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Kampf gegen Klimakrise: Die Bevölkerungsexplosion fällt aus
Vlad Eugen Nistor/ EyeEm/ Getty Images

Bei Diskussionen über den Klimawandel taucht regelmäßig dieses Argument auf: Wir können ohnehin nichts tun, solange wir nicht das ungebremste Wachstum der Weltbevölkerung stoppen. Dabei ist diese Phase längst vorbei.

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holger_p 24.06.2019, 08:27
330.

Zitat von thomasconrad
JEDES Jahr dazu ist natürlich leicht verkraftbar... NICHT! Seit wann ist eigentlich langsamere Wachstum gleich Schrumpfung? DAS wird da immer suggeriert...
Langsameres Wachstum ist Schrumpfung, weil menschen sterblich sind. Während bei dauerhaft existierenden Dingen, tatsächlich ein Wachstum >0 bedeutet, es nimmt permanent zu, ist es bei Menschen so, das erst ein Wachstum >2 eine Zunahme bedeutet, weil die Eltern ja irgendwann sterben ... so ganz von alleine.
Als wenn das Wachstum

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ruhrpottsonne 24.06.2019, 08:31
331. Danke nochmal...

Zitat von muellerthomas
Naja, nicht seriös... klar können die Geburtenziffern plötzlich weltweit steigen - sie fallen aber seit Jahrzehnten. Das ist ja kein neuer Trend, sondern über lange, lange Zeit weltweit zu beobachten.
für die Literaturhinweise, die Sie mir bzgl. der grünen Energiewende zukommen ließen. Dazu gabs bedingt durch die Zeitverschiebung meinen Kommentar erst mit Verspätung. Wie steht es denn Ihrer Meinung mit der Seriosität des hier zitierten Herrn Randers, der sich ja politisch der grünen Bewegung zugehörig fühlt? Haben Sie mal einigen seiner Vorträge gelauscht? Da brauchen Sie schon keinen Wein mehr um bei Laune zu bleiben, sondern ne halbe Flasche Schnaps. Dann wird es aber auch lustig. Bemerkennswert einige seiner Vorschläge: Einkindpolitik in den entwickelten Industrieländern. Kinderlose Frauen erhalten zu ihrem 50sten Geburtstag ein Prämie von 100.000Euro. Für langfristige Politikententwürfe soll der demokratische Entscheidungsprozeß entfallen. Sowieso sollte man sich politisch eher an China orientieren. Weltweite Vermögens und Einkommensumverteilung, um ein möglichst homogenes Wohlstandniveau zu erhalten. Und selbst nach Herrn Randers wird der CO2 Ausstoß auch bei aller Ambition weltweit erst 2030 seinen peak erzielen. Starker Stoff!

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holger_p 24.06.2019, 08:35
332.

Zitat von ruediger
11 (oder auch 10,9) Milliarden Menschen sind zumindest 40% mehr als heute. Und diese Steigerung liegt nicht an einer höheren Geburtenrate sondern an einer höheren Lebenserwartung (und geringeren Kindersterblichkeit). Auch die Annahme eines sinkenden CS2 Aussstosses pro Kopf ist in den Ländern mit steigender Bevölkerung eine absolute Illusion. Hier ist der Ausstoß heute noch sehr klein wird in den nächsten Jahren mit wachsen Wohlstand wachsen. Finanzielle Mittel zur teuren (mehr als 100 Euro pro Tonne) Reduktion stehen dort nicht zur Verfügung.
Wenn man mal den Durchschnitt Weltweit betracht, und mal pro Land, finden sich irgendwo immer zahlen, die einem nicht gefallen.
Selbst bei wachsendem Wohlstand, wird man in Indonesien nicht so viel Heizen wie in Finnland und vielleicht auch nie die gleiche Anzahl von Verbrennungsmotoren pro Kopf erreichen, wie in Deutschland.
Warum sollte "CO2-Reduktion" Geld kosten ? Es erst gar nicht entstehen zu lassen, kostet nicht viel, und Bäume pflanzen, auch nicht.
Ähnlichen Wohlstand werden wir evtl. mal bekommen, aber wir müssen damit rechnen, das er sich eher bei uns ein wenig reduziert (wir werden uns dran gewöhnen - es tut nicht weh), als das er im Rest der Welt auf unser Niveau steigt.

Von der Depressiven Einstellung "Es ist sowieso alles hoffnungslos und verloren" hat niemand etwas.

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s1122 24.06.2019, 09:18
333. Lieber viele Menschen und dafür weniger Autos und Konsum

Viele gebildete Menschen bringen auch mehr Innovation und kulturelle Vielfalt, die uns so weiterbringt und das Leben lebenswerter macht. Was soll z.B. das eigene Auto da verbessern? Man will doch nur schnell von A nach B kommen um hauptsächlich mit Menschen zu interagieren, nur darum geht es. Das lässt sich viel planetenfreundlicher gestalten aber Konservative können das nicht sehen, liegt wohl in Ihrer konservierenden Einstellung. Klar alles ist nur gut wenn es so bleibt wie bisher. Wie armselig.

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StefanXX 24.06.2019, 09:22
334. Nachhilfe in Mathe für Herrn Stöcker.

Weil es in 80 Jahren (!!) also kein Wachstum mehr geben wird, ist das Problem der Bevölkerungszunahme also nicht so schlimm? Ganz abgesehen davon, dass Prognosen was in 80 Jahren sein wird von Haus aus unseriös sind, ist das nicht wirklich beruhigend. Und dann sei dem Autor noch gesagt: Bei 8 Mrd. Menschen sind auch 1% Wachstum sehr viel schlimmer als 5% Wachstum zu Zeiten als wir noch nicht mal eine Milliarde waren. Und dann noch was: "Weniger Wachstum" bedeutet eben immer noch Wachstum.

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StefanXX 24.06.2019, 09:26
335. Langsameres Wachstum ist Schrumpfung??

Zitat von holger_p
Langsameres Wachstum ist Schrumpfung, weil menschen sterblich sind. Während bei dauerhaft existierenden Dingen, tatsächlich ein Wachstum >0 bedeutet, es nimmt permanent zu, ist es bei Menschen so, das erst ein Wachstum >2 eine Zunahme bedeutet, weil die Eltern ja irgendwann sterben ... so ganz von alleine. Als wenn das Wachstum
Wo haben Sie denn diesen Unsinn her? Langsameres Wachstum ist langsameres Wachstum. Eine Schrumpfung tritt EVENTUELL dann 40 oder 50 Jahre später mal ein, aber auch das ist stark davon abhängig, wie viel langsamer das Wachstum ist, wie sich der medizinische Fortschritt gestaltet und und und. Und bis dahin brauchen Sie eine Lösung.

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Kwi Gon Hi 24.06.2019, 09:29
336.

Zitat von holger_p
Langsameres Wachstum ist Schrumpfung, weil menschen sterblich sind. Während bei dauerhaft existierenden Dingen, tatsächlich ein Wachstum >0 bedeutet, es nimmt permanent zu, ist es bei Menschen so, das erst ein Wachstum >2 eine Zunahme bedeutet, weil die Eltern ja irgendwann sterben ... so ganz von alleine. Als wenn das Wachstum
Das ist nicht richtig !!!
Schauen sie sich bitte die Definition von Wachstum an. Ich gebe ihnen mal die beiden Einträge von Wiki für Bio und Mathe:
1) Wachstum (Biologie), Vermehrung oder Zunahme bei Lebewesen
2) Wachstum (Mathematik), Zunahme einer Messgröße im Zeitverlauf.
In beiden Fällen handelt es sich um eine Zunahme, es wird also mehr.
Um langsameres Wachstum zu erklären hier mal ein Beispiel. Ein Baum wächst im 1. Jahr einen Meter, im 2. Jahr nur noch 80 cm. im 3. Jahr dann nur noch 70 cm, usw. In diesem Fall wächst er jedes Jahr langsamer, aber er wächst, er wird größer: 1m, 1,8 m, 2,5 m ...

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JohnLH 24.06.2019, 09:30
337. Die Naivität dieses Artikels tut weh,

die Bevölkerung wird bis 2050, d.h. in 30 Jahren, um 2,2 Mrd Menschen. Noch nie in der Geschichte der Menschheit hat es einen solchen Anstieg gegeben. Maßgeblich sind hier die absoluten Zahlen! Und alle wollen etwas auf dem Teller haben und die Steigerung ist dort am größten, wo am wenigsten Geld für teuren Klimaschutz zur Verfügung steht, in Afrika, in Indien, in Bangladesch, wo Frauen im Normalfall 4-6 Kinder haben. Investition in Geburtenkontrolle ist die beste Investition in Umweltschutz und dabei geht es nicht nur um CO2 sondern auch um Regenwald, Meere, etc.

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alfredo24 24.06.2019, 09:33
338. @wjb27, #331

Zitat von wjb27
Wenn es denn so einfach wäre. Wer versorgt dann die Alten? Alles hat sein Für und Wider. Das Ideal wird es nie geben.
Ihre Frage, wer sich um die Alten kümmert, wenn wir 2 Mrd. Menschen weniger auf dieser Erde haben, ist absolut simpel zu lösen: Da wir in der Industrie und sonst überall eindeutig weniger Menschen benötigen, müsste man nur die Pflegekräfte erheblich besser bezahlen und den Beruf als Pfleger deutlich mehr anerkennen. Dann wäre dies absolut kein Problem. Und da die Menschen, die durch das enorme Bevölkerungswachstum sowieso zu viele sind und aktuell nur durch fremde Hilfe überleben können, wäre auch genügend Geld da, die Pflegekräfte fürstlich zu bezahlen. Ich sehe da überhaupt kein Problem.

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StefanXX 24.06.2019, 09:35
339. Sie fällt nicht aus, sie hat schon lange stattgefunden

Der Autor scheint etwas hinter dem Mond zu leben. Die Bevölkerungsexplosion war schon vor 30 Jahren ein Thema und seitdem hat sie schon lange stattgefunden. Oder wie sonst soll man einen Anstieg von 6 Milliarden Menschen in den letzten 100 Jahren nennen? Und das Problem, das sich daraus ergibt, ist ja die Kombination mit dem zunehmenden Wunsch nach Wohlstand. Gehen Sie mal nach Indien und China … dort wollen die Leute mittlerweile auch gerne autofahren, reisen und Fleisch essen. Es erhöht sich also nicht nur die Zahl der Menschen dramatisch, sondern auch der CO2-Fussabdruck, den jeder von diesen hinterlässt.

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