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Hygiene in Krankenhäusern - was muss geändert werden?

Jährlich sterben in Deutschland viele Menschen, weil sie sich in Krankenhäusern mit Keimen angesteckt haben. Sind die Vorschriften zur Hygiene ausreichend und werden nur nicht hinreichend angewendet? Oder besteht grundsätzlich Handlungsbedarf?

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krankenhaushasser 27.11.2011, 13:04
270. Zwei Klassen

Zitat von Sysiphos110
Die Verantwortlichen sitzen in den Vorständen der Klinikbetreiber, der Aktiengesellschaften bzw. der Gesellschaften mit beschränkter Haftung.
Wilfried Schmickler hat auf den Punkt gebracht, wohin die fortschreitende Privatisierung der Gesundheitsindustrie führen wird:

Der Ausbau der zwei – Klassen – Medizin im Rahmen der Gewinnmaximierung.

In naher Zukunft werden nur noch zwei Patientengruppen unterschieden:

Privatpatient und unheilbar……

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Internetnutzer 27.11.2011, 13:22
271.

Zitat von Sysiphos110
Das scheint nicht so. Mir geht nur die verallgemeinernde Verunglimpfung des Personals bei der Hygiene allmählich schwer auf den Sack. Die Verantwortlichen sitzen in den Vorständen der Klinikbetreiber, der Aktiengesellschaften bzw. der Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Immer mehr "Patientendurchsatz" - bei gleichbleibendem bzw. schrumpfendem Personalstamm. 2 Personale in der Nachtschicht auf der "Viszeralchirurgischen".... . Da kann man berechtigterweise von "Burnout" schreiben und jeder, der die Tage bis zum Ruhestand zählt, dabei auch noch hochkonzentrierte Arbeit leisten muß - schließlich geht es um Menschenleben - , hat mein volles Verständnis.
Ich hatte das Vergnügen nach 30 Jahren wegen Renovierung baulicher Zustände wieder mal in meinem alten Beruf zu arbeiten, Bauplanung ist ohne Arbeitsablaufplanung nur bedingt möglich.
Was ich dort im "weißen Kittel" erlebt habe , hat mit meinem früheren Beruf nichts mehr zu tun. Hygiene, ein Fremdwort, Arbeitsüberlastung, da kann ich nur laut lachen, Motivation, ein Fremdwort. Trotz zunehmender technischer Hilfen sind die Dienstpläne absolut nicht geeignet, vernünftige Arbeitsabläufe zu planen.
Essenverteilung, Medikamentenbereitstellung und individuelle Zuteilung, Bettentransport, Grundpflege, usw. wird kaum noch vom Pflegepersonal durchgeführt, wo soll da das Burn out Syndrom herkommen. Einzig auf den Intensivstationen wird noch richtig Krankenpflege abgefordert, alles ansonsten sehr gemütlich, wie gesagt, im Gegensatz von vor 3o Jahren.
Festgestellt habe ich, daß das Personal schon bei der geringsten Arbeit stöhnt und sich überlastet fühlt. Nicht mehr belastungsfähig; mehr stöhnen als echt arbeiten.
So bitte, nun mal her mit den Kommentaren und der Widerlegung .

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Sysiphos110 27.11.2011, 14:26
272.

Aber gerne:

Zitat von Internetnutzer
So bitte, nun mal her mit den Kommentaren und der Widerlegung .
Ganz einfach:

1.) SIE haben niemals in der Krankenpflege gearbeitet, noch aktiv beim medizinischen Personal.

Wie immer - alles erfunden.

2.) Der einzige Grund Ihres Engagements hier und anderswo:

a.) Gegen Gewerkschaften.

b.) Verunglimpfung des lohn- und gehaltsabhängigen Personals - nach ziemlich simpler Vorgesetztenart.

Albern. Ihre diesbezüglichen Beiträge sind eines weiteren Kommentars nicht wert.

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KPunkt 27.11.2011, 14:59
273.

Zitat von Internetnutzer
[...]Festgestellt habe ich, daß das Personal schon bei der geringsten Arbeit stöhnt und sich überlastet fühlt. Nicht mehr belastungsfähig; mehr stöhnen als echt arbeiten. So bitte, nun mal her mit den Kommentaren und der Widerlegung .
Privatklinik mit zwei Patienten und 16 Krankenschwestern?

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Silvia 27.11.2011, 15:22
274.

Zitat von Sysiphos110
Das scheint nicht so. Mir geht nur die verallgemeinernde Verunglimpfung des Personals bei der Hygiene allmählich schwer auf den Sack.
Ihr Problem.


Zitat von
Die Verantwortlichen sitzen in den Vorständen der Klinikbetreiber, der Aktiengesellschaften bzw. der Gesellschaften mit beschränkter Haftung.
Der Fisch stinkt vom Kopf. Das bestreitet niemand. Dass das Klinikpersonal damit aus der Veranwortung ist einschließlich jeden Arzts, der mit virenbehalftetem wehendem Kittel von Zimmer zu Zimmer eilt, ist deshalb nicht einzusehen.

Immer mehr "Patientendurchsatz" - bei gleichbleibendem bzw. schrumpfendem Personalstamm.

2 Personale in der Nachtschicht auf der "Viszeralchirurgischen".... .

Da kann man berechtigterweise von "Burnout" schreiben und jeder, der die Tage bis zum Ruhestand zählt, dabei auch noch hochkonzentrierte Arbeit leisten muß - schließlich geht es um Menschenleben - , hat mein volles Verständnis.[/QUOTE]

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chirin 28.11.2011, 10:39
275. Hygiene in Krankenhäusern - was muß geändert werden?

Zitat von Silvia
Ihr Problem. Der Fisch stinkt vom Kopf. Das bestreitet niemand. Dass das Klinikpersonal damit aus der Veranwortung ......

Ja, das denke ich auch! Mit dem "Kopf" meine ich die Politik! Und das seit Jahren! Das wenige Personal, bei fast allen Krankenhäusern sind die Desinfektoren abgeschafft worden - in der Charite` habe ich - offensichtlich Fremdfirmen gesehen, die sowohl benutzte als auch angeblcih desinfizierte Betten in einem Aufzug - dicht an dicht - beförderten - die Krankenschwestern und Pflegerinnen sind am Ende ihrer Kraft - das gilt auch für die Ärzte. Trotz der mangelhaften Zustände bin ich - auch bei meiner Hauptschlagaderoperation liebevoll und ordentlich - sowohl von den Ärzten als auch von den Pflegerinnen und Schwestern betreut worden - aber ich bin auch pflegeleicht und mache wenig Arbeit. Ich finde, von der Politik her besehen und den gekürzten Stellen, dem geminderten Lohn - insbesondere unter Wowereit - macht man die Berufe uninteressant und versucht offensichtlich so kranke Leute schneller an den Bestatter abzugeben.
Die Infektionen bei Frühchen und die Infektionen bei Kniespiegelungen etc. mit der Amputation von Gliedmaßen sind nicht hinnehmbar. Das kennt man erst seit ca. 30 Jahren.

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Sysiphos110 28.11.2011, 11:18
276.

Zitat von Silvia
Ihr Problem.
Absolut nicht. Ich bin kein Klinikpersonal, was hier verallgemeinernd verunglimpft wird.
Zitat von
Dass das Klinikpersonal damit aus der Veranwortung ist einschließlich jeden Arzts, der mit virenbehalftetem wehendem Kittel von Zimmer zu Zimmer eilt, ist deshalb nicht einzusehen.
Es gibt kein Krankenhaus, in dem das Ärzteteam bei der Visite nach jedem Zimmerbesuch den Kittel wechselt. Das ist aufgrund des engen Zeitrahmens auch nicht praktikabel, weder in Privat- noch in kommunalen Kliniken.
Sie bauen hier einen Popanz auf, der nicht der Realität entspricht.
Nur weil Sie einmal etwas Skandalöses beobachtet zu haben glauben.
Wenn das im OP-Bereich so wäre, wo das Operationsteam in den gleichen blutgetränkten Textilien von der vorigen Operation zu einer anderen eilt, dann könnte man von besorgniserregenden Zuständen sprechen.

Dem ist aber auch nicht so. Wir schreiben hier über Kliniken - und nicht von Feldlazaretten.

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Diwoka1 28.11.2011, 13:24
277. Ttt

Zitat von chirin
Damals sind keine Frühgeburten an ins Kranknehasu oder in der Nahrung vorhandenen Erregern verstorben.
Stimmt genau... die Frühchen hätten ohne die Verbesserungen in der neonatalen Intensivtherapie noch nicht einmal die Entbindung und die ersten Tage überlebt.

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sitiwati 28.11.2011, 19:35
278. ich glaube

Zitat von Sysiphos110
Absolut nicht. Ich bin kein Klinikpersonal, was hier verallgemeinernd verunglimpft wird. Es gibt kein Krankenhaus, in dem das Ärzteteam bei der Visite nach jedem Zimmerbesuch den Kittel wechselt. Das ist aufgrund des engen Zeitrahmens auch nicht praktikabel, weder in Privat- noch in kommunalen Kliniken. Sie bauen hier einen Popanz auf, der nicht der Realität entspricht. Nur weil Sie einmal etwas Skandalöses beobachtet zu haben glauben. Wenn das im OP-Bereich so wäre, wo das Operationsteam in den gleichen blutgetränkten Textilien von der vorigen Operation zu einer anderen eilt, dann könnte man von besorgniserregenden Zuständen sprechen. Dem ist aber auch nicht so. Wir schreiben hier über Kliniken - und nicht von Feldlazaretten.
das trifft eher auf die ausser der Klinik befindlichen Praxen zu, zunehmend laufen dort die Ärzte in Strassenkleider rum besonders schlimm bei Kinderärzten, wo schon mal die Räumlichkeiten zu wünschen übrig lassen.

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olomow 28.11.2011, 21:33
279. Putzkolonnen

Es reicht nicht wenn sich allein Ärzte und Pflegepersonal an die Hygienevorschriften halten.
Zu einer lückenlosen "Hygienekette" gehört auch die Einbindung des restlichen Krankenhauspersonals. Leider wird hier oft gespart. Eine ausreichende Unterweisung des Reinigungspersonals ist nicht unbedingt gewährleistet. Aus Zeitgründen werden auch mal gerne die notwendigen Einwirkdauern nicht eingehalten. Verdünnungsvorschriften sind Schall und Rauch. Der Schuss Desinfektionsmittel in das Putzwasser wird "Pi mal Daumen" dosiert. Der Einsatz von Zeitarbeitsfirmen und die Unterbezahlung der Kräfte sind da eher kontraproduktiv.

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