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IQ-Tests: Frauen sind schlauer als Männer
Corbis

Frauen haben offenbar einen entscheidenden Sieg im Wettstreit der Geschlechter davon getragen. Forscher wollen herausgefunden haben, dass die IQ-Werte von Frauen inzwischen höher sind als die der Männer. In den letzten hundert Jahren hätten die Frauen erst aufgeholt, dann überholt.

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spiegel_135 17.07.2012, 20:08
230. Danke

Zitat von Hermes75
Dann müssen Sie wohl ein Mann sein - sonst würden Sie nicht solchen Unsinn schreiben. IQ testen messen nicht wie gut jemand "denken" kann, sondern sie messen die Fähigkeit bestimmte kognitive Aufgaben zu messen. Der IQ macht nur eine Aussage darüber wie gut eine Person im Verhältnis zu ihrer Vergleichsgruppe abschneidet. Menschen werden heute übrigens auch größer als noch vor 100 Jahren. Sind sie deshalb besser im wachsen geworden? Oder sind vielleicht nur die Umweltbedingungen besser geworden um die vorhandenen natürlichen Potenziale nutzen zu können?
Könnte es sein, dass kognitive Aufgaben etwas mit Denken zu tun haben? Denken Sie noch einmal in Ruhe nach und antworten Sie dann.

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spiegel_135 17.07.2012, 20:11
231. Richtig

Zitat von Bogeyfox
Leider kann man mit dem Flynn-Effekt und nun Geschlechtseffekten immer noch Menschenmassen verrückt machen. „Die“ Intelligenz existiert nicht. Psychologen streiten sich seit 100 Jahren, welche Theorie das Konstrukt am besten beschreibt. Daraus leitet sich die Operationalisierung ab und damit letztlich der Test. Intelligenz ist das, was der Test misst. Eigentlich durchgängig sind Intelligenztests Speed-Tests. Diesen liegt die Annahme zugrunde, dass höhere „Intelligenz“ durch schnelleres lösen und damit mehr richtigen Aufgaben definiert werden kann. Speed ist trainierbar…Ob nun Frauen statistisch intelligenter sind oder nicht, geworden sind oder nicht, zeigt das falsche Verständnis vieler Laien und Wissenschaftler von den Grundlagen dieses Konstrukts. Wie sagte mal jemand, sie gehen doch auch nicht zum Arzt um mal ihr Knie röntgen zu lassen! Also warum wollen Sie mal ihre Intelligenz testen lassen? Mal abgesehen davon sind 5 Punkte vielleicht statistisch signifikant, was auch ein Indikator für große Stichproben sein kann, aber es hat praktisch keine Bedeutsamkeit.
Richtig, der intelligentere Mensch löst Aufgaben schneller. Genau darum geht es. Soll ich Ihnen das noch einmal danz langsam erklären?

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Hermes75 17.07.2012, 20:25
232.

Zitat von spiegel_135
Könnte es sein, dass kognitive Aufgaben etwas mit Denken zu tun haben? Denken Sie noch einmal in Ruhe nach und antworten Sie dann.
Dann definieren Sie doch mal was sie unter "denken" verstehen.
Operationalisieren Sie ihre Definion.

Glauben Sie noch immer, dass die Fähigkeit bestimmte Aufgaben zu lösen, die der IQ-Test abfragt, auch nur annähernd ein Maß für die gesamte "Denkfähigkeit" eines Menschen ist?

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spiegelleser987 18.07.2012, 02:49
233. Wieder mal ... Teil 1

Zitat von sysop
Frauen haben offenbar einen entscheidenden Sieg im Wettstreit der Geschlechter davon getragen. Forscher wollen herausgefunden haben, dass die IQ-Werte von Frauen inzwischen höher sind als die der Männer. In den letzten hundert Jahren hätten die Frauen erst aufgeholt, dann überholt.
Wieder mal geniale Forschung um die Geschlechter zu trennen. Hat sich der IQ von Frauen in den vergangenen 100 Jahren reduziert? Denken wir mal an Ada Yonath, Marie Curie, Irène Joliot-Curie, Gerty Cori, Maria Goeppert-Mayer, Dorothy Crowfoot Hodgkin, Hertha Marks Ayrton, Sophie Germain, Sofia Kowalewskaja, Christine Ladd-Franklin, Ada Lovelace, Winifred Edgerton Merrill, Florence Nightingale.

Der erste Programmierer der Geschichte war die britische Mathematikerin Ada Lovelace. Nicht zu vergessen, die Computerpionierin Grace Hopper. Hypatia von Alexandria, Maria Mitchell, Annie Jump Cannon, Antonia Maury, Williamina Flemming, Henrietta Swan Leavitt waren Forscherinnen in der Astronomie.
Man sollte den IQ nicht mit den Frauen beim Wäschewaschen, Kuchen backen, ... usw. aus der Werbung vergleichen.

Was sich geändert hat, ist das Interesse an einem Beruf und die Chancen dafür. Damit verbunden ist das Sammeln von Erfahrungen.

Zun DDR-Zeiten hat man nicht über den Unterschied nachgedacht. Da haben Ausbildung und Leistung gezählt. Nach der Wende waren plötzlich Architektinnen plötzlich arbeitslos (weil das nach altbundesdeutscher Norm ein typischer Männerberuf ist). Das ist kein Problem des IQ sondern ein gesellschaftliches bzw. soziales Problem. Und wenn wir so weitermachen, werden Forscher in einigen jahren neue Unterschiede ermitteln. Mit Quotenregelungen wird das auch nicht besser, eher tritt das Gegenteil ein ("die arbeitet nur wegen der Quote hier..." usw.).

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laller 18.07.2012, 12:48
234.

Zitat von spiegel_135
... Warum akzeptieren sie nicht einfach, dass sie in einer einfachen Disziplin, dem Denken, den Frauen unterlegen sind? In allen Ursportarten, wie laufen, springen, schreien, führen sie doch weiterhin....
Und auch im Denken, denn sonst gaebe es ja Grossmeisterinnen beim Schach.
Meines Wissens gibt es gar keine.
Und auch unter den Erfindern wird man selten eine Frau finden.

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laller 18.07.2012, 12:57
235.

Zitat von BesserwisserMichel
Und das hat die Qualität Musik inwieweit beeinflusst? Sagen sie etwas Frauen sind als Hauptkonsumenten Schuld an Dingen wie DSDS oder Dieter Bohlen? Also Vorsicht, das kann ganz schnell in Beleidigung ausarten :D
Ich spreche nur fuer mich und die Unterhaltungsmusik, die mir gefaellt ,kommt heute fast ausschliesslich von Frauen.
Ob diese Songs genug Qualitaet haben, um einmal Klassiker zu werden, wird die Zukunft zeigen.

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spiegelleser987 18.07.2012, 13:58
236. Wissenslücke ...

Zitat von laller
Und auch im Denken, denn sonst gaebe es ja Grossmeisterinnen beim Schach. Meines Wissens gibt es gar keine. Und auch unter den Erfindern wird man selten eine Frau finden.
Das ist eine Wissenslücke. Ein bisschen informieren sollten Sie sich schon.
Die Liste der Großmeisterinnen beimm Schach:
Liste der Schachgroßmeister der Frauen

Eine Auswahl von Nobelpreisträgerinnen in Physik und Chemie sowie Wissenschaftlerinnen aus der Astronomie und Computertechnik hatte ich unter #233 schon angegeben. Und nun eine Auswahl von Erfinderinnen:

Kennen Sie eine Scheibenwischanlage? Und wer hats erfunden? Nicht die Schwizer. Es war eine amerikanische Erfinderin.
Mary Anderson (Erfinderin)

Mandy Haberman, Erna Schneider Hoover, Guilly d’Herbemont, Martine Kempf (Spracherkennungssystem), Fanny Angelina Hesse, Amanda Jones, Käthe Paulus (zusammenlegbarer Fallschirm), Maria Clementine Martin, Marion Donovan, Jeanne Immink, Josephine Cochrane, Margaret E. Knight, Mary Dixon Kies (erste Frau USA-Patent), Bette Nesmith Graham, Audrey Tang, Hedy Lamarr (Frequenzsprungverfahren, noch heute im Mobilfunk verwendet), ....

Und weil man diese Frauen so leicht findet, ist diese Art der wissenschaftlichen Forschung offensichtlich nicht so wissenschaftlich. Sonst würde die Aussage nicht lauten, dass der IQ von Frauen früher gering war. Selbstverständlich kann ein Experte den IQ eines Schimpansen ermitteln und den mit einem Menschen vergleichen. Das Ergebnis kenne ich aber bereits ohne viel Nachdenken. Deshalb finde ich diese Art der Forscghung etwas ... Der Forscher hätte erst mal eine Liste der Erfinderinnen, Nobelpreisträgerinnen, Schachgroßmeisterinnen, ... ermitteln sollen. Aber dann hätte er nichts zu tun.

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Sandbagger 19.07.2012, 17:25
237.

Zitat von spiegel_135
Richtig, der intelligentere Mensch löst Aufgaben schneller. Genau darum geht es. Soll ich Ihnen das noch einmal danz langsam erklären?
Ich bin zwar kein Psychologe bzw. Psychologiestudent, würde aber behaupten, das Grundprinzip verstanden zu haben.
Die Aussage "Intelligenz ist das, was der Intelligenztest misst" ist doch schon aussagekräftig genug.
Es ist de facto nicht möglich, DIE Intelligenz schlechthin zu messen.
Jeder Test ist anders aufgebaut und hat andere Schwerpunkte, die Auswertung ist anders. Die Vielseitigkeit bzw. Vielzahl von Intelligenztests zeigt doch auch recht deutlich die Uneinigkeit bzgl. der Definition von Intelligenz. Die Aufgaben, die in einem solchen Test enthalten sind, sind doch eben nichts anderes als ein Abbild von der Theorie, weil eben genau das gemessen werden soll.
Denn da haben sich die Forscher eben nicht einigen können auf "Der Intelligente löst die Aufgaben schneller".
Das jemand, der die Aufgaben schneller löst, gleichbedeutend auch intelligenter ist, kann man also nicht so verifizieren. Was ist, wenn betreffende Person den Test schon mehrmals gemacht hat und/oder mit den Aufgaben vertraut ist und somit auf Wissen durch Erfahrung zurückgreifen kann?
Es gibt auch Intelligenzdefinitionen, die besagen, dass Intelligenz die Fähigkeit ist, in neuartigen Situationen Denken und Problemlösen zu können.
Wie will man das durch einen Intelligenztest messen? Mathematische Grundprobleme darzulegen reicht da doch nicht aus. Situationen auf Papier schildern? Auch fraglich.

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Asirdahan 20.07.2012, 14:25
238. ohne

Zitat von Hermes75
Kriege sind eine Form der Konfliktbewältigung von sozialen Lebewesen. Keine schöne, aber eine die funktioniert - zumindest für den Sieger. Solange das so ist, wird es Kriege geben. Die menschliche Spezies ist übrigens nicht die einzige Art, die zu solchem Verhalten fähig ist. Schauen Sie sich mal an, was z.B. bestimmte Ameisen oder Wespenarten machen. Auch von unseren Verwandten im Tierreich weiß ......
Erstens beziehen Sie sich auf Tiere. Der Mensch besitzt jedoch Verstand, Vernunft, Empathievermögen etc. Sie können also in dieser Hinsicht Menschen nicht mit Tieren vergleichen. Und schon gar nicht mit Insekten.

Zweitens beziehen Sie sich auf Notwehr-Kriege. Die wenigsten Kriege sind oder waren Notwehr-Kriege, es sei denn, Sie dehnen den Begriff Notwehr unziemlich aus - z.B. "Volk ohne Raum", also ist es Notwehr, wenn wir uns das Nachbarland auch einverleiben. Außerdem schrieb ich bereits, dass auch bei einem echten Notwehr-Kampf immer ein Angreifer, ein Störer, ein Aggressor vorhanden ist, dem dann diese Intelligenz, diese Vernunft, wovon hier die Rede ist, als erster abhanden gekommen ist.

Ich leugne ja nicht die Probleme, die Menschen miteinander haben, doch könnte man, wenn auf beiden Seiten Intelligenz vorhanden wäre, diese auch ohne grauenvolle Kriege lösen. Den Schlächtern in Ruanda beispielsweise spreche ich jegliche Vernunft und Empathie ab. In diesen Fällen muss man natürlich eingreifen. Ich bin doch nicht naiv. Aber - ist eingegriffen worden? Nein! Aus pazifistischen Gründen? O nein!

Und was ist denn in Jugoslawien geschehen, wo 8000 Menschen vor den Augen von Blauhelmen abgeschlachtet wurden? Notwehr? Ich wäre sehr für ein Eingreifen, wenn dieses so beschaffen wäre, dass es auch echte Hilfe für die Betroffenen bringt. Doch wir sehen überall, z.B. Irak oder Afghanistan, dass dies nie der Fall ist. Ein Krieg schafft überall nur neues oder noch mehr Elend. Und woran liegt es? An der mangelnden Intelligenz bzw. Vernunft. Beides wird einfach durch andere Gefühle überlagert und ausgelöscht.

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spon-facebook-1804523975 25.07.2012, 09:22
239. optional

Warum lese ich in Online-Diskussionen Deutscher Zeitschriften immer soviel Mysgonie, Zynismus und Sarkasmus heraus, wenn es um das Thema Gender geht? Nehmt es doch mal etwas lockerer und Statistiken (die nichts über Individuen aussagen) etwas weniger Persönlich. Ahoi!

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