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Hormonmittel Duogynon: Deutsche Opfer planen Strafanzeige wegen Mord
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Ist das Hormonmittel Duogynon Schuld an Missbildungen bei Kindern, die in den Siebzigern geboren wurden? In Deutschland wollen Betroffene wieder vor Gericht ziehen. Der Pharmakonzern Bayer weist alle Vorwürfe zurück.

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trebbien 11.07.2014, 09:34
10. Der chemische Schwangerschaftstest

Zitat von mr_stagger_lee
Ich habe keine Ahnung ob zwischen dem Medikament und den Fehlbildungen ein Zusammenhang besteht. Nur der Artikel ist so geschrieben, finde ich, als ob ein Zusammenhang bestünde. Wenn der Konzern wegen Mordes verklagt wird kann dies am Ende auf einzelne Personen zurückgeführt werden. Das bedeutet zusammen genommen,.....
Das Thema gehört in meinen beruflichen Bereich als ehemaliger Offizinapotheker.
Duogynon war seinerzeit zugelassen als Alternative zu dem Nachweis im Urin. Es gab eine orale, und eine parenterale Arzneiform, beide waren verschreibungspflichtig. In der Gebrauchsinformation war der Hinweis enthalten, dass es zur Unterbrechung einer bestehenden Schwangerschaft nicht eingesetzt werden darf. Es gab Frauen, die taten dies trotzdem. Das war nicht gerade selten. Die Mittel waren in diesen Fällen nicht ärztlich verordnet, und damit auch nicht nach dem vorgeschriebenen Modus distribuiert. Ob es von Ärzten zum Zwecke der Schwangerschaftsunterbrechung verordnet wurde, kann ein Apotheker nicht feststellen.

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Munku 11.07.2014, 09:38
11. Mord, soso

So tragisch die geschilderten Fälle auch sind, aber man sollte nicht Mord verharmlosen.

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mr.feelgood 11.07.2014, 09:48
12. Nutzen- Schaden- Abwägung

Zitat von c218605
ick hoer dir klingeln. Mit lauterem Herzen die Interessen der Opfer nur im Blick und deshalb auf BILDungs-Niveau die .....
*lach*
Nur Beispiele können genannt werden, Methoden und Produkte der Arzneimittel(forschung) zu zitieren.
Wie, unter welchen Bedingungen aber erscheinen diese (neuen) produkte überhaupt auf dem Markt für medizinische Anwendungen und dürfen hochgepriesen als neues Wundermittel ärztlich verschrieben werden?

Studien mit freiwilligen Probanden testen erwünschte Wirkungen und wägen ab, ob unerwünschte Neben- Und Nachwirkungen sozial verträglich sind. Meist wird aber recht kurzfristig getestete, so daß Langzeitschäden auf Erbgut oder Rekonvaleszenzfähigkeit der Patienten (bei gestimmten hochwirksamen Substanzen) aus zeitgründen gar nicht in Langzeitbeobachtungen überprüft werden. Die Mittel erscheinen auf dem Markt, weil sie Gewinne erzielen sollen, Konkurrenz ausschalten wollen und dabei nehmen die Vertreter der Konzerne keine Rücksicht auf diese unerforschten möglichen Folgen.
In medizinischen Studienberichten wird abgewogen, inwiefern die Einnahme des Medikamentes zu einem Gewinn FÜR den Patienten mit entsprechendem Verlust von... dennoch als positiv betrachtet werden kann.
Im Fall des Hormonmittels Duogyon sind mit Sicherheit nicht mal Studien im Langzeitraum und im Experiment mit der menschlichen Reproduktion angestellt worden.
Wie die Kriterien nun tatsächlich aussehen, ein neues Medikament zugelassen zu bekommen, sollte das Gesundheitsministerium der Öffentlichkeit vielleicht einmal erklären.

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querweisend 11.07.2014, 10:02
13. Besser erst mal nachdenken bzw. forschen

Zitat von mr_stagger_lee
Ich habe keine Ahnung ob zwischen dem Medikament und den Fehlbildungen ein Zusammenhang besteht.
Wenn man keine Ahnung hat, sollte man erst mal nachforschen.
Das bedeutet Arbeit.

Zitat von mr_stagger_lee
Nur der Artikel ist so geschrieben, finde ich, als ob ein Zusammenhang bestünde. Wenn der Konzern wegen Mordes verklagt wird kann dies am Ende auf einzelne Personen zurückgeführt werden.
Die Autorin scheint mir da nachgeforscht zu haben, ganz im Gegensatz zu Ihnen!
Zitat von mr_stagger_lee
Das bedeutet zusammen genommen, dass die Authorin ....
Thor war ein nordischer Gott...
daneben gibt es natürlich auch noch den Toren....:-)

Zitat von mr_stagger_lee
.... hier aus meiner Sicht nicht den nötigen Abstand zum Tatvorwurf wahrt indem Stellung bezogen wird, obwohl es offensichtlich auch Gründe gibt, dass an dem Vorwurf nichts dran sein könnte.
Wenn Sie den Begriff: Offen-Sichtlich im Sinne von gedeckelt benutzen, ja, da hätten Sie schon recht.

Gerade darum geht es nun: Eine offene Sicht zu ermöglichen, Licht ins Dunkel zu bringen.

Zitat von mr_stagger_lee
Es gibt relativ betrachtet leider sehr, sehr viele Fehlbildungen bei der Geburt und eine statistische Überprüfung der Fakten ist notwendig.
Und Sie wissen das woher?

Statistik ist hier völlig fehl am Platz.

Zitat von mr_stagger_lee
Ich hoffe nicht dass Wut und Trauer der Eltern auf etwas (und dafür verantwortliche Menschen) projeziert wurden, dass nicht ursächlich ist. Sollte ein wahrscheinlicher Zusammenhang nach gewiesen werden (ich verstehe das dies momentan nicht der fall ist) müssten Opfer entschädigt werden.
ist ja so nett von Ihnen, diese Fürsorge.

Dem Himmel sei Dank, ohne Sie wäre die Welt einfach eine andere.

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rodelaax 11.07.2014, 10:13
14. Keine Chance

Unser Land wird ja quasi, mittels Lobbyisten und Korruption, von den großen Konzernen regiert. Da haben solche Opfer keine Chance.

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vitalik 11.07.2014, 10:41
15.

Zitat von querweisend
Wenn man keine Ahnung hat, sollte man erst mal nachforschen. Das bedeutet Arbeit. Die Autorin scheint mir da nachgeforscht zu haben, ganz im Gegensatz zu Ihnen! Thor war ein nordischer Gott... daneben gibt es natürlich ......
Außer, dass Sie den Foristen für seine Meinung angreiffen, haben wohl auch nicht zu bieten.
Bei dem Konzern Bayer, sowie überall sonst, sollte doch auch eine Unschuldsvermuttung gelten oder? Wenn die Justiz nicht tätig werden will, dann sollte man diese verurteilen, aber man sollte doch nicht Menschen angreifen, nur weil deise einem Artikel nicht 100% trauen.

Sie haben recht und der Forist hat sich eventuell vorher nicht informiert, ich habe es auch nicht getan. Es wäre ziemlich anstrengend zu jedem Nachrichtenartikel mehrere Wochen zu recherchiren, bevor man ein Kommentar schreiben kann.

Aber SIe sind bestimmt ein Experte auf diesem Gebiet und können hier mehr zu der Diskusion hier im Forum beitragen oder?

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historix108 11.07.2014, 10:45
16. Beweislast - der Mühlstein am Hals der Geschädigten!

In juristischen Verfahren mit medizinischen Hintergrund (Behandlungsfehler, giftiger Medikament, Unfallhergang mit Langzeitschäden etc.) zeigt es sich: Vor deutschen Gerichten sind NICHT alle Menschen gleich! Ein Geschädigter bzw. seine Angehörigen hat in Fällen wie dem Beschriebenen nicht nur jede Menge unerwünschter Alltagsprobleme, sondern bekommt vor Gericht auch noch den Mühlstein "Beweislast" um den Hals gehängt.

Ohne besonderes medizinisches bzw. pharmazeutisches Sonderwissen, ohne Zugriff auf die Akten der vermuteten Schädiger und ohne politische Lobby ist ein jahrelanger, ermüdender und entwürdigender Prozess ohne Aussicht auf angemessene Gerechtigkeit vorprogrammiert.

Wenn sogar eindeutige statistische Zusammenhänge negiert werden können und mächtige Großunternehmen sowie arrogante Versicherern die Mittel unseres Rechtstaates dazu missbrauchen, um Geschädigte immer wieder auflaufen zu lassen, dann hilft nur eins: Die Beweislast muss grundsätzlich umgekehrt werden - der mutmaßliche Schädiger muss seine Unschuld beweisen, nicht der Geschädigte die Schuld des Großkonzerns!

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capote 11.07.2014, 10:52
17. Folsäure

Dass ein Mangel an Folsäure zu einem offenen Rücken beim Kind führen kann, wird nicht einmal erwähnt. Wusste man das damals überhaupt schon und gab es Folsäure zwischen Vitamintabletten zu kaufen?

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BerndBerndsen 11.07.2014, 11:01
18.

Mhhh irgendwie passt das Alles nicht.
Das Präparat wurde 1981 vom Markt genommen. Das vordere "Oper" auf dem Bild müsste dann laut Bildunterschrift (Bild von 2010) mindestens 29 Jahre alt sein ...
Das ist doch ein kleiner Junge ...

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stadtmöwe 11.07.2014, 11:05
19. Bayer: Profit vor Menschlichkeit

… nicht einmal mit den Opfern zu reden zeugt von enormer Arroganz und macht deutlich, dass es Bayer nur um den eigenen Gewinn aber nie um das Wohlergehen der Kunden geht.

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