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Kampf gegen Klimakrise: Die Bevölkerungsexplosion fällt aus
Vlad Eugen Nistor/ EyeEm/ Getty Images

Bei Diskussionen über den Klimawandel taucht regelmäßig dieses Argument auf: Wir können ohnehin nichts tun, solange wir nicht das ungebremste Wachstum der Weltbevölkerung stoppen. Dabei ist diese Phase längst vorbei.

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misterknowitall2 24.06.2019, 13:37
380. Grotesk...

Zitat von vegefranz
Klimawandel gab es schon, als Menschen noch nicht einmal auf der Erde wandelten. (Einfach mal trotz der täglichen Propaganda nachdenken, warum Grönland diesen Namen hat...) Der Einfluß des Menschen auf den Klimawandel ist nicht existent und eine riesige fake news. In Wahrheit geht es um Steuererhöhungen. Es ist zum Teil grotesk, welche Hysterie Medien verursachen, wenn die Politik das so steuert.
das war auch das Erste als ich ihren Kommentar las.

Warum der Aufwand? Steuern kann man auch so erheben, erhöhen oder sonst wie gelten machen. Dafür muss man sich keinen Klimawandel ausdenken. Zumal man sich da global einig ist. Kennen Sie eine globale Steuer?

Thema Grönland. Es war Erik der Rote, der seinen Wikingern vorlog, dass es ein Grünland im Norden gäbe. In Wahrheit gab es dort Kälte, Schnee und Eis und .......Robben! Und auf die war Erik scharf, aber dafür musste er seine Leute betrügen, sonst wäre keiner mitgekommen. Auf Grönland war es nie grün.

Und wenn Sie das nicht mal wissen, sollten Sie ihr Wissen generell hinterfragen. Der Klimawandel ist inzwischen durch Satellitendaten bewiesen.

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Ökofred 24.06.2019, 13:38
381. Das kommt schon noch!

Zitat von mwroer
"Laut Daten, die von der Industriebeobachtungsorganisation CoalSwarm gesammelt wurden, befinden sich mehr als 100 Kohlekraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 42,5 Gigawatt in elf afrikanischen Ländern (ohne Südafrika) in verschiedenen Planungs- und Entwicklungsstadien. Das entspricht mehr als dem Achtfachen der aktuellen Kohlekapazität der Region." Das nur so am Rande. In Afrika, wie in China, bauen nämlich nicht nur afrikanische Firmen und Regierungen sondern jeder (wie überall auf der Welt) und die beuten erst aus was da ist: Kohle. Auch Staaten selber bauen Kohleenergie aus - Kenia ganz offiziell weil die über 30% Energie aus der Wasserkraft durch Dürren schlicht nicht zuverlässig sind. Solarenergie wird ausgebaut - aber dauert. Afrika setzt also mitnichten auf die natürlichsten und billigen Energien. Leider. Aber auch in Afrika stehen Menschen die endlich Strom wollen - und zwar auch abseits der großen Städte halbwegs zuverlässig - vor dem Umweltschutz deutscher Qualität.
Wen die Investitionen ausbleiben (für Kohle) wird man sich schon umorientieren. Und was sind schon 42 Giga? Davon sind nur die in Ägypten und Südafrika einigermaßen sicher.
Es geht um den Gesamtzuwachs (oder Abbau). So haben (CoalSwarm) die USA in den letzten 4 Jahren alleine 70 GW rückgebaut. Selbst in China ist der Zubau längst nicht mehr so hoch, weil meistens der Rückbau vergessen wird. Das waren in China und Indien alleine 9 GW.
Solar wurde letztes Jahr über 100 GW weltweit zugebaut. (Allerdings nicht ganz vergleichbar wg. unterschiedlicher Vollaststunden).
Woanders wird sich die Vernunft sicher durchsetzen, hier in DE bin ich mir nicht so sicher.
https://endcoal.org/wp-content/uploads/2019/03/BoomAndBust_2019_r6.pdf

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schwaebischehausfrau 24.06.2019, 13:42
382. @Darkqueen: Prinzip eines Schneeball-Systems...

Zitat von Darkqueen
Ah ja und dann bricht die Rente in Deutschland komplett zusammen und dann haben die Firmen eigenen Friedhöfe weil eine ganze Generation bis zum Tod arbeiten muss
Es muß ja nicht gleich ein kompletter Geburtenstopp für eine Generation sein. Aber Fakt ist, dass unser aktuelles Renten-System genauso unweigerlich kollabieren muß wie jedes andere kriminelle "Schneeball-System" (bei dem man immer 5 neue einzahlende Teilnehmer braucht, um die unrealistischen Gewinne an 1 vorherigen Teilnehmer auszahlen zu können) , solange es weiter auf dem Prinzip basiert, dass die Rente der aktuellen Rentner-Generation nur erwirtschaftet werden kann, wenn die einzahlenden/arbeitenden Generationen immer mehr wachsen. Sowas nennt man auch Todes-Spirale. Denn wenn sie heute mehr Beitragszahler haben, dann haben sie morgen eben auch mehr Rentner und brauchen dann nochmal mehr Beitragszahler und immer weiter...

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KlausOsten 24.06.2019, 13:46
383. Fake news, Zahlenspiele, Beschwichtigung

"Im Jahr 1962 und 1963 wuchs die Weltbevölkerung stärker als je zuvor und danach. Die Wachstumsrate lag damals bei 2,2 Prozent. Heute ist sie nur noch etwa halb so groß"

1962 lebten 3,1 Mrd Menschen auf der Welt. Es kamen 2,2 % dazu, also ca. 68 Mio. Menschen. Heute leben 7,5 Mrd. Menschen auf der Welt. Die Wachstumsrate beträgt die Hälfte von 2,2 Mrd, also ca. 1,1 %. Es kommen also 82,5 Mio. Menschen pro Jahr dazu. Welche Zahl ist größer?
Hat der Autor auf die Unmündigkeit des Lesers gehofft und die Zahlen so dargestellt, dass sie in seinen Rahmen passen?

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misterknowitall2 24.06.2019, 13:48
384. Und?

Zitat von StefanXX
Der Autor scheint etwas hinter dem Mond zu leben. Die Bevölkerungsexplosion war schon vor 30 Jahren ein Thema und seitdem hat sie schon lange stattgefunden. Oder wie sonst soll man einen Anstieg von 6 Milliarden Menschen in den letzten 100 Jahren nennen? Und das Problem, das sich daraus ergibt, ist ja die Kombination mit dem zunehmenden Wunsch nach Wohlstand. Gehen Sie mal nach Indien und China … dort wollen die Leute mittlerweile auch gerne autofahren, reisen und Fleisch essen. Es erhöht sich also nicht nur die Zahl der Menschen dramatisch, sondern auch der CO2-Fussabdruck, den jeder von diesen hinterlässt.
Noch ist die Welt nicht überbevölkert und ich bin mir sicher, dass sich das auch selbst reguliert. Man wird einfach mit der Versorgung von noch mehr Menschen scheitern und dann wächst mit dem Wohlstand ja auch die Einsicht, dass man keine 20 Kinder braucht, um fürs Alter gewappnet zu sein.

Ich glaub auch nicht, dass der Fußabdruck in Sachen CO2 irgendeine weitere Rolle spielt. Schließlich sind wir bereits jetzt weit über dem Limit, ganz ohne Konsumenten aus diesen Ländern.

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Bondurant 24.06.2019, 13:49
385. Diesen Satz

Zitat von Beat Adler
Jeder der zukuenftig 8.2 Milliarden Menschen auf Erden kann qualitativ so leben, wie jeder in Europa.
sollte man sich merken.

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misterknowitall2 24.06.2019, 13:54
386. Ist das so?

Zitat von Bondurant
was daran beruhigend sein soll. Schließlich geht es nicht um die reine Zahl, sondern auch die Frage, wie all diese Menschen leben wollen und sollen. Ich nehme mal an, dass der allgemeine Wunsch sich am jetzt in Westeuropa gegebenen Lebensstandard orientieren wird. An was sonst? Zur Erinnerung: im Jahre 1970 gab es gerade mal 4 Milliarden Menschen und ich finde, dass eine Verdoppelung von diesem Niveau in siebzig Jahren schon etwas Explosives hat, vor allem wenn man bedenkt, wie sich die dann lebenden Menschen ihr Dasein vorstellen.
Ich glaube nicht, dass die Mehrheit der Menschen ein Leben wie in Europa anstrebt. Das denken wir als Europäer gerne, weil wir uns kaum ein anderes Leben vorstellen können und, wie immer, unsere Lebensweise für die Geilste der Welt halten. Lange Zeit haben wir das mit Gewalt der Welt erklärt. "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!" war nur einer dieser Sprüche aus der Zeit der Kolonialstaaten. Man denke wie Italiener, Belgier, Deutsche und Engländer in Afrika gewütet haben. Sie fragen an was sonst? Na, am Islam, um mal ein krassen Gegenbeispiel zu nennen.

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staatsverschuldungnull 24.06.2019, 13:58
387. Statement über ist falsch

Vielleicht nur ein Versehen der Redaktion. Das Statement über die Ziele der FDP ist falsch. Die FDP hat beschlossen langfristig 3 % in Verteidigung, Entwicklungshilfe und Außenpolitik zu investieren. Dabei ist ganz bewusst auch eine höhere ODA-Quote eingeplant, also mehr! Geld für die Entwicklungshilfe. Dieser Satz ist folglich bewusst oder fahrlässig falsch: "Seine Partei, die FDP, möchte aber in Wahrheit lieber weniger Geld in Entwicklungshilfe stecken. Das wird natürlich vornehmer formuliert: Die FDP will lieber "auf Qualität statt auf Quantität der eingesetzten Mittel" setzen."

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schwaebischehausfrau 24.06.2019, 13:59
388. @5412: Wieso? Voller Konsens...

Zitat von 5412
Das ist gut. Dann ist Ihnen auch klar das wenn wir unsere Bevölkerungsdichte zugrunde legen würde dieser schöne Planet weit mehr als 30 Milliarden Einwohner hätte. Aber immer mit den Fingern auf andere zeigen. Würden wir uns nur an den globalen Schnitt halten hätten wir weniger als 20 Millionen Einwohner. Aber wir sind ja was besseres, gell schwäbische Hausfrau?
Da haben wir doch vollen Konsens, denn:
1. Halte ich ein Deutschland mit nur 60 oder gar 40 Mio. Einwohnern für deutlich lebenswerter als ein dicht besiedeltes Land mit 80 Mio., in dem (siehe aktuelle Diskussion zu fehlenden Wohnungen) jeder m2 Brachfläge noch zubetoniert ("nachverdichtet") wird und jeden Tag die Fläche von vielen Fußballfeldern zubetoniert wird und damit als Lebensraum für andere Spezies fehlt.
2. Wenn unser Land nur 40 Mio. Einwohner hat, dann produzieren wir zwar weniger BIP nominal und es gibt weniger Renten-Beitragszahler, aber man muß mit diesem geringeren BIP eben auch nur 40 Mio. Menschen ernähren und in der nächsten Generation auch weniger Rentner, die finanziert werden müssen. Man hat 1 oder 2 Generationen ein Anpassungsproblem, aber das ist zu lösen.
3. Insofern brauche wir auch keinen immer neuen Nachschub an "Facharbeitern" und Migranten, sondern sollten uns einfach auf eine viel geringere Einwohnerzahl "gesundschrumpfen", die dann in einem viel lebenswerteren weil "grüneren" Land leben können.
4. Und da Deutschland ohne die völlig überflüssige Migration von aussen schon seit Jahren "schrumpft", sind wir diesbezüglich ein Vorbild und müssen uns definitiv kein schlechtes Gewissen einreden lassen wg. unserem CO2-Ausstoß, zumal der ebenfalls seit 1990 bereits um 27% geschrumpft ist.

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Rao 24.06.2019, 14:02
389. Und doch

Zitat von karl-felix
1) Die Vielzahl der Prosumenten ermöglicht erst den technischen und medizinischen Fortschritt, die Ausrottung von Krankheiten und Hunger. Vor 250 Jahren hungerten/verhungerten ca. 90% der Londoner Bevölkerung . Aus dieser Zeit stammt die Angst vor einer " Bevölkerungsexplosion ". 2) Dann hätten wir vermutlich wieder doppelt soviele Hungernde wie heute. 3) Es ist genug für alle da. Sie werfen - statistisch - fast die Hälfte Ihrer mit höchstem Energieeinsatz erzeugten Lebensmittel einfach weg . Trotzdem werden 2 Drittel aller Menschen in den OECD in 2020 an Übergewicht/Fettleibigkeit leiden und zentnerweise die im Schrank eingelaufenen Klamotten wegwerfen . Zehntausende Wohnungen reissen wir einfach ab, voll funktionsfähig, nur um die Preise hoch zu halten . Mahatma Ghandi hatte Recht: Der Planet bietet genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. Wir erzeugen heute jährlich Lebensmittel für 12-14 Milliarden Esser. Da sind 9,7 Milliarden Esser auf diesem Planeten nun wirklich kein Problem , das Problem sind die Prasser, Verschwender, Wegwerfer und unsere nicht nachhaltige Art zu wirtschaften . Der Planet trägt locker 20 Milliarden Mossi, aber nicht 2 Milliarden US-Amerikaner und Westdeutsche.
finden die größten Umweltzerstörungen heute überwiegend in Entwicklungsländern statt. Denn Umweltschutz muß man sich erst mal - finanziell und technisch - leisten können. Die Armen können es sich nicht aussuchen, womit sie z. B. ihre Hütten heizen und beleuchten und ihre Mahlzeiten kochen wollen, wenn es keinen elektrischen Strom gibt und das einzige erschwingliche Brenn- und Beleuchtungsmittel das Holz aus dem nahen Urwald ist. Oder wenn das einzige erhältliche billige Fleisch für den Topf illegales "Buschfleisch" ist, für das leider streng geschützte Arten wie etwa Gorillas ins Gras beißen mußten. Wo kein Richter, da kein Henker, aber die Natur stirbt trotzdem. Weil nämlich auch arme Menschen von irgendwas leben wollen. Unsere Umwelt- und Tierschutzauflagen in den Industrieländern sind inzwischen ziemlich hoch. Weil wir es uns leisten können, weil wir uns Alternativen leisten können. Für die Natur ist es am Ende egal, ob sie für die Bedürfnisse von 10 Reichen oder 1000 Armen zerstört wird, zerstört ist zerstört.

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