Forum: Wissenschaft
Italien: 22 Kilo Plastikmüll im Magen eines Pottwals gefunden
DPA

Schon wieder ist ein toter Wal angespült worden. Und wieder war der Magen des Tieres voll mit Plastik. Die Umweltschützer machten zudem eine traurige Entdeckung.

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5b- 02.04.2019, 04:00
1. Entsorgung

Vermeidung ist natürlich das Allerbeste. Warum aber scheint die Logik „weniger anfallender Plastikmüll“ = „weniger Plastik im der Umwelt“ zu sein?
Fällt keinem dabei auf, dass wenn der ganze Müll richtig entsorgt wird, fast nichts davon in die Umwelt gelangen würde?
Müll wird schlußendlich immer vergraben. Man kann Plastikmüllquader davor noch verbrennen, was nur in modernen Verbrennungsanlagen Sinn macht.
Die Diskussion geht zur Zeit aber immer so: Plastikmüll ist schlecht, man muss ihn vermeiden, ja das ist ganz wichtig, Ende. Hallo? Wir müssen jetzt etwas machen. Sofort. Wir können unseren Müll nicht einfach irgendwelchen ausländischen Firmen geben und meinen, es wird schon gut sein. Entweder müssen wir dafür sorgen, dass der Müll im Ausland sicher verwahrt wird oder wir müssen im Inland eigenen Boden dafür opfern.
Wenn Müllentsorgung teurer würde, gäbe es automatisch mehr Interesse daran weniger zu produzieren. Menschheitsgeschichtlich ist es erst seit relativ kurzer Zeit so, dass wir Abfall produzieren, der sich nicht einfach von selber abbaut aber im Gegenteil ein ewiges Problem zu sein scheint.
Eine Anmerkung ist, dass sich nach entsprechender Zeit die Kontinentalplatten so verschieben werden, dass die gesamte Landfläche wieder ins Erdinnere rutscht. Da das viel zu lange braucht um als Müllbeseitigungsmethode zu funktionieren, ist natürlich klar, dass wir weniger Sondermüll produzieren müssen. Fast aller Müll außer Bioabfall, Papier und Glas ist Sondermüll, da er gefährlich ist und für immer gelagert werden muss.

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DougStamper 02.04.2019, 06:52
2. Die wichtigste Frage

ist doch trotzdem wie der Müll ins Meer gelangt??! Ich trenne meinen Müll, ab dann liegt das Thema bei der Müllabfuhr. Und ich glaube kaum, dass die ihre Laster einfach ins Meer schütten. Ich habe keine Problem mit den neuen EU-Richtlinien, trotzdem kann ich einfach nicht verstehen wer so viel Müll ins Meer kippt.

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olivernorth 02.04.2019, 07:01
3. Politik versagt

Wir haben zwar eine Verwertungsquote von 91%, aber nur 6% des Kunststoffes wird überhaupt recycelt. Hauptsache, die Müllverbrennung läuft gut. Wo sind die Strategien, die stärker auf Vermeidung, steuerliche Belastung oder nachwachsende Rohstoffe fokussieren? Und was macht unsere selbsternannte "Umweltpartei", die Grünen?

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fatherted98 02.04.2019, 07:54
4. ja was....

....und wer ist Schuld? Wieder mal der Deutsche Verbraucher oder was? Der Plastemüll wird in Nord-Europa vor allem von Fracht- und Fangschiffen verursacht, die ihren Müll einfach ins Meer kippen, weil die Entsorgung an Land zu teuer oder zu mühevoll ist. In Afrika, rüber nach Asien geht tatsächlich ein Haufen Müll vor allem über die Flüsse ins Meer....nur ändert daran eine EU Verordnung wenig.
Wie wäre es mal das Duale System zu kontrollieren....wohin wird der Plastemüll verkauft.....sind Nachweise vorhanden das dieser ordnungsgemäß entsorgt/recycelt wird? Wohl kaum. Ähnliches gilt für Elektroschrott....da will keiner ran weil alle froh sind das der Dreck von Europa nach Afrika oder sonst wohin exportiert wird....aber dann rumheulen wenn wieder mal ein Wal verendet.

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Niteftef 02.04.2019, 07:56
5. Schöner Anfang der EU

aber es ist noch viel mehr nötig. 90% des Plastikmülls werden durch nur 10 Flüsseins Meer geschwemmt und die Kosten für Filter, die den Großteil davon vermeiden könnten, sind tragbar.
Anders betrachtet sind die Hauptverursacher Regionen ohne funktionierende professionelle Abfallentsorgung, da könnte also die Entwicklungshilfe helfen.
Wir dürfen uns in dem Bereich nicht nur an die eigene Nase fassen (auch wenn das natürlich immer als erstes geschehen muss), sondern müssen auch gucken, wie wir bei andernorts die Meeresverschmutzung verhindern können.

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muekno 02.04.2019, 08:25
6. Jaein

Zitat von DougStamper
ist doch trotzdem wie der Müll ins Meer gelangt??! Ich trenne meinen Müll, ab dann liegt das Thema bei der Müllabfuhr. Und ich glaube kaum, dass die ihre Laster einfach ins Meer schütten. Ich habe keine Problem mit den neuen EU-Richtlinien, trotzdem kann ich einfach nicht verstehen wer so viel Müll ins Meer kippt.
Vermutlich nicht die Hauptursache, aber als ich in den 90ern in Griechenland zum Segeln war, haben ich mehrfach folgendes erlebt. Wir haben brav unseren Müll aufgehoben und an Land (Insel) in den dafür vorgesehen Tonnen entsorgt. Die Tonnen (Inhalt) gelangte dann auf das Müllschiff, das den Müll abholte a Insel (klein) einen eigen Entsorgung oder Müllhalde hatte. Wenig später sah man dann wie einige Meilen weiter draußen das Müllschiff seine Ladung ins Meer kippte. Das hätten wir auch auf direktem Weg geschafft.

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muekno 02.04.2019, 08:31
7. Im Gegenteil

zum unaufhaltsamen Klimawandel, könnten wir bei der Plastikvermüllung sofort und effektiv etwas tun. Plastik, vermeiden, Entsorgung verbessern, Plastik etc. aus dem Meer aufsammeln und verwerten, recyceln. Ja kostet aber weniger als CO2 Vermeidung und effektiver. Wir streben nicht am Klimawandel, wir sterben an der Zerstörung unserer Umwelt, hier ist es schon 10 nach 12. Aber die EU hat sich ja schon mal wieder an Wattestäbchen aufgegeilt und da 10 Jahre zeit gelassen.

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pauli96 02.04.2019, 08:48
8. Ich frage mich, ob das richtig ist

Zitat von DougStamper
ist doch trotzdem wie der Müll ins Meer gelangt??! Ich trenne meinen Müll, ab dann liegt das Thema bei der Müllabfuhr. Und ich glaube kaum, dass die ihre Laster einfach ins Meer schütten. Ich habe keine Problem mit den neuen EU-Richtlinien, trotzdem kann ich einfach nicht verstehen wer so viel Müll ins Meer kippt.
Ich beginne zunehmend, einzelne, abgerissene und kleine Plastikteile gezielt in den Hausmüll zu werfen. Ich glaube nicht mehr an das "Duale System". Besser als eine Verschiffung nach Südostasien erscheint mir dann doch das Verbrennen mit entsprechender Filtertechnik. Sollte jedoch Hausmüll noch deponiert werden, wäre mein Konstrukt natürlich Unsinn.
Ganz allgemein: Es fällt offensichtlich leicht, die Energiewende vom Verbrauer zahlen zu lassen, den Kampf gegen Stickoxide und Feinstaub über individuelle Fahrverbote zu regeln. Auch Dosenpfand ist richtig aber vor allem Ding der Verbraucher. Das finden alle Grünen, viele Artikel und eine große Anzahl von Foristen ok. Es ist offensichtlich aber nicht möglich, Einwegplastik im großen Stil einzuschränken, es ist nicht möglich, per Gesetz Verpackungen verott- oder recyclbar zu gestalten. Es gelingt nicht internationale Konstrukte zu schaffen, um regenerative Energien da zu produzieren, wo es effektiv wäre (z.B.Desertec). Der Anteil Deutschlands an der weltweiten CO2 Produktion wurde mehrfach thematisiert. Wäre es nicht sinnvoll jetzt in den aufstrebenden Industrienationen vorrangig Standards zu etablieren, als im grünen Hamburg zu demonstrieren? Könnte es sein, dass man gerade beim Klima gern die große Show macht, das dünne Brett bohrt und sich mit Greta fotografieren lässt als der Industrie auf die Pelle zu rücken, Handelsabkommen mit Umweltauflagen zu verknüpfen und jeden von uns zwingt, einen "Beutelpfand" im Supermarkt abzudrücken?

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c.PAF 02.04.2019, 09:00
9.

"In der EU entstehen jedes Jahr rund 26 Millionen Tonnen Plastikmüll. Deutschland ist der größte Verursacher unter den Mitgliedsstaaten."

Äh, ja und? Ist es denn der deutsche Müll, der im Meer landet? Oder sind das hier wieder mal 2 Themen, die miteinander vermischt werden, obwohl kein direkter Zusammenhang besteht?

Klar, sollte man Plastikmüll vermeiden, gerade auch in Deutschland. Und der anderen Schiene sollte man die Länder angehen, deren Plastikmüll in den Meeren landet, weil es keine vernünftige Müllentsorgung gibt.

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