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Kampf gegen Klimakrise: Die Bevölkerungsexplosion fällt aus
Vlad Eugen Nistor/ EyeEm/ Getty Images

Bei Diskussionen über den Klimawandel taucht regelmäßig dieses Argument auf: Wir können ohnehin nichts tun, solange wir nicht das ungebremste Wachstum der Weltbevölkerung stoppen. Dabei ist diese Phase längst vorbei.

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schramkl 23.06.2019, 22:56
300. Da wo die Frau nichts gilt

Ist die Geburtenrate hoch. Schon Arafat fabulierte, dass der Nahostkonflikt im den Gebärmüttern der Frauen entschieden würde. Erdogan forderte die türkischen Frauen in Deutschland auf, nicht nur 3, sondern 5 Kinder zu bekommen um hier die Bevölkerungsmehrheit zu erringen. Ich saß, letzten Sommer beim Gartenfest neben einem Herrn aus Gambia, der hatte19! Geschwister. Es ist mir schleierhaft, wo manche ihren Optimismus her nehmen. Ein Migrationspakt hilft jedenfalls nichts und wenn Angie meint, wir sollten die Bevölkerungsexplosion als Chance verstehen, fühle ich mich verhohnepipelt.

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zappomat 23.06.2019, 22:58
301.

Der Artikel blendet leider die dennoch vorhandenen Konsequenzen aus. Ja, es ist richtig, Gesellschaften, in denen die Frauen im Schnitt unter 2,1 Kinder bekommen, sterben mittel- bis langfristig aus. Aber diese Effekte setzen weltweit betrachtet erst ab dem Jahr 2100 ein, erst dann beginnt also der Umschwung und die Gesamtbelastung der Erde sinkt - allerdings von einem höheren Niveau aus als heute. Ja, es stimmt - China hat sich praktisch mit der Ein-Kind-Strategie und wirtschaftlichem Aufschwung selbst ausgebremst; das greift aber erst in 50-100 Jahren. Solange wächst auch die chinesische Gesellschaft noch und beginnt erst dann zu schrumpfen. Die Kernfrage ist, ob man diesen Effekt in Afrika, Indien und anderen immer noch stark wachsenden Gesellschaften beschleunigen kann, damit das gesamte Bevölkerungswachstum eher zum Stillstand kommt und die Reduzierung der Menschheit eher beginnt. Andernfalls muss man sich bis zum prognostizierten Zeitpunkt X = 2100 immer noch darüber Gedanken machen, wie man die Nahrungsproduktion erhöht, GLEICHZEITIG die Co2-/Klimabilanz insgesamt senkt UND den internationalen Frieden halbwegs aufrecht erhält. Wenn man das schafft, wird sich der menschgemachte Druck auf den Planeten ab ca. 2100 verringern. Mehr aber auch nicht. Wenn man das bis 2100 nicht auf die Reihe kriegt, wird die Gesamtbevölkerung zwar dennoch sinken, aber unter schlechteren - womöglich unumkehrbaren Voraussetzungen. Diesen Aspekt spielt der Artikel leider fahrlässig herunter.

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hansriedl 23.06.2019, 23:06
302. Gegen den ungebremste Wachstum der Weltbevölkerung

kann man ohnehin nicht viel tun.
Aber gegen den Transitwahn auf Straßen.
Am Ende gibt es einen kleinen, aufschlussreichen Exkurs über brach liegende Transportkapazitäten auf der Schiene und das Beispiel Schweiz. Warum in der Schweiz so viel mehr Güter auf der Schiene transportiert werden? Ganz einfach: In der Schweiz gibt es keine Autoindustrie. Und der Verkehrsminister freut sich derweil über die baldige Einführung des elektrischen Tretrollers.
Und weil Europa und ganz besonders Deutschland eine Gegend mit viel Autoindustrie ist, denkt jeder, aber wirklich jeder (vor allem der Verkehrsminister) an LKW als Transportmittel und die Straße bzw. Autobahn als Transportweg.
LKW Bauer bremsen die Bahn bewusst aus.

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Ökofred 23.06.2019, 23:16
303. Artikel komplett gelesen?

Zitat von traurigeWahrheit
ich habe ja schon viel Quatsch gelesen, aber dieser Artikel übertrifft tatsächlich alles. Jedes Jahr wächst die Erdbevölkerung um 80 Mio Menschen, hauptsächlich Afrikaner, und der Autor gibt mal eben Entwarnung in Sachen Bevölkerungswachstum. Hurra, alles wird gut, Kubicki muss nur die Entwicklungshilfe massiv ausweiten, dann ist das Problem gelöst. Meint der Autor das tatsächlich????? Wenn die weltweite Durchschnittstemperatur jedes Jahr geringfügig steigt, dann ist Holland in Not...Aber wenn jedes Jahr einmal komplett Deutschland mehr auf dieser Welt ernährt werden will, das passt schon....Himmel.....
Also erstmal wächst Asien noch stärker als Afrika, nämlich um 40 Mio, Afrika um 30. Das ändert sich erst um 2014 (ab dann schrumpft die asiatische Bevölkerung). Es ist immer praktisch, vor steilen Thesen erstmal die Quellen zu studieren (diese Zahlen finden sich darin).
Außerdem wird Kubicki sicher nie irgendwelche Entwicklungshilfe verteilen.
Vor einigen Jahren wollte die FDP das Ministerium noch abschaffen, ich denke nicht das die nochmal Verantwortung da bekommen.

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Flauschie 23.06.2019, 23:31
304. Der Autor moege sich mal die Grafik fuer die CO2/Populuation ansehen

In den letzten 70 Jahren ist die "Kurve" fast perfekt linear. Das mag vielleicht nicht fuer die Zukunft gelten, aber solange woechentlich Kohlemeiler an's Netz gehen und Autos fossile Kraftstoffe verbrennen ist das erst mal so.

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Koda 23.06.2019, 23:41
305. Leider falsch, denn....

Zitat von bb1337
Viele Probleme der heutigen Zeit resultieren an der Menge an Menschen die es jetzt gibt. Man stelle sich vor auf der Welt leben nur drei Milliarden Menschen. Für alle wäre genug da. Man könnte ohne schlechtes Gewissen leben, billige Immobilien kaufen, es gäbe weniger Armut, weniger Hunger, weniger Krieg, weniger Flüchtlinge und natürlich wäre es auch der notwendige Segen für Klima und Umweltschutz. Wenn das erreicht wird indem es Frauen besser geht, kann ich nur sagen: Sorgt dafür, dass es ihnen gut geht.
es gab ja mal "nur" 3 Milliarden Menschen auf der Erde.
Und es gab auch damals kein " Für alle wäre genug da."
denn es war ja ungerecht verteilt.

Und ein
" Man könnte ohne schlechtes Gewissen leben,"
führt nur dazu, dass man die Fehler von einst wiederholt.

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Koda 23.06.2019, 23:43
306. Mit anderen Worten...

Zitat von Phil2302
"Mehr Menschen bedeuten auch nicht zwangsläufig mehr CO2 - man muss ebenEnergieversorgung und Ernährung neu organisieren." Warum nicht anders herum: Sorgt mit einer weltweiten 1 Kind Politik dafür, dass die Zahl der Menschen langfristig auf etwas eine Milliarde, vielleicht zwei sinkt, und jeder könnte wieder so viel fliegen und Auto fahren wie er will, ohne sich einschränken zu müssen. Es geht doch darum, einen möglichst hohen Lebensstandard zu erreichen, und nicht darum, 11 Milliarden Menschen als Vegetarier ohne Auto zu haben.
nur nicht erziehen lassen.
Keine Weiterentwicklung.

Probleme sind dazu da, gelöst und nicht etwa verschoben zu werden.

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bambata 23.06.2019, 23:57
307.

Zitat von muellerthomas
Ne, doppelt nein. Zum einen sinken auch die absoluten Zuwächse seit wenigen Jahren, zum anderen ist ja klar, dass erst die prozentualen Zuwächse zurückgehen, bevor dann auch die absoluten Werte geringer ausfallen. Im laufenden Jahr werden ca. 3 Mio. weniger Kinder geboren als noch 2015 und die absoluten Zuwächse werden weiter Jahr für Jahr sinken. https://www.worldometers.info/world-population/ :-) Wäre sonst auch seltsam für 2050 ein Ende des Wachstums zu erwarten, aber gleichzeitig bis dahin immer gleich hohe absolute Zuwächse...
Ergänzung zu meinem Beitrag 284:

Diese Tabelle (übrigens auch aus Ihrem Link) bestätigt meine Zahlen aus meinen Beiträgen 284 und 176.

Jeweils 12 Jahre für den Anstieg um 1 Mrd. zwischen den Jahren 1975 - 2011, 13 Jahre (ok, eins mehr) für den Anstieg um 1 weitere Mrd. zwischen den Jahren 2011 - 2024 sowie 14 Jahre für den Anstieg um 1 weitere Mrd. zwischen den Jahren 2024 - 2038.

Also ein relativ stabiles absolutes Wachstum bis etwa 2040, das nur sehr langsam nachlässt. Erst ab den 2040ern ist der Rückgang des absoluten Wachstums deutlicher, hält sich jedoch weiterhin auf hohem Niveau bis 2088 (Ende der Graphik) an.

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willem olands 24.06.2019, 00:17
308. alles kein problem!

der beitrag macht mich einigermassen wütend also schreib ich mir das von der seele:

als ich die schule beendet habe gab es 3 milliarden menschen, jetzt sind es 7. schon damals wurde uns im gleichen stil erzählt das wäre alles kein problem weil die damals sehr starke ökologische bewegung wirds richten. ditto es wird keine energiekrise geben wenn wir genug atomkraftwerke bauen - mit denen nicht passieren kann weil statistisch ein unfall praktisch nicht vorkommen kann. haha!

inzwischen ist glaube ich deutlich geworden dass menschen das gegenstück zur antiken heuschreckenplage sind dh. wir werden irgendwann den letzten baum im regenwald abholzen, alle bodenschätze aufbrauchen und solange plastikmüll in die meere kippen bis es für dieses letzte natürliche ökosystem zu spät ist.

wissenschaftlich heisst das "jede verfügbare ökologische nische besetzen" und das ist evolutionskonform. dabei ist vollkommen egal ob das mit 3 oder 30 milliarden menschen passiert weil alles schäden die wir anrichten ADDITIV und nicht umkehrbar sind.

insofern ist der artikel 1) am thema vorbei und 2) unverantwortliche augenwischei. wir danken für ihre aufmerksamkeit!

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willem olands 24.06.2019, 00:18
309. alles kein problem!

der beitrag macht mich einigermassen wütend also schreib ich mir das von der seele:

als ich die schule beendet habe gab es 3 milliarden menschen, jetzt sind es 7. schon damals wurde uns im gleichen stil erzählt das wäre alles kein problem weil die damals sehr starke ökologische bewegung wirds richten. ditto es wird keine energiekrise geben wenn wir genug atomkraftwerke bauen - mit denen nicht passieren kann weil statistisch ein unfall praktisch nicht vorkommen kann. haha!

inzwischen ist glaube ich deutlich geworden dass menschen das gegenstück zur antiken heuschreckenplage sind dh. wir werden irgendwann den letzten baum im regenwald abholzen, alle bodenschätze aufbrauchen und solange plastikmüll in die meere kippen bis es für dieses letzte natürliche ökosystem zu spät ist.

wissenschaftlich heisst das "jede verfügbare ökologische nische besetzen" und das ist evolutionskonform. dabei ist vollkommen egal ob das mit 3 oder 30 milliarden menschen passiert weil alles schäden die wir anrichten ADDITIV und nicht umkehrbar sind.

insofern ist der artikel 1) am thema vorbei und 2) unverantwortliche augenwischei. wir danken für ihre aufmerksamkeit!

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