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Kampf gegen Klimawandel: "Der Atomausstieg ist ein großer Fehler"
DPA

Forscher wie der Klimatologe James Hansen und Lobbyisten fordern auf der Welt-Klimakonferenz, Atomkraftwerke als klimafreundlich anzuerkennen - und zu fördern. Deutschland steckt in der Zwickmühle.

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rkinfo 15.11.2017, 18:11
210. Kraft-Wärme-Kopplung bei Atomkraft ?

Die Atomkraftwerke wurden bisher nicht zur Kraft-Wärme-Kopplung entwickelt, auch weil sie groß und entfernt von möglichen Abnehmern sind.
Ohne KWK verbleibt aber ein großer Brocken fehlender thermischer Energie für die Haushalte. Lässt sich dies nicht lösen, bleibt Atomkraft globale Nische.
Die gilt auch für Kernfusion.

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grommeck 15.11.2017, 18:11
211. Allen Befürwortern wünsche ich eine fröhliches

Fukushima oder Tschernobyl auf deutschem Boden. Und der Müll ist schön warm, spart Heizung!

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Stäffelesrutscher 15.11.2017, 18:11
212.

Mister Hansen ist dann sicher bereit, den strahlenden Atommüll für die nächsten paar Tausend Jahre unter seiner Garage aufzubewahren, oder?

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blueberryhh 15.11.2017, 18:11
213.

Zitat von muekno
ausserdem war der deutsche Atomausstieg nur dem Machtwillen der Mutti geschuldet, trotz den Schwenks vor der BW Wahl wurde diese verloren und heut Zahl D mit überhöhten Strompreise und schlechten CO2 Werten
volle Zustimmung!

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GoaSkin 15.11.2017, 18:11
214. klimafreundlich ist nicht gleichbedeutend mit umweltfreundlich

In der Tat sind Atomkraftwerke klimafreundlich, da Atomkraft keine Treibhausgase produziert, die zur Erderwärmung beitragen. Aufgrund des produzierten radioaktiven Abfalls sind sie deshalb aber noch lange nicht umweltfreundlich. Und hier wird das eigentliche Problem deutlich: Wenn es um Umweltschutz geht, dann wird das Thema Klimawandel so sehr in den Mittelpunkt gestellt, dass andere Umweltproblematiken schon fast verdrängt werden. Diese Entwicklung ist sehr gefährlich, da man die Vermeidung der globalen Erwärmung so hoch gewichtet, dass man dafür andere Umweltrisiken in Kauf nimmt. Atomkraftwerke zur Vermeidung von CO2-Ausstoß sind dabei nur ein Thema von Vielen.

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bonus 15.11.2017, 18:13
215. Atomkraftwerke?

Absolutes no go. Unsere Nachkommen werden uns alleine wegen der Hinterlassenschaft verfluchen. Da braucht noch nicht einmal ein GAU passieren, obwohl statistisch gesehen, es zwangsläufig zu einem oder mehreren kommen muß. Weg mit dem Teufelszeug!

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Darwins Affe 15.11.2017, 18:13
216. Deutscher Michel

Zitat von maxlmorlock
der atom-ausstieg war ein noch groesserer plunder von Frau Merkel als die einwanderungs-geschichte. und vor allem viel, viel teurer fuer die buerger. vor allem ist dies aber den Gruenen anzulasten, die bei den naechsten wahlen hoffentlich aus dem bundestag verschwinden. Genauso wie im anfang der industrialisierung durchaus die gewerkschaften einen platz in der gesellschaft hatten, war auch im letzten quartal des letzten jahrhunderters durchaus ein sinn fuer die gegenwart des "gruenen denkens" angebracht. aber deren sinn ist abgelaufen, der einziges gedankengut ist auf erhaltung der pfruende ausgelegt.
Die Grünen könnten mit ihrer Klimapolitik durchaus Erfolg haben. Wenn sie es zusammen mit der Wende-Kanzlerin geschafft haben, die Industrie aus dem Land zu vertreiben, bleibt dem deutschen Michel nur noch das Fahrrad und im Winter ein kalter Ars… Hauptsache (mal wieder) die Welt gerettet.

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hausfeen 15.11.2017, 18:14
217. Radioaktivität ist keine schädliche Emission?

Weil man sie nicht sieht, riecht oder schmeckt? Tatsache ist, dass EEG gebremst wird und genau diese Energie ausreicht für alles, was wir an Strom benötigen. Vielleicht nicht für die beleuchteten Autobahnen in Belgien.
Denn energieeffizient arbeiten ist doch auch eine wirkungsvolle Maßnahme oder kaufen die vertrahlten Foristen auch bewußt B-Geräte statt A+++?

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tinnytim 15.11.2017, 18:16
218. Ernüchternd

Zitat von Ökofred
Tja, die Forschung für Nukleartechnologie (inkl Abriss und Fusion) ist aber noch deutlich als für Erneuerbare.... soviel zum Abwürgen.. https://de.wikipedia.org/wiki/Energieforschung#/media/File:Forschungsausgaben_bund_deutschland_zeitreihe _74bis08.jpg
Oha, dass bei der Kernfusion schon so lange mit so viel Aufwand geforscht wird, versetzt mir jetzt doch einen kleinen Schlag. Der Satz: "Die Wissenschaftler sagen seit 30 Jahren, dass sie in 30 Jahren die Fusion kostengünstig beherrschen werden, kommt wohl nicht von ungefähr". Aber netter Link, den sollte man eigentlich unter jedem Artikel zur Atomkraft posten. Die Technik hatte ihre Chance und sie hat sich als nicht kompetitiv erwiesen.

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Freedom of Seech 15.11.2017, 18:16
219.

Zitat von tinnytim
Hansen steht zweifellos an vorderster Front im Kampf gegen den Klimawandel und seine Leistungen sind nicht zu verleugnen, obwohl das manche versuchen. Ich verstehe auch, wieso es aus seiner Perspektive auch sinnig ist. Er hat verstanden, dass sich das Klima rapide ändert und sieht nur noch in radikalen Maßnahmen einen Ausweg. Dennoch muss man hier entschieden widersprechen. Zu behaupten, man müsse mehr Subventionen in die Kernenergie stecken -wohlgemerkt Kernspaltung, bei Fusion sähe es anders auch- ist beim derzeitigen Stand der Technik ökonomisch schon abenteuerlich. Kernspaltung ist eine alte Technik, die hinreichend erforscht ist, da kommt nicht mehr viel, wodurch sie sauberer, besser, oder effektiver werden könnte. Da brauch mir auch keiner mit Plutonium-Kreislauf ankommen. Das ist alles unfassbar teuer. Für den neuen Block von Hinkley Point in Großbritannien wird der Strom für 35 Jahre zu einem Preis fest vergütet, dass der EE-Branche hier das Wasser im Mund zusammen laufen würde. Areva, der größte Atomkonzern der Welt ist tief in den roten Zahlen und verscherbelt gerade sein Tafelsiber, um über Wasser zu bleiben. Niemand braucht mir erklären, dass es günstigen, sicheren Strom mit Atomkraft gibt, das ist schlicht falsch. Die EE sind neu und dort gibt es viel Potential zur Steigerung der Versorgungssicherheit, also investieren wir doch lieber bei der Forschung in das neueste, was die Technik zu bieten hat.
Kosten: die Kosten sind bei Kernkraftwerken Generation IV (Salzflüssigkeit, Thorium) sehr viel geringer da keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen (auch kein Endlager notwendig da kaum und nur kurz-strahlender radioaktiver Müll). Die ersten Reaktoren werden zurzeit an´s Netz genommen (z.B. in Indien: Thorium Reaktor). Die Dinger könen Sie - da inhärent sicher - überrall hinstellen: mitten in die Großstadt und im Kleinformat in Ihren Garten. Glauben Sie mir: das ist sicherer als ein Solarpanel auf dem Dach und stört weniger als ein Windrad im Garten

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