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Kampf gegen Klimakrise: Die Bevölkerungsexplosion fällt aus
Vlad Eugen Nistor/ EyeEm/ Getty Images

Bei Diskussionen über den Klimawandel taucht regelmäßig dieses Argument auf: Wir können ohnehin nichts tun, solange wir nicht das ungebremste Wachstum der Weltbevölkerung stoppen. Dabei ist diese Phase längst vorbei.

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Olaf Köhler 24.06.2019, 14:33
400.

Zitat von klaus.mueller
nicht als Problem. Wir müssen nur in den nächsten Jahrzehnten andere Planeten besiedeln. 1492 ist schon ne Weile her. Wird Zeit mal wieder neues Land zu entdecken. Unabhängig davon ist es sinnvoll CO2 Methan etc. zu begrenzen. Wobei die Menschheit auch nicht untergeht wenn nicht. Sind dann nur viele gestorben.
Dann zieht sie also weiter, die Seuche Menschheit: Gebt ihr genügend Zeit, dann kriegt sie andere Planeten auch kaputt, sogar den Mars, obwohl da nichts wächst.

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michael.krispin 24.06.2019, 14:34
401. Da wird mal wieder alles ueber einen Kamm geschert

Es stimmt ja dass in der sogenannten westlichen Welt die Bevoekerung ja jetzt schon abnimmt.
Gleichzeitig steigen die Populationen in Indien und weitlaeufig den muslimischen Laendern.
Da wird mit Entwicklungshilfe mal rein gar nichts erreicht.
Afrika ist zwar gross aber im Vergleich zu Asien sehr duenn besiedelt.
China hat es als einziges Land richtig gemacht mit der ein Kind Politik. Nicht mehr so streng bei der Landbevoelkerung.
Sowohl in Indien als auch den muslimischen Laendern wird es noch weit mehr als diese hundert Jahre dauern bis dort vielleicht die Einsicht zur Begrenzung reift. Dort ist es ein kulturelles Problem, kein Problem der fehlenden Ausbildung fuer Frauen. Grundsaetzlich immer gut, aber hier nicht ausschlaggebend.
Auch der Papst, welcher auch immer, predigt ja immer noch frei nach Udo Juergens: Gehet hin und vermehret Euch.
Eine Weltkarte mit farblich markierter wachsender oder schrumpfender Bevoelkerung wuerde meine These untermauern

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d45gts 24.06.2019, 14:36
402. Beispiel Pakistan

"Wozu ein solches System führt, wird in Pakistan deutlich:

Bei der Staatsgründung 1947 hatte das Land 27 Millionen Einwohner.
2017, bei der letzten Volkszählung, lebten bereits knapp 208 Millionen Menschen in Pakistan; die Zahlen der Weltbank weichen davon nur geringfügig ab. Damit hat die Bevölkerung sich im Schnitt alle 25 Jahre verdoppelt.
Pakistan ist heute das sechstbevölkerungsreichste Land der Welt, 2030 dürfte es auf Platz vier sein.
Wenn die Entwicklung anhält, überschreitet das Land noch in diesem Jahrhundert die Milliardengrenze."

https://www.spiegel.de/politik/ausland/pakistan-die-bevoelkerung-waechst-rasant-a-1253753.html

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zweifelturm 24.06.2019, 14:39
403. @ 383 KlausOsten - Was für ein Unsinn

Wenn Sie schon keinerlei Ahnung von der Materie haben und durch albernste unbedarfte Rechnerei herumnölen, sollten Sie doch bitte nicht den Autor dieses Artikels mit Ihrem Unsinn derart belästigen.
Also: Die Weltbevölkerungszahl in den ersten 18 Jahrhunderten extrem langsam gestiegen: von rund 200 bis 400 Millionen Menschen im Jahr Null auf eine Milliarde im Zweijahreszeitraum 1804/05. Danach beschleunigte sich das Wachstum stark: Für die zweite Milliarde 1926/7 genügten etwa 123 Jahre, für die dritte im Jahr 1959 wurden rund 33 und für die vierte, fünfte und sechste in den Jahren 1974, 1987 und 1998 nur noch 15, 13 bzw. zwölf Jahre benötigt. Seitdem vergrößern sich die Abstände, die siebte Milliarde wurde im Oktober 2011 erreicht. Die Wachstumsrate der Weltbevölkerung – der jährliche prozentuale Zuwachs – hat im Zeitraum 1965 bis 1970 mit zwei Prozent ein Maximum erreicht und nimmt seitdem stetig ab, 2010 betrug sie noch 1,1 Prozent und hat nach wie vor eine fallende Tendenz. Im 20. Jahrhundert setzte sich der Anstieg der Wachstumsrate der Weltbevölkerung fort, während sich das Wachstum in Europa im gleichen Zeitraum abschwächte und im Falle Deutschlands – ohne Berücksichtigung von Einwanderungen – seit etwa1970 in die Schrumpfung überging.
Jede wissenschaftliche Bevölkerungsvorausberechnung beruht auf 3 Bedingungen oder Voraussetzungen: auf Annahmen über die künftige Entwicklung der Fertilität (Geburtenrate), der Mortalität (Sterberate) und der Migration (Wanderungsrate). Das Kernstück jeder Vorausberechnung besteht in der Erarbeitung dieser Annahmen, was intensive Analysen über die Entwicklung in der Vergangenheit erfordert. Die Qualität einer Bevölkerungsvorausberechnung, gemessen an ihrer Treffsicherheit, ist stets identisch mit der Qualität bzw. dem Realitätsgehalt der ihr zugrunde liegenden Annahmen. Stimmen die Annahmen über die Geburten- und Sterberate und über die Wanderungsrate in der Zukunft mit der Realität genau oder näherungsweise überein, dann trifft auch die Bevölkerungsvorausberechnung genau oder näherungsweise zu. Nach Jahrhunderten des Bevölkerungswachstums zeichnet sich heute auf Grund des weltweiten, seit Jahrzehnten beobachteten Rückgangs der Geburtenraten ein Ende des Weltbevölkerungswachstums ab. Diese Zukunftsprognosen haben nichts mit Wahrsagerei zu tun, vielmehr handelt es sich um mathematisch überprüfbare Aussagen in der Form von "Wenn-Dann-Sätzen". Wenn das Bestandserhaltungsniveau der Geburtenrate beispielsweise ab dem Jahr 2040 unterschritten wird, wächst die Weltbevölkerung auf ein Maximum von 9,5 Milliarden im Jahr 2070, danach beginnt der Prozess der Weltbevölkerungsschrumpfung. Erreicht die Geburtenrate das Bestandserhaltungsniveau erst 2080, dann steigt die Weltbevölkerungszahl bis 2110 auf ein Maximum von 11,6 Milliarden, um danach zurückzugehen. Wäre die Fertilität etwa auf dem Stand von 1970 stehen geblieben, gäbe es 2100 etwa 23 Milliarden Menschen auf der Welt.

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5412 24.06.2019, 14:41
404.

Zitat von schwaebischehausfrau
Da haben wir doch vollen Konsens, denn: 1. Halte ich ein Deutschland mit nur 60 oder gar 40 Mio. Einwohnern für deutlich lebenswerter als ein dicht besiedeltes Land mit 80 Mio., in dem (siehe aktuelle Diskussion zu fehlenden Wohnungen) jeder m2 Brachfläge noch zubetoniert ("nachverdichtet") wird und jeden Tag die Fläche von vielen Fußballfeldern zubetoniert wird und damit als Lebensraum für andere Spezies fehlt. 2. Wenn unser Land nur 40 Mio. Einwohner hat, dann produzieren wir zwar weniger BIP nominal und es gibt weniger Renten-Beitragszahler, aber man muß mit diesem geringeren BIP eben auch nur 40 Mio. Menschen ernähren und in der nächsten Generation auch weniger Rentner, die finanziert werden müssen. Man hat 1 oder 2 Generationen ein Anpassungsproblem, aber das ist zu lösen. 3. Insofern brauche wir auch keinen immer neuen Nachschub an "Facharbeitern" und Migranten, sondern sollten uns einfach auf eine viel geringere Einwohnerzahl "gesundschrumpfen", die dann in einem viel lebenswerteren weil "grüneren" Land leben können. 4. Und da Deutschland ohne die völlig überflüssige Migration von aussen schon seit Jahren "schrumpft", sind wir diesbezüglich ein Vorbild und müssen uns definitiv kein schlechtes Gewissen einreden lassen wg. unserem CO2-Ausstoß, zumal der ebenfalls seit 1990 bereits um 27% geschrumpft ist.
Nicht 40 eher 16 Millionen wären dem aktuellen globalen Schnitt betrachtet angemessen. Und unseren ökologischen Fußabdruck müssten wir dennoch verkleinern. Ein Deutscher hat immer noch einen 7fach größeren Fußabdruck eines Inders. Und Punkt 3 und 4 zeigen überdeutlich auf, dass uns ein gewaltiger Graben trennt. Ich bin weder Wutrentner noch Rassist und verbitte mir jedwede Vereinnahmung!

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karl-felix 24.06.2019, 14:47
405. Ja

Zitat von Rao
1)finden die größten Umweltzerstörungen heute überwiegend in Entwicklungsländern statt. 2) Denn Umweltschutz muß man sich erst mal - finanziell und technisch - leisten können. Die Armen können es sich nicht aussuchen, womit sie z. B. ihre Hütten heizen und beleuchten 3) Oder wenn das einzige erhältliche billige Fleisch für den Topf illegales "Buschfleisch" ist, 4)Unsere Umwelt- und Tierschutzauflagen in den Industrieländern sind inzwischen ziemlich hoch. Weil wir es uns leisten können, weil wir uns Alternativen leisten können. Für die Natur ist es am Ende egal, ob sie für die Bedürfnisse von 10 Reichen oder 1000 Armen zerstört wird, zerstört ist zerstört.
1)eine direkte Folge der Aufteilung der 3. Welt unter der 1.+2.Welt .
Pars pro toto : Die Franzosen beuten die Uranminen in Nordafrika aus ,

2) Na, ja . Eine der 5 grössten Lithiumproduzenten der Welt hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und macht hervorragende Geschäfte, so wie Arreva mit Uran oder die USA weltweit mit Öl . Da geht es nicht darum , eine Hütte mit Kuhdung zu isolieren und zu heizen . Blutkohle aus Kolumbien verheizen wir in Deutschland massenhaft . Da gejht es nicht um eine Glühbirne in einer Hütte. Unsere Kohlefrachter und Öltanker belasten das Ökosystem um ein Vielfaches mehr als alle Hütten aFRIKAS:

3) Wir fischen deren Fanggründe leer, wir zerstören deren Märkte mit billigem hoch subvenitioniertem Getreide und Fleischresten .
Wir trinken deren Kaffee zu Preisen von vor 70 Jahren , verkaufen den Kaffebauern den Traktor aber zum 20fachen Preis von vor 70 Jahren .

4) Nein . Arme zerstören diesen Planeten nicht. Der Planet bietet genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.
Es ist unsere westliche , nicht nachhaltige Art zu wirtschaften , unser " perverses System von kommerziellen Beziehungen und Eigentumsverhältnissen "(Franziskus) die unseren Planeten unsere
Existenzgrundlage zerstören . Welterschöpfungstag ist heuter im August . Da hat die 3. Welt praktisch nichts mit zu tun . Sie verbrauchen soviele Ressourcen wie wohl 100 Mossi .
Ihre Schuldzuweisung an die Ärmsten der Armen ist nicht zutreffend.

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georgia.k 24.06.2019, 14:52
406. Seit wann ist eigentlich langsamere Wachstum gleich Schrumpfung?

zu thomasconrad 2. Einmal Deutschland
Welche Folgen diese Bevölkerungsexplosion haben könnte, liegt jenseits der Vorstellungskraft von "Gutgläubigen" - dass auch die Resourcen dieser Erde endlich sind, kommt ihnen nicht in den Sinn.
Das Wasser dürfte zuallererst knapp werden, die fruchtbaren Böden, bewohnbare Areale sind nicht unbedingt vermehrbar. Und wer meint, man müsste nur mehr produzieren, um die stetig wachsende Bevölkerung zu ernähren, akzeptiert letztlich die industrielle Nahrungsmittelproduktion mit all ihren gesundheitlichen Risiken, wenn mit Hilfe von Gentechnik, Chemie etc. der Ertrag gesteigert wird, unerträgliche wirtschaftliche Abhängigkeiten wie im Falle der indischen Bauern akzeptiert, die Gewinn privatisiert und die Folgen sozialisiert werden. Niemand will eigentlich erfahren, wann dem Menschen die Mitmenschlichkeit abhanden kommt, obwohl es uns immer wieder mal vor Augen geführt wird - und wer genau beobachtet, erkennt es bei sog. Gutbürgerlichen und auch christlich Geprägten. Ansonsten gibt es ja noch die Versuchsreihen im Labor.

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knuty 24.06.2019, 14:52
407.

Zitat von derleibhaftige
Ich halte die im Artikel oder auch bei tagesschau zuletzt aufgestellte Thesen diesbezüglich für zu optimistisch. Hier wird von einer weltweiten Bevölkerungszunahme von lediglich 9,6 Mrd. in 2050 auf nur 10,7 Mrd. in 2100 ausgegangen, also ca. rund 1 Mrd. in 50 Jahren. Die Begründung dafür ist eigentlich an den Haaren herbei gezogen, weil dabei gar nicht erklärt wird, wie das möglich werden soll. Hier scheint eher das Prinzip Hoffnung mitzuschwingen. Vergleicht man mit der Entwicklung der letzten 50 Jahre, könnte man das nicht mehr nur mit einer geringen Geburtenrate pro Frau begründen. Und ob diese in Zukunft überhaupt noch weiter zurückgehen wird, steht in den Sternen. Die Probleme liegen doch darin, dass z.B. China seine 1-Kind Politik inzwischen aufgegeben hat und dass der Pro-Kopf Ausstoß bei Klimagasen in Ländern wie China oder Indien und Afrika immer weiter ansteigt, weil sich die Lebensgewohnheiten auch stark verändert haben. Verkehr und vor allem auch die Nahrungsmittelproduktion sind wichtige Faktoren, die eben in Zukunft global weiter sehr stark zunehmen werden. Die Umweltbelastung durch Müll ist ein weiteres Problem. Deutschland hat einen inzwischen vergleichsweisen kleinen Klima-Footprint, den man mit überambinionierten Zielen - und damit Kosten - um jeden Preis noch weiter verringern möchte. Dabei spielen diese 80 Millionen Deutschen schon heute kaum noch eine Rolle und werden es in Zukunft noch weniger spielen, dafür sind es anteilsmäßig und global betrachtet einfach viel zu wenige. Und der deutsche Anteil wird damit immer kleiner und unbedeutender und das wird nicht beachtet.
Weshalb sollte eine geringere Geburtenrate nicht als Erklärung ausreichen?

In Afrika ist der CO2-Ausstoß pro Kopf nicht oder nur sehr wenig angestiegenen.

Und Deutschland hat inzwischen zwar einen kleineren, aber immer noch viel großen CO2-Footprint im Vergleich zu anderen Ländern.
Deutschland emittiert 868 Mill. Tonnen CO2 pro Jahr und ganz Afrika mit 1,25 Mrd. Einwohnern bloß 1.040 Tonnen CO2.

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Olaf Köhler 24.06.2019, 15:05
408.

Am besten wäre dann doch, weltweit Geburten zu verhindern - die Alten sterben langsam weg, Kinder wird es keine mehr geben, und schon kann der verbliebene Rest so richtig aus dem Vollen schöpfen, oder?

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mats73 24.06.2019, 15:09
409. gar nicht die Frage!

Ob das Wachstum exponentiell steigt oder sich verlangsamt ist doch hier gar nicht die entscheidende Frage.
Entscheidend ist doch, dass die heutige Weltbevölkerung, die bereits heute keinen Flecken auf der Erde unzerstört lässt, weiterhin - und das noch viele Jahrzehnte - deutlich wachsen wird, wenn auch nicht mehr ganz so schnell wie zu Zeiten des stärksten Wachstums.
Ein exponentielles Wachstum hätte die Menschheit mit ziemlicher Sicherheit - sofern Wachstumskurven anderer Spezies halbwegs übertragbar sind, und letztlich ist die Menschheit auch nur eine weitere Spezies unter Milliarden anderer - ziemlich schnell auf den Stand des Mittelalters gebeamt, wenn nicht sogar ganz eliminiert.
Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Menschheit selbst gegenseitig auslöscht halte ich nach wie vor für deutlich wahrscheinlicher, als dass die Erde klimatechnisch unbewohnbar wird. In Zeiten der großen Polarisierer und enger werdendem Raum wird irgendwann jemand den roten Knopfdrücken, und sei es aus vielleicht keine Absicht sondern nur ein Versehen im nervösen Umfeld sein wird. Ich befürchte, dass irgendwann einmal auch ein Terroranschlag mit Massenvernichtungswaffen gelingt.

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