egal. Interessant, dass vieles einen Zusammenhang mit der enormen deutschen Waffenproduktion erkennen lässt: egal. Michel - mach weiter so und zeige mit dem Finger auf die anderen: ablenken, vernebeln, vertuschen - wie immer. ganzeinfach

Beitrag melden Antworten / Zitieren
danubius 04.07.2019, 08:35
28. Idee

Wie wäre es denn, wenn unsere FFF-Bewegung sich dieses Themas mal annehmen würde und statt Allgemeinforderungen bzw. -plätzen zur Klimaerwärmung / CO2-Ausstoss konkret zu diesem Thema vor der brasilianischen Botschaft in Berlin und anderen Hauptstädten demonstrieren würde? Ich wäre da sofort dabei. Leider sind unsere Kids offensichtlich alle in Ferien bzw. haben zu einem solchen untergeordneten Thema keine Lust ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ganzeinfach 04.07.2019, 08:46
29. Terra Preta, Pyrolyse, CO2-Speicher

Zitat von Oberleerer
Ich finds nur schade um die Tierwelt, die sich nicht wehren kann. Der Boden im Amazonas ist m.W. karg und dünn, weswegen mit Brandrodungen immer neue Ackerflächen erschlossen wurden. Der CO2-Speicher "Amazonas-Regenwald" ist also nicht sehr effektiv. Einzig Moore, in denen die Biomasse liegen bleibt, speichern nennenswert CO2. Aber das Amazonasbecken birgt ein offenes Geheimnis. Über weite Flächen haben die Ureinwohner eine dicke Schicht Holzkohle in den Boden verbracht. Diese speichert Wasser und Mineralien und sorgt ohne Zusatzdünger für kräftiges Pflanzenwachstum. Diese Erde nennt sich Terra Preta. Die Holzkohle verbleibt über Jahrhunderte im Boden. Damit liegt auf der Hand, daß man Bäume oder schnellwachsende Gehölze anbauen kann und diese, z.B. in einem Solarofen zu Holzkohle verkohlt. Das ist dann eine richtige CO2-Senke.
Richtig - Verkohlung durch Pyrolyse kann man auch hierzulande anwenden. Biomasse oder schnellwachsender Faserhanf bietet eine perfekte Möglichkeit, viel CO2 zu binden um eine wertvolle Bodenverbesserung (zB. Terra Preta) zu erreichen. 1kg Holzkohle bindet 3,5kg CO2. Nur dann nicht verbrennen... ganzeinfach

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 4