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Kampf gegen Klimawandel: "Der Atomausstieg ist ein großer Fehler"
DPA

Forscher wie der Klimatologe James Hansen und Lobbyisten fordern auf der Welt-Klimakonferenz, Atomkraftwerke als klimafreundlich anzuerkennen - und zu fördern. Deutschland steckt in der Zwickmühle.

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spon_12 15.11.2017, 18:54
270.

Kann man so machen, gibt es einen GAU. Der Mensch beherrscht die Atomenergie nicht und wird es auch nie. Ganz einfach.

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Freedom of Seech 15.11.2017, 18:55
271.

Zitat von karl-felix
Wenn Sie Frau Merkel meinen , das ist eine intelligente Frau , die würde sich eher aufhängen als mit Ihnen zu gehen . Schon heute sind die Stromgestehungskosten der Engländer für Atomstrom aus Hinksley C fast 5mal so hoch wie Solarstrom auf dem Kontinent. Atomstrom ist nicht mehr bezahlbar. Das ist auch der Grund, weshalb die Amerikaner selbst alte abgeschriebene AKW vom Netz nehmen . Zu teuer, nicht mehr konkurrenzfähig .
Hinkley C in England ist ein Kernkraftwerk neueren Typs mit ERP Design. Bislang wurde dieser Kraftwerk Typ kaum gebaut. Mittlerweile weiss man, dass die Kosten höher sind als ursprünglich gedacht (war so auch in Frankreich bei ähnlichem Reaktor). Günstigere Reaktor Varianten dies Typs werden derzeit entwickelt. Kommt Ihnen das irgenwie bekannt vor? Ja, so eine Kostenexplosion gibt es bei vielen komplexen Technologien im Anfangsadien - sogar bei Erneuerbaren. Bei den nächsten 100 Kraftwerken von diesem Txp geht es dan aber deutlicher billiger und mit kürzeren Bauzeiten - wie bei den Erneurbaren. Ich verstehe ja, dass manche Leute Hinkley C gerne als Propaganda gegen Kernkraft verwenden - nun es ist halt Propaganda.

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wahrsager26 15.11.2017, 18:56
272. An Karl -Felix. Nr259

Bitte stolpern Sie nicht über 'Ihre Füße.Sie sind gegen Atom-schon gut ! Aber dann sollten Sie nicht salopp Strom für 'ein paar Stunden ' aus abgewetzten französischen Kernkraftwerken kaufen wollen! Im Übrigen sind Ihnen die atmosphärischen Bedingungen in Europa unbekannt! Frankreich liegt im Zweifel im Westen von uns und von woher weht meistens der Wind, werter Forist? Danke

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Ökofred 15.11.2017, 18:57
273. Kanda... dann schauen Sie mal

Zitat von juergenhesse
World Vernunft von einem Grünen? Ich bin froh, dass wir hier. in Kanada, moderne AKW´haben. In Frankreich fühle ich mich auch sehr sicher, die wohl vorläuflich NICHT an einem Ausstieg denken. Dank AKW kann ich hier sehr grün und kostengünsti, dank "Climatisation reversible" mein Haus ohne CO2 Beitrag Kühlen und Heizen. Übrigens wird es selbst hier manchmal bitterkalt. Heizen Sie mal mit Öl weiter.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kernkraftwerke#Kanada
Waas fällt auf? Richtig, bei Status gibt es kein "in Planung" oder "im Bau", das letzte geht 2033 ausser Betrieb, die meisten anderen schon in innerhalb der nächsten Jahre. Aber keine Angst, der Anteil an Wasserkraft beträgt 60% und Windenergie ist auch im Aufschwung.
Und kein Mensch heizt mit Öl.

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Mittelalter 15.11.2017, 18:58
274. Bitte gern:

Zitat von purple
Ah, können sie die Wahrheit mal präzisieren? Ich fang mal an: Harrisburg, Tschernobyl, Fukushima, um nur die bekanntesten sicheren Kernkraftwerke mal aufzuführen.
Fukushima war ein Erdbebeben und ein Tsunami. Die Kraftwerke haben diese Elementarereignisse sicher verkraftet. Die Sicherheitssysteme haben funktioniert und ihre bewiesen, dass die Reaktoren toll konstruiert waren. Nukleare Opfer - Null.

Harrisburg - beherrschte Kernschmelze. Ursache menschliches Versagen. Danach, Verbesserung der Technik der Ausbildung und der Sicherheitsprotokolle. Das Cleaning ist abgeschlossen. Nukleare Opfer - Null.

Tschernobyl. GAU nach menschlichem Versagen. Todesopfer gemäß IAEA 4000. Zusätzliche Strahlenbelastung in Deutschland ca 0,11 mSv/Jahr bei einer natürlich Belastung von ca. 2,1 mSv/Jahr. Zum Vergleich- der Kaskadenbruch des Banqiao-Staudamm forderte kausal ca. 180.000 menschliche Opfer.
Das Kraftwerk Tschernobyl ist heute für die Stromversorgung der Ukraine noch immer nahezu unerlässlich.

Natürlich werden sie jetzt den Kleinkrieg um die Opferzahlen beginnen - nur ist der zynisch - vergleicht man das mit den Opferzahlen, die die Stromproduktion aus Gas und Kohle fordert.

Was brauchen Sie noch an Wahrheit?

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Viking1957 15.11.2017, 18:59
275. Der Betrieb von KKW wurde nicht subventioniert

Wie kommt der Autor zu der Behauptung „Auch Kernenergien und fossile Energien wurden doch massiv mit Steuergeldern gefördert“? Der Betrieb der Kernkraftwerke wurde nicht mit Steuergeldern gefördert, sondern, wenn überhaupt nur die Forschung und Entwicklung. Pro erzeugte Kilowattstunde betrug die Förderung nur einen Bruchteil der Förderung für erneuerbare Energien. Für die Förderung der fossilen Energien wurde die Kernenergie sogar mit dem Kohlepfennig belastet.
Auch die Darstellung, die CO2 Bilanz sei bei der Kernenergie nicht günstig, wenn man die gesamte Brennstoffkette berücksichtigen würde, ist bestenfalls ein temporäres Problem, solange noch keine Kernkraftwerke in Betrieb sind. Sobald sie in Betrieb sind, tragen die Kernkraftwerke selbst einen großen Teil der Energie bei, die die Brennstoffkette erfordert.

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permissiveactionlink 15.11.2017, 18:59
276. Bombenstoff !

Durch den Betrieb von hunderten neuen KKWs überall in der Welt wird zusätzliches Plutonium-239 im zigtausend Tonnen Maßstab erzeugt. Dieses muss extrem sicher militärisch geschützt werden. Das Zeug hat eine Halbwertszeit von 24000 Jahren, und ohne Wiederaufarbeitungsanlagen, die enorme Mengen strahlende Säuren und Lösungsmittel (googeln Sie einmal Sellafield/Windscale !) produzieren, lässt sich dieses Plutonium auch nicht als Brennstoff wiedergewinnen. Also muss man es vergraben. Nach 240000 Jahren ist es nahezu zerfallen. Von 10000 Tonnen existieren dann noch 10 Tonnen. In dieser Zeit muss das Endlager vor Terroristen geschützt werden : Mit Plutonium lassen sich auch ohne Kernwaffen mittels radiologischer Waffen ganze Landstriche für zigtausend Jahre unbewohnbar machen. Reaktoren der neuesten Generation haben dieselben Probleme wie frühere Reaktoren, z.B. die Nachzerfallswärme, die ständig abgeführt werden muss. Molten-Salt Reaktoren (LFTR) und Flüssigsalzgekühlte Kugelhaufenreaktoren sind alles andere als ausgereift. Sie stellen zwar einen Ansatz zur simultanen Erbrütung von Spaltstoff aus Thorium und der Transmutation langlebiger Spaltprodukte und Transurane dar, aber ihre Realisierung ist äußerst schwierig, da geschmolzenes Fluorid-(!)-Salz im Reaktorkreislauf zum Einsatz kommt, welches höchst korrosiv ist. Auch der selbstregelnde Charakter dieser Anlagen wird zunehmend bezweifelt. Andere moderne AKW wie der EPR sind keinesfalls in der Lage, eine Kernschmelze auszuschließen. Mit bleigekühlten DFR (Dual Fluid Reactor) gibt es bisher keinerlei Erfahrungen. Lediglich die Patente wurden eingereicht. Forschung daran, von mir aus, aber Kernkraft mit der aktuellen Technologie ? Nein danke !

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Mittelalter 15.11.2017, 18:59
277. Bitte lassen Sie uns am Wissen

Zitat von syracusa
Schon heute ist Atomstrom teurer als selbst durch Speicherung grundlastfähig gemachter EE-Strom. Die Technologien für eine 100%-EE-Versorgung sind vorhanden, aber derzeit werden ohnehin erst für 2050 80% angepeilt. Wer für teuren und riskanten Atomstrom wirbt, obwohl die EE-Alternativen sogar billiger sind, der hat entweder nicht alle Tassen im Schrank, oder er ist ein deutlich zu gut bezahlter Lobbyist.
Um die Speichermedien Teil haben, die EEG-Strom in Deutschland grundlastfähig machen.

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Periklas 15.11.2017, 18:59
278. Relativ

Zitat von Freedom of Seech
Einen wirklichen Super GAU gab es bislang nur in Tschernobyl (laut WHO mit mehreren Hundert Toten, vorwiegend Arbeiter an der Unglückstelle). Der dort verwendete Graphit-moderierte Reaktortyp gibt es in Europa schon längst nicht mehr da zu risikoreich. Fukushima (mit Siedewasser Reaktor relativen alten Typs) zeigt vielmehr, dass selbst einer Kernschmelze einigermaßen beherrschbar ist (bis heute kein nachgewiesener Todesfall durch Verstrahlung, Verstrahlung für die nächetn 100-200 Jahre beschränkt sich auf eine Region im Umkreis von 25km um das Kraftwerk - stellen Sie diesen Flächenverbrauch mal dem Flächenverbrauch von Kohle und EE gegenüber - das ist fast nichts). .....
Meine Befürchtungen sind vielleicht Schnee von gestern oder besser gesagt der Fallout von Tchernobyl. Wissen Sie eigentlich was damals los war? Man konnte es nicht riechen, nicht sehen selbst an das herrliche Frühlingswetter kann ich mich noch erinnern.
Es war verstörrend, die ersten Salatplanzen zu sehen, die radioaktiv belastet waren. Teilweise war es grotesk, wie eine Energiesparlampe, die gerade auf dem Boden zerschlug. Kontrollierte Panik und keiner konnte es glauben, weil es keine sichtbare Wolke war.
Wissen Sie wie die Reaktion war. Ein Großhändler verkaufte seine radioaktiven Salat direkt nach Magdeburg. Jodtabletten für die Bevölkerung, ich kann mich nicht erinnern jemals welche gesehen zu haben. Die komplette Ernte wurde nur teilweise vernichtet. Frische Milcherzeugnisse waren auf Monate belastet. In den Tageszeitschriften wurde Becquerelwerte veröffentlicht als wären es Sportergebnisse.
Alles ist relativ wenn man einen Fallout schon mal erlebt hat.

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post.scriptum 15.11.2017, 18:59
279. Mit den übers Knie gebrochenen ...

... Abschaltterminen für Kernkraftwerke hat Merkel klimapolitisch erheblichen Bockmist gebaut. Es würde mich nicht wundern, wenn es hier wieder zu einer Kertwende kommen würde, doch leider stören derzeit die Grünen dabei. Vielleicht sollte man auch deshalb über andere Koalitionskonstellationen nachdenken.

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