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Isolierter Indianerstamm: Bilder aus einer anderen Welt

Im dichten Urwald Brasiliens leben noch immer einige Indianerstämme ohne Kontakt zur Zivilisation - doch die Abholzung bedroht ihre Lebensgrundlage. Eine Menschenrechts-Organisation hat nun neue Fotos der Regenwaldbewohner veröffentlicht.

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peter_lege 02.02.2011, 13:20
20. Kinder müssen auch in Betracht gezogen werden

Zitat von überzwerg
So ähnlich müssen die Spaniern vor ein paar hundert Jahren auch gedacht haben: wir müssen die Einheimischen mit den Segnungen des Christlichen Abendlandes beglücken. Das Ergebnis ist bekannt.
Sie haben Recht, trotzdem kann man die Zeit des Spanischen Kolonialreiches mit unserer Zeit kaum vergleichen. Unsere Werte haben sich bestimmt verändert. Die gesamte Zahl der Leute in diesen Stämmen ist relativ gering, deshalb ist es schwer zu erklären, warum die Regierung für sie nichts tun kann. Besonders die Rechte der Kinder werden beeinträchtigt, sie müssen zur Schule gehen, allerdings leben sie in solchen erbärmlichen Verhältnissen. Ich glaube, das ist ein echtes Verbrechen.

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überzwerg 02.02.2011, 13:55
21. Nun

Zitat von peter_lege
Sie haben Recht, trotzdem kann man die Zeit des Spanischen Kolonialreiches mit unserer Zeit kaum vergleichen. Unsere Werte haben sich bestimmt verändert. Die gesamte Zahl .....
Vielleicht sind die Indios dort gar nicht so unglücklich, wie wir vermuten. Mit Beglückungen welcher Art auch immer sollten wir uns zurückhalten und den Leute dort die Chancen lassen, ihren eigenen Weg zu gehen.

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Montanabear 02.02.2011, 18:06
22. Isolierter Indianerstamm

Zitat von überzwerg
Ja, gewiss! Nein, im Ernst, der Satz suggeriert, dass diese Indianer keine Zivilisation hätten, was ja nun nicht stimmt. Sie haben ihre eigene, auch wenn sie sich fundamental von unserer unterscheidet.
Haarspalterei. Jeder weiss, was gemeint ist.

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Organic 03.02.2011, 14:47
23. Immer schön Vorurteile abspulen

Zitat von stormking
Ich nicht. Ich hab nämlich keine Lust zu verhungern, an heutzutage lächerlichen Krankheiten oder Verletzungen zu krepieren, irgendeinem Raubtier zum Opfer zu fallen oder sonstwie frühzeitig zu Tode zu kommen.
Dieser Indiostamm versteckt sich freiwillig vor der Zivilisation, sie wollen keinen Kontakt haben, wegen den schlechten Erfahrungen, die sie machen mussten. Die Frage ist also ob wir sie aus ihrer selbstgewählten Isolation herausreisen dürfen oder nicht.
Zudem lebt so ein Stamm in einer noch intakten Umwelt komfortabler als sie sich vorstellen können. Nahrung bietet der Wald, genau wie Medizin und die Leute sterben auch nicht wie die Fliegen, das geht erst loß wenn sie Kontakt zur "Zivilisation" mit ihren Krankheiten und Versuchungen bekommen.
Vor der Ankunft der Weißen lebten in Amazonien geschätzt über 5 Mio. Indianer, abgesehen von menschlich anscheinend unvermeidlichen Scharmüzeln, recht komfortabel und mit einer Lebenserwartung, die wir hier erst Ende des 19jh. erreicht haben.

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Trondesson 02.02.2012, 16:50
24.

Zitat von überzwerg
Ja, gewiss! Nein, im Ernst, der Satz suggeriert, dass diese Indianer keine Zivilisation hätten, was ja nun nicht stimmt. Sie haben ihre eigene, auch wenn sie sich fundamental von unserer unterscheidet.
Falsch. Nur weil jemand der Spezies Mensch angehört, heißt das noch lange nicht, daß er so etwas wie Zivilisation besitzt. Wenn Sie die Fähigkeit zum Bau von Hütten mit Zivilisation gleichsetzen wollen, müßten Termiten oder Weberameisen noch weitaus zivilisierter als diese Indianer sein.

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Trondesson 02.02.2012, 17:00
25.

Zitat von überzwerg
Ja, von mir aus können Sie es auch als Kultur bezeichnen.
Ist schon ein Unterschied. Aber auch kulturell sind diese Indios offensichtlich nicht besonders fortgeschritten, wenn man sie z.B. mit den mesopotamischen Hochkulturen vergleicht. Sie mögen ihre stammeseigenen Riten und Gebräuche haben, vielleicht auch Kunstwerke, aber von einer Kultur kann man eigentlich noch nicht sprechen. Zivilisation und Kultur entwickeln sich weiter, machen Fortschritte, entwickeln Eigenarten und Nuancen, die sie von anderen unterscheidet. Das ist hier ganz einfach nicht der Fall.

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Trondesson 02.02.2012, 17:07
26.

Zitat von ecce homo
Manchmal finde ich solch eine Existenz beneidenswert. Wäre das nicht schön, wenn man von dem ganzen Elend in der Welt nichts wüßte?
Beneidenswert ist etwas anderes. Ich finde es nicht beneidenswert, wenn man unvorbereitet in eine sich ändernde Welt (woran der Einzelne nichts ändern kann) geworfen wird, und zwangsläufig unter die Räder gerät, ohne überhaupt zu verstehen warum. Ist zwar traurig, aber nunmal Tatsache.

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Trondesson 02.02.2012, 17:22
27.

Zitat von grasswurzel
Bild 1 der Fotostrecke. Das Kind hat eine Machete in der Hand und am Boden ist ein Topf zu erkennen. Sie haben Kontakt zur "Zivilisation".
Oder sie haben es irgendeinem Goldsucher abgenommen. Von denen gibt es ja genug dort, und die kommen noch vor den Holzfällern.

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DasReptil 02.02.2012, 17:22
28. ......

Zitat von überzwerg
Vielleicht sind die Indios dort gar nicht so unglücklich, wie wir vermuten. Mit Beglückungen welcher Art auch immer sollten wir uns zurückhalten und den Leute dort die Chancen lassen, ihren eigenen Weg zu gehen.
Da kann ich nur zustimmen. Lasst die Leute doch einfach in Ruhe. Wenn sie eines Tages Kontakt zum Rest der Welt aufnehmen wollen, werden sie das schon tun.

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Trondesson 02.02.2012, 17:27
29.

Zitat von UndNocheinmal
Es geht ja auch nicht darum, diese Menschen gegen ihren Willen zu isolieren. Es geht darum, ihnen die Wahl zu lassen, die sie aber nicht mehr haben, wenn plötzlich die Bagger über ihr Lagerfeuer walzen...
Unsinn, sie können nicht zwischen dem einzigen Leben, das sie kennen, und etwas, wovon sie sich überhaupt keine Vorstellung machen können, wählen.
Übrigens ist der Regenwald unbedingt schützens- und erhaltenswert, aber nicht (nur) wegen der darin lebenden Indios.

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