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Influencer: Der Markt frisst seine Kinder
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Ist Konsum ein sinnvolles Lebensziel? Für Millionen junge Menschen schon: Sie folgen Influencern, die hemmungslos Produkte bewerben. Ein paar Anregungen zum Nachdenken.

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neue_mitte 06.05.2018, 12:37
1.

Influencer sind bloß ein Exzessgeschwür des Konsums. Wenn Hunderttausende einem Typen 'folgen', dessen/deren Lebenserfahrung oft wahrlich bescheiden ist, der/die dennoch aber für 'real' gesehen wird und dessen/deren Tipps man straight befolgt... das spricht bloß gegen die Hunderttausende, die ihr Gehirn bzw. ihr Selbstbewusstsein beim Smartphone-Einschalten nun ausschalten.
Weil Frau X sagt, diese Michael Kors Uhr ist toll, kaufen Zehntausende junger Frauen nun diese Uhr? Wozu? Um ihrerseits wieder auf FB/Insta zu posten, dass sie die Uhr haben und (weil?) Frau X die auch hat?

Dass Influencer überhaupt soviel influence haben, macht mir viel mehr Sorgen. Dass heißt, es gibt genügend Schafe, die jemanden folgen. In der rechten Szene gibt es sie auch, diese Influencer. Und die passenden Schafe. Das Leben von Followern scheint dermaßen sinnlos/miserabel/einsam zu sein, dass man jemand anderem folgen muss, den man evtl. im vis-a-vis haushoch überlegen wäre.

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marthaimschnee 06.05.2018, 12:43
2. Medienkompetenz!

Um auf den letzten Absatz zu kommen: ist nicht genau das eine der relevanten Inhalte dieses gerne geforderten Fachs "Medienkompetenz"? Nur warum habe ich den deutlich Eindruck, daß die Forderer dieses Schulinhalts genau DAS nicht im Sinn haben? Schließlich könnte man mit derartiger Kompetenz auch Nachrichteninhalte zu hinterfragen beginnen.

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nils561997 06.05.2018, 12:48
3. Generalisierende Artikel

Ob das Problem in den jüngeren Generationen wirklich so dramatisch ist wie hier beschrieben kann ich nicht beurteilen.
In meinem Freundes- und Bekanntenkreis (Anfang zwanzig Jährige) jedoch schon. Ich glaube ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass in etwa die Hälfte überhaupt Instagram hat und darüber hinaus wohl nicht ein einziger den im Artikel beschrieben Berufswunsch hat, Influencer zu werden. Aus diesem Grund finde ich Ihre pauschalisierende Aussage über die u25 jährigen nicht zutreffend !

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ansv 06.05.2018, 12:56
4. Mein Patenkind...

... hat vor 2 Jahren zwar nicht gesagt, sie wollte "Influencerin" werden, sie wollte damals Youtube-Star werden. Das "Berufsziel" kommt also in unterschiedlichsten Verkleidungen daher. Damals war sie 14 und hatte nicht den Hauch einer Ahnung, dass das sicher kein Spaziergang sein würde, denn ich bin der Übereugung, der Markt ist schon so gesättigt, dass man schon eine gute Geschäftsidee braucht, um hier einen tragfähigen Auftritt hinzulegen. Und der Weg ist weit, bis man die Artikel für die man wirbt, zugeschickt bekommt. Erst muss man selbst vorlegen - also konsumieren und werben. Aber sehen wir der Realität ins Auge: Konsum ist das aktuell gültige goldene Kalb, daran werden ein paar kritische Rufer in der Wüste nichts ändern.

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jimbofeider 06.05.2018, 13:03
5. Pralles Leben

Ich Kaufe, ich konsumiere also bin ich. Ich stehe mit und durch meinen Influencer mitten im prallen Leben. Ich ziehe nicht nur an was er auch trägt, nein auch das Essen ist bei mir wie bei ihm auch. Seine Meinung die er ab und zu mal äußert zu den dringenden problemen der Welt die mich ja ab zu aber nur kurz belasten das ist natürlich auch die meine. Er spricht auch mal mit einem wichtigen Politiker und da bin ich sicher, zusammen lösen sie alles vor allem schnell damit ich ungestört weiter Leben kann in meiner Schönen, Neuen Welt.

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dr.schnabel 06.05.2018, 13:19
6. @ ansv (Nr. 4)

Ohne Auftrag durch die Unternehmen zu werben ist eine Art der Markenpiraterie und kann teuer werden. Wer aufwändige Konzepte mit Roger Federer oder Helene Fischer verfolgt, sieht es nicht gern, wenn selbsternannte, picklige Influencer vor einer 200-Euro-Schrankwand so tun, als ob sie Markenbotschafter für Porsche, Tom Tailor, Lindt oder Apple sind.
Aus eigener Arbeit als Anwalt kann ich Ihnen sagen, dass die Unternehmen gerade damit anfangen, diesen Sumpft trockenzulegen. Kann nur davor warnen.

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der Guru 06.05.2018, 13:25
7. die Jugend bleibt nicht dumm

Das war noch nie so, auch wenn es immer wieder prognostiziert wurde.
Also zurücklegen und entspannen, dass Ende der Welt wird mal wieder warten müssen!

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Hyacinth 06.05.2018, 13:26
8. Das wissen Sie schon?

Ansatzweise ja, und das reicht mir (*1959) schon, um beurteilen zu können, dass man das überhaupt nicht wissen / kennen muss! Influencer sind so unbedeutend für die Gesellschaft im Allgemeinen, dass man sie getrost ignorieren kann und seine eigene Meinung haben darf. Dass sie so mächtig (im Sinne von finanziell bedeutend) sind, liegt doch nur an den Produzenten, die die Follower schamlos missbrauchen. Der einzelne Influencer ist dabei ziemlich unbedeutend - eben nur das Mittel zum Zweck! Und kein bisschen wichtig im eigentlichen Sinne :) Influencer sind so überflüssig wie eine Influenza!

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thequickeningishappening 06.05.2018, 13:43
9. The Jonses

get a credit to buy things they don't need to show them to people they don't like. Der Influencer ueberzeugt Die Kunden von Der unbedingten Notwendigkeit Des Kaufs Eines nicht benötigten Gutes damit Die Nachbarn dann Die XL Version Desselbigen kaufen!

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