Forum: Wissenschaft
Homöopathie-Debatte: Die unsichtbare Teekanne
imago/ Christian Ohde

Die Techniker Krankenkasse hat sich diese Woche einen Intensivkurs in Sachen Wissenschaft eingebrockt. Es ging um Homöopathie. Warum man der nicht trauen sollte, lässt sich sogar mithilfe einer toten Fliege verdeutlichen.

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search_for_truth 12.03.2017, 14:08
230. Wird von Homöopathie-Gegnern

eigentlich auch die Existenz des Placebo-Effektes bestritten?
Homöopathie wirkt, - aber halt allein über den Placebo-Effekt.
Diesen Satz können Homöopathen nicht akzeptieren.
Und Homöopathie-Gegner ebenfalls nicht, weil sie womöglich auch die Existenz des Placebo-Effektes anzweifeln.
Oder?

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TS_Alien 12.03.2017, 14:10
231.

Höchstens 5 % der Menschen haben den Durchblick. Der Rest eiert mehr oder weniger ungebildet durchs Leben. Nur deswegen können sich lächerliche "Theorien" so lange halten. Wem bereits das Grundwissen in den Naturwissenschaften fehlt und wenig Wert auf Logik legt, wer aus der Geschichte nichts lernt, der glaubt an die ganzen lächerlichen "Theorien". Homöopathie ist nur eine davon. Andere sind z.B. Astrologie oder Faschismus.

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RudiRastlos2 12.03.2017, 14:11
232.

Zitat von marcaurel1957
Es ist grundsätzlich nicht möglich, die "Nichtexistenz" oder die "Nichtwirksamkeit" zu beweisen. Sie kommen mit allen Untersuchungsmethoden dem Beweis zwar nahe, erreichen ihn aber nie zu 100%
Das stimmt, trifft aber genauso auf die Wirksamkeit zu. Medizinische Studien beruhen nun mal auf Statistik und die kann, wenn auch selten, irren.

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hitower 12.03.2017, 14:14
233. Homöopathie

Und erneut spielt der Spiegel mit den Emotionen in punkto Homöopathie. Gähn..
Und erneut schreien alle Leute auf, die sich durch etwas bedroht fühlen, was sie nicht verstehen. Die nur das gelten lassen, was bis jetzt wissenschaftlich bewiesen ist. Kein besonders kluger Denkansatz übrigens.

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diezweitemeinung 12.03.2017, 14:18
234. Medizinprofessor Ernst im Spiegel:

Die Überschrift meies vorherigen Beitrags wurde gekürzt. Hier ein Link. Sollte die Homöopathie verboten werden? Der Mediziner Edzard Ernst - ein Experte für Alternativmedizin - erklärt im Interview mit SPIEGEL ONLINE, warum er die Heilung mit Globuli für gefährlichen Unfug hält - und warum es keine Rolle spielt, wie teuer sie sind.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/medizinprofessor-ernst-die-homoeopathie-ist-ein-dogma-a-706257.html

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historiker256 12.03.2017, 14:21
235. Was man so glaubt ...

... ist passend zum Zeitgeist und dem verfügbaren Wissensstand.

Einst glaubte man auch, der Mensch könne sich nicht schneller fortbewegen als zu Pferde und würde bei einer höheren Geschwindigkeit sterben (Eisenbahnpionierzeit). Oder die Erde, die mal eine Scheibe war. Oder Fegefeuer. Götter, Dämonen, Sonnenwesen .... Hätte man an Quarks, Neutrinos oder Gravitationswellen geglaubt zu früheren Zeiten?

Der Artikel ist schlicht hochmütig und "wissenschafts-elitär". Ich bin ein sehr rationaler Mensch, aber die Geschichte hat gezeigt, dass es sehr oft zur gegebenen Zeit an Wissen mangelte, um "etwas" zu begreifen. Ein bissl Demut gegenüber Dingen, die man nicht so recht erklären kann, ist angebracht.

Kommende Generationen können es vielleicht darlegen, selbst wenn es für uns abstrus erscheint

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Wotan 279 12.03.2017, 14:21
236. Homöopathie ist der allopathischen Medizin um Lichtjahre voraus

Die ignoranten Kritiker der Homöopathie sind sich nicht bewusst, dass homöopathische Produkte auf "Informationsbasis" funktionieren, d.h. die Heilkraft ergibt sich aus den im Produkt enthaltenen Informationen, die entweder durch Licht oder Elektrizität übermittelt werden. Diese Heilkraft lässig sich sogar mit Hilfe von Licht auf elektronische Medien übertragen. Die Suche nach heilkräftigen Molekülen ist somit sinnlos. Diese Tatsache erklärt auch, warum es der pharmazeutischen Industrie nicht gelingt, Naturprodukte künstlich herzustellen. Sie ist einfach nicht in der Lage, die darin enthaltenen "Informationen" zu reproduzieren. Es gibt hierzu sehr interessante relevante und überzeugende Literatur, die Interessenten unbedingt lesen sollten.

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TS_Alien 12.03.2017, 14:22
237.

Das Kernproblem der Homöopathie wird leider selten erwähnt: Man kann die ganzen homöopathischen "Medikamente" nicht herstellen. Es fehlt eine ausreichende Menge an Verdünnungsmittel (im ganzen Weltall gibt es nicht genügend!) und die Verdünnungsmittel sind nicht rein genug, enthalten also Spuren von irgendetwas und werden "mitpotenziert".

Wer diese Fakten akzeptiert, sollte dann auch den ganzen anderen Unsinn rund um die Homöopathie nicht nur in Zweifel ziehen, sondern ablehnen. Das nennt sich logische Schlussfolgerung und dient hierbei der Wissensvermehrung. Ein Mehr an Wissen kann vielen Menschen ihr Leben verlängern. Kostenlos!

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bloßich 12.03.2017, 14:26
238. Eben !

Zitat von snug_de
Ich erinnere mich noch sehr gut, wie hier im Spiegel über Graphen berichtet wurde: "Dabei dürfte es Graphen eigentlich gar nicht geben. Zumindest war das bis vor wenigen Jahren die in der Wissenschaft gängige Auffassung. Materialien, gleich welcher Art, müssten dreidimensional aufgebaut sein, sonst wären sie instabil, das ließ sich mathematisch nachweisen." Ich möchte die Homöopathie nicht auf eine Stufe mit der Entdeckung des Graphens gleichsetzen, aber vielleicht gibt es zwischen Himmel und Erde, die der Mensch nicht über Formeln etc. erklären und beweisen kann, aber die trotzdem möglich sind. Weiter wurde im Spiegel berichtet, dass nahezu alle "Kniespülungen" in Deutschland sinnlos sind. Das als ein Beispiel institutionell verankerter Verschwendung - auf die aber nicht so publikumswirksam eingedroschen wird. So lange der Arzt im Blick hat, wann die ausschließliche Anwendung der Homöopathie an unterlassene Hilfeleistung grenzt, ist es doch ökonomisch und gesellschaftlich vollkommen ok, ein paar "richtige" Pillen weniger zu verabreichen denke ich... Außer für die klassische Pharmaindustrie natürlich.
Es ist gerade das Wesen und der Sinn von Wissenschaft, dass neue Endeckungen gemacht werden. Und viele dieser Endeckungen sind dann - auch für die Wissenschaftler - überraschend.

Das aber ist kein Argument gegen die Wissenschaft, sondern für diese !
In der Wissenschaft ist jeder gerne bereit diese neuen Erkenntnisse zu übernehmen, wenn es dafür genügend Belege gibt. Mehr noch: Man freut sich über diesen Erkenntnisgewinn und zwar gerade, wenn er alten Vorstellungen widerspricht. Jede Aussage muss falsifizierbar sein und diese institutionalisierte Selbstkritik ist was Wissenschaft im Kern ausmacht.

In der Homöopathie hingegen gilt seit Hahnemann das immer gleiche Dogma. Ohne, dass es von Homöopathen hinterfragt oder zu falsifizieren versucht würde. Es ändert sich nichts auf dem Planeten Homöopathie...

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TS_Alien 12.03.2017, 14:27
239.

Zitat von hitower
Und erneut spielt der Spiegel mit den Emotionen in punkto Homöopathie. Gähn.. Und erneut schreien alle Leute auf, die sich durch etwas bedroht fühlen, was sie nicht verstehen. Die nur das gelten lassen, was bis jetzt wissenschaftlich bewiesen ist. Kein besonders kluger Denkansatz übrigens.
Kluge Menschen lehnen "Theorien" ab, die wissenschaftlich widerlegt oder gar nicht möglich sind. Wer dennoch an solche "Theorien" glaubt, hinterlässt keinen intelligenten Eindruck und macht sich lächerlich. Homöopathie-Anhänger spielen in der gleichen Liga wie die Perpetuum-Mobile-Bauer oder die Kreis-Quadrierer. Diese Liga ist die unterste Liga. Absteigen geht nicht mehr.

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