Forum: Wissenschaft
Hohe Nitratwerte: Trinkwasser bald 45 Prozent teurer?
DPA

In vielen Regionen Deutschlands sind die Nitratwerte zu hoch, deshalb müssen die Bürger bald mehr für Trinkwasser zahlen. Auf eine Familie könnten nach SPIEGEL-Informationen Extrakosten von 134 Euro zukommen.

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kobra21 10.06.2017, 17:50
170. Und der Verursacher?

Gibt es nicht sowas wie das "Verursacherprinzip"?. Wenn man doch genau weiss, wer verantwortlich für die Bodenbelastungen ist, kann man doch nicht andere, hier die Wasserverbraucher, dafür bezahlen lassen.
Das ist ja der reinste Irrsinn!
Und außerdem werden durch höhere Wasserpreise die Böden ja nicht besser!
Wer bestellt (verursacht), der bezahlt. Etwas anderes kann es ja nicht geben.

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opodeldox 10.06.2017, 18:00
171. Für eine vierköpfige Familie wären das 134 € im Jahr

Wo ist das Problem? Das sind pro Kopf und Tag noch keine 10 Cent. Wenn man das nicht (mehr) finanzieren kann, dann sollte man sich wirklich überlegen, ob die vierköpfige nicht doch eine Nummer zu groß ist bzw. ob man überhaupt eine Familie hätte gründen sollen.

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Topf Gun 10.06.2017, 18:16
172. Wir

Zitat von syt
das es so ist,wie es ist. Es hilft nicht,auf andere zu zeigen ! Jeder sollte sein Verhalten auf diesem Planeten über denken.
Wir kaufen seit Jahrzehnten beim lokalen Metzger, sparen Wasser wo es geht, kaufen Bio-Produkte, essen verhalten Fleisch und trotzdem ist mein Trinkwasser mit Antibiotika und Nitrat und was-weiss-ich-noch-alles verpestet. So und jetzt ?

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lupo44 10.06.2017, 18:16
173. wir haben ein Umweltministerium,ein Landwirtschaftsministerium und viele nachgeordnete Institution.....

die alle über Jahrzehnte forschen,Probanten als Mensch und Tier ein setzen für unser aller Schutz Lebensweisheiten-und trotzdem diese neue durchdachte Festlegung uns wieder das Geld aus der Tasche zu ziehen.Wir bezahlen alles doppelt in dieser kapitalistischen Welt. Erst bezahlen wir die Forschung damit es uns besser geht und wir preiswerter Leben können und dann bezahlen wir für die negativen Folgen noch einmal.
Jetzt ist es das Trinkwasser und Morgen ??? Da gab es mal einen Wissenschaftler der in weiser Vorraussicht für die Zukunft einen furchtbaren Krieg einschätzte in der Welt.Der Grund : Krieg um das sabere Wasser in der Welt.Dieses Wasser ist bemessen vorhanden und ist wirklich sehr kostbar.Wir sollten ganz schnell lernen mit diesen wichtigen Element anders um zu gehen als bisher,aber Weltweit.Auch eine Aufgabe für Amnesty International und der UNO. Und nicht nur Deutschland!!!!!

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Topf Gun 10.06.2017, 18:24
174. Schöne

Zitat von Michael200669
Fragen sie doch mal die deutschen Biobauer. Sie kommen schon heute mit der Produktion nicht nach. Würden alle Deutschen nach deutschen Bio-Produkten nachfragen, hätten wir in Deutschland eine Hungerkatastrophe. Denn wenn selbst alle Bauern, nur noch nach Biostandart produzieren würden, könnten sie gar nicht genügend produzieren, um die Menschen satt zu machen. Vor allem würden die Menschen mit wenig Geld letztendlich gar nichts mehr zum Essen haben. Denn es gäbe schlicht und einfach nichts in den Läden. Denn das hätten Menschen weg gekauft, die es sich leisten können. Schon mal daran gedacht.
Weltuntergangsszenarien an die Wand malen, ist auch nicht hilfreich.
Vielleicht würde dann auch weniger Essen in den Mülltonnen landen ? Dieses ganze Gebrülle "Ihr würdet verhungern !" habe ich schon tausend Mal gehört. Wahrer wird es dadurch auch nicht.

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OhMyGosh 10.06.2017, 18:36
175. Was macht eigentlich Minister - äh- Schmidt?

Wäre es nicht seine Aufgabe, dem ungebremsten Herumgüllen Einhalt zu gebieten? Auf jeden Fall ist es auf Dauer unerträglich, im Abstand von zwei Wochen mehrere Tage den Sch***egestank ertragen zu müssen und auf einen kräftigen Regen zu warten, der die Luft wieder reinigt, aber die Böden vergiftet. Und der Herr Minister sollte endlich einmal der Brutalo-Viehhaltung in Nutztier-Guantanamos einen Riegel vorschieben, statt auf der ANUGA herumzugrinsen.

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Referendumm 10.06.2017, 18:39
176. Mit Sch..ße Geld machen!

Was wir hier in Deutschland endlich brauchen, ist eine umfassende Bilanzierung von Gülle. Dazu Lohnunternehmer, die mit der geeigneten Technik (das ist teilweise sogar High-Tech) eben genau das austragen, was benötigt wird und nicht einfach Tonnen an Gülle aufm Acker klatschen.

Bei der DLG/VDI-MEG Tagung "Land. Technik für Profis" wurde z.B. mal über die Grenze geschaut.

Zitat von der DLG/VDI-MEG Tagung: "In Holland wissen wir über den Verbleib des letzten Kubikmeters Schweinegülle besser Bescheid als über unsere Atommüllfässer", sagte dort ein holländischer Gülle-Lohnunternehmer - mit Augenzwinkern in Bezug auf den Atommüll.

Und Gülle ist nicht gleich Gülle. In Holland werden genaue Analysen über staatliche Labors gefahren, bevor der Mist auf die Äcker kommt. Übrigens, bereits seit 10 Jahren arbeiten die in Holland diesbezüglich sehr viel professioneller als wir. Schande über uns und unsere unfähigen Landwirtschaftsminister.

Usw, usf. Seltsamerweise klappt das im Nachbarland, aber im High-Tech-Standort Deutschland nicht. Warum? Weil sich die Bauern wehren, damit der Kubikmeter Gülle nicht um 1 Euro teurer wird?

Nach wie vor haben wir hier in Deutschland bis zu 74 % Stickstoffverluste, die dann in Form von gasförmigem Ammoniak in die Umwelt gelangen. Na prima. Nur weil wir hier zu faul und zu geizig sind, es professionell anzugehen.

Statt 43 kg Nitrat je Hektar hauen wir in D mal schlappe über 80 kg drauf. Wir habens ja, wir sind ja die Weltmeister. Wer viel düngt, der erntet auch viel? Von wegen! Das ist dann nur noch Dreck, der in die Supermärkte kommt.

Ich kenne einen Bauern, der das als Nebengewerbe betreibt, der erzählte mir mal so nebenbei, dass es letztes Jahr mal ganz gut liefe und er (nach Steuern) rund 500.000,- Euro verdiente. Und er ist wahrlich kein Einzelfall. Also, Geld ist wohl da, aber Geiz ist halt geil.

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Das Pferd 10.06.2017, 18:55
177.

Zitat von Topf Gun
Wir kaufen seit Jahrzehnten beim lokalen Metzger, sparen Wasser wo es geht, kaufen Bio-Produkte, essen verhalten Fleisch und trotzdem ist mein Trinkwasser mit Antibiotika und Nitrat und was-weiss-ich-noch-alles verpestet. So und jetzt ?
tja, fragen Sie ihren lokalen Metzger. Wenn er Ihnen jahrelang erzählt hat, daß Bio-Filet von Schweinen kommt, die nicht scheißen, können Sie ihn vielleicht haftbar machen.
Ansonsten vermeiden lokale Erzeuger gegenüber Großbetrieben natürlich lokale Extrembelastungen. Auf die durchschnittliche Nitratbelastung Deutschlandweit haben sie aber eben auch Einfluß.


Darf ich fragen, warum Sie Wasser sparen, wo möglich? Das sit in Kalifornien sichjer sehr löblich, aber in Deutschland ausserhalb von Extremwetterlagen? Wofür? Daß die Wasserbetriebe ihre Abwasserrohre alle paar Jahre mit ganz viel Wasser durchspülen?

Und jetzt mal bitte nicht den Petzbutton drücken.

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denkdochmal 10.06.2017, 18:56
178. Ist das nicht toll?

Die naturliebende Landwirtschaft/Viehwirtschaft vergiftet unsere Böden und Insekten, versorgt und mit gesundheitsfördernden Antibiotika, überdüngt Wiesen und Felder schließlich versaut sie noch unser Wasser. Die Regierung schaut nicht nur zu, in NRW erlaubt sie Gülleimporte in erheblichem Ausmaß aus den Niederlanden, denn die wollen es schließlich nicht nur sauber, sondern "rein" haben!
Das Schöne ist: Wir alle dürfen zahlen!
Immer daran denken: Wir leben von rd. 1/2 Meter Erde. Ist es uns gelungen, diese zu versauen, entledigt sich dies weise Natur der Übeltäter. Aber macht nix, wir sind darin geübt, den Ast abzusägen, auf dem wir sitzen.

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martin.michaelis 10.06.2017, 18:58
179.

Nitrat ist nicht giftig.

Die Frage ist welche Nitritmengen ggf. dann am Ende im Organismus ankommen. Die entstehen ja erst beim Erhitzen.

Und Säuglinge muss man nicht unbedingt mit Leitungswasser füttern.

Ich frage mich was eigentliche mit nitrathaltigen Pflanzen ist, die scheinen wohl kein Problem zu sein.

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