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Kampf gegen Klimawandel: "Der Atomausstieg ist ein großer Fehler"
DPA

Forscher wie der Klimatologe James Hansen und Lobbyisten fordern auf der Welt-Klimakonferenz, Atomkraftwerke als klimafreundlich anzuerkennen - und zu fördern. Deutschland steckt in der Zwickmühle.

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doppelpost123 15.11.2017, 17:46
150. Mit dem Kopf gegen die Wand

Zitat von Yxenhaga
Über dieses technikfeindliche Land kann man nur den Kopf schütteln. Nach German Angst kommt German Sackgasse. Nun wollen sie in Bonn wieder trotzig mit dem Kopf durch die Wand.
"Technikfeindliches Land"? Die Deutschen wollen in innovative Techniken investieren, statt in Technologie von vorgestern und Sie nennen das "technikfeindlich"? Logik?

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herbert.huber 15.11.2017, 17:47
151. unfassbar ...

Zitat von veccctor
Genau, Super Argument!!! Wann genau wurden die genannten AKWs nochmal gebaut? Wenn man natürlich der Meinung ist, dass die Technik in den letzten mehr als 50 Jahren stehen geblieben ist kann man so argumentieren :-) Und von wegen sie fangen an, machen sie doch mal weiter mit Aufzählen......
die Atomlobbyisten sind echt lustig. Die erklären einem immer wieder, dass ein Unfall ja nicht passieren kann. Wenn dann einer passiert, dann erklären sie auf genau so vielen Seiten, warum das natürlich nur ein Einzelfall war, niemals wieder passieren kann, bis ... bis zum nächsten Unfall. Das Ganze garniert mit einer Arroganz, dass es einem übel wird. An die Atomlobby: sie hatten ihre Chance, mehrfach, sie haben es vermasselt.

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ludwigraible 15.11.2017, 17:47
152. Der Mann hat recht

Der CO2-Ausstoß wird sich, zumindest in den nächsten 20 Jahren, nicht vermindern lassen. Man braucht nur mal recherchieren nach "new coal-fired power plant projects in asia", dann ist diese Illusion schnell weg. Die Staaten in Südostasien sowie Indien und China haben einen enormen Bedarf an Stromerzeugungskapazität, der sich nicht ansatzweise mit EE realisieren lässt. Der Zubau wird vorwiegend mit Kohlekraftwerken und Atomkraftwerken erfolgen. Nur wir in D schalten unsere Kernkraftwerke, also die CO2-freie, grundlastfähige Stromerzeugung, ab. Speichertechnologien, die eine Versorgung Deutschlands bei Dunkelflaute sicherstellen könnten gibt es nicht. Also wie machen wir das dann? Gut, wenn es ein europäisches Verbundnetz gibt, können wir dann in den Nachbarländern (z.B. Polen, Frankreich) erzeugten Kohle- und Atomstrom beziehen.

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Freedom of Seech 15.11.2017, 17:48
153.

Zitat von dasistdasende
Atomstrom ist nur solange billig wie man die Endlagerung des Mülls und Risiko Kosten eines Super GAUs nicht in den Atomstrom einrechnet. Für die Endlagerung gibt es bis heute keine Lösung, nirgends auf der Welt. In den meisten Ländern lagert der Müll einfach so neben den Atomkraftwerken. Einige planen Endlager, irgendwann dann mal, vielleicht. Ob die sicher sind ? Wer weiß. Vor der eigenen Haustür will eh keiner ein Endlager haben. Die Kosten dafür ? Viele viele Milliarden und das sehr sehr lange, trägt der Steuerzahler und nicht derjenige der den Strom verbraucht hat und auch nicht die Energieerzeuger. Schlecht für den Profit. Und die Kosten eines Super GAUs wer bezahlt den wohl ? Die ansässige Bevölkerung und die Steuerzahler. Fragen wir doch mal was die Bewohner von Tschernobyl und Fukuchima von Atomenergie halten ? Jaja, alles Ausnahmen und weit weg, heute ist alles viel viel sicherer. Bis zum nächsten Super GAU... tick tick tick. Es gibt keine 100 % Sicherheit ! Wahrscheinlich müssen wir wirklich warten bis hier in West-Europa ein Reaktor hochgeht, um auch dem letzten atomaren Jünger klar zu machen worauf er sich mit Atomstrom einlässt. Ich tippe auf Thiange. Dann haben wir auch gleich hier vor der Haustür mal so richtig Spaß !
Einen wirklichen Super GAU gab es bislang nur in Tschernobyl (laut WHO mit mehreren Hundert Toten, vorwiegend Arbeiter an der Unglückstelle). Der dort verwendete Graphit-moderierte Reaktortyp gibt es in Europa schon längst nicht mehr da zu risikoreich. Fukushima (mit Siedewasser Reaktor relativen alten Typs) zeigt vielmehr, dass selbst einer Kernschmelze einigermaßen beherrschbar ist (bis heute kein nachgewiesener Todesfall durch Verstrahlung, Verstrahlung für die nächetn 100-200 Jahre beschränkt sich auf eine Region im Umkreis von 25km um das Kraftwerk - stellen Sie diesen Flächenverbrauch mal dem Flächenverbrauch von Kohle und EE gegenüber - das ist fast nichts). Die neuen Reaktoren die derzeit in Bau bzw. Planung sind (Salzflüssigkeit Reaktoren, Thorium etc) sind inhärent sicher: keine Temperaturkontrolle notwendig und keine Kernschmelze möglich; außerdem nur geringe Mengen an radioaktiven Müll mit kurzer Halbwertszeit (max 100-200 Jahre). Im Übrigen können diese neuen Reaktoren aufgrund des geringeren Sichergheitsaufwandes auch sehr viel kostengünstiger hergestellt werden (z.B. auch relativ kleine Reaktoren). Tja, so ist das in der modernen Welt. Die Technik voran - auch wenn die Grünen und deren Anhänger das nicht wahrhaben wollen. Endlager können die europäischen Staaten übrigens gemeinsam mit Russland in Sibirien bauen - insofern man die Brennstäbe mittels Transmutation nicht weiter zur Energieversorgung verwenden will).

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edds 15.11.2017, 17:49
154. Atommüllentsorgung für Fortgeschrittene

Zitat von maxgil
Apropo Entsorgung: das Zeug Richtung Sonne schiessen und gut ist, der ist das komplett egal!
Da es bei Raketenstarts ja noch nie einen Unfall gegeben hat und da Raketenstarts schon immer ohne die Erzeugung von CO2 ausgekommen sind, ist das eine hervorragende Idee.
Wieso ist da bis jetzt nur keiner drauf gekomme?

Haben Sie auch nur annähernd ein Vorstellung, was eine mit radioaktivem Abfall beladene Rakete, die in einigen Kilometern Höhe explodiert, für eine Verseuchung verursacht?

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Ökofred 15.11.2017, 17:50
155. -merkel und Siemens

Zitat von uguntde
Leider hat Merkel mit dem Atomausstieg das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Siemens hat seine Atomsparte geschlossen. UK kauft jetzt Atomtechnologie aus China. Entsprechende Forschungsprojekte, ja ganze Institute wurden quasi stillgelegt. Stattdessen hätte man neue sauberere Reaktoren entwickeln können, sum Bsp Thorium-Reaktoren.
Als Siemens seine Atomsparte geschlossen hat war Merkel noch nicht mal Umweltministerin. .. oder (das war nämlich der Verkauf der Atomsparte an AREVA) Aber klar Merkel ist schuld...

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purple 15.11.2017, 17:51
156.

Zitat von Freedom of Seech
Technikfeindlichkeit erkennt man daran, wenn eine Person sich ablehnend gegenüber einer Technologie äußert ohne etwas davon zu verstehen bzw. sich noch auf einem Kenntnisstand von vor 30 Jahren zu bewegen - lezteres gilt für Sie.
Aah - dann erklären sie mir mal ihren neueren Kenntnisstand. Neue AKW's sind billig und produzieren keinen Müll? Dann sehen sie sich doch mal einfach die Kostenkalkulation der in Bau befindlichen AKW's in Europa an! Der Strom daraus ist wesentlich teurer als alle anderen Energiequellen! Oder sind die ihrer Meinung nach auch schon veraltet und sie basteln im Keller gerade an der "Kalten Fusion"?

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Strangelove 15.11.2017, 17:51
157. Bin ich wieder in den 70ern?

Es ist schon erschreckend zu sehen wie hier pro Atomkraft argumentiert wird. Nimmt man die Vollkosten der Atomkraft ist sie mitnichten eine preiswerte Energiequelle, dazu gab es auch schon einige Kommentare hier.

Will man sie auf der Welt verbreiten so sind die Gefahren mit dem Abfall ungleich höher als z.B. in Deutschland. Ich nehme nicht an, dass sich noch jemand an der Cäsiumunfall in Goiania (Brasilien) erinnern in dem einige Menschen starben und Teile der Stadt radioaktiv verseucht wurden. Ich stelle mir nun AKWs in wirklich armen Staaten vor und dass jemand mal etwas radioaktives stehen lässt oder verliert. Das ist nach meiner Erfahrung in solchen Ländern nicht mal unwahrscheinlich, egal was man dort dann angeblich an Sicherheit betreibt.

Zudem ist Atomkraft zwar gut für Grundlast aber nicht um Regelenergie bereit zu stellen, wie sie in Zukunft immer öfters benötigt wird. Sie würde die alte Struktur der Energiemärkte nur zementieren und moderne Energieerzeuger behindern.

Und an alle die hier den Atomkraftgegnern technikfeindlichkeit entgegenhalten, ihr seid die Feinde der Technik und des Fortschritts indem ihr auf althergebrachte und mitnichten billige Technologie setzt. Auch angeblich so hocheffiziente moderne AKW Technologien können daran nichts ändern.

Und es ist nicht so, dass Strom aus regenerativen Energien teuer sein muß bzw. ist. Inzwischen werden ohne Subventionen Windräder in der Nordsee gebaut weil es sich lohnt. Wenn die Kapazität dieser Energieerzeuger weiter steigt kann man auch ernsthaft über Power to Gas oder andere Technologien für die Speicherung nachdenken, die ist nämlich einfacher als oft gedacht.

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schlob 15.11.2017, 17:52
158.

Zitat von hubie
Mal davon abgesehen, wenn so ein Kraftwerk hochgeht, wenn in Deutschland auch mit am unwahrscheinlichsten bzw. mehr unter unserer Kontrolle, dann ist die Frage nach der Klimafreundlichkeit hinfällig. Lobbyexperte.
Sie verwechseln AKW mit Atombomben -das ist emotional sehr wirksam , aber grob irreführend. Fukushima waren Knallgasexplosionen ,die durch einfache Rekombinatoren ,wie sie eigentlich Vorschrift sind,verhindert worden wären.-
Bei einem Supergau in Deutschland müssen sie mit erheblichem Lärm rechnen - vor allem durch Sirenen und in den Medien.-
Ausserhalb des AKW dürften sie kaum etwas mitbekommen.

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dachauerthomas 15.11.2017, 17:52
159. Märchen Atomkraft

Bei jeder Atomkraftbewertung fehlen die Auswirkungen des Uranbergbaues und Verarneitung. Ist ein wahnsinns Wasserverbrauch und Energieaufwand. Mit ein Grund für den Bürgerkrieg in Mali.

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