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Infektion mit Folgen: Kaum bekanntes Virus gefährdet ungeborenes Leben

Fast niemand kennt die Gefahr: Infiziert sich eine Schwangere mit dem Zytomegalievirus, kann der Fötus schwere Schäden davontragen. Ein einfacher Test könnte Babys vor einer Behinderung schützen. Doch er gehört nicht zur Mutterschaftsvorsorge. Für Betroffene ein Skandal - für Mediziner ein Dilemma.

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jocurt1 18.06.2010, 10:22
1. So leid es mir tut, aber mir fällt dazu der Satz eines Arztes ein

Zitat von sysop
Fast niemand kennt die Gefahr: Infiziert sich eine Schwangere mit dem Zytomegalievirus, kann der Fötus schwere Schäden davontragen. Ein einfacher Test könnte Babys vor einer Behinderung schützen. Doch er gehört nicht zur Mutterschaftsvorsorge. Für Betroffene ein Skandal - für Mediziner ein Dilemma.
Es gibt keine Gesunden, man hat nur noch nicht genügend diagnostiziert.
Ein Einzelschicksal wie dieses ist traurig.
Andere Einzelschicksale bspw. von Millionen Opfern der Schlafkrankeit sind auch traurig. Das letzte verfügbare Medikament ist aus den 20ern, wird in Azeton gelöst, lässt die Patienten vor Schmerzen durchdrehen (vom Mittel) und tötet jeden vierten Patienten.

Wie wäre es dann mal mit Sorge darum.

Wie gesagt ich will nicht vergleichen, aber andere Probleme aus dem "blinden Fleck" holen darf ich wohl noch.

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Kassander 18.06.2010, 10:28
2. Gut gemacht!

Gutes Product Placement! Alle Achtung!

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chocochip 18.06.2010, 10:53
3. Man rechnet auch damit...

Zitat von sysop
Fast niemand kennt die Gefahr: Infiziert sich eine Schwangere mit dem Zytomegalievirus, kann der Fötus schwere Schäden davontragen. Ein einfacher Test könnte Babys vor einer Behinderung schützen. Doch er gehört nicht zur Mutterschaftsvorsorge. Für Betroffene ein Skandal - für Mediziner ein Dilemma.
"Ein einfacher Test könnte Babys vor einer Behinderung schützen."
Wie pervers: Schutz durch Abtreibung? Wahrlich interessante moralische Vorstellungen. Was will die Betroffene Mutter eigentlich erreichen? Hätte sie abgetrieben?
Man rechnet auch, dass jeder zweite Schwangerschaft frühzeitig beendet wird aufgrund von Infektionen und Erkrankungen de Fötus.

Das geschilderte Schicksal ist traurig, aber es gibt tausende mögliche Krankheiten, die auf ein Kind übertragen werden können, sodaß es hinterher behindert ist.

Soll man all diese Krankheiten rechtzeitig diagnostizieren?

Sind ja alles seltene Fälle.

Meine eigene Frau erkrankte im Frühstadium ihrer Schwangerschaft am Norovirus, unsere Tochter hat davon keine Probleme davongetragen. Klar hatten wir auch Befürchtungen, aber wir hätten auch eine Behinderung in Kauf genommen.

Traurig finde ich eher, dass ein Behindertes Kind immer als Last gesehen wird, vor der einem die Ärzte "wenigstens" rechtzeitig hätten warnen sollen.

Übrigens: Normales Lippenherpes ist extrem gefährlich für Babies, dennoch nuckeln viele Eltern die Flaschen ihrer Babies schon mal an oder geben ihnen Mundküsse.

Es gibt kein Vollkaskoschutz im Leben.

Was mich stört ist, dass alles und jedes in diesem Lande gleich zum großen "Skandal" aufgebauscht werden muss.

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tz88ww 18.06.2010, 10:54
4. Komisch

Ein kaum bekanntes Virus ?!

In Heilpraktiker-Ausbildungen ist das "Virus" sehr wohl ein Thema und wird mit allen unangenehmen Folgen für Schwangere ausführlich dargestellt.
Einen schönen Tag noch.

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mitbürger 18.06.2010, 10:55
5. Forschung, aber schnell!

Furchtbare Einzelschicksale! Hier muss unbedingt mehr geforscht werden. Zu was haben wir einen Gesundheitsminister? Anstatt immer mehr Bürokratie zu finanzieren, könnten hier gezielt universitäre Forschungsgruppen auf dieses Thema angesetzt werden. Dafür muss ein Zeitlimit gesetzt werden und Gelder fließen. Man könnte so viel besser machen an den Universitäten, aber das versteht nur jemand, der dort gearbeitet hat.

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bmatzner 18.06.2010, 10:59
6. Ein bisschen mehr Niveau bitte.

In letzter Zeit fällt mir häufiger auf, welch sensationsheischende Titel und Behauptungen auf BILD-Niveau sich der SPIEGEL leistet.
Der Aufmacher schürt Angst bei werdenden Eltern, deutet einen "Skandal" an, weil ein "einfacher Test" Babys vor einer Behinderung schützen könnte, der nur nicht finanziert wird.

Nach dem Lesen des Artikels stellt sich heraus, dass ein Schutz derzeit gar nicht gegeben wäre, weil nur ein "Heilversuch" mit einem nicht zugelassenen Präparat möglich ist, eine Therapie also derzeit nicht oder zumindest nur mit unbekannten Risiken möglich ist.
Ein bisschen mehr Niveau bitte.

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rkinfo 18.06.2010, 11:01
7. H1n1/a 2009 ...

Zitat von jocurt1
Es gibt keine Gesunden, man hat nur noch nicht genügend diagnostiziert.
Allerdings haben die wenigsten Krankheiten derart verheerende Spätfolgen.
Sowohl die Betroffen als auch die Gesellschaft hat hohe Folgekosten womit man sich über Diagnostik und Abruch Gedanken machen sollte-

Zitat von jocurt1
Andere Einzelschicksale bspw. von Millionen Opfern der Schlafkrankeit sind auch traurig. Das letzte verfügbare Medikament ist aus den 20ern, wird in Azeton gelöst, lässt die Patienten vor Schmerzen durchdrehen (vom Mittel) und tötet jeden vierten Patienten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Malaria
a) Es gibt da längst weitaus bessere Mittel.
b) Es fehlt ein Impfstoff was wiederum zeigt wie wichtig die Forschung bei Impfstoffen auch heute noch ist. Angesichts der widerwärtigen Reaktionen von Esotherikern auf H1N1/A Impfstoffe aber weiterhinh ein hochkritisches Thema.

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chocochip 18.06.2010, 11:04
8. Interessante Aspekte...

Zitat von sysop
Fast niemand kennt die Gefahr: Infiziert sich eine Schwangere mit dem Zytomegalievirus, kann der Fötus schwere Schäden davontragen. Ein einfacher Test könnte Babys vor einer Behinderung schützen. Doch er gehört nicht zur Mutterschaftsvorsorge. Für Betroffene ein Skandal - für Mediziner ein Dilemma.
Zitat von sysop
Fast niemand kennt die Gefahr: Infiziert sich eine Schwangere mit dem Zytomegalievirus, kann der Fötus schwere Schäden davontragen. Ein einfacher Test könnte Babys vor einer Behinderung schützen. Doch er gehört nicht zur Mutterschaftsvorsorge. Für Betroffene ein Skandal - für Mediziner ein Dilemma.
"Ein einfacher Test könnte Babys vor einer Behinderung schützen."

Wie seltsam: Schutz durch Abtreibung? Wahrlich interessante moralische Vorstellungen. Was will die Betroffene Mutter eigentlich erreichen? Hätte sie abgetrieben?

Man rechnet auch, dass jeder zweite Schwangerschaft frühzeitig beendet wird aufgrund von Infektionen und Erkrankungen de Fötus.

Das geschilderte Schicksal ist traurig, aber es gibt tausende mögliche Krankheiten, die auf ein Kind übertragen werden können, sodaß es hinterher behindert ist.

Soll man all diese Krankheiten rechtzeitig diagnostizieren?

Sind alles seltene Fälle.

Meine eigene Frau erkrankte im Frühstadium ihrer Schwangerschaft am Norovirus, unsere Tochter hat davon keine Probleme davongetragen. Klar hatten wir auch Befürchtungen, aber wir hätten auch eine Behinderung in Kauf genommen.

Traurig finde ich eher, dass ein behindertes Kind immer als Last gesehen wird, vor der einem die Ärzte "wenigstens" rechtzeitig hätten warnen sollen.

Übrigens: Normales Lippenherpes ist extrem gefährlich für Babies, dennoch nuckeln viele Eltern die Flaschen ihrer Babies schon mal an oder geben ihnen Mundküsse.

Es gibt kein Vollkaskoschutz im Leben.

Was mich stört ist, dass alles und jedes in diesem Lande gleich zum großen "Skandal" aufgebauscht werden muss.

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Kopflaus 18.06.2010, 11:08
9. Hinterher weiss man immer mehr

Schadstoffe, Fehlernährung, Genschäden, Viren, Bakterien ... es gibt Tausende, eher Millionen, Gründe warum es während der Schwangerschaft zu Problemen kommen kann.

Über all das Aufzuklären und zu Testen ist nicht nur finanziell nicht zu stemmen, sondern würde auch dazu führen, dass sich Schwangere bis zur Geburt verängstigt im Reinraum einschliessen würden.
Und nach der Geburt geht's genauso weiter!

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