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Jagdstatistik: Vögel mit größeren Gehirnen entkommen eher Jägern
REUTERS

Jäger nehmen nicht nur Wildschweine und Rehe aufs Korn, sondern auch Vögel. Ob diese getroffen werden oder nicht, hängt offenbar auch von der Größe des Gehirns ab.

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Zitrone! 02.11.2016, 11:16
1.

Es gab doch mal eine Studie, in der der Zusammenhang zwischen Intelligenz und Hirngröße untersucht wurde. Ergebnis war, dass nicht die Hirngröße entscheidend ist, sondern das Verhältnis Hirn- zu Körpergröße bzw. -gewicht. Innerhalb unterschiedlicher Tiergruppen (etwa: Hunde, Vögel, Primaten ...) ergab sich dafür also ein etwa linearer Zusammenhang. Dann war zu erkennen, dass intelligentere Tiere meist über dieser Geraden lagen, "dümmere" darunter.

Insofern ist die Aussage im Artikel nur dann sinnvoll, wenn entweder nur etwa gleichschwere Tiere (einer Spezies) verglichen wurden, oder eben das Verhältnis Hirn- zu Körpermasse als maßgebliche Größe betrachtet wurde. Leider ist der Artikel in diesem Punkt sehr unklar.

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taglöhner 02.11.2016, 11:50
2.

Zitat von Zitrone!
Es gab doch mal eine Studie, in der der Zusammenhang zwischen Intelligenz und Hirngröße untersucht wurde. Ergebnis war, dass nicht die Hirngröße entscheidend ist, sondern das Verhältnis Hirn- zu Körpergröße bzw. -gewicht. Innerhalb unterschiedlicher Tiergruppen (etwa: Hunde, Vögel, Primaten ...) ergab sich dafür also ein etwa linearer Zusammenhang. Dann war zu erkennen, dass intelligentere Tiere meist über dieser Geraden lagen, "dümmere" darunter. Insofern ist die Aussage im Artikel nur dann sinnvoll, wenn entweder nur etwa gleichschwere Tiere (einer Spezies) verglichen wurden, oder eben das Verhältnis Hirn- zu Körpermasse als maßgebliche Größe betrachtet wurde. Leider ist der Artikel in diesem Punkt sehr unklar.
Die angewandte Statistik (GLMM) kann das ganz gut auseinanderhalten.
Einen Zusammenhang mit der Intelligenz wurde korrekterweise nicht hergestellt, denn leider wurde nicht herausgearbeitet, wie sich die Gewichtsunterschiede auf die Hirnareale verteilen.

Der Umstand, dass das Alter der Vögel keine Rolle spielte legt aber für mich den Verdacht nahe, dass weniger die kognitiven als die motorischen und optischen Fähigkeiten hier selektiert werden.

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r_dawkins 02.11.2016, 11:58
3. @Zitrone

Satz zwei in dem Artikel: "...unabhängig von Größe, Art oder Geschlecht"

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docmillerlulu 02.11.2016, 12:39
4. Die Daten belegten zudem, dass männliche Tiere eher als weibliche abgeschossen werden.

Na ja - es gibt halt bei einigen Vögel einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus (oder wie das heißt). Da sehen die Geschlechter deutlich unterschiedlich aus, z. b. beim Fasan. Rein zufällig sagt sich der Jäger daß es vielleicht sinnvoll wäre nicht die Zuwachsträger - die Weibchen - abzuschießen. Entsprechend werden z. B. beim Fasan eher die Hähne geschossen. Weitere Vogelarten die hiervon betroffen sind wären Entenvögel (z. B. Stockente). Vielleicht müßte das bei dieser Behauptung noch einmal gegengecheckt werden.
Ansonsten interessante These. Da Greifvögel auch einen geschlechtsspezifischen Größenunterschied haben (das Männchen wird Terzel / Drittel genannt) wäre dies zudem stark verzerrend. Nun haben wir aber die Jagd auf Greifvögel komplett eingestellt, somit wird man dazu keine Werte bekommen.

Was auffällig ist, Gänse streichen oft in sehr unterschiedlichen Höhen vom Schlafgewässer ab. Oberhalb von 30 m ist eine Gans kaum noch zu schießen. Vielleicht hat es auch damit zu tun daß die Tiere mit größeren Gehirnen einfach nur 10 m höher fliegen. Sie sind damit für Jäger nicht zu erreichen.
Es gibt halt einige Sachen bei solchen Erhebungen zu berücksichtigen, sonst fängt man sich dumme Fehler ein oder übersieht wichtige/interessante zusammenhänge.

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hk416 02.11.2016, 12:47
5. Eines bleibt fragwürdig

Da nicht auf alle Arten Jagd gemacht wird, ist es fragwürdig alle Arten für eine Auswertung hinzuzuziehen.
Da ich selbst Jäger bin weiß ich, dass bestimmte Arten grundsätzlich geschont werden.
Wenn z.B hauptsächlich Tauben gejagd werden aber z.B Amseln nicht und ich vergleiche 300 Tauben gegen alle anderen Arten, so würde herauskommen, dass nur Vögel mit großem Gehirn erlegt werden wenn z.B Tauben große Gehirne hätten. Diese Statistik darf angezweifelt werden.

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taglöhner 02.11.2016, 12:56
6. Aus der Hüfte

Zitat von docmillerlulu
Na ja - es gibt halt bei einigen Vögel einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus (oder wie das heißt). Da sehen die Geschlechter deutlich unterschiedlich aus, z. b. beim Fasan. Rein zufällig sagt sich der Jäger daß es vielleicht sinnvoll wäre nicht die Zuwachsträger - die Weibchen - abzuschießen. Entsprechend werden z. B. beim Fasan eher die Hähne geschossen. Weitere......
Viel Text.
Ganz so tappig wie Sie vermuten gehen Naturwissenschaftler nicht zur Sache.
Am besten, Sie lesen die Publikation, sie ist im Artikel verlinkt.
Danach können Sie Ihre Einwände gewiss gezielter einbringen.

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christiewarwel 02.11.2016, 13:21
7. Intelligenz und Gehirngröße

Der Zusammenhang zwischen Intelligenz und Gehirngröße ist gering, aber zumindest in homogenen Gruppen doch feststellbar (Mensch:6% der Variation beim IQ). Vögel haben allerdings ein stark gewichtsoptimiertes Gehirn, Unterschiede könnten hier deutlicher ins Gewicht fallen.
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-19420-2015-10-15.html

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christiewarwel 02.11.2016, 13:28
8. Intelligenz

Zitat von Zitrone!
Es gab doch mal eine Studie, in der der Zusammenhang zwischen Intelligenz und Hirngröße untersucht wurde. Ergebnis war, dass nicht die Hirngröße entscheidend ist, sondern das Verhältnis Hirn- zu Körpergröße bzw. -gewicht. .....
Und wie wurde die Intelligenz von Tieren beurteilt?
Absolut müßte der Pottwal und relativ die Spitzmaus das klügste Tier sein.

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taglöhner 02.11.2016, 13:30
9. Mathe

Zitat von hk416
Da nicht auf alle Arten Jagd gemacht wird, ist es fragwürdig alle Arten für eine Auswertung hinzuzuziehen. Da ich selbst Jäger bin weiß ich, dass bestimmte Arten grundsätzlich geschont werden. Wenn z.B .....
Dass die hier angewandte Statistik gerade zum gegenteiligen Ergebnis kommt, irritiert Sie nicht?
Sie vergleichen hier nicht Tauben mit allen anderen Vogelarten, sondern erschossene und nicht erschossene Tauben und andere Vögel unter Berücksichtigung der Variabilität der Gehirngröße in Abhängigkeit von allerlei Faktoren.
Ihren Zweifel müssen Sie mathematisch begründen.

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