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Kampf gegen Klimakrise: Die Bevölkerungsexplosion fällt aus
Vlad Eugen Nistor/ EyeEm/ Getty Images

Bei Diskussionen über den Klimawandel taucht regelmäßig dieses Argument auf: Wir können ohnehin nichts tun, solange wir nicht das ungebremste Wachstum der Weltbevölkerung stoppen. Dabei ist diese Phase längst vorbei.

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JeanB.Kloppt 23.06.2019, 15:43
140.

Zitat von inmado
... bleibt es richtig, dass weniger Menschen diesen das Leben auf der Erde wesentlich erleichtern würde. Aber wie lange wird es dauern, bis die Weltbevölkerung wieder auf vielleicht 4-5 Milliarden schrumpft...?
Das hat doch auch hier im Artikel keiner bestritten! Erleichtern? Ja sicherlich! Aber was soll das, was wollen Sie denn jetzt machen. Zwei Kontinente in Schutt und Asche legen? Vielleicht Europa und Nordamerika. Aber dann bitte mit Waffen dir nicht so viel CO2 frei setzen. Da werden Sie auf viel Begeisterung treffen.

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henry_org 23.06.2019, 15:43
141. Es geht ja nicht nur um Umweltprobleme

Zitat von Mecky Messer
Die einzige Lösung um *alle* Umweltprobleme zu lösen ist weniger Menschen, und zwar jetzt. Beim CO2 sparen kommt es auf jedes Jahr an, aber bei der Zahl der Menschen heißt es hier "No worries, in 80 Jahren ist (vielleicht) das Maximum erreicht". Das passt nicht zusammen. Die Reduktion der Anzahl der Menschen muss jetzt beginnen, z. B. kein Kindergeld mehr ab dem 2ten Kind und Entwicklungshilfe direkt mit entsprechenden Regeln kopplen. 10 Milliarden Menschen in 2100 die alle so leben wie wir? Dann ist die Erde platt und das letzte Stück Natur zugebaut. Da hilft auch kein Veganismus mehr. PS: Ich fahre E-Auto weil es Spaß macht, fahre Zug weil ich dabei lesen kann und bin Fast-Veganer weil es gesünder ist. Gut für mich, aber die Welt wird das nicht retten.
stellen Sie sich mal vor, weniger Menschen in Deutschland: das bedeutet weniger Steuereinnahmen! Das bedeutet, weil wir ja nicht wissen, wie alt die heutigen Pensionäre wirklich werden, wahrscheinlich eine deutliche Verringerung der durch Steuern bezahlten Pensionen.....auch bei ehemaligen Mitarbeitern des ÖR......das bedeutet auch Ungewissheit in der Frage, wie wir die gesetlich beschlossenen Diäten für die demokratisch gewählten Volksvertreter bezahlen sollen.....hmmmmm, alles net so rund!

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Das Pferd 23.06.2019, 15:44
142.

Zitat von irgendwer
Das weltweite Bevölkerungswachstum vernichtet die Effekte jeder aufwändige CO2 Einsparung in einem kleinen Land wie Deutschland oder auch in Europa. Das Bevölkerungswachstum ist das Hauptproblem der Zukunft unseres Planeten. Die Bevölkerung ist von 1 Milliarde im Jahr 1800 zu 7.616 Milliarden in 2018 gewachsen. Sie wächst aktuell weiter bis auf 8.6 Milliarden in 2030, bis 9.8 Milliarden bis 2050 und mindestens 11.2 Milliarden in 2100. Diese Prognose ist sehr zurückhaltend gerechnet. Eine Einsprarung des CO2 in Europa auf dem Niveau von 1990 oder 10% darunter hat keinen signifikanten Effekt auf die Klimaentwicklung der Welt.
nein, das ist nicht zurückhaltend gerechnet. Zahlenangaben "mindestens" sind prinzipbedingt nicht zurückhaltend, weil ohne obere Grenze. Das sind Zahlen der UNO, allerdings veraltete.

Die Zahlen sind etwas nach unten korrigiert
https://population.un.org/wpp/Graphs/Probabilistic/POP/TOT/900
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/uno-zahlen-2050-werden-9-7-milliarden-auf-der-erde-leben-a-1272874.html

zum anderen, glauben Sie, ein Chinese interessiert sich nicht in welchem Klima seine Urenkel leben? Der Unterschied ist, daß sowas wie die FfF -Bewegung leider eine gewisse soziale Sicherheit braucht. Wenn ich nicht weiß, wie ich meine Kinder satt bekomme, ist das Klima in 30 Jahren nicht mein wichtigstes Problem. Und für den Chinesen ist es halt erst drei Generationen her, daß es "normal" war, daß sich die Bevölkerung durch gewaltige Hungernöte (die letzte um 1960) regulierte. Und der Wohlstand und der ganze Konsum ist eben für den nicht seit 60 Jahren da, sondern seit 20. Aber auch die werden umdenken, da bin ich ganz sicher.

Und der ganz zentrale Punkt ist: kein relevantes Klimamodell sagt einen nahen Endpunkt des Anstieges durch irgend einen natürlichen Effekt voraus. Wir haben gar nicht die Option die Hände in den Schoß zu legen.

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AxelSchudak 23.06.2019, 15:45
143. 200.000 je Tag.

Derzeit wächst die Weltbevölkerung immer noch um mehr als 200.000 Menschen pro Tag an. Wenn wir also täglich eine Tsunamikatastrophe wie 2004 hätten, wäre die Weltbevölkerung gerade so stabil. Wir brauchen also JEDEN Tag eine neue Grosstadt.

Mir kommt das vor wie das Pfeifen im Wald der Klimawandelleugner. Weil Bevölkerungswachstum kein Problem sein soll und darf, wird es zu einem Nichtproblem erklärt. Das wäre vielleicht so, wenn die Erde im heutigen Zustand noch 50% Reserve hätte, DANN kann man sich gelassen zurücklehnen und auf 10.9 Milliarden Menschen als Peak spekulieren.
Das sieht aber leider nicht so aus. Falls der Klimawandel zum Anstieg des Meeresspiegels führt (und es gibt noch keine Anzeichen, dass wir da hinreichend gegensteuern), werden überproportional viele fruchtbare Gegenden im Meer versinken, z.B. die gesamten Deltaregionen, Bangladesch oder die nordwesteuropäische Tiefebene. Wenn man das Denken nicht zur nächsten Legislaturperiode, 2050 oder 2100 abstellt sind 6 Meter eher das zu erwartende Minimum, mgl. 30 Meter bei Abschmelzen der Arktis.

Bevölkerungswachstum IST ein Problem. Nicht das dringenste, im Moment, aber wer da gelassen darauf wartet, bis es sich um 2060 alleine löst, der kann auch den Klimawandel oder das Artensterben aussitzen. Auf Dauer werden wir Frieden haben...

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bollocks1 23.06.2019, 15:47
144. Ein seltsam naiver Beitrag

Wenn ich schon lese ‘dann muss man eben die Ernährung und Energieversorgung neu organisieren’....ja gehts noch?
10 Milliarden bei 2060 sind 3,3 mehr als momentan. Halloooo!
Der erwähnte Bevölkerungsknick kommt erst nach erwarteten 10-11 Milliarden.
Wie blauäugig muss man sein um das schön zu reden?
Zwangsläufig bedeutet das keine CO2 Erhöhung....ja was denn sonst?
Werden die Menschen nicht essen, trinken, sich kleiden, fahren, fliegen, konsumieren wollen?
Die Welt wird sich weiterdrehen, aber als Habitat für Menschen ist sie begrenzt.

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Schartin Mulz 23.06.2019, 15:47
145. Wenn

Wohl und Wehe unserer Welt von der Gesamtbevölkerung abhängig wäre, müssten die Menschen ja in früheren Zeiten quasi im Paradies gelebt haben.
Ganz offensichtlich ist dieser direkte Zusammenhang zu einfach gedacht.
Wenn man dann noch sieht, dass die afrikanischen Länder trotz des Bevölkerungswachstums weit weniger zum Klimawandel beitragen als Europa, macht das diese Argumentation auch nicht überzeugender.
Letztlich ist entscheidend, WIE wir leben, nicht WIEVIELE.

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ghp2 23.06.2019, 15:53
146.

Das Problem wird sein, dass die Menschen immer wohlhabender werden, was für den grössten Teil der Menschheit auch absolut wünschenswert ist. Aber mehr Wohlstand bedeutet in der Regel auch mehr Ressourcenverbrauch.

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foxbasealpha 23.06.2019, 15:53
147. Ein typischer Spiegel-Artikel ohne Tiefe

Wie schon andere hier hervorgehoben haben, gibt es eine deutliche Steigerung - ob man dabei von Explosion reden möchte und wie hoch sie tatsächlich ausfällt, ist m.E. zweitrangig. Das Problem wird sein, dass wenn diese zusätzlichen Menschen nur annähernd etwas vom Lebensstandard der entwickelten/entwickelteren Ländern erreichen, dies einen erheblichen Ressourcenverbrauch darstellt (da geht es nicht nur um Nahrung und Energie). Es stellt sich die Frage, ob die Erde das verkraftet.

Ich stimme den Ausführungen insoweit zu, dass es wichtig ist, die Entwicklungen in den betroffenen Ländern zu fördern - und da ist die Politik durchaus nicht konsequent.

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Die seltsame Ratte 23.06.2019, 15:54
148. Dumm - dümmer - am dümmsten

Zitat von cobaea
Nein, das was Sie hier behaupten steht genau in der von Ihnen angeführten Quelle n i c h t. Aus Grafik und Text zur Frage "Wie lange dauert(e) es, bis die Menschheit um eine Milliarde wächst?" Geht hervor: von 6 zu 7 Mrd. dauerte es 12 Jahre, von 7 zu 8 Mrd (das wären wir derzeit unterwegs), dauert es 13 Jahre, von 8 zu 9 Mrd sind es 14 Jahre von 9 zu 10 Mrd wird es 18 Jahre dauern und von 10 bis zu 11 Mrd ist mit 32 Jahren zu rechnen. Der Zusammenzug, den Sie machen "hat es immer 12-15 Jahre gedauert" ist tendenziös, denn er unterstellt, es gebe keine Verlangsamung der Wachstumsrate - es sei quasi immer gleich geblieben. So ist es aber (laut dieser Darstellung) nicht - es dauert immer länger bis sich die Erdbevölkerung um eine Milliarde vermehrt. Man kann darüber diskutieren, ob die Verlangsamung ausreicht oder nicht, man sollte aber nicht - nur um anderen einzureden, man habe recht - vorliegende Quellen falsch wiedergeben.
wer solche Prognosen ernst nimmt: siehe Überschrift. Fakt ist, die Weltbevölkerung wächst deutlich, mit wachsendem Wohlstand in den Entwicklungs- und Schwellenländern gibt es eine steigende Umweltbelastung. Wer glaubt, mit neuen Techniken das abfangen zu können, darf das gerne glauben, ich glaube es nicht. Fridays for Future sieht den Weltuntergang in naher Zukunft und hier streitet man sich um Bevölkerungszahlen 2050. Interessieren tut da höchsten bis zum Jahr 2025 und bis dorthin gibt es Bevölkerungswachstum, steigenden Wohlstand und durchgreifende neue Techniken sind bis 2025 nicht in Sicht. Und Fridays for Future gibt es wohl 2025 nicht mehr oder als kleine unwichtige Randgruppe, was sie heute eigentlich schon ist, wäre da nicht Klein-Greta und der Presse-Rummel.

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wolle0601 23.06.2019, 15:56
149. 10 Milliarden im Jahr 2100

soll eine gute Nachricht sein? Bei steigenden Pro-Kopf-Emissionen genau dort, wo auch das Wachstum stattfindet? Und offensichtlich wächst die Bevölkerung ja weiter, ob nun exponentiell oder nicht.

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