Forum: Wissenschaft
Hurrikan-Vorhersagen: "Irmas" glückliche Kursänderung
NOAA/ NESDIS

Eine Kleinigkeit sorgte dafür, dass Hurrikan "Irma" keine so massive Katastrophe auslöste wie befürchtet. Außerdem in den Wissenschaftsnachrichten aus den USA: Amerikas schlimmste Epidemie und die faszinierenden Experimente von Charles Darwin.

wll 19.09.2017, 01:08
1. Kein Titel

Sorry, aber die Entwicklungskosten mit dem erzielten Umsatz zu vergleichen, ist imho eine Milchmädchenrechnung. Umsatz ist nun einmal nicht gleich Gewinn, da gehen noch die Herstellungskosten, Gemeinkosten, Steuern etc. ab. Auch wenn ich dem Artikel inhaltlich an sich zustimme, vom Spiegel erwarte ich schon eine etwas seriösere Argumentation. Die beschriebene Problematik ist leider auch nicht auf Krebsmedikamente beschränkt, sondern ein immer größer werdendes Problem im Pharmabereich. Weitere unrühmliche Beispiele sind etwa Mylan, die die Preise für Epi-Pens mal eben um 500% angehoben haben, Turing mit ihrer berühmt-berüchtigten Preiserhöhung von 5500% für Daraprim, oder Novartis mit seinem Augenmedikament Lucentis, bei dem mit allerlei Tricks versucht wurde, den Einsatz des therapeutisch gleichwertigen, aber um das Dreißigfache billigeren Avastin zu verhindern. Solange der Gesetzgeber solchen Praktiken keinen Riegel vorschiebt, wird sich an dieser Situation auch nichts ändern...

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david.ongaro 19.09.2017, 03:26
2. Kann ich nicht mehr rechnen?

Wenn die "Profitrate" das Verhältnis von Investitionen und Einnahmen ist dann komme ich auf 67000/757 = 88,5 = 8.850 % also "beinahe" 10.000% nicht etwa 1.000%.

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spon_3026850 19.09.2017, 07:25
3. Nachvollziehbarkeit auch für Journalisten

Nachvollziehbarkeit sollte auch für Artikel auf SPON gelten. Wenn die Entwicklung von 10 Medikamenten im Mittel USD 757 Mio kostet, dann ist die Gesamtsumme USD 7.57 Mrd. Dem stehen Erlöse von USD 67 Mrd. gegnüber. Wie kommt der Autor da auf eine Profitrate von 1000%, die er dann reflexarig als obszön bezeichnet? Ich kann das nicht nachvollziehen. Bitte um Aufklärung.

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tantew 19.09.2017, 08:56
4. @spon_3026850

(67 Mrd - 7.57 Mrd) / 7.57 Mrd * 100% = 785%, was man schon als nahe an 1000% bezeichnen kann...

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wll 19.09.2017, 17:01
5. Kein Titel

Zitat von david.ongaro
Wenn die "Profitrate" das Verhältnis von Investitionen und Einnahmen ist dann komme ich auf 67000/757 = 88,5 = 8.850 % also "beinahe" 10.000% nicht etwa 1.000%.
Es wurden zehn Medikamente betrachtet, deren Entwicklung im Median 757 Mio. gekostet hat - allerdings pro Medikament. Sie müssen also durch 7570 Mio. teilen...

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