Forum: Wissenschaft
Islamdebatte: Die unerträgliche Waschlappigkeit der deutschen Politik
DPA

Der Rest der Welt blickt, wenn überhaupt, fassungslos nach Deutschland: Fast alle hätten gern das, was wir haben, es geht uns nämlich hervorragend. Und was tun wir? Ängste kultivieren.

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Emma Woodhouse 23.04.2018, 14:08
350.

Zitat von duckjibe
Na, Sie sind mir ja ein Spaßvogel. Natürlich erleben Otto und Emma Normalbürger im Alltagsleben unerfreuliche Dinge, die sich in keiner Weise in den Statistiken niederschlagen. Beispiel aus meinem familiären Umfeld: 3 Frauen kommen abends zu Fuß von einer Feier zurück. Auf dem Bürgersteig begegnen ihnen 4 dunkelhäutige Gestalten, von denen die Frauen auf die Straße gerempelt werden. Zusätzlich durften sie sich noch Gelächter und diverse arabische (?) Sprüche anhören. ...
Sie lebten und leben ganz offensichtlich im Märchenland. Dass Frauen ständig belästigt werden, gehört zu ihrem Alltag. Wie ungeheuerlich, dass ich und meinesgleichen dies seit zig Jahrzez überlebt haben! Und das alles ohne 'dunkelhäutige Gestalten'!

Sie und Ihresgleichen brauchen zur Verdrängung der Tatsache, dass die allermeisten Delikte von Einheimischen begangen werden, stets einen Sündenbock. Schön einfach. Und weltfremd.

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oloh 23.04.2018, 14:13
351. lehne mich aus dem Fenster

Zitat von marthaimschnee
die Islam-Debatte ist die typische Sau, die durchs Dorf gejagt wird, um von anderem abzulenken. Und das ist, anders als die Aufzählung all der tollen Sachen hier in Deutschland suggeriert, die Tatsache, daß man die breite Masse an der Summe des Wohlstandes immer unzureichender beteiligen will und der Kapitalismus schamlos den Schritt zurück in den Imperialismus vollführt - inklusive dem in Kauf nehmen größere Kriege. So gut wie es uns geht, es müßte uns besser gehen! Und an dieser Aufgabe versagt die Politik, vorsätzlich! Sie generiert an praktisch allen Stellen des täglichen Lebens völlig ohne Not und nur aus dem Profitstreben Einzelner heraus Zukunfts- und Existenzängste. Warum denn wohl haben extremistische Ansichten in einem solch üppigen Wohlstand solchen Zulauf? Mit Dekadenz und "denen geht's halt zu gut" alleine ist das nicht erklärbar. Hier ist mehr Schein, als Sein! Und um das miese Sein zu kaschieren, führt man eben Scheingefechte, gerne auch mit sich selber, wie Union und SPD das seit Jahren praktizieren, ohne sich dabei weh zu tun und sogar trotz behaupteter Gegensätze gemeinsam in die gleiche Richtung zu stapfen.
Ich mache mich anheischig zu behaupten, dass die grassierende Fremdenfeindlichkeit, die uns verschrobene und dubiose Gestalten in die Parlamente spült, eben NICHT von der Flüchtlingswelle in 2015 herrührt, obwohl die AfD selbst ihren Erfolg damit begründet.
Nein, ich gehe davon aus: Das sind die Langfristfolgen der neoliberalen Verelendungspolitik seit Schröder. Das Heer der Frustrierten und Abgehängten wird immer größer, und irgendwann begehren die auf. Ohne 2015 hätte es die AfD ganz genauso in Landesparlamente und den Bundestag geschafft - jede Wette.
Nur schade, dass dieses "Narrativ" von der Politik geflissentlich ignoriert wird. Ich glaub Sigmar Gabriel hat's einmal - leider auch mit Bezug auf Flüchtlinge - formuliert. Aber der war ja eh Paria in seiner Partei.

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vantast64 23.04.2018, 14:21
352. Ein Tanz auf einem Vulkan, und niemand merkt es?

Der Golfstrom versiegt als Folge des Klimawandels, die Weltmeere vermüllen, das Artensterben erreicht ungeahnte Höhen, die Lebenszeiten der Menschen verlängern sich, die Industrieproduktion erreicht ungeheure Höhen mit ungeheurem Ressourcenverbrauch, dicke Automobile zerstören Städte und Landschaften, Flieger die Ozonschicht und vieles anderes mehr, Merkel befeuert Kriege durch ihre Waffenlieferungen, die Meere sind überfischt, Wasserknappheit droht weltweit: kein Grund zum Feiern, wir sitzen auf einer luxuriös ausgestatteten Titanic,
und niemand will die Warnungen vor den Eisbergen hören, dabei sollten eigentlich schon die Rufe erschallen:
"SOS - save our souls!" "And the souls of animals and plants!"

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cabeza_cuadrada 23.04.2018, 14:26
353. Gesellschaft

Zitat von ExilEngländer
Sie haben vollkommen Recht. Es geht Deutschland immer noch sehr gut, obwohl die Gesellschaft droht, immer mehr auseinander zu driften. Der Schritt, so viele Flüchtlinge aufzunehmen war moralisch die richtige Entscheidung. Aber, ob Deutschland das langfristig verkraftet ist etwas Anderes. Probleme mit der Integration sind schon vorhanden. Um das zu sehen, braucht man in HH nicht weit fahren. Man kriegt aber wenig mit wenn man sich nur in den hochbegehrten Gegenden bleibt und nur mit seinesgleichen zu tun hat. Man darf sich fragen, ob gewisse Apekte des Islams zu Deutschland gehören und nicht gleich als Rassist abgestempelt werden. Wir leben ja in einer Demokratie und solche Fragen muss man letzten Endes auch tolerieren. Es gibt sehr viele positive Sachen an Deutschland und die Deutschen selber können auf das, was sie seit dem zweiten Weltkrieg geleistet haben, sehr stolz sein. Ein selbstbewusster Umgang mit der eigenen Identität fehlt.
weil eben immer noch schwarz weiß Denke vorrangig bestimmt. Die Realität eines Eigenheimbesitzers in einer schicken Gegend, mit gut bezahltem Job ist eben eine andere als die des Niedriglohnempfängers, der sowieso schon in einer schwierigen Gegend wohnt und allabendlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach hause fahren muss. Nur wird dessen Realität, so er denn wagt sie auszusprechen, als Fake News, Hetze und rechtsradikal bewertet. Selbst hier im Forum werden solche Äußerungen dann belächelt und als rückwärtsgewandt, nicht weltoffen, besorgter Bürger und co. betitelt. Gerne auch mit dem Hinweis auf seine vermutliche Wahlentscheidung. Ich hoffe diese unerträgliche Art und Weise wird sich in Zukunft zum Positiven entwickeln. Bei einigen Foristen hier habe ich da aber so meine Zweifel.

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kuschl 23.04.2018, 14:27
354. Solche Kolumnen

Solche Kolumnen sind genau ein Grund für die Erfolge der Rechten.
Auf Krampf muss die Migration mit einem Stakkato positiver Beiträge zu einer Erfolgsgeschichte für das Land dargestellt werden, indem man die Augen fest verschließt vor den Problemen. Und natürlich bekommt der Autor Beifall von den Profiteuren, die trefflich an dieser Geschichte verdienen. Kritiker will man nicht hören und so wird fleissig zensiert, auch wenn Forumsanforderungen erfüllt werden. So macht man sich mitschuldig am weiteren Erstarken der Rechten.

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M. Michaelis 23.04.2018, 14:28
355.

Zitat von vantast64
Der Golfstrom versiegt als Folge des Klimawandels, die Weltmeere vermüllen, das Artensterben erreicht ungeahnte Höhen, die Lebenszeiten der Menschen verlängern sich, die Industrieproduktion erreicht ungeheure Höhen mit ungeheurem Ressourcenverbrauch, dicke Automobile zerstören Städte und Landschaften, Flieger die Ozonschicht und vieles anderes mehr, Merkel befeuert Kriege durch ihre Waffenlieferungen, die Meere sind überfischt, Wasserknappheit droht weltweit: kein Grund zum Feiern, wir sitzen auf einer luxuriös ausgestatteten Titanic,
Wir werden alle sterben. Besser als ihr Beitrag kann man die hysterischen Zukunftsängste eines Wohlstandsdeutschen weitab der echten Probleme dieser Welt nicht zusammenfassen.

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bstendig 23.04.2018, 14:31
356. Ich habe rein gar nichts gegen menschen mit anderen

Zitat von Emma Woodhouse
Wenn Sie den Kommentar gelesen hätten, wüssten Sie, dass er aus der Feder einen männlichen Autoren stammt. Wer zwingt Sie dazu, sich 'fremd' zu fühlen? Doch wohl niemand außer Ihnen selbst. Was haben Sie gegen Menschen mit anderen Ansichten, Religionen, Sprachen, Sitten? Intoleranz und Schmoren im eigenen Saft tun niemandem gut. So lange sich alle an die für alle geltenden Gesetze haben, kann sich jeder kleiden, wie er möchte, und auch wohnen, essen, trinken und lachen, wie er will. Ich empfinde den Austausch mit 'anderen' Kulturen als bereichernd und eher den Umgang mit verholzten und vorurteilsbehaften 'Biodeutschen' als extrem unergiebig und wenig befruchtend. Integration bedeutet nicht die Verpflichtung zur Übernahme von charakterlichen Mängeln der Einheimischen, bloß um 'angepasst' zu erscheinen.
Ansichten etc.

Deshalb fahre ich in diese Länder zwecks Urlaub. Höre mir Ansichten an, schaue mir deren Kultur (vor allem Ess-Kultur:-) an - und nach zwei bis drei Wochen fahre ich wieder heim zu den Bio-Deutschen.

Weil es das ist, was ich gewohnt bin - und auch gar nicht anders haben möchte. Sonst könnte ich ja in das Ausland und mich dort anpassen.

Und wie ich das von mir erwarte so auch von den sogenannten Migranten, die zu uns kommen.

Warum kommen sie zu uns? Weil es hier wohl so toll ist? Wahrscheinlich, zumindest empfinden viele Migranten es wohl so. Genau, und deshalb müssen wir es auch nicht ändern.

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cabeza_cuadrada 23.04.2018, 14:35
357. Ohne 2015

Zitat von oloh
Ich mache mich anheischig zu behaupten, dass die grassierende Fremdenfeindlichkeit, die uns verschrobene und dubiose Gestalten in die Parlamente spült, eben NICHT von der Flüchtlingswelle in 2015 herrührt, obwohl die AfD selbst ihren Erfolg damit begründet. Nein, ich gehe davon aus: Das sind die Langfristfolgen der neoliberalen Verelendungspolitik seit Schröder. Das Heer der Frustrierten und Abgehängten wird immer größer, und irgendwann begehren die auf. Ohne 2015 hätte es die AfD ganz genauso in Landesparlamente und den Bundestag geschafft - jede Wette. Nur schade, dass dieses "Narrativ" von der Politik geflissentlich ignoriert wird. Ich glaub Sigmar Gabriel hat's einmal - leider auch mit Bezug auf Flüchtlinge - formuliert. Aber der war ja eh Paria in seiner Partei.
hätte es die AfD niemals in den Bundestag geschafft. Es war die einzige Partei die den bejubelten Migrationsstrom abgelehnt hat. Der Rest des Parteiprogramms ist den meisten Wählern offensichtlich völlig unbekannt. Die AfD ist eine Ein-Thema Partei, nicht mehr und nicht weniger. Wenn die CDU/CSU jetzt dieses Thema vernünftig und ideologiefrei angeht, und das tut sie ganz offensichtlich, ist die AfD weg vom Fenster.

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