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Kampf gegen Klimakrise: Die Bevölkerungsexplosion fällt aus
Vlad Eugen Nistor/ EyeEm/ Getty Images

Bei Diskussionen über den Klimawandel taucht regelmäßig dieses Argument auf: Wir können ohnehin nichts tun, solange wir nicht das ungebremste Wachstum der Weltbevölkerung stoppen. Dabei ist diese Phase längst vorbei.

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karl-felix 24.06.2019, 17:24
420. Die

Zitat von oranjee_general
1)Den mehr als die Haelfte der aktuellen Weltbevoelkerung hat entweder unzureichend oder gar keinen Zugang zu Energie. Das heisst wenn diese auf den gleichen Stand von uns kommen wollen, brauchen wir noch mal mindestens das doppelte wenn nicht dreifache an globalen Energiebedarf? 2) Ausserdem vergisst der Autor das wenn man auf Wind und Solar umstellt man bis zu 10fach mehr an Flaeche verbraucht und das ist reine Energiegewinnung von Speicherung haben wir noch gar nicht geredet. 3)Also entweder opfern wir momentane Biotope fuer Gruene Energie oder eben Agrarflaeche, so einfach ist die Rechnung.
1)Energie iost das geringste Problem . Die Sonne schickt in 3 Stunden soviel, wie die gesamte Menschheit für alle ihre Aktivitäten im ganzen Jahr verbraucht. Das 10.000fache.
Die weltweit grössten Solarkraftwerke stehen in Indien , China, Afrika und Arabien . Alle 20 Minuten geht in China eine Windkraftanlage ans Netz .

2) Windräder müssen nicht zwingend an Land aufgebaut werden , die funktionieren auch off-shore.
Dachschindel die Fotovoltaikstrom erzeugen brauchen nicht einen einzigen Qm zusätzlich an Grund und Boden .

3) Nein . Flächen lassen sich mehrfach nutzen . Beispiel sehen Sie an den deutschen Braunkohletagebauen . Auf den Halden stehen jede Menge Windräder. Konnten Sie gestern in der Tagesschau schön sehen . Kein Strohballen stört sich daran , wenn das Scheunendach aus Solarmodulen besteht . Selbst in Fukushima können Sie WEA und Solarkraftwerke installieren . Stört keinen Menschen .

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Bondurant 24.06.2019, 17:26
421. jedenfalls

Zitat von John.Moredread
Da widerspreche ich. In absoluten Zahlen werden jetzt immer weniger Kinder geboren. Die Anzahl der Menschen wächst aktuell, weil die Leute immer älter werden, und nicht, weil es zu viele Kinder gäbe.
liegt der weltweite Geburtenüberschuß bei >1%. Also wächst derzeit die Bevölkerung mindestens um 80 Mio Menschen jährlich. Aber schlimmer noch als das ist, dass nach Abzug der sterbenden Greise, Kriegsopfer und sonstigen Toten ca. 160 Millionen Säuglinge in jedem Jahr neu auf die Welt kommen, um dort zu bleiben.

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knuty 24.06.2019, 17:28
422.

Zitat von plechazunga
Natürlich hat das Bevölkerungswachstum Auswirkungen auf Energieverbrauch, den Verbrauch von fossilen Brennstoffen und damit die CO2 Emission. Es ist blühende Phantasie des Autors, zu behaupten, wir könnten einfach die Energieversorgung und Ernährung neu organisieren. Das ist bei weitem nicht allein eine Frage des Geldes, wie er uns in einem anderen Beitrag vorrechnet. Die Deutschen regieren wenn, dann nur Deutschland, sie haben Einfluß in der EU, aber das war's auch. Andere Länder regieren sich tatsächlich selbst! Hr. Kubicki weist richtigerweise darauf hin, dass die Bemühungen zum Klimaschutz von EU und DE durch dieses Bevölkerungswachs auf 11,0 Milliarden Menschen in 2100 aufgehoben werden und verpuffen.
Auweia, Sie glauben tatsächlich nur Deutschland würde oder soll die CO2-Emissionen reduzieren.
Haben Sie denn noch nie etwas von den Klimakonferenzen der UN gehört?

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nonsense_forever 24.06.2019, 17:32
423. Eine erstaunliche Theorie

Beitragdie der Hr. Stöcker da populiert. Wie hies es doch einst bei dem britischen Schriftsteller George Orwell: Neusprech. Aber den gibt es ja auch nicht. So wenig wie den Neudenk hinter dem Neusprech. Früher mal Propaganda genannt. Es gibt ja auch keine Failed States mit zunehmender Tendenz. Auch so eine dubiose Behauptung, nicht von den herrschenden Staatsökonomen und Politwissenschaftlern geformt. Na dann viel Spaß noch mit den weltweiten Chancen einer alternden Bevölkerung.

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bambata 24.06.2019, 17:33
424.

Zitat von Beat Adler
Die beiden besten Verhuetungsmittel: Malala Yousefzai und smartphone. Malala sorgt dafuer, dass Maedchen in die Schule gehen, junge Frauen eine Berufsausbildung absolvieren, und das smartphone, dass die Jungen dort ihre Nase reinstrecken, an Stelle von einem anderen Koerperteil anderso hineinstecken;-) Die Zahl von 8.1 bis 8.2 Milliarden als Maximum zwischen 2040 und 2045 ist richtig. Das schreibe ich seit vielen Monaten in jedem Blog bei SPON. Endlich ist auch die SPON Redaktion aufgewacht. mfG Beat
Zitat: Die Zahl von 8.1 bis 8.2 Milliarden als Maximum zwischen 2040 und 2045 ist richtig. Das schreibe ich seit vielen Monaten in jedem Blog bei SPON.

Vielleicht wäre es dann mal an der Zeit, Ihre Gewohnheiten ein wenig zu überdenken?

Gibt es für Ihre Zahlen verlässliche und belastbare Quellen oder sind Ihre Behauptungen dem Prinzip Hoffnung oder einer Realitätsleugnung geschuldet oder schlicht alternative Fakten?

Das Maximum wird nicht vor dem Ende dieses Jahrhunderts erreicht. Je nach Quelle und Szenario liegt dieses bei rund 11 Mrd. in 2100 (medium growth scenario) oder 16 Mrd. in 2100 (high growth scenario) mit weiterem Wachstum danach. Lediglich das low growth scenario sieht ein Maximum bei ca. 9 Mrd. in 2050. Aber selbst die UN sieht dessen Eintrittswahrscheinlichkeit als denkbar gering an.

Zitat: Endlich ist auch die SPON Redaktion aufgewacht.
Der Artikel bleibt ja wenigstens bei den Fakten von 10,9 Mrd. in 2100, auch wenn er die Implikationen des Bevölkerungswachstums etwas zu relativieren versucht. Was aber - auch wenn ich die Sichtweise des Autors nicht teile - zumindest legitim ist.

Ihre unsubstantiierten Behauptungen hingegen sind eins ganz gewiss nicht: legitim.

Quellen:
Our World in Data
Wikipedia - Projections of population growth

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5412 24.06.2019, 17:35
425.

Zitat von schwaebischehausfrau
Auch mit nur 16 Mio. Einwohnern wäre Deutschland sicher ein lebenswerteres Land als mit 80 Mio. Dann hätten wir in etwa die Bevölkerungsdichte von Irland. Und bei nur 8 Mio. Einwohnern hätte Deutschland grob die gleiche Bevölkerungsdichte wie Schweden. Und Schweden ist ein wunderbares Land. Und was den "immer noch 7-fach größeren (CO2?)-Fußabdruck eines eines Menschen in Deutschland angeht, so muß man auch das mal in ein anderes Verhältnis setzen. Ein Großteil dieses Fußabdrucks geht auch auf unseren Exportüberschuß zurück und entfällt auf in Deutschland hergestellte Autos und Maschinen, die in anderen Ländern der Erde genutzt werden. Mit diesem CO2-Ausstoß müsste man daher auch die Nutzer belasten und nicht die Hersteller. Wenn Sie 2 Nachbardörfer haben mit je 1.000 Einwohnern und nur in dem Dorf A befindet sich die Müllverbrennungsanlage, der Metzger, Bäcker ,die Bauern und das kleine E-Werk, die BEIDE Dörfer A + B mit Waren und Strom versorgen, dann weren die 1.000 Einwohner von Dorf A auch einen deutlich höheren CO2-Fußabdruck haben als die 1.000 Einwohner von Dorf B. Und man müsste fairerweise den CO2-Ausstoß für die Produkte, die sie konsumieren, von Dorf A abziehen und Dorf B zusätzlich damit belasten.
Wollen Sie mich verkohlen? Der Fußabdruck bezieht sich auf den individuellen Durchschnittsverbrauch in einem Land und ein Deutscher hat einen 7fach größeren als ein Inder und immer noch einen größeren als ein Chinese. Schlimmer sind nur die Amis, Australier und die Golfstaaten.
Und von 80 auf 16 Millionen das wird Jahrhunderte dauern bzw. nie klappen.

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karl-felix 24.06.2019, 17:37
426. Nun

Zitat von Bondurant
die naturverbunden indigenen Völker wollen eigentlich unseren ganzen Luxus gar nicht, die sind ja auch so glücklich, wenn nur die Sonne scheint. Und diesen ganzen Hightechmedizin Quatsch wollen die wahrscheinlich auch nicht, genauso wenig wie ordentliche Heizungen bzw. Klimaanlagen oder ständig fließendes Wasser oder Strom zu jeder Tages Nachtzeit oder oder oder, das sind alles europäische Verirrungen nicht wahr?
Ich zeigte chinesischen Freunden bei ihrem Besuch bei uns eine Dampflokomotive. Die sind vor Schreck fast umgefallen als das Ding loszischte und fauchte, die sind gewohnt mit dem Transrapid
und mit E- Hochgeschwindigkeitszügen zu fahren . Die kannten so etwas gar nicht. Die wollen keine Dampfloks und keine ungefilterten KKWSchornsteine, lieber ein E-Auto(Fehlanzeige in Deutschland) . Der schnellste Computer der Welt steht m.W. in China und grosse E-Strom-Akkus im MW Bereich ist für die selbstverständlich . Die sind zu höflich es so zu formulieren , aber die denken wir wären ein technisch rückständiges , recht weit zurückgebliebenes Puppenstubenländle das den Anschluss an die Moderne verpasst hat.
Die begreifen nicht, dass es bei uns nicht möglich ist an einem Tag Paris und Venedig zu sehen . Diese Dörfer liegen doch direkt neben Berlin . Sie haben Recht, unsere Medizin betrachten die mit sehr grossem Vorbehalt, unsere Wegwerfmentalität sehen die nicht als Luxus sondern als Dummheit . Das wollen die nicht. Warum die vielen Lebensmittel wegwerfen ?
Über die deutsche Arroganz schweigen die lieber höflich .

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bambata 24.06.2019, 17:39
427.

Zitat von Ökofred
Also erstmal wächst Asien noch stärker als Afrika, nämlich um 40 Mio, Afrika um 30. Das ändert sich erst um 2014 (ab dann schrumpft die asiatische Bevölkerung). Es ist immer praktisch, vor steilen Thesen erstmal die Quellen zu studieren (diese Zahlen finden sich darin). Außerdem wird Kubicki sicher nie irgendwelche Entwicklungshilfe verteilen. Vor einigen Jahren wollte die FDP das Ministerium noch abschaffen, ich denke nicht das die nochmal Verantwortung da bekommen.
Die asiatische Bevölkerung schrumpft nicht ab 2014. Die relativen Wachstumsraten nehmen ab, die absoluten Bevölkerungszahlen steigen weiterhin.

Die asiatische Bevölkerung nimmt bis 2050 um jährlich durchschnittl. 0,7% zu mit einem absoluten Wachstum von 41% von 3,73 Mrd. in 2000 auf 5,26 Mrd. in 2050, also um 1,53 Mrd. Menschen.

Afrika wächst im gleichen Zeitraum um durchschnittl. 2,3% p.a. oder 203% absolut. Von 0,82 Mrd. auf 2,53 Mrd., also um 1,71 Mrd. Menschen.

Insgesamt wachsen beide Regionen in diesem Zeitraum absolut um etwa die gleiche Anzahl Menschen (+0,18 Mrd. in Afrika).

Quelle: Wikipedia - Projections of population growth

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Newspeak 24.06.2019, 17:43
428. ...

Das Grundproblem ist, dass in der Diskussion um den Klimawandel zuviel emotionalisiert und ideologisiert wird. Mittlerweile darf man ja schon nicht mehr Klimawandel schreiben, sondern muss von Klimakatastrophe sprechen. Und immer soll der Planet gerettet werden, obwohl der mit oder ohne Klimawandel sicher nicht in Gefahr ist. Die Diskussion wird damit sehr einseitig. Bevor uns naemlich der Klimawandel Probleme machen wird, werden uns die Rohstoffe ausgehen. Oel, bestimmte Metalle wie Zinn, Lithium, Kobalt, selbst solche Dinge wie Sand fuer Beton, Phosphat, Helium. Viele dieser Ressourcen sind ohne technologische Innovation unrettbar verbraucht (verbraucht auch in dem Sinne, dass sie zwar materiell noch da sind, aber z.B. zu fein verteilt vorliegen, um sie effektiv wiederzugewinnen). Ein Grossteil unserer modernen Technologie haengt an diesen Stoffen. Ganz ohne jeden Klimawandel wird uns DAS evtl. das Genick brechen, als Menschheit, aber nicht, weil man Leute umsiedeln muss, weil die Meerespiegel steigen oder aehnliches. Am Ende muessten auch mal Journalisten lernen, naturwissenschaftlich zu denken. Fuer ein Aluminium- oder Stahlwerk braucht es naemlich Kohle- oder Atomstrom. Auch in ferner Zukunft. Aber das ist ja schon wieder so eine Ketzerei, wenn man darauf hinweist.

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knuty 24.06.2019, 17:44
429.

Zitat von michael.krispin
Es stimmt ja dass in der sogenannten westlichen Welt die Bevoekerung ja jetzt schon abnimmt. Gleichzeitig steigen die Populationen in Indien und weitlaeufig den muslimischen Laendern. Da wird mit Entwicklungshilfe mal rein gar nichts erreicht. Afrika ist zwar gross aber im Vergleich zu Asien sehr duenn besiedelt. China hat es als einziges Land richtig gemacht mit der ein Kind Politik. Nicht mehr so streng bei der Landbevoelkerung. Sowohl in Indien als auch den muslimischen Laendern wird es noch weit mehr als diese hundert Jahre dauern bis dort vielleicht die Einsicht zur Begrenzung reift. Dort ist es ein kulturelles Problem, kein Problem der fehlenden Ausbildung fuer Frauen. Grundsaetzlich immer gut, aber hier nicht ausschlaggebend. Auch der Papst, welcher auch immer, predigt ja immer noch frei nach Udo Juergens: Gehet hin und vermehret Euch. Eine Weltkarte mit farblich markierter wachsender oder schrumpfender Bevoelkerung wuerde meine These untermauern
Die Geburtenrate im ostasiatischem Raum liegt nur noch bei 1,8 Geburten pro Frau.
In Indien ist die Geburtenrate von 5,9 auf 2,3 gefallen.
Und auch in Pakistan sinkt die Geburtenrate. Zwar erst seit 1990, dafür aber ums so schneller, nämlich von 6,0 auf 3,4 Geburten pro Frau.
(Zum Vergleich in der EU: 1,6.)

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