Forum: Wissenschaft
Kalifornien: Dürre lässt Boden um bis zu fünf Zentimeter im Monat absacken
JAXA/ NASA/ JPL-Caltech

Es ist die schlimmste Trockenperiode seit mehr als tausend Jahren in der Region - ihre Folgen lassen sich sogar aus dem All beobachten. Die Nasa hat nun herausgefunden, dass der Boden im Central Valley immer schneller sinkt.

Seite 1 von 3
GoaSkin 20.08.2015, 14:37
1. egal

Momentan geht das Leben noch weiter. Und wenn die Lebenssituation der Menschen sich sichtbar verschlechtert, dann migriert man halt in "bessere Gegenden" innerhalb der USA. Damit ist das Problem dann gegessen. Lernen tut die Menschheit draus jedenfalls nichts.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spiegkom 20.08.2015, 14:47
2. Jetzt wissen wir es, und nun?

Jetzt wissen wir es, und nun?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Thorongil 20.08.2015, 14:50
3.

Diese zwei Sätze springen einen direkt an:
"80 Prozent aller Mandeln der Welt kommen aus der fruchtbaren Region. Ein Großteil der Anbaufläche muss bewässert werden."
Vulkangestein in einer Wüste ist auch sehr fruchtbar, wenn man es bewässert.

Nur wenn dann halt nach jahrzehntelangem Raubbau das Wasser während einer Dürreperiode ausgeht, bemerkt man den Denkfehler.
Ja, auch die spanische Wüste ist sehr gut geeignet für Erdbeer- und Melonenanbau. Wenn man sie bewässert.
Oder die Biokartoffeln aus Ägypten wachsen auch sehr gut. Wenn man sie bewässert.
Landwirtschaft, die auf Bewässerung durch Grundwasser setzt, das jahrhunderte braucht um sich wieder aufzufüllen - braucht der Mensch die wirklich?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fx33 20.08.2015, 15:07
4. Dann muß...

Dann muß die Landwirtschaft eben woanders betrieben werden. Blöd für die ansässigen Landwirte, aber ohne Wasser geht es eben nicht. Für die Städte an der Küste kann man ja Entsalzungsanlagen bauen, das Know How gibt es. Funktioniert in den Golf-Staaten ja auch.
Wer kommt auch auf die blöde Idee, mitten in der Wüste Obst und Gemüse anzubauen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Jurx 20.08.2015, 15:13
5. Und mit TTIP soll der landwirtschaftliche Export noch gesteigert werden?

Die USA betreiben bereits derzeitig einen völlig verantwortungslosen Umgang mit Grundwasserreserven zum Zweck der landwirtschaftlichen Produktion. Und mit dem TTIP Freihandelsabkommen soll auch der Export landwirtschaftlicher Produkte noch gesteigert werden. Wo soll denn das ganze Wasser dafür herkommen? Die Amerikaner steuern mit Kalifornien auf eine ähnliche Umweltkatastrophe zu, wie sie Kasachstan und Usbekistan mit dem Aralsee bereits durchleben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
F.Siegert 20.08.2015, 15:27
6. Es ist nicht die Dürre...

es ist die massive Wassenentnahme aus den Aquifiern im Boden von Kalifornien.

Selbst in "guten" Jahren mit viel Regen hat Kalifornien 30% seines Wasserverbrauchs aus diesen entnommen, in trockenen Jahren - kommen in der Gegend öfters vor - auch mal 60% (Quelle: Wikipedia "Water in Califonia") und das dauerhaft. Es wird dabei immer wesentlich mehr entnommen als durch Regenfälle und Sickerwasser je wieder aufgefüllt werden kann. Mehrere Kubikkilometer Wasser pro Jahr.

Aber nun ist ja wieder ein einfacher 'Schuldiger' gefunden - es ist wieder der Buhmann der Klimakatastrophe. Dabei ist es schlicht Gier und jahrelanger Raubbau an Resourcen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
P-Centurion 20.08.2015, 15:28
7.

Das ist nunmal Kalifornien. Nichts ungewöhnliches. Ungewöhnlich ist nur die künstliche Bewässerung und das transportieren von Wasser aus anderen Staaten.

Das ist so als wenn man sich wundert, dass der aktive Vulkan ausbricht, an dessen Fuß man eine Stadt gebaut hat oder dass der Fluss an dem man wohnt Überschwemmungen verursacht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
neanderspezi 20.08.2015, 15:47
8. Das tausendjährige Trockenperiodenereignis wird für Kalifornien noch menschenverursachte und irreparable Wirkungen zeigen

Ressourcennutzung kann durch Strecken des Verbrauchs verlängert werden, aber wenn nichts nachkommt erreicht das Strecken eben auch einen finalen Punkt, anders ausgedrückt, es ist nichts mehr da zum Strecken. Bei Wasser können die Entnahmen aus dem Grundwasser zu einer Art Hohlraumversiegelung führen und nachfolgende Niederschläge werden von den ehemals existierenden Kavernen vor dem erneuten Auffüllen in andere Regionen abgedrängt, Wasser geht hier gewöhnlich den Weg des geringsten Widerstands. Regionen, die bisher mittels Grundwasserentnahmen ihre landwirtschaftlichen Produktionen aufrecht erhalten konnten, werden selbst nach stärkeren Regenfällen immer noch auf dem Trockenen sitzen, da sich das Wasser einen bequemeren Ort für seinen Grundwasseraufenthalt zu suchen bequemt. Das ist zwar alles sicher gut bekannt, aber in der Not holt der Mensch tatsächlich noch die letzte Ressource aus dem Boden bevor er das Weite sucht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gandhiforever 20.08.2015, 15:51
9. Rein theoretisch

Zitat von fx33
Dann muß die Landwirtschaft eben woanders betrieben werden. Blöd für die ansässigen Landwirte, aber ohne Wasser geht es eben nicht. Für die Städte an der Küste kann man ja Entsalzungsanlagen bauen, das Know How gibt es. Funktioniert in den Golf-Staaten ja auch. Wer kommt auch auf die blöde Idee, mitten in der Wüste Obst und Gemüse anzubauen...
Rein theoretisch koennte entsalztes Wasser per Pipeline von der Kueste ins Landesinnere gebracht werden.

Das ist aber wohl zu teuer, weshalb man lieber das Absinken des Grundwasserspiegels in Kauf nimmt (bis auch das Pumpen zu teuer wird).

Dann heisst es eventuell: Die Wueste siegt

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3