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Kampf gegen Klimawandel: "Der Atomausstieg ist ein großer Fehler"
DPA

Forscher wie der Klimatologe James Hansen und Lobbyisten fordern auf der Welt-Klimakonferenz, Atomkraftwerke als klimafreundlich anzuerkennen - und zu fördern. Deutschland steckt in der Zwickmühle.

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Flari 15.11.2017, 18:33
250.

Zitat von Darwins Affe
Die Grünen könnten mit ihrer Klimapolitik durchaus Erfolg haben. Wenn sie es zusammen mit der Wende-Kanzlerin geschafft haben, die Industrie aus dem Land zu vertreiben, bleibt dem deutschen Michel nur noch das Fahrrad und im Winter ein kalter Ars… Hauptsache (mal wieder) die Welt gerettet.
Wenn die Industrie DE verlassen hat, fällt deren Verbrauch schon einmal weg.
Und dann der von den ganzen Menschen, die sich den Strom auch nicht mehr leisten können.

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ZuschauerMitPopcorn 15.11.2017, 18:34
251. Offensichtlich war es ein Fehler

Natürlich war der Atomausstieg ein Fehler. Dass erneuerbare Energien in Deutschland noch nicht in dem Ausmaß zur Verfügung stehen, dass der gesamte Energiebedarf zu decken wäre, war jedem bewusst - auch den Grünen. Insofern war die Investition in Kohlekraftwerke doch wenig verwunderlich. Atomenergie ist quasi emissionsfrei. Kein anderes Land hat ähnlich hohe Sicherheitsstandards, wie Deutschland es hatte. Und Erdbeben in ähnlicher Größenordnung wie in Fukushima hat es nie und wird es bei uns auch nie geben. Wir hätten noch ein paar Jahre unsere AKWs betreiben sollen, bis erneuerbare Energien den Bedarf zum größten Teil decken können. Die hohen Zahlungen an die Energiekonzerne wären uns so auch erspart geblieben und hätten in Pflege o. ä. investiert werden können. Dass Australien uns, den Möchtegern-Vorreiter in Energiepolitik, als offizielles Vorbild nennt, um selbst auch wieder in Energie aus Braunkohle zu investieren, ist eine Schmach - insbesondere für die Grünen. Ich habe es immer gesagt und sage es weiterhin: Die Grünen haben zumindest hin und wieder wunderbare Ideen, aber sie mit allen Mitteln zum falschen Zeitpunkt durchzuprügeln, scheint ein Hobby geworden zu sein. Wir erleben es jetzt wieder mit Verbrennungsmotoren. Elektroautos würden mit Strom aus Braunkohle-Energie fahren, mit Batterien, die aus seltenen Metallen bestehen, die in einem Prozess gewonnen werden, der mit wahnsinnigen CO2-Emissionen einhergeht - mal abgesehen von der moralisch fragwürdigen Kinderarbeit beim Abbau von Kobalt. Vielleicht ist das Elektroauto gar nicht das Auto der Zukunft, sondern ein Auto mit Brennstoffzelle? Oder ein gänzlich anderer Antrieb? Die Ausstiegsforderungen der Grünen aus der Energie aus Braunkohle sind auch so eine Sache. Das Arbeitsplätze-Argument zieht wenig, aber wo soll die restliche Energie herkommen, die wir benötigen? Importieren wir den Atomstrom aus Frankreich, das dann wahrscheinlich weitere AKWs mit - selbstverständlich - niedrigeren Standards baut, am Besten noch an der deutschen Grenze?
Es täte uns gut mal besonnen zu handeln. Wir hätten bei der Atomenergie bleiben sollen, bis die Verträge der Energiekonzerne auslaufen. Sowohl die Verträge für Kernenergie, als auch für Energie aus Braunkohle hätte man nicht verlängern sollen und so hätte man mit einem Schritt beide Energiegewinnungsprozesse gegen erneuerbare Energien austauschen können.
Chance vertan, mal wieder mit dem Kopf durch die Wand - typisch Grün.

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schlob 15.11.2017, 18:34
252.

Zitat von purple
Sie haben einfach keine Ahnung. Für ein bisschen Basiswissen tuts Wikipedia: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Flüssigsalzreaktor#Nachteile Die Dinger sind unbeherrschbar und China baut die die nächsten 50 Jahre auch nicht. Außerdem ist Strom aus diesen Reaktoren viel zu teuer.
Es ist reichlich sinnlos,einen Reaktor-Typ als unsicher zu bezeichnen,den es nirgends gibt.-
Generell kann man heute Reaktoren bauen,die 1000 mal sicherer sind als die,die wir noch betreiben-und die arbeiten recht zuverlässig,obwohl da nix mehr groß investiert wird.-
Etwas weniger Leidenschaft bitte -der Dieselmotor ist auch mal laufend explodiert und galt als unbeherrschbar.
Bill Gates fördert einen Typ,der alten Atommüll verfeuert,was also das Endlager-Problem auflöst.-

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nic 15.11.2017, 18:35
253.

"fordern auf der Welt-Klimakonferenz, Atomkraftwerke als klimafreundlich anzuerkennen - und zu fördern."

Wie wär es mit einer sinnvollen Forderung? Statt Pest Cholera zu fordern ist wohl vollkommen Unsinnig.

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sabaka56 15.11.2017, 18:36
254.

Zitat von hm2013_3
Tiger, Elephanten, Löwen, Giraffen, Wale, Nashörner und viele andere schöne Tiere sterben aus. Es werden immer mehr Menschen, die immer mehr Energie verbrauchen. Der einzige richtige Weg ist die Reduzierung der Weltbevölkerung. Früher wurde es leider durch die Kriege geregelt.
Wer sagt, dass es in Zukunft nicht wieder über größere Kriege geregelt wird. Kleinere haben wir ja schon einige. Hinzu kommen Infektionskrankheiten, da wir ja unsere Antibiotika in der Tiermast einsetzten und auf die Dauer immer unwirksamer machen.

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schumbitrus 15.11.2017, 18:37
255.

Zitat von MütterchenMüh
Seit Fukoshima dürften mehr Leute durch den Co2-Ausstoß krank geworden sein, als durch Atomkraft zu Schaden gekommen. Wer sich zurückerinnert, dem wird einfallen, wie hysterisch die Berichterstattung damals in den Medien war.
Was für eine dumme Behauptung:

Sie müssen schon die Risiken über die gesamte Nutzungs- und Lagerungsdauer der Atomkraft rechnen. Wie viele AKWs uns noch um die Ohren fliegen und wie viele Menschen und Landstriche durch direkten Unfälle und wie viele durch Unfälle beim Abriss und wie viele in den 100.000en Jahren danach durch Unfälle mit dem strahlenden Müll zu Schaden kommen, das können Sie doch gar nicht wissen!

Nur weil es in der recht überschaubaren Anfangszeit der Atomenergie wenige Unfälle gab, bedeutet das ja nicht, dass in Zukunft - insbesondere beim Betrieb der abgeschriebenen Reaktoren - nicht geschlampt wird, so dass das tatsächliche Restrisiko DESWEGEN steigt, weil kein Geld mehr für sachgerechten Rückbau und die Lagerung des anfallenden Drecks existiert (hat sich ja vorher in den Taschen der Privaten akkumuliert, die vor dem Abriss ein paar Euro an den Staat geben und UNS ALLEN dann die Verantwortung aufhalsen!).

Leute wie Sie machen eine extrem dumme Milchmädchen-Rechnung, indem sämtliche langfristigen Risiken und Kosten schlicht geleugnet werden!

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wahrsager26 15.11.2017, 18:37
256. An Karl-Felix. Nr222

Bitte entschuldigen Sie vielmals! Ihr Standpunkt ist geradezu irre! Warum? Wenn Sie nicht zur Kenntnis nehmen wollen, das immer mehr Menschen 'alles' haben wollen, wird auch die nachhaltigste Produktion nicht mitkommen ! Der Forist, der vor der Überbevölkerung warnt, hat schlicht und ergreifend recht-bitte befassen Sie sich damit ! Danke

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ernstrobert 15.11.2017, 18:38
257. Forschung muss unabhängig werden / bleiben

Zitat von trulala
Und wieder einmal zu kurstfristig und nicht global gedacht. Wir haben ja nicht nur mit der Erderwärmung zu kämpfen, sondern noch zahlreiche andere Probleme. Langfristig müssen wir weltweit von unserem hohen Lebensstandard herunter und darum brauchen wir keine schädliche Atomenergie. Glücklicherweise hat das selbst Merkel erkannt.
Gerade wenn Sie global denken, müssen Sie beantworten, wie all die Länder, die z.Zt. noch nicht unseren fulminanten Lebensstandard genießen (rund 90% der Erdbevölkerung), sich diesen nur halbwegs mit fossilen Energieträgern (wie D) leisten können, ohne sich selbst zu versenken. Sicher können sie mit Windkraft und punktueller Nutzung von Sonnenenergie was bewirken, aber für die Grundlast brauchen sie größere Kraftwerke.
Ich teile die Bedenken gegen die Atomlobby, aber habe die gleichen Bedenken sowohl gegenüber der Kohlelobby und auch der sogen. 'grüne' Lobby. Aller verbraten unsere Ressourcen.
Die Forschung muss unabhängig werden.

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Freedom of Seech 15.11.2017, 18:39
258.

Zitat von Edelstoffl
..bis auf'die entscheidende Frage. Wo zum Teufel können wir den anfallenden Atommüll sicher die nä. Jahrtausende lagern?!!! Solang diese alles entscheidende Frage nicht zu beantworten ist, stellt jede Befürwortung von Atomkraft eine unsägliche Dummheit dar und hat sich jede weitere Diskussion darüber erledigt. Das wäre genauso als würde man sich über die landwirtschaftliche Nutzung der Marsoberfläche streiten... erst mal einigermaßen sicher hinkommen!
In Sibirien und zwar so lange bis wir die Kernstäbe zur weiteren Stromerzeugung wieder benötigen und durch Transmutation in kurzstrahlende Radionuklide umwandeln. Das Problem wird völlig überzogen dikutiert. Wenn wir mit den Treibhausgasen so weiter machen wie bisher ist das aber wurscht da sich dann in paar Hundert Jahren sowieso alles erledigt hat. Ich würde somit sagen: Sie stellen falsche Frage. PS: zurzeit gehen die ersten Generation IV Reaktoren ans Netz (z.B. Thorium Reaktoren). Das dabei in sehr geringem Mengen anfallende strahlende Material hat eine kurze Halbwertszeit - nach 200 Jahrne hat sich das Problem erledigt. Leider ist das Wissen um diese technologische Entwicklung in den letzten 20 Jahren in Deutschland kaum in den Medien berichtet worden. Aufklärung ist also notwendig!

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karl-felix 15.11.2017, 18:40
259. Na,ja

Zitat von ludwigraible
1)Der CO2-Ausstoß wird sich, zumindest in den nächsten 20 Jahren, nicht vermindern lassen. .2) Die Staaten in Südostasien sowie Indien und China haben einen enormen Bedarf an Stromerzeugungskapazität, der sich nicht ansatzweise mit EE realisieren lässt. Der Zubau wird vorwiegend mit Kohlekraftwerken und Atomkraftwerken erfolgen . 3). Also wie machen wir das dann? Gut, wenn es ein europäisches Verbundnetz gibt, können wir dann in den Nachbarländern (z.B. Polen, Frankreich) erzeugten Kohle- und Atomstrom beziehen.
1) Bei uns doch . Mit der Abschaltung der 10 schmutzigsten Braunkohlekraftwerkke würden wir jährlich die Emission von ca. 50 Mio tonnen C02 Äq verhindern . Das ist doch schon einmal ein Grund, moderne und intelligente spitzenlastfähige Kraftwerke zu bauen anstatt weiter die uralten Fossile laufen zu lassen .

2) So wahr wie absurd. Die Chinesen haben seit Oktober 44.000 alte Kohlekraftwerke vom Netz genommen . Bis 2020 investieren die in EE ca. 320 Milliarden Euro.
XI Jinping:
" China hat seine Lektion gelernt und strebt kohlenstoffarmes Wachstum an ."
Weltweit sinkt der Anteil, des Kohle- und Atomstromes. In China beträgt der Anteil des Atomstromes gut 3 % in Indien noch weniger. .

3) Weiß doch jeder. Bis 2050 erzeugen wir mindestens 80% unseres Strombedarfes aus erneuerbaren Energien, die wir mit spitzenlastfähigen Gas und BHKW Kraftwerken kombinieren werden .

Wo ist denn für einen Pharisäer wie Sie ein Problem , wenn wir an ein paar Stunden im Jahr aus Frankreich Atomstrom importieren ?
Mich stört es nicht, wenn ein oder 2 Prozent des von uns importierten Stromes aus einem Atomkraftwerk stammt solange das nicht in Deutschland steht, uns nicht gefährdet und nicht in die Luft fliegt und der Atommüll in Frankreich bleibt.

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