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Kampf gegen Klimakrise: Die Bevölkerungsexplosion fällt aus
Vlad Eugen Nistor/ EyeEm/ Getty Images

Bei Diskussionen über den Klimawandel taucht regelmäßig dieses Argument auf: Wir können ohnehin nichts tun, solange wir nicht das ungebremste Wachstum der Weltbevölkerung stoppen. Dabei ist diese Phase längst vorbei.

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Misha 23.06.2019, 22:09
290. Die Manager

Zitat von janos71
Die Manager von VW, MB, Apple, ... werden nicht danach bezahlt das ihre Produkte möglichst 15 Jahre lang ohne Probleme halten und wenig Energie verbrauchen. Die werden nach ökonomischen Zielen entlohnt. Hr. Diess möchte weiterhin ein Auto für jeden nur als E-Auto. Tim Cook möchte gerne das die Apple Jünger sich alle paar Jahre ein neues iPhone, Smartwatch, ... kaufen. Es gibt nix nachhaltigeres als ein Produkt möglichst lange zu nutzen aber das widerspricht unserem Gesellschaftssystem.
Die Manager richten sich nach dem, was gefragt (Sozialismus: erlaubt/geplant) ist. Und man möchte immer die neueste Technik haben. So etwas nennt man Fortschritt. Und der wird langfristig immer die anstehenden Probleme lösen! Natürlich werden immer neue Probleme auftreten - das ist der Lauf der Welt!

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sischwiesisch 23.06.2019, 22:09
291. Wann ?

Zitat von raoul2
Und das wird - je höher der Entwicklungsstand der Menschen ist, umso schneller - auch geschehen. Glücklicherweise.
Nach 2100 ?
Über solche Prognosen kann man nur lachen.
Wissen Sie was ?
Vor ca. 2 Jahren kam im analogen Spiegel eine Grafik über die Luft in deutschen Städten.
Die ist nämlich heute lt. dieser so gut wie noch nie in den letzten Jahrhunderten. So gut wie noch nie !
Und trotzdem Diesel-, Feinstaub- und Stickoxidhysterie allenthalben.
Was interessiert das denn nämlich, wenn es nicht ins Bild passt.
Es hat sich nämlich viel getan im Bereich Umweltschutz in den letzten Jahrzehnten.
Auch wenn das von entsprechenden Aktivisten verneint wird.
Auch ist der CO2- Ausstoss in Deutschland GESUNKEN in den letzten 30 Jahren.
Das muss man sich mal vorstellen. GESUNKEN.
Stimmung wird aber dahingehend gemacht, als wäre dies nicht passiert. Stichwort Deutschland reisst die Klimaschutzvorgaben, da nicht wie vorhergesagt gesunken.
D.h. weniger ist auch nicht recht, da es noch weniger hätte sein sollen.
Und hier im Artikel bleibt die Katastrophe aus, da bis zum Jahrhundertende nur 11 Mrd. Menschen auf der Erde leben werden.
Hallelujah.
Alles wird gut.
Im 22. Jahrhundert.

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Ökofred 23.06.2019, 22:12
292. Glauben?

Zitat von labuday
es gibt einige Weltkriege. Da das nicht zu erwarten ist, werden die meisten - Bevölkerungen massiv wachsen, denn in der Zukunft ist die reine Zahl ein Machtfaktor - siehe China. Es ist auch absolut unsicher, ob die Zahlen für China, Afrika, Indonesien und Indien korrekt sind.
Schön, dass wir jetzt schon beim Glauben sind. Wenn sie in ein Flugzeug steigen, glauben sie sicher auch an den Gott der Aerodynamik, der die Maschine sicher in der Luft hält...
Man sollte ich sich eher an Zahlen halten, dachte ich immer. Was China, Indonesien und Indien angeht, die sind mit ihren Zahlen ziemlich exakt oder glauben Sie eine Bürokratie gibt es nur bei und?
Bei Afrika hängt es vom Land ab.

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turadot 23.06.2019, 22:13
293. Falls der link schon ...

gepostet worden sein sollte, dann bitte ich um entschuldigung, ich war schlichtweg zu faul, alle Beiträge durchzulesen.
Vor bereits 5 Jahren stand folgender Artikel in der ZEIT: https://www.zeit.de/2014/07/szenario-schrumpfende-weltbevoelkerung

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smileffm 23.06.2019, 22:15
294. Zu einseitig

"gegen den Klimawandel etwas zu tun, bringe ohnehin nichts, weil die Bevölkerung ungebremst wächst", ist schlicht falsch. -> "gegen den Klimawandel etwas tun zu wollen, ohne die Begrenzung der Bevoelkerung voranzutreiben" ist schlicht genauso falsch

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Ökofred 23.06.2019, 22:20
295. Verständnishilfe

Zitat von janos71
Zitat: Mehr Menschen bedeuten auch nicht zwangsläufig mehr CO2 - man muss eben Energieversorgung und Ernährung neu organisieren. Alles klar das klein bisschen "neu organisieren" der Energieversorgung und Ernährung bekommen nicht mal die hochindustrialisierten Länder bisher in ausreichendem Maße hin. An die ganzen Entwicklungsländer will man da gar nicht denken. Die streben auch alle 3 Jahre ein neues Smartphone, ständig neue Mode, Essen im Überfluss, ... an. Das Hauptproblem ist unter anderem unser Gesellschaftssystem das auf Wachstum und überwiegend ökonomischen Kennziffern basiert. Die Manager von VW, MB, Apple, ... werden nicht danach bezahlt das ihre Produkte möglichst 15 Jahre lang ohne Probleme halten und wenig Energie verbrauchen. Die werden nach ökonomischen Zielen entlohnt. Hr. Diess möchte weiterhin ein Auto für jeden nur als E-Auto. Tim Cook möchte gerne das die Apple Jünger sich alle paar Jahre ein neues iPhone, Smartwatch, ... kaufen. Es gibt nix nachhaltigeres als ein Produkt möglichst lange zu nutzen aber das widerspricht unserem Gesellschaftssystem.
Kann ja alles sein, aber beim Energiesystem ist die Sache einfach. Unseres wird in den nächsten Jahrzehnten voll regenerativ umgestellt. Denken Sie, dass man bspw in Afrika jetzt auch erst mal versuchen wird unsere Infrastruktur des letzten Jahrtausends zu kopieren? Warum nicht erstmal mit der Dampfmaschine anfangen? Nein, man wird dort natürlich gleich die billigsten Energieträger verwenden, das sind Sonne und Wind. Das sieht man auch in den Entwicklungen der unterschiedlichen Energieträger, weltweit werden bereits jetzt soviel Solar- und Windkapazitäten ausgebaut wie fossil, mit Steigerung bei den ersteren und Reduktion bei zweiteren.
Übrigens ist die Durchsetzung mit Handys in Asien und Afrika beinahe so hoch wie hier. Daran ist die Welt schon mal nicht kollabiert. Bei BMWs wird das so wohl nicht klappen....

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Ahelmut 23.06.2019, 22:26
296. Jedes Jahr ein Kind bis es zweiundzwanzig sind

Die Weltbevoelkerung wird weiter wachsen bis Katastrofen dem Wachstum ein Ende machen. Davon bin ich ueberzeugt.

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traurigeWahrheit 23.06.2019, 22:30
297. Also

ich habe ja schon viel Quatsch gelesen, aber dieser Artikel übertrifft tatsächlich alles. Jedes Jahr wächst die Erdbevölkerung um 80 Mio Menschen, hauptsächlich Afrikaner, und der Autor gibt mal eben Entwarnung in Sachen Bevölkerungswachstum. Hurra, alles wird gut, Kubicki muss nur die Entwicklungshilfe massiv ausweiten, dann ist das Problem gelöst. Meint der Autor das tatsächlich?????

Wenn die weltweite Durchschnittstemperatur jedes Jahr geringfügig steigt, dann ist Holland in Not...Aber wenn jedes Jahr einmal komplett Deutschland mehr auf dieser Welt ernährt werden will, das passt schon....Himmel.....

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großwolke 23.06.2019, 22:43
298. Ich wäre da nicht so sicher

Vor allem wäre ich nicht so optimistisch, was die Gründe des langsameren Wachstums angeht. Die Wohlstandshypothese greift nämlich nur in Ländern wie Indien (zugegeben eins der größten). In vielen anderen Ecken der Welt aber, Lateinamerika, Schwarzafrika, Pakistan, arabische Staaten ist schlicht das ökonomische Maximum des kurzfristig Realisierbaren erreicht. Die Migrationsbewegungen, verursacht von Bürgerkriegen und wirtschaftlicher Instabilität, rühren daher, dass es dort aktuell zuviele junge Menschen gibt, als dass die von einer halbwegs normal wachsenden Wirtschaft mit einem Auskommen versorgt werden könnten. Aber egal ob die UNO mit ihren Prognosen recht behält oder nicht: wir sollten uns, bei Klima und Migration, weiterhin auf das schlimmste vorbereiten und nicht darauf hoffen, dass es sich schon alles irgendwie ausgehen wird.

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bambata 23.06.2019, 22:49
299.

Zitat von Peter Meyer01
Und was sagt der werte Autor dazu, dass in den 1970ern noch kein Erdüberlastungstag vorhanden war, und der heute Anfang September liegt, rechnerisch? Wie soll das was werden, wenn bis 2100 die Erdbevölkerung - mit zugegeben sinkender Wachstumsrate - weiter steigt? Das sind 80 Jahre so weiter wie heute in dem Zusammenhang. Übernutzen wir den Planeten dann einfach noch 80 Jahre weiter, mit am Ende dem Erdüberlastungstag sicherlich im Mai oder eher, jedes Jahr, und dann, wenn die Gesamtbevölkerung um den ersten konkret sinkt, ist schlagartig alles in Butter? Wenn bis dahin überhaupt noch ein Schnipsel Ökosphäre übrig ist. Die Hälfte der fruchtbaren Landoberfläche ist ja bisher nur Weide und Acker. Woher nimmt der Autor die Gewissheit seiner Aussage "och, das sind Herausforderungen, aber *die sind machbar*"? Weiß er mehr als alle anderen, die solche Dinge wie Kraftwerksparks, landwirtschaftliche Produktion und Industriestrategien planen? Oder die Leute, die ausrechneten wir dürften eigentlich nur 2 Tonnen CO2 pro Jahr ausstoßen usw usf? Ohne, dass zB die Bevölkerung Bayerns großartig wächst, verbraucht man dort jedes jahr 12 Hektar an Fläche, die neu zubetoniert werden. Auch eine konstante Bevölkerung schafft es, ihren Reichtum anwachsen zu lassen, ihre Ansprüche zu steigern, und damit die Umwelt mehr zu schädigen. Das übliche "man braucht Bildung für Mädchen" ist nett, aber auch Wunschdenken. Nicht Bildung alleine hält Leute vom Kinderkriegen ab, sondern materieller Wohlstand. Wie jeder andere auch, der das Argument versucht, vergisst der Autor aber nachzuforschen, was sonst noch mit diesem höheren materiellen Wohlstand einhergeht. Es bringt dem Planeten herzlich wenig, wenn die Leute aufs Kinderkriegen verzichten, weil sie alle mit Porsche-Fahren beschäftigt sind.
Alles d'accord, bis auf den Flächenverbrauch in Bayern.

Aktuell werden in Bayern pro Tag rund zehn Hektar Fläche versiegelt.

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