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Islamdebatte: Die unerträgliche Waschlappigkeit der deutschen Politik
DPA

Der Rest der Welt blickt, wenn überhaupt, fassungslos nach Deutschland: Fast alle hätten gern das, was wir haben, es geht uns nämlich hervorragend. Und was tun wir? Ängste kultivieren.

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trex#1 22.04.2018, 10:29
30.

Wenn ein früher kritisches Blatt wie der Spiegel jetzt solche Jubelartikel bringt, dann macht das schon nachdenklich. Dann müssen die Etablierten eine Menge Sorgen vor ihrer Zukunft haben.
Zitat:
"Der deutsche Reisepass gehört zu den mächtigsten der Welt. Mit ihm kommt man ohne großen Aufwand über mehr Grenzen als mit fast jedem anderen. Mit anderen Worten: Wir Deutschen gehören, global betrachtet, zu den freiesten Menschen überhaupt."
Mein lieber Mann, kommen Sie mal ins Ruhrgebiet. Für sehr viele Familien ist der Besuch im städtischen Zoo schon ein großes Ereignis. Fahrkarten für 4 Personen, Eintritt für 4 Personen, für die Kinder Pommes und Cola ... Das zahlt eine Arbeitnehmerfamilie nicht aus der Portokasse, nicht wenige können es überhaupt nicht zahlen.

Die Freiheit, global ohne großen Aufwand jederzeit in jedes Land der Welt reisen zu können, dürfte wenig vermisst werden. Das ist die Freiheit der etablierten Eliten in diesem Lande. Aber die sind nicht die Mehrheit, daher die Panik. Mit solchen Durchhalteparolen wird man den weiteren Niedergang der SPD und der Union nicht stoppen können.

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clausde 22.04.2018, 10:30
31. Genau so

Die Meisten sind wirklich zufrieden in diesem Land. Deshalb ist es so einfach ihnen Verlustängste zu machen. Das ist der Knackpunkt.
BTW: Richtig ist, keine Religion gehört zu einem Land. Sie gehört den Menschen die an sie glauben.

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kandana 22.04.2018, 10:31
32. Der Artikel ist so schön rosarot

Macht richtig Spaß, ihn zu lesen. Leider macht ihn das nicht richtiger.
Rede- und Pressefreiheit - warum gibt der Spiegel dann die Kommentarfunktion nicht für alle Artikel frei? Warum zensiert der Focus? Und was ist mit dem feinen Gesetz von Maas?
Unser Wirtschaftswachstum bezahlen wir teuer mit immer größeren Zahlungen and die EU.
Arbeitslosigkeit - ja die ist niedrig und das sieht gut aus auf dem Papier. Vor allem, wenn es einem egal ist, was für Arbeitsverhältnisse wir da haben. Und wie viele von ihrer Arbeit nicht ohne Hilfe leben können.
Das deutsche Bildungssystem wird beneidet.
Ich habe ihn vielen Ländern gelebt und gearbeitet, jetzt in Dänemark, aber unser Bildungssystem ist noch nirgendwo sonderlich gelobt worden. Es wäre ja schon fast eine Frechheit, für die Zustände, die an vielen öffentlichen Bildungseinrichtungen herrschen, noch Geld zu verlangen.
öffentliche Verkehrsmittel - Unpünktlich und teuer, nachts unzureichend und tagsüber unzuverlässig. Und mittlerweile auch noch ziemlich unsicher. Von BER und Stuttgart 21 rede ich gar nicht erst.
Ich muss kein Köln oder Flüchtlinge erwähnen.
Die deutsche Wirtschaft und Infrastruktur lebt noch von früheren Errungenschaften und damit ist es bald vorbei.
Deutschland ist schlecht vorbereitet in quasi allen Bereichen und das macht sich bereits bemerkbar.
Wenn der Autor schon selbst die Flüchtlingskrise ranzieht - wobei er offensichtlich meint, minderbemittelte Leser ziehen diese für alle Fehlentwicklungen ran - kann ich nur sagen... Diese hat uns erst mal deutlich gezeigt, was alles im Argen liegt. Und da ist noch nicht mal alles ins Tageslicht gerückt.
Deutsche Tugenden wie Ordnung, Fleiss und Disziplin sind verschwunden.
Das Ausland lacht oder schüttelt den Kopf.
Es ist nicht alles schlecht, aber ich bin sicher, daß bekommen die Verantwortlichen noch hin.

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sachlich bleiben 22.04.2018, 10:31
33. prinzipiell ganz ok

Bei den Bemerkungen zum funktionierenden Gesundheitswesen, dem Bildungssystem oder der geringen Arbeitslosigkeit (angesichts der sattsam bekannten Manipulationstechniken) gruselt es mich ein bisschen - aber mit dem Grundtenor bin ich durchaus einverstanden! Packen wir es an!
Aber mal ehrlich: Der vielgescholtene Populismus existiert doch schon seit Jahrzehnten. Regiert wird nach gefühlter Stimmungslage im Land einerseits, andererseits geht kein Gesetzentwurf durch, ohne ihn von diversen Lobbygruppen absegnen und "bearbeiten" zu lassen...

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BertramAnderer 22.04.2018, 10:31
34. Headlines

Als ich die Überschrift gelesen habe wollte ich gar nicht weiterlesen, wieder so ein Pseudo-provokanter Artikel. Aber nein, ist er nicht. Vor allem die Zahl der "Nicht-möglich niedrigen Arbeitslosenquote" hat mich beeindruckt. Das ist die Art von Info die ich von einem Spiegel (online oder nicht) erwarte und eine spannende Info mit der man in Alltag auch was anfangen kann wenn mal wieder dauergemotzt wird.
Gute Artikel und viel Wahres dran.
Aber jetzt muss ich wieder ran und das Wachstum sichern.

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MiguelD.Muriana 22.04.2018, 10:32
35. Rechts neben der CSU

durfte nie eine nennenswerte Partei stehen. Das war immer Tenor dieser bayerischen Volkspartei. Das hat so lange geklappt bis die Verwaltungskrise bei der Flüchtlingsaufnahme einsetzte. Nicht die Regierenden sollen daran Schuld gewesen sein, dass nur ein „WIR SCHAFFEN DAS!“ statt eines echten „WIR MACHEN DAS!“ herauskam, sondern wie immer die Anderen. DIE wollen sich nicht integrieren. Dabei wurden sehr vielen von IHNEN Integrationskurse und Arbeitserlaubnisse und Perspektiven bis heute verweigert. Kleidervorschriften sollen verschärft werden, wo sie gerade im Iran und Saudi-Arabien gelockert werden. Die C-Parteien versuchen die Angst für Deutschland grundlos nach zu eifern. Ich würde da auch lieber gleich das Original wählen. Für wie schwach müssen die unser aller Deutschland halten...

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wernerwer 22.04.2018, 10:32
36. Es geht nicht um Religion, sondern um Kultur

Die Waschlappigkeit der Politik ist ohne Frage ein Problem, aber es geht bei den Flüchtlingen nicht um die Sorge der(er) Religion, sondern um das Aufeinandertreffen völlig verschiedener Kulturen. Wir Deutschen glauben, dass afrikanische Flüchtlinge sich bei uns genauso eingliedern werden, wie wie das täten, müssten wir irgendwo Zuflucht suchen. Aber das ist ist naiv und realitätsfern. Sicher wird der Großteil zumindest unauffällig bleiben, aber es gibt schon jetzt so viele (Todes-)Opfer durch Flüchtlinge, dass ich die Sorge (als Linker) durchaus berechtigt finde. Wie erklärt man den Eltern ermordeter oder vergewaltigter Kinder, dass diese als Kollateralschaden der humanitären Hilfe für hunderttausende Flüchtlinge zu betrachten sind ? Würde ich mein Kind opfern zum Wohle von einer Million Flüchtlingen ? Natürlich nicht ! Ich denke, darauf muss man das reduzieren und dann weiter diskutieren.

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gammoncrack 22.04.2018, 10:33
37. Man muss sich ja nur einmal die

Kommentare vor der Bundestagswahl anschauen. Das Fazit vieler Kommentatoren war, dass Angela Merkel Deutschland in ihrer Regierungszeit an die Wand gefahren hat. Es geht uns, nach deren Analyse, wirklich viel schlechter, als vor ihrem Amtsantritt.

Ich glaube, dass jeder, ich eingeschlossen, nicht mit allem zufrieden sein kann. Ich hätte auch gerne eine geringere Rentenbesteuerung und einen geringenen Beitrag in der PKV. Aber ich müsste ja mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn ich glauben würde, dass irgendein(e) andere Regierung/Kanzler/Kanzlerin das so einfach ändern kann. Wird hier an irgendwelchen Rädchen gedreht, drehen sich möglicherweise andere so mit, dass es mir an anderen Punken dann wieder schlechter geht.

Aber anscheinend sind wir Deutschen wirklich ein Volk von Jammerlappen und vielen fehlt ganz offensichtlich der Intellekt zu verstehen, dass man im Leben nicht alles haben kann. Weil viele aber genau das haben wollen, sind eben genau diese immer unzufrieden.

Mich persönlich stimmt das immer traurig, gerade weil diese anonymisierten Zufriedensumfragen auf eine Quote von 91% kommen.

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kerkermeistter 22.04.2018, 10:34
38. Der Lack ist halt noch nicht ganz ab

Eine ziemlich naive Sicht der Dinge, wie ich finde. Im Augenblick mag es zwar oberfächlich noch ganz gut aussehen in Deutschland. Aber wenn man in die Zukunft blickt, sind sicherlich keine Jubelarien angesagt.

Die Arbeitslosenstatistik ist maßlos geschönt, indem Jobsuchende in Beschäftigungstherapie-Massnahmen und altere nicht mehr vermittelbare Arbeitslose einfach rausgerechnet werden. Das wird sicherlich nicht besser, wenn die Konjunktur mal wieder nachlässt oder weitere Hundertausende bis Millionen ungebildete Migranten ins Land strömen.

Unsere Aussitz-Kanzlerin hat mit Ihre Euro- und Flüchtlings-Politik maßgeblich dazu beigetragen, dass die EU ein Scherbenhaufen ist. Die Auswirkungen werden wir in den kommenden Jahren zu spüren bekommen.

Ich persönlich habe jedenfalls keine Lust mehr 40 oder mehr Stunden pro Woche dafür zu arbeiten und die Hälfte meines Einkommens gleich beim Staat abzuliefern. Zum Glück bin ich bald in der Lage auszusteigen, die verbleibenden Jahre bis zum vorgesehenen Renteneintritt bescheiden von meinen Ersparnissen zu leben.

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egghead7 22.04.2018, 10:34
39. Top-Kommentar!

Super Kommentar! Und es stimmt! Angst schüren ist idiotisch, kontraproduktiv, führt nicht zu konstruktiven Lösungen sondern im Gegenteil zu noch mehr Problemen - und schwächt uns alle.

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