Forum: Wissenschaft
Hohe Nitratwerte: Trinkwasser bald 45 Prozent teurer?
DPA

In vielen Regionen Deutschlands sind die Nitratwerte zu hoch, deshalb müssen die Bürger bald mehr für Trinkwasser zahlen. Auf eine Familie könnten nach SPIEGEL-Informationen Extrakosten von 134 Euro zukommen.

Seite 12 von 31
alfredjosef 10.06.2017, 12:41
110. Ein Viertel der Ackerfläche für Biogas und Biodiesel!

Bedenkt man dann noch, dass ein Viertel der Ackerfläche für Biogas und Biodiesel verwendet wird, mit hochintensiver Landwirtschaft, das von uns zusätzlich subventioniert wird, und zwar angeblich aus Umweltschutzgründen - dann erst wird ein richtiger Skandal draus! Hätte man diese Flächen ökologisch extensiv betrieben, gäbe es weit weniger Probleme mit Nitrat im Grundwasser. Und ausserdem würden unsere Insekten nicht verschwinden (das ist derzeit aich dramatisch). aj

Beitrag melden Antworten / Zitieren
polkupyöränilmapumppu 10.06.2017, 12:44
111. Was soll das Gejammer?

Wir sollten uns alle an die eigene Nase packen. Wir sind die eigentlichen Verursacher und Dulder dieser Naturkatastrophe. Seit jahrzehnten ist es öffentlich bekannt, daß unser exessiver Hunger nach billigem Fleisch und Grünzeug sowie der Wunsch nach steigende Rendite die eigentliche Ursachen sind. Die Überdüngung und Gülleausbringung sind die Symptome. Das war und ist der gesellschaftliche und politische Wille. Als Konsumenten und Bürger hatten wir jederzeit die Wahl dies zu ändern. Haben wir nicht getan. Jetzt bekommen wir die Quittung.
Apropo Wasser und Düngung: ebenfalls seit jahrzehnten wird Posphatdünger republikweit ausgebracht, der mit Uran verunreinigt ist. Ist auch ein sehr aktuelles Problem für unser Trinkwasser. Prost!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
martin.michaelis 10.06.2017, 12:44
112.

Zitat von su:ki
Die Nitratwerte im deutschen Grundwasser gehören zu den höchsten in der gesamten EU. Hauptursache ist das Überdüngen der Felder mit der Gülle aus der Massentierhaltung...
Massentierhaltung hat damit nichts zu tun, denn wer schreibt denn vor dass man das Ganze auf die Felder versprühen muss.

Man könnte die auch als Rohstoff oder zur Energiegewinnung verwenden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kumi-ori 10.06.2017, 12:46
113.

Zitat von fisschfreund
Selbst schuld. Wer Schweinefleisch für 3 Euro pro kg fressen will, muss eben woanders draufzahlen.
Was für ein Blödsinn! Glauben Sie, wenn ich mehr für das Schweinefleisch bezahle, wird der Mäster weniger Nitrat auf den Feldern ausbringen? Außerdem stammt ein großer Teil des Eintrags aus unseren Nachbarländern. Sie müssten also unsere lieben holländischen Nachbarn bitten, mehr für das Schweinefleisch zu bezahlen.

Überlegen Sie eigentlich, bevor Sie schreiben?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
texredfield 10.06.2017, 12:47
114. Irgendwann bezahlen wir auch noch für die Luft

Wenn man sich diese Zahlen mal genau anschaut, stellt man sehr schnell fest, dass dann in jedem Klärwerk für Millionensummen investiert werden müsste. Und das bundesweit. Letztlich geht es doch nur wieder darum den kleinen Mann das Geld aus der Tasche zuziehen. Wie schon beim Strom geschehen. Bin mal gespannt ob die SPD das auch alles im Koalitionsvertrag stehen hatte, oder ob der Schulz sich mal einiger heißer Themen bemächtigt. Da wären Mieten in den Städten, Strom, Wasser, Niedriglohnsektor ohne Aussicht auf eine ausreichende Alterssicherung usw. zu nehmen. Aber die Genossen haben sich natürlich schön längst als Juniorpartner bequem gemacht, da unser aller Hirn, Merkel, wohl eh mal wieder nicht zuschlagen sein wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
philspector 10.06.2017, 12:47
115. Politiker interessiert das nicht

Seit 4 Jahren glänzt unser CSU-agrarminister Schmidt durch Nixtun. Dies wird von Merkel geduldet, und genau deshalb wurde die BRD aus Luxemburg mehrfach wegen Untätigkeit verklagt. Und wen interessiert's? Die Milliarden-Strafe zählt wer? Genau. Immer weiter, wir schaffen das.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kradfahrer 10.06.2017, 12:48
116. Irrtum

Zu 1) Was ist Bedarf? Die Größe Bedarf wird durch den Preis beeinflusst. 2 Jahre eine weltweite Missernte, schon schnellt der Brotpreis auf 50 Euro oder mehr hoch. Was denken Sie, wie sich das wohl auf den Bedarf bzw. die Nachfrage nach Kuchen, Brötchen, Futtergetreide auswirken wird? Und wer am Wochenende grillt, kann durchaus auch Kartoffeln, Gemüsespieße, Käse usw. auf das Rost tun. Machen z.B. solche Gichtknochen wie ich, um Probleme zu vermeiden.

Zu 4) Nach meinem Studium in Niedersachsen trat ich 1990 eine Stelle aufeiner LPG an. Eine der ersten Aufgaben bestand in der Auswertung der Bodenanalysen. Ich kannte da nur die Papierdaten, mehr nicht. Aberaufgrund der signifikant höheren Kaligehalte fragte ich, ob die betreffenden Fläche um die Milchviehanlage gelegen sind. Waren sie. Und dann kam das:
Wir mussten jedes Jahr einen Gülleverteilplan beim Kreis einreichen. Habe ich seit 1987 nicht mehr gemacht. Auf die Anfrage, wann der kommt, gab ich zur Antwort, dass gar keiner mehr kommen wird, weil die sowieso gelogen sind. Damit war das Thema erledigt.
Mein Resumee: Wenn es in einem totalitären Staat wie der DDR schon nicht durchsetzbar ist, wie dann in einer Demokratie, die für jeden Rechtsbruch eine strafmildernde Begründung (er)findet?

Zu 5) Die größte Form der FEHLERHAFTEN! Agrarförderung ist die steuerliche Abgrenzung zwischen landwirtschaftlicher und gewerblicher Tierhaltung. Flächenmäßig kleinere Betriebe werden bevorzugt, was sich insbesondere in Weser-Ems die Landwirte missbräuchlich zunutze machen. Rechnen Sie einmal nach, wie hoch der Viehbesatz maximal sein darf bei einem Betrieb mit 250 ha und bei 5 Betrieben zu 50 ha = auch 250 ha. Der "Großagrarier" darf maximal 690 Vieheinheiten zu 500 kg halten, die 5 "Krauter" auf den gleichen 250 ha jedoch insgesamt 1.575 Vieheinheiten. DAS ist unser Problem, übrigens eines, das innerhalb der Landwirtschaft massive Ungerechtigkeiten und auch Fehlentwicklungen verursacht!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
weltbetrachter 10.06.2017, 12:48
117. .... Wasser auch zum Bier brauen ....

Erst wenn das Wasser das zum Bierbrauen belastet ist, dann regt sich was. Denn dann geht es an des "Deutschen liebstes Getränk und - Nahrungsmittel". Kann mir durchaus vorstellen, das so manche Brauerei da schon heute ihre Probleme hat. Da kocht was hoch und läuft bald über ... GARANTIERT !!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shotaro_kaneda 10.06.2017, 12:56
118. @ gersois #105

1) Es steht Ihnen schon jetzt frei zum Metzger/Fleischer ihres Vertrauens zu gehen und nachzufragen, wo das Fleisch herkommt. Alternativ dürfen Sie auch gern zum regionalen Kleinbauern fahren und nachfragen wie und wie viel Tiere er denn pro Fläche hält. Oder direkt im Biomarkt oder im Hofladen kaufen. Allerdings wäre es teurer, würde Zeit in Anspruch nehmen und voraussetzen, dass man sich mit der Thematik beschäftigt. Dann könn Sie auch sicher sein, dass das Geld beim Erzeuger ankommt. Fleisch kommt eben nicht aus dem Supermarkt, sondern aus dem Stall. Jeder ist selbst dafür verantwortlich, was er isst. 2) Wieso sollte der Bauer teurer produzieren, als seine Konkurrenz? Da kann er auch gleich seinen Betrieb aufgeben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hubie 10.06.2017, 12:56
119. Grenzwerte müssen eingehalten werden

Die Grenzwerte werden mittlerweile überall überschritten. Dobrindt macht es vor... der ist ohnehin Lobbyhörig und unfähig, ein Kasper. Der Landwirtschaftsminister ist auch nicht überzeugend... die Bauern dürfen den Boden nicht mehr überdüngen. ENDE!
Steigende Produktionskosten (mehr Ökologie in der Landwirtschaft, weniger düngen, Felder auch mal ein bis zwei Jahre brach liegen lassen) müssen wir akzeptieren, aber Kosten an der Umwelt werden dadurch auch reduziert. Es wird also nicht nur teurer und wir schonen unsere Umwelt und Tierwelt. Achja... und unser - noch trinkbares - Grundwasser.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 12 von 31