Forum: Wissenschaft
Jahrhundertbilanz: Europa ergrünt
Richard Fuchs

Mehr Wald, weniger Landwirtschaft: Ein Atlas zeigt, dass sich die Hälfte der Landschaft Europas seit 1900 verändert hat. Besonders betroffen sind Ruhrgebiet, Niederlande und Großbritannien. Der Umweltforscher Richard Fuchs erklärt im Interview den Wandel der Natur.

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TangoGolf 02.12.2014, 14:32
1. so viel zum Thema Waldsterben

mit dem man mich in der Grundschule hat indoktrinieren wollen.

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kommanditente 02.12.2014, 14:44
2. @TangoGolf

deine Schlussfolgerung ist jetzt schon ein bisschen einfach gestrickt...

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enni3 02.12.2014, 14:47
3.

Zitat von TangoGolf
mit dem man mich in der Grundschule hat indoktrinieren wollen.
Das war ja damals auch so. Und dank dieser "Indoktrination" wurden dann die Filter für Schwefel- und Stickoxide gesetzlich verankert. Sie sollten sich nicht beschweren, dass das Thema damals auf Grund der Aktualität überall präsent war, sondern froh sein, dass es so war. Denn erst dadurch können Sie heute wieder in halbwegs intakten und gesunden Wäldern spazieren gehen.

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Iggy Rock 02.12.2014, 15:08
4. Kranke Wälder

Zitat von enni3
Das war ja damals auch so. Und dank dieser "Indoktrination" wurden dann die Filter für Schwefel- und Stickoxide gesetzlich verankert. Sie sollten sich nicht beschweren, dass das Thema damals auf Grund der Aktualität überall präsent war, sondern froh sein, dass es so war. Denn erst dadurch können Sie heute wieder in halbwegs intakten und gesunden Wäldern spazieren gehen.
Heute wird der Wald per Hubschrauber gekalkt, wer das schon einmal angesehen hat, weiss wie "gesund" unser Wald wirklich ist. Gesund und Intakt ist etwas anderes, als das was wir hier als Nutzwald haben. Was die Monokulturen nicht zerstören, wird durch den heute üblichen Maschinenpark erreicht. Wo Holzeinschlag erfolgte, wächst über Dekaden nicht mehr das, was einmal an Vielfalt von Pflanzen- und Tierarten vorhanden war. Wer nur gelegentlich einmal in den Wald geht, merkt das nicht unbedingt. Wer ihn über Jahre hinweg über alle Jahreszeiten beobachtet, dem fällt das durchaus auf.

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moneysac123 02.12.2014, 15:18
5.

manchen leuten reicht eine einfache schlussfolgerung, auch wenn der umfang der waldfläche lange nichts über den zustand des waldes aussagt.

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enni3 02.12.2014, 15:21
6.

Zitat von Iggy Rock
Heute wird der Wald per Hubschrauber gekalkt, wer das schon einmal angesehen hat, weiss wie "gesund" unser Wald wirklich ist. Gesund und Intakt ist etwas anderes, als das was wir hier als Nutzwald haben. Was die Monokulturen nicht zerstören, wird durch den heute üblichen Maschinenpark erreicht. Wo Holzeinschlag erfolgte, wächst über Dekaden nicht mehr das, was einmal an Vielfalt von Pflanzen- und Tierarten vorhanden war. Wer nur gelegentlich einmal in den Wald geht, merkt das nicht unbedingt. Wer ihn über Jahre hinweg über alle Jahreszeiten beobachtet, dem fällt das durchaus auf.
Natürlich ist noch viel Arbeit übrig. Vor allem die Monokulturproblematik und Artenarmut. Es ging mir bei meiner Antwort auch vorrangig darum, dass ohne die von dem Foristen angesprochene "Indoktrination" bezüglich der medialen und gesellschaftlichen Präsenz der Probleme, das ganze heute viel schlimmer aussehen würde.

Kann mich noch Ende der 80iger Jahre an die Wälder erinnern. Da haben wir inzwischen Fortschritte gemacht. NAtürlich können auch nicht alle Wälder wieder in einen Urwald verwandeln, das würde außerdem auch Jahrhunderte dauern. Wie im Interview erwähnt sind die heute größten Probleme Monokulturen, Zersiedlung und Versiegelung von Flächen.

Aber Sie sehen ja an solchen Foristen, dass selbst eine gesunde und rationale Mischung aus Wirtschaftlichkeit und Ökologie auf pauschalisierte Widerstände trifft.

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WwdW 02.12.2014, 15:43
7. ich sehe

dass Grasland mehr wurde und Felder weniger. Ich sehe dass die Waldflächen vor allem in Finnland und Schweden rasant zugelegt haben. Immer noch reichlich in Portugal, Spanien, Griechenland, Frankreich und Schottland.

Und im Rest Europas so gut wie gar nichts an Wald zugelegt.

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frank57 02.12.2014, 15:50
8. Grau läuft

unter " anderes"? gibts da keinen wald und kein grünland? ist das nicht mehr EUROPA?
Ich finds lächerlich....

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otto_iii 02.12.2014, 15:51
9. 763

Zitat von enni3
Natürlich ist noch viel Arbeit übrig. Vor allem die Monokulturproblematik und Artenarmut.
Die ertragsoptimierte Landwirtschaft (übrigens einschließlich der Ökolandwirte) arbeiten nach dem ganz oder garnicht Prinzip: Entweder eine Fläche wird bearbeitet, und zwar möglichst effizient, so dass dort außer der für die Produktion erforderlichen Flora und Fauna nichts zu finden ist, oder die Fläche fällt brach und verbuscht, vielfach breiten sich auch invasive Arten dort aus.
Die klassische Landwirtschaft mit einer kleinräumigen Abfolge mehr oder weniger intensiv genutzter Flächen stirbt dagegen aus, und mit ihr auch Tiere wie zB der Feldhase, die auf eine solche traditionelle Kulturlandschaft angewiesen sind.

Trotzdem ist es schön, entgegen der allgegenwärtigen "früher war alles besser, und wenn wir so weiter machen geht alles den Bach runter"-Stimmung auch mal eine differenziert-positive Meldung zu hören.

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