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Kampf gegen Klimawandel: "Der Atomausstieg ist ein großer Fehler"
DPA

Forscher wie der Klimatologe James Hansen und Lobbyisten fordern auf der Welt-Klimakonferenz, Atomkraftwerke als klimafreundlich anzuerkennen - und zu fördern. Deutschland steckt in der Zwickmühle.

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rolf.scheid.bonn 15.11.2017, 18:40
260. Der Atomausstieg ...

... wird gerne mit der ungelösten Frage der Endlagerung begründet. Diese aber ist ein qualitatives und kein quantitatives Problem. Löswen müssen wir es so oder so, völlig unabhängig davon, ob es etwas mehr oder etwas weniger Atommüll sein wird. Die Laufzeiten der deutschen, und damit der sichersten Kernkraftwerke der Welt, hätten verlängert werden müssen, um den Übergang zu anderen Stromerzeugern zu erleichtern und um das Klima zu entlasten. Stattdessen laufen die Kohlekraftwerke heutzutage auf Hochtouren und das wird dann auch noch als Energiewende gefeiert. Absurde Augenwischerei! Es war ein großer Fehler, vorzeitig und überstürzt aus der Atomkraft auszusteigen.

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akkronym 15.11.2017, 18:41
261. das ist Quatsch

Der Fehler ist zu glauben und den Leuten weiss zu machen, es gäbe dauernd und überall billige Energie für was auch immer. Das gilt für den fossilen Zweig, wie auch für die Kernkraft. Sie haben beide einen nicht bezahlbaren Preis. Nur, haben wir die Rechnungen für beide noch nicht erhalten.
Aber, die Quittung wird kommen.
Die für die fossilen Brennstoffe wird teuer.
Die für die Kernkraft wird richtig teuer.

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schlob 15.11.2017, 18:42
262. Niemand rechnet mit Null Risiko

Zitat von Strangelove
Ja ja das sagte man auch früher über die AKWs. Absolut sicherer behälter Auffangwanne etc. Was hat es im Ernstfall gebracht? Nichts!
Nein-die Technik rechnet mit MTBF .. also Ausfall pro Betriebsstunde.Niemand rechnet mit Null - immer den Gegnern Idiotie unterstellen ,bringt doch ncihts.-
Diese MTBF ist übrigens erheblich überboten worden- anders-es gab weit weniger super-gaus pro Betriebsstunde als berechnet.-
Sie müssen mal überlegen,wieviel Betriebsjahre 500 AKW in 50 Jahren ableisten.

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Ökofred 15.11.2017, 18:44
263. leider nein

Zitat von Freedom of Seech
kein Mensch würde das zurzeit machen. Gäbe es allerdings mit Kernfusion betriebene Raumschiffe - was in den nächsten 100 Jahren einigermaßen realstisch ist - dann wäre das durchaus eine Option.
Wenn es diese Raumschiffe geben wird (und das glaube ich durchaus) können Sie nicht in der Atmosphäre operien. Da müssen wir wohl auf das "beamen" warten.

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purple 15.11.2017, 18:45
264.

Zitat von juergenhesse
Sie müssten sich mal erst informieren, warum diese Dinger daneben gingen. Erst einmal, menschliches Versagen in Chernobel und Harrisbug. Die, ach so hochtechnologischen Japaner haben Mist gebaut. Weil Die, im Ernstfall eine andere Methode hatten, um die kostbaren Brennstäbe zu retten. ist denen der Mist um die Ohren geflogen. Der Bruder meiner Frau hat jahrelang an den Sicherheitsvorkehrungen an kanadischen AKW´s gearbeitet. Im Ernstfalle werden da, bei einer möglichen Kernschmelze, die Seile, die die uranhaltigen Brennstäbe halten, gekappt. Sie fallen, zwar schwer beschädigt, aus der "Brennzone". Die Japaner waren viel schlauer, da sollten, im Falle eines Weglaufen, dank Notstrom Generatoren.die Stäbe herausgezogen werden. Leider sind die Generatoren, dank Sunami, abgesoffen. Und ihr, ach so schlauen Deutschen, bezahlt jetzt für diese japanische Unfähigkeit. Überigens sind jetzt obendrein auch sogar deutsche Diesel da sehr populär.
Im Gegensatz zu ihnen kenne ich den genauen Aufbau einiger Kernkraftwerke und da hängt auch nichts an irgendwelchen Seilen sondern sie müssen Moderatorstäbe irgendwie einfahren. Das passiert von UNTEN weil man oben ja den Deckel zum Elementewechsel abschrauben können muß. Dazu gibt es 2-3 unabhängige Systeme die dieses Einfahren bewerkstelligen können.
Ist nur Dumm wenn sich was verklemmt oder der Wasserspiegel soweit absinkt, daß es mit dem Neutronenfangen schwierig wird. Da hilft dann auch der große Bortank nichts mehr, der dann tatsächlich oben steht, daß das Bor mit Schwerkraft in den Reaktor fließen kann.
Ist in Fukoshima alles schiefgegangen. Und Harrisburg war ein damals hochmoderner Druckwasserreaktor - sein Schwesterreaktor soll noch bis 2034 laufen. Also erkundigsen sie sich bei ihrem Schwager nochmal - da haben sie was falsch verstanden und beten sie daß der nächste Reaktor in ausreichend großer Entfernung hochgeht - es wird passieren - rein rechnerisch im Schnitt alle 20 Jahre bei den heute laufenden Reaktoren.

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1848 15.11.2017, 18:46
265. Hoppla

Zitat von _gimli_
Ein sehr guter Beitrag von einem Menschen mit Weitblick.
Aber Sie wissen schon, dass Hansen die Erderwärmung als einer der ersten - als ein von Menschen gemachtes Problem sah und sieht .

Das passt irgendwie nicht ins AfD - Weltbild des schlichten schwarz-weiß.

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kasper.wolfgang 15.11.2017, 18:47
266. Sie versuchen es immer wieder

Hier ein Beitrag aus dem SMH: http://www.smh.com.au/business/us-environmentalist-tells-australia-to-get-over-their-nuclear-hangup-20171102-gzdlvo.html
Mit dem gleichen Blödsinn, mit dem hier jahrelang hausiert wurde, versucht man es jetzt Down-under. Wehret den Anfängen — Atomkraft nein danke!

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Flari 15.11.2017, 18:47
267.

Zitat von karl-felix
Schon heute sind die Stromgestehungskosten der Engländer für Atomstrom aus Hinksley C fast 5mal so hoch wie Solarstrom auf dem Kontinent.
Sind Sie sich sicher, dass Hinksley C schon fertig ist und Strom liefert?
Man rechnet allerdings mit ~12 ct/kWh für zuverlässigen Strom daraus, auch nachts und bei Schneefall.
Wo gibt es aktuell den Zappel-PV-Strom für 2,5 ct/kWh "auf dem Kontinent"?

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tinnytim 15.11.2017, 18:47
268.

Zitat von Freedom of Seech
Kosten: die Kosten sind bei Kernkraftwerken Generation IV (Salzflüssigkeit, Thorium) sehr viel geringer da keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen (auch kein Endlager notwendig da kaum und nur kurz-strahlender radioaktiver Müll). Die ersten Reaktoren werden zurzeit an´s Netz genommen (z.B. in Indien: Thorium Reaktor). Die Dinger könen Sie - da inhärent sicher - überrall hinstellen: mitten in die Großstadt und im Kleinformat in Ihren Garten. Glauben Sie mir: das ist sicherer als ein Solarpanel auf dem Dach und stört weniger als ein Windrad im Garten
Ein Mitforist hat weiter vorne im Forum mal dankenswerterweise den Wikipedia-Artikel zum Thoriumreaktor verlinkt. Was da bei Nachteile steht, liest sich überhaupt nicht, wie sichere serienreife Technik. Das klingt viel mehr nach erweiterter Grundlagenforschung. Harald Lesch hat sich mal recht umfassend dazu geäußert:
https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/videos/lesch-und-co-atomkraft-ohne-risiko-100.html

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karl-felix 15.11.2017, 18:51
269. Nein

Zitat von horkini
1)Frau Merkel hat nach Schröder-Manier den vorgezogenen Ausstieg zusammen mit ihrem Flüsterer Peter Altmeier sofort nach Fukushima über Nacht entschieden. 2)Jetzt hat sich der Strompreis fast verdoppelt, 3) die Kohleverstromung brummt , die CO²-Ziele werden verfehlt und es gibt immer noch keinen Masterplan für die Energiewende. Und das im Lande der Ingenieurskunst und einer promovierten Physikerin als Kanzler. Armes Deutschland!
1) Auch nach dem Schröderschen Kompromiss mit den Atomkraftbetreibern ist in Deutschland der Bau von neuen Atomanlagen verboten gewesen und das letzte AKW wäre auch um 2022 vom Netz gegangen .
Alle Verfassungsorgane haben 2000 den Ausstieg beschlossen und 2011 noch einmal ausdrücklich eindrücklich einstimmig bestätigt.

2) Seit 2008 ist der Grosshandelsstrompreis um ca. 70% gefallen , der Strompreis für den privaten Endkunden ist seit 4 Jahren nicht mehr gestiegen , meiner ist heuer zum 4.mal hintereinender gefallen . Ich kann nicht meckern .

3) Der Kohlestromanteil ist von 2014 auf 2016 um 3,5% gefallen , es wurden ca. 13 Millirden kWh Kohlestrom wenigwer erzeugt.
Wie kommen Sie auf die Idee, dass C02 Ziele versäumt werden ? von wem ? Ich denke, Sie sollten erst einmal die Zahlen in 2020 abwarten , wenn Sie sich darauf beziehen .

Kleiner Tip: Informieren Sie sich erst, bevor Sie sich blamieren .

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