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IS-Horrorvideos: Diese Videos sind in Ihrem Land leider verfügbar
AFP/ Islamistische Propagandawebsite

Allgegenwärtige Kameras und Online-Videoplattformen ermöglichen eine neue Art der Propaganda: Horrorclips vom Sterben und Töten, alles ganz echt. Plattformen wie YouTube machen dabei mit. Aber man kann sich wehren.

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mr.andersson 07.11.2016, 07:31
30.

An dem IS ist so ziemlich jeder Atemzug und jede Silbe verdammenswert, aber die Videos sind ein Segen. Im Gegenteil würde ich mir wünschen, wenn diese von sämtlichen Tötungen und Opfern gemacht und verbreitet würden.
Damit jedem klar wird, was "ein Opfer" oder ein "Kollateralschaden" ist. Mit dem Begriff lassen sich 30 tote Kinder bei einem gesprengten Krankenhaus leichter verarbeiten, als mit den Bildern ihrer platzenden Körper. Gleiches gilt für die Taten der IS, mit den Worten doch nur beschönt werden.

Angeworben werden die Irren durch die permanente Berichterstattung. Ohne ein "Is hier, IS da" wüsste niemand wer der Laden überhaupt ist. Selbst ein 10 -jähriger Sohn kann mit dem Namen IS und seinen Zielen etwas anfangen, weil es keine Möglichkeit gibt sich der medialen Dauerbeschallung zu entziehen.

Wenn der krank genug wäre, sich diesen anschlissen zu wollen, dann wüsste er dank der Berichterstattung wo die Reise hingeht. Die Mordvideos sind da eher abschrenkend, den Werbung. Den damit wird einem mal vor Augen geführt, was die ganzen Worte eigentlich bedeuten.

Das öffenet eher die Augen, um welchen Horror es hier geht.

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sonstige 07.11.2016, 07:38
31.

Ich habe es immer schon nicht gut gefunden, den Leuten sagen zu wollen, was sie zu zeigen haben und was nicht.
Wenn es eben die Realität ist, nutzt es niemandem, das nicht zu zeigen.
Ich kann mich auch dem Inhalt dieses Kommentars nicht anschließen.
Ich finde nichts verherrlichendes daran, wenn ein Typ in die Kamera grinst und sich dann mit einem Tanklaster in die Luft sprengt.
Wer das sieht und denkt: "Uiuiui, geiler Typ!", bei dem war vorher schon etwas nicht richtig.
Solche Leute rasten ohnehin irgendwann aus, mit oder ohne Videos.

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C. Goldbeck 07.11.2016, 07:44
32.

Mit jedem Klick auf so ein Video verdient yootube Geld.Und mit jedem Gewalt-Video, welches frei verfügbar ist, steigt die Chance auf Verwirrte, die radikalisiert werden. Mit jedem Radikalisierten steigt die Chance auf ein neues Video. Mit jedem neuen Video verdient yootube Geld. Und jeder perverse Mensch, der sich diesen Dreck anschaut, unterstützt das.

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Hirndummy 07.11.2016, 09:29
33. now something very different

Herr Stöcker, Sie sind nicht Zielgruppe, also marketingtechnisch. Ich auch nicht. Was im Umkehrschluss natürlich zur Frage führt, wer bitte ist Zielgruppe und wieso rekrutiert man die mit diesen Horrorbildern? Und zweitens wäre sicherlich die Frage, wie mit diese Rittern der Kokosnuß und ihren Werbespots umgehen? Abscheu und Ekel ist da sicherlich das eine. Auch Selbstschutz für das Kopfkino, dieses bewußte Ignorieren. Wird natürlich nicht zum Niedergang dieser modernen Frontberichterstattung führen wird. Vorstellen könnte ich mir zumindest für unser Habitat, das ja auch Rekrutierungsfeld ist, dem IS nicht in die Betroffenheitsfalle zu gehen, sondern diese Propagande, so gruslig sie auch ist, auch der Lächerlichlichkeit preiszugeben. Die Anmutung dieser Bilder für die jungen Männer und Frauen verliert vielleicht an Brisanz, wenn sie aus ihrem gewollten Kontext gerissen werden. Statt Grusel und Heldenepos Dummheit und Lächerlichkeit. Also etwas mehr Charlie Hebdo als Betroffenheit.

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felisconcolor 07.11.2016, 09:33
34. Ignorieren

oder gar löschen dieser Videos halte ich für den falschen Weg. Denn dadurch werden diese Greul nicht weniger oder gar ungeschehen gemacht. Es sollte sich jeder vor Augen führen können was für kranke Menschen dort am Werk sind. Sicher mag das einige dumme Menschen zu Jubelstürmen hinreissen wenn sie so etwas sehen. Es sollte allen klar sein, das die Loyalitäten gerade auch bei der IS sehr schnell wechseln. jedem muss bewusst sein das er der Nächste sein kann der auf solche Weise den Kopf verliert.

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felisconcolor 07.11.2016, 09:37
35. Ich

habe Gesichter des Todes auch nicht gesehen. Aber Greultaten der IS dadurch "ungeschenen" zu machen das die Videos nicht gezeigt werden hat doch etwas von "Biedermann und die Brandstifter"

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cindy2009 07.11.2016, 09:47
36. Berichte reichen nicht?

Zitat von felisconcolor
habe Gesichter des Todes auch nicht gesehen. Aber Greultaten der IS dadurch "ungeschenen" zu machen das die Videos nicht gezeigt werden hat doch etwas von "Biedermann und die Brandstifter"
Man muss keine Bilder zeigen, schon gar nicht, um Propaganda zu unterstützen, um Greueltaten zu benennen.

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odapiel 07.11.2016, 09:54
37. Es ist schon sehr witzig

Zitat von lauterbachheiner
Ich sehe mir solche Videos nicht an. Denn das hat nichts mit einer rosa Brille der Medien zu tun oder der Bereitschaft die Augen aufzumachen. Ich sehe es wie Herr Stöcker, diese Videos gibt es weil sie sich jemand anschaut und daraufhin mit Zorn oder Applaus reagiert. Entzieht man denen die Aufmerksamkeit ist EIN Anreiz genommen. Das Fanatiker die sinnlosesten Grausamkeiten begehen ist mir auch ohne Ansehen der Videos klar. Ob es Drogenkartelle sind oder religiöse Extremisten. Sinn und Zweck dieser Videos ist es allen zu zeigen das man der Härteste ist. Schaut man die Videos an, akzeptiert man diesen Anspruch. Glückwunsch.
Es ist schon sehr witzig, wenn jemand der sich etwas NICHT angesehen hat, meint darüber urteilen zu können. Übrigens, Youtube ist eher selten der Videokanal der Wahl für solche Videos.

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Pausen-Inkling 07.11.2016, 10:34
38.

Wer unter dem Deckmantel der "Zensur" der Verbreitung von solchen Videos das Wort redet, die Opfer in einer entwürdigenden Situation zeigen, hat schlicht keinen Begriff von Menschenwürde. Jedes Ansehen solcher Videos entwürdigt die Opfer weiter. Noch schäbiger wird es, wenn solche Videos als Mittel zum Zweck des Islamhasses instrumentalisiert werden. Die Fundamentalisten aller Couleur schenken sich bei der Missachtung der Würde anderer offenbar wenig.

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spiegel-bildzeitung 07.11.2016, 10:37
39. Oh ja!

Besser wäre, es würde wirklich mal über die Wirklichkeit des Krieges berichtet werden. Leider hat das US Militär da seit Vietnam einen Riegel vorgeschoben. Diese Bilder will man nicht. Man möchte den Zuschauern einen sauberen Krieg zeigen. Deshalb kommen nur noch ausgewählte Journalisten, regierungstreu, in die Kriegsgebiete. Vielleicht sollte man sich damit mal befassen, anstatt mit so abseitigen Themen. Diese aufwändigen Filme, wer macht die eigentlich? Wäre auch mal eine Frage? Wie kommt der "IS"eigentlich an diese Technik und diese professionellen Kameraleute? Und das uns damit vielleicht auch erzählt werden soll, wie brutal und menschenverachtend der Islam ist, darauf geht der Kommentar nicht ein. Ist ja auch zu kompliziert und erfordert vielleicht noch richtige Recherche.

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