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Kampf gegen Klimawandel: "Der Atomausstieg ist ein großer Fehler"
DPA

Forscher wie der Klimatologe James Hansen und Lobbyisten fordern auf der Welt-Klimakonferenz, Atomkraftwerke als klimafreundlich anzuerkennen - und zu fördern. Deutschland steckt in der Zwickmühle.

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pit.duerr 15.11.2017, 18:21
230.

Zitat von Strangelove
Es ist schon erschreckend zu sehen wie hier pro Atomkraft argumentiert wird. Nimmt man die Vollkosten der Atomkraft ist sie mitnichten eine preiswerte Energiequelle, dazu gab es auch schon einige Kommentare hier. Will man sie auf der Welt verbreiten so sind die Gefahren mit dem Abfall ungleich höher als z.B. in Deutschland. Ich nehme nicht an, dass sich noch jemand an der Cäsiumunfall in Goiania (Brasilien) erinnern in dem einige Menschen starben und Teile der Stadt radioaktiv verseucht wurden. Ich stelle mir nun AKWs in wirklich armen Staaten vor und dass jemand mal etwas radioaktives stehen lässt oder verliert. Das ist nach meiner Erfahrung in solchen Ländern nicht mal unwahrscheinlich, egal was man dort dann angeblich an Sicherheit betreibt. Zudem ist Atomkraft zwar gut für Grundlast aber nicht um Regelenergie bereit zu stellen, wie sie in Zukunft immer öfters benötigt wird. Sie würde die alte Struktur der Energiemärkte nur zementieren und moderne Energieerzeuger behindern. Und an alle die hier den Atomkraftgegnern technikfeindlichkeit entgegenhalten, ihr seid die Feinde der Technik und des Fortschritts indem ihr auf althergebrachte und mitnichten billige Technologie setzt. Auch angeblich so hocheffiziente moderne AKW Technologien können daran nichts ändern. Und es ist nicht so, dass Strom aus regenerativen Energien teuer sein muß bzw. ist. Inzwischen werden ohne Subventionen Windräder in der Nordsee gebaut weil es sich lohnt. Wenn die Kapazität dieser Energieerzeuger weiter steigt kann man auch ernsthaft über Power to Gas oder andere Technologien für die Speicherung nachdenken, die ist nämlich einfacher als oft gedacht.
Ihren Kommentar kann ich nur unterstreichen. Aber leider werden sie bei den Befürwortern kein Umdenken erzeugen können. Die Mehrheit dieser Befürworter fliegen bestimmt auch sehr gerne, vor allem billig über unsere Erde hinweg und oder benutzen auch sehr gerne Schwerölbetriebene Schiffe. Ganz nach dem Motto: Nach mir uns die Sintflut. Leider ist es so. Na ja ,Krone der Schöpfung halt !!

Schönen Abend noch
Pit

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ohnesorge 15.11.2017, 18:22
231. Hat nicht auch die AfD den Atomausstieg als Fehler bezeichnet...

und wurde dafür von nicht wenigen Gegnern als völlig hinter dem Mond geblieben dargestellt?
Was mich bei all diesen sehr komplexen Themen ärgert ist, dass es häufig so dargestellt wird, als ob es nur einen Weg, so ist es richtig und alles andere ist falsch, gebe. In der Realität sind aber diese Themen viel komplexer und es macht wenig Sinn, sie auf einfache Fakten zu reduzieren, als ob man dann leichter entscheiden könnte.

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adieu2000 15.11.2017, 18:22
232. Atomstrom ist einfach zu teuer

Atomstrom lohnt sich dann für die Betreiber wenn sie Risiko und zukünftige Folgekosten auf den Staat oder die Gemeinschaft abwälzen kann, oder erstmal klein rechnen, und später den Müll vergesse.
Müssten die Betreiber für alle Kosten Rücklagen bilden und voll haften, könnten wir günstiger den Strom aus erneuerbaren Energien gewinnen und mit üblichen Verlusten speichern, also zB. in Erdgas oder Wasserstoff umwandeln.
Also warum den Umweg über die Kernenergie nehmen, wenn man gleich Erneuerbare Energiegewinnung betreiben und verbessern kann.

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Topf Gun 15.11.2017, 18:24
233. Hallo

Zitat von Darwins Affe
Die Grünen könnten mit ihrer Klimapolitik durchaus Erfolg haben. Wenn sie es zusammen mit der Wende-Kanzlerin geschafft haben, die Industrie aus dem Land zu vertreiben, bleibt dem deutschen Michel nur noch das Fahrrad und im Winter ein kalter Ars… Hauptsache (mal wieder) die Welt gerettet.
Hallo Sie, pssst. Ich habe noch Kerzen und Decken im Keller. Habe ich vor 6 Jahren von einem Atomiker gekauft, der damals behauptet hat, ohne Atomenergie gehen die Lichter aus und die Heizung bleibt kalt. Ich mache Ihnen auch einen guten Preis..... Na, na ?

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shechinah 15.11.2017, 18:24
234. Es gibt keinen Atom"Müll"

Es gibt keinen Atom"Müll". Die Brennstäbe sind ein Wertstoff, den man in ein paar Jahren als Brennstoff f[r moderne Reaktoren nutzen kann. Weltweit wird an Thorium Reaktoren geforscht, in Russland laufen schon welche. Das ist die Zukunft, daran geht kein Weg mehr vorbei. Wind und Solarenergie sind eine teure Sackgasse - in ein paar Jahren müssen tausende von Windräder abgebaut werden, weil mit auslaufenden Subventionen, der Betrieb teurer wird als der Gewinn. Dann wirds dunkel in Deutschland. Schwer verständlich, warum so viel zurück ins vorletzte Jahrhundert wollen.

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Flari 15.11.2017, 18:24
235.

Zitat von rkinfo
Die Atomkraftwerke wurden bisher nicht zur Kraft-Wärme-Kopplung entwickelt, auch weil sie groß und entfernt von möglichen Abnehmern sind. Ohne KWK verbleibt aber ein großer Brocken fehlender thermischer Energie für die Haushalte. Lässt sich dies nicht lösen, bleibt Atomkraft globale Nische. Die gilt auch für Kernfusion.
AKW werden i.d.R. aus Sicherheitsgründen auf der Druckseite lediglich mit 300°C betrieben, was hinter der Turbine raus kommt, reicht für eine Fernwärmeversorgung einfach nicht mehr aus.
Mit der Entfernung hat das wenig zu tun.
Kohle- und GuD-Kraftwerke werden mit rund 600°C betrieben.

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Edelstoffl 15.11.2017, 18:24
236. Mit allem einverstanden...

..bis auf'die entscheidende Frage.

Wo zum Teufel können wir den anfallenden Atommüll sicher die nä. Jahrtausende lagern?!!!

Solang diese alles entscheidende Frage nicht zu beantworten ist, stellt jede Befürwortung von Atomkraft eine unsägliche Dummheit dar und hat sich jede weitere Diskussion darüber erledigt.

Das wäre genauso als würde man sich über die landwirtschaftliche Nutzung der Marsoberfläche streiten... erst mal einigermaßen sicher hinkommen!

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MütterchenMüh 15.11.2017, 18:24
237. zu spät

Der Atomausstieg war überhastet, und wisschenschaftlich nicht von Nöten.
Seit Fukoshima dürften mehr Leute durch den Co2-Ausstoß krank geworden sein, als durch Atomkraft zu Schaden gekommen.
Wer sich zurückerinnert, dem wird einfallen, wie hysterisch die Berichterstattung damals in den Medien war.
Liveberichterstattung mit dem rauchenden Meiler im Rücken, was für herrliche Bilder. Die ersten die in den Chor der Hysterie einstimmten waren die Grünen, so dass unsere alternativlose Kanzlerin zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate in der Atompolitik umschwenkte.
Lügen haben kurze Beine wie der o.a. Bericht nun aufzeigt. Danke. Leider zu spät.

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karl-felix 15.11.2017, 18:24
238. Na,na

Zitat von Pars pro toto
war typisch für diese Frau. Immer das Fähnchen schön in den Wind hängen und mit denen gehen, die am lautesten Schreien. So ist Mutti. Erst den Popo abwischen und dann das grosse Geschäft machen
Wenn Sie Frau Merkel meinen , das ist eine intelligente Frau , die würde sich eher aufhängen als mit Ihnen zu gehen .

Schon heute sind die Stromgestehungskosten der Engländer für Atomstrom aus Hinksley C fast 5mal so hoch wie Solarstrom auf dem Kontinent. Atomstrom ist nicht mehr bezahlbar. Das ist auch der Grund, weshalb die Amerikaner selbst alte abgeschriebene AKW vom Netz nehmen . Zu teuer, nicht mehr konkurrenzfähig .

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Neapolitaner 15.11.2017, 18:25
239. Atomausstieg Deutschland war reine Wahlkampftaktik

Merkel wollte die GRÜN-Option bereits 2013. Da kam Fukushima gerade recht. Dass uns die Abschaltung der Kernkraft ca. 400 Mia. € kosten wird - ein lächerliches Sümmchen angesichts von wahltaktischen Optionen für Merkel, nicht wahr. Dass es anders geht - Schweden macht es vor: 50% Wasserkraft (die Gunst der Geographie), 50% Kernkraft (nicht die Gunst der Geographei) => ergibt einen CO2- Nullabdruck bei der Stromerzeugung. Da sieht Deutschland ganz alt aus. Vllt. sollten wir Kanzlerstellen nicht mehr mit Physikern besetzen...

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