Forum: Wissenschaft
Impfgegner: Donald Trump, Kämpfer gegen die Vernunft
AP

Wohl keine medizinische Innovation hat mehr Leben gerettet als Impfungen - und doch lehnen viele Menschen sie ab. Große Sympathie für diese Gruppe hat der gefährlichste Feind der Wissenschaft, Donald Trump.

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Mr T 11.06.2017, 12:51
10.

Zitat von moneysac123
Ein bißchen populistisch ist die Kolumne schon, denn sie tut so, als sei eine Impfung 100% nebenwirkungsfrei und biete zu 100% Schutz. Eine kritische Auseinandersetzung sieht anders aus. Sie gaukelt damit ebenso eine scheinbar absolute Wahrheit vor wie es Verschwörungstheoretiker tun, doch die Welt ist nicht schwarz-weiß! Und auch der Vergleich zum alkoholisierten Fahren hinkt: Wer nicht impft hat gute Gründe dafür, nämlich eine Abwägung von pro und contra, die Angst um Nebenwirkungen. Für Alkohol am Steuer hingegen gibt es keine guten Gründe! Abermals ein populistischer Vergleich. Nehmen Sie die Argumente und Sorgen der Menschen ernst statt sie auf billigste Art zu diskreditieren! Ihre Kolumne, die Wortwahl ist ein Skandal!
Bitte lesen Sie den Beitrag von bombi_22(4), der/die ihre Einwaende sehr gut widerlegt und zeigt, dass die Wortwahl kein Skandal ist. Ansonstens kann ich ihnen auch die Buecher von Gigerenzer empfehlen, der begruendet, warum man manche Risiken ueberschaetzt und andere masslos unterschaetzt

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Stefan Sx 11.06.2017, 12:51
11. Welche Arroganz

"Evidenz für diese These werden Sie übrigens schon Minuten nach dem Erscheinen dieser Kolumne im Forum unter dem Artikel finden." Aha. Okay. Da schreibt einer, der sich seinerseits im Besitz der allgemeinverbindlichen Wahrheit wähnt. Warum sonst sollte er versuchen, gleich von Anfang an jede Gegenmeinung zu diskreditieren. In meiner Person schreibt einer, der ein kleines Kind zu Hause hat und vor der Entscheidung steht, ob, was und wann dieses Kind geimpft werden soll. Ganz ehrlich? Schwierige Entscheidung. Es gibt Informationsmaterial in Hülle und Fülle - und kaum etwas davon ist erkennbar objektiv. Es wäre jedenfalls nicht klug, die finanziellen Möglichkeiten und Interessenlagen auszublenden, die mit dem Impfen verbunden sind. Dass schon Ärzte nicht zwingend objektiv sind, hat der Spiegel selbst dargelegt. Bei der Gesundheit geht es - erstmal - ums Geld. Und völlig klar ist: Impfen ist nicht einfach nur gut und ausschließlich segensreich. Es gibt klare Argumente dagegen, sowohl für das betroffene Individuum als auch für die zu schützende Population. Es geht darum, der eigenen Verantwortung gerecht zu werden, nicht um den Besitz der Wahrheit. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass Donald Trump in seinem ganzen Leben noch nicht so viel langweilige Literatur gewälzt hat, wie meine Frau und ich das seit der Geburt unseres Sohnes getan haben, zum leidigen Thema Impfen. Dass der Autor dieser Kolumne in seiner ganzen Herablassung den Versuch macht, kritisch denkende Menschen in die Nähe dieses so unfassbar ignoranten US-Präsidenten zu rücken, macht nachdenklich - wenn ich daran denke, dass dieser Winkelzug seine Bühne im Spiegel findet. Schwach.

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St.Baphomet 11.06.2017, 13:00
12. Wetten dass

Trump und seine Familie gegen alle Krankheiten geimft ist für die es Impfstoffe auf diesem Planeten gibt?
Mehr kann man dazu im Grunde nicht schreiben.

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stanislaw 11.06.2017, 13:01
13.

Zitat von moneysac123
Ein bißchen populistisch ist die Kolumne schon, denn sie tut so, als sei eine Impfung 100% nebenwirkungsfrei und biete zu 100% Schutz. Eine kritische Auseinandersetzung sieht anders aus. Sie gaukelt damit ebenso eine scheinbar absolute Wahrheit vor wie es Verschwörungstheoretiker tun, doch die Welt ist nicht schwarz-weiß! Und auch der Vergleich zum alkoholisierten Fahren hinkt: Wer nicht impft hat gute Gründe dafür, nämlich eine Abwägung von pro und contra, die Angst um Nebenwirkungen. Für Alkohol am Steuer hingegen gibt es keine guten Gründe! Abermals ein populistischer Vergleich. Nehmen Sie die Argumente und Sorgen der Menschen ernst statt sie auf billigste Art zu diskreditieren! Ihre Kolumne, die Wortwahl ist ein Skandal!
Der Artikel ist eine Kolumne und ist deshalb eine Meinung, kein Wissenschaftlicher Beitrag. Und auch wenn ich mit dem Autor dahingehend uebereinstimme, dass generell die Entscheidung, ob impfen oder nicht eben NICHT nur die eigene Familie betrifft, sondern das ganze Umfeld und es deswegen eben nicht "Privatsache" ist, so stimme ich mit ihnen darueber ein, dass der Autovergleich hinkt. Das ist aber eine generelle Eigenschaft von Vergleichen. Sie hinken immer, denn immer wird sich eine Schwachstelle finden, die eben genau entgegen der Argumentation des Vergleichenden wirkt. Warum sie jedoch einer Alkoholfahrt "Gute Gruende" absprechen, sie aber den Impfgegnern lassen, ist mir raetselhaft. Impfgegner handeln, obwohl sie es besser wissen muessten, eben entgegen diesem Wissen. "Gute" Gruende gibt es dann auch nicht. Auch fuer eine Alkoholfahrt gaebe es sonst durchaus "gute Gruende". Man spart das Geld fuer ein Taxi, welches man sonst braucht, hat das Auto zu Hause und es wird schon nichts passieren, ich habe alles unter Kontrolle sind alles "gute Gruende" die jedoch auf Fehleinschaetzungen beruhen.

MfG Stefan Froehlich
42 ;-)

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sa7ra9 11.06.2017, 13:03
14. x

"Evidenz für diese These werden Sie übrigens schon Minuten nach dem Erscheinen dieser Kolumne im Forum unter dem Artikel finden."
Impfgegner hin oder her, aber mit solchen Sprüchen kann man Sie Hr. Autor nicht ernst nehmen - in meinen Augen wirkt so ein Satz überheblich & nicht objektiv (ok Kolumne Ihre Meinung).
Ach und nein ich bin kein Impfgegner, ganz im Gegenteil.

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Skeptischer Stefan 11.06.2017, 13:09
15. Es gibt eine Vielzahl von Gründen für diese Fehlentwicklung

Ich denke, dass die Infantilisierung der amerikanischen Gesellschaft eine der Ursachen für diese Fehlentwicklung ist. Ähnlich wie beispielsweise die Bildzeitung bei uns verbreiten reißerische Nachrichtenmedien wie Fox News im US-Fernsehen oder Alex Jones/Infowars über das Internet schlecht oder gar nicht recherchierte Meldungen, die Vorurteile bedienen und Verschwörungstheorien populär machen.
Wie soll eine Gesellschaft Antikörper gegen diese Angriffe auf Demokratie und Vernunft entwickeln mit einer Gesellschaft, die in ihrer Freizeit Superheldenfilme, Science Fiction Filme ohne wissenschaftliches Fundament und ähnlichen Unsinn guckt. Oder wo Erwachsene Comics lesen und in Schnellimbiss-"Restaurants" gehen, ihnen Nahrung für Kinder vorgesetzt wird, wie beispielsweise Brötchen mit fettigen Saucen und mit nur wenig vernünftigen Nährstoffen?

Vielleicht sollte man sich auch darauf besinnen, was unsere westliche Gesellschaft erfolgreich gemacht hat: Bildung und Skeptizismus. Wenn sich Fernsehen und Magazine wirklich wichtige Themen wie die elementaren wissenschaftlichen Fortschritte während der letzten Jahrzehnte popularisieren, denn werden nicht nur gefährliche Phänomene wie Impfmüdigkeit reduziert werden, sondern auch diese bedenkliche Renaissance von religiösem Fundamentalismus, den es ebenfalls in den USA gibt.

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der_simplizissimus 11.06.2017, 13:12
16. Nicht verwunderlich ...

... aber trotzdem erschreckend dass Donald Trump auch bei diesem wichtigen Thema gegen jegliche Ratio handelt. Der Mann ist ein weltpolitischer Geisterfahrer.
Und @ moneysac123: Lesen hilft, der Kommentar behauptet keineswegs dass Impfen 100% nebenwirkungsfrei ist und zu 100% Schutz bietet. Es geht um bestmöglichen Schutz gegen gefährliche und tödlich verlaufende Krankheiten. Der Schutz der Gesundheit aller ist wichtiger als die selbstherrliche und egoistische Position derer die meinen das sei ihre persönliche Entscheidung. Stichwort Ratio!
Aber der Kommentator hatte ja bereits angekündigt dass diese unsäglichen Beißreflexe nicht lange auf sich warten lassen.

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akase93 11.06.2017, 13:13
17. Impfpflicht einführen

Italien macht es richtig. Diese endlosen schwachsinnigen Diskussionen sorgen nur für Verunsicherung und noch mehr Ausbrüchen von Epidemien und es ist eben nicht Privatsache , wenn eine mühsam erlangte Herdenimmunität verloren geht. Impfmuffel und Gegner mit massiven Bussgeldern belegen und die Kinder nicht in öffentliche Einrichtungen aufnehmen. sämtliche Behandlungskosten im Fall einer Infektion selber zahlen lassen - meine Versicherungen zahlen auch nicht , wenn ich mich grob fahrlässig verhalte. und hier ist ja schon fast Vorsatz gegeben , wenn man sein Kind zu Masernparties schleppt. Im Interesse seiner Bürger darf ein Staat nicht jeden Schwachsinn hinnehmen. Handeln. Nicht endlos diskutieren.

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Stefan_G 11.06.2017, 13:17
18. zu #5

Zitat von moneysac123
Ein bißchen populistisch ist die Kolumne schon, denn sie tut so, als sei eine Impfung 100% nebenwirkungsfrei und biete zu 100% Schutz.
Sie sollten die Kolumne mal lesen, weder das eine noch das andere wird darin behauptet.
Und die Erfahrung mit der realen Welt lehrt einen, dass fast nichts 100% nebenwirkungsfrei und zu 100% wirksam ist. Selbst das Trinken von Wasser kann zum Tod führen.

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Corona17 11.06.2017, 13:19
19. Getroffene Hunde bellen

Guter Beitrag von SPON. Das Impfen von Kindern funktioniert seit über 60 Jahren. Dass massenhaft Kinder an Nebenwirkungen erkranken, dauerhafte Schäden erleiden oder wegsterben, wäre in dieser langen Zeit sicherlich auch einer breiten Öffentlichkeit aufgefallen.
Aber es ist halt gerade ziemlich in Mode sich für "klüger" zu halten als der sogenannte Mainstream. Unsere Gesellschaft nimmt nicht nur bei diesem Thema immer mehr eine wissenschaftlichfeindliche Richtung.

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