Forum: Wissenschaft
Kampf gegen Mikroplastik: So soll Kleidung umweltfreundlich werden
eurekalert.org/ Patrick Mansell

Ein großer Teil des Mikroplastiks in der Umwelt stammt aus Kleidung. Beim Waschen fließt es mit dem Abwasser in Flüsse und ins Meer. Forscher wollen das Problem jetzt mit Alternativen lösen.

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tobias1971 20.02.2019, 12:47
1. Für den Privatverbraucher sollte es doch möglich sein, einen

Filter zu erwerben, der Mikroplastik aus dem Abwasser der Waschmaschine heraus filtert (warum übrigens nicht auch aus dem Abwasser der diversen Toiletten oder Waschbecken? Stichwort Zahncreme mit Putzpartikeln / Gesichtspeeling / Toilettenreiniger)? Ich wäre bereit, dafür zu bezahlen; auch dass ich das angesammelte Plastikgedöhns aus dem Filter in den Müll entsorgen müsste (z.B. einmal im Monat) würde mich nicht abschrecken. Kennt jemand solche Filter?

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Kamillo 20.02.2019, 12:52
2.

Die idee mit den Filtern an den Waschmachinen und Trocknern sollte schnellstens umgesetzt und vielleicht sogar gesetzlich vorgeschrieben werden, auch als Nachrüstlösung im Abwasserschlauch existierender Maschinen. Darüber hinaus sollten aber auch Textilien aus Kunstfasern verteuert werden, durch eine Plastiksteuer oder so, damit Naturfasern wieder kunkurrenzfähiger werden. Ich meide Kunstfasern wo es geht.

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max-mustermann 20.02.2019, 13:07
3.

Naturfasern wie zB. die im Artikel erwähnte Baumwolle sind die Lösung, habe nie versatanden warum sich Menschen freiwillig Plastikklamotten anziehen. Die sind unangenehm auf der Haut und man schwitzt wie ein Schw... darin.

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Marvel Master 20.02.2019, 13:15
4.

Man könnte ja wieder KLeidung ohne Mikroplastik produzieren.
Als Laie würde ich jetzt sagen, wenn sie aus 100% Baumwolle kommt, düfte
da kein Plastik drin sein. Ging ja vor 100 Jahren auch.

Bei Sportkleidung ist das natürlich was anderes. Aber in der Regel trägt man ja
nicht die ganze Zeit so etwas.

Natürlich ist Kleidung aus 100% Baumwolle teurer. Aber wenn die Menschheit den
Planeten retten will, muss sie halt Abstriche machen und kann dann halt
pro Jahr nur noch 3 Pullover kaufen, anstatt jedes WE durch Kik, Primark etc.
immer 20 neue Teile zu "schnappern".

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nimby 20.02.2019, 13:20
5. Verzicht

vor Konsum.Gerade mit einer App entdeckt,dass unsere Handseife Mikroplastik enthält.Aber irgendwie muss Herr Rossman ja auch Milliardär geworden sein (Stichwort Verantwortung für Produkte).Schöne bunte Drogeriewelt.Man kann scheinbar nur noch sehr überlegt konsumieren.
Dasselbe gilt für Textilien.Die Anteile an Plaste werden immer höher.Selbst meine Lieblings-Labels erhöhen sukzessive die Kunstfaser-Anteile.Das bleibt jetzt einfach hängen!

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PeM 20.02.2019, 13:43
6. Es gibt Filterbeutel für die Waschmaschine

Vor längerer Zeit habe ich mal einen Testbericht für Filterbeutel gegen Mikroplastik gelesen. Man legt Synthetikkleidung hinein znd kann nach dem Waschgang die abgebrochenen Fasern aus dem Beutel nehmen und im Restmüll entsorgen. Ich vermute, Namensnennung wäre hier im Forum unerwünschte Werbung, aber per Internetsuche sind solche Produkte leicht zu finden.

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drogitobi 20.02.2019, 13:46
7. Besser, als das jeder den kram selbst filtert, wäre es doch...

das Zeug in der Kläranlage rauszuziehen. Nach der Vergärung der festen Abfallbestandteile (Biogas) könnte man die Überreste dann einfach verbrennen und damit noch Strom produzieren.

Bei einem Filter im eigenen Hausabwasser sehe ich schwarz. Der wäre sicher nach 2 Waschgängen voll und müsste immer von Hand gereinigt werden. Außerdem sind die Microplastikteilchen teilweise so klein, dass sie nur mit Spezialfiltern herauszuholen wären, die schnell so zugesetzt wären, dass man sie entsorgen könnte. Also doch besser die zentrale Lösung...

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Newspeak 20.02.2019, 13:48
8. ...

Man koennte zunaechst mal Mikroplastik in Kosmetik und Nahrungsmitteln verbieten. Ein Duschgel muss das Zeug nicht enhalten.

Dann wird das Abwasser doch zentral gereinigt. Filtereinbauten wuerden sich vor allem dort lohnen. Vermutlich sind die Filter aber selber auch wieder aus Plastikfasern. Denn das ist einfach und in grossen Mengen herstellbar. Abwasserreinigungsanlagen brauchen uebrigens selbst Rueckhaltemethoden. Ein Franzose hat an vielen Straenden seltsame runde Plastikteile gefunden. Es stellte sich heraus, dass diese in Abwasserreinigungsanlagen zugesetzt werden, um Bakterien, die den z.T. Job machen ein besseres Wachstum zu ermoeglichen. Es gab aber keinen Rueckhaltemechanismus bei Ueberlauf der Becken nach Starkregen. Fazit, noch mehr Plastik im Meer.

Am Ende muessten auch viel mehr Menschen in der Praxis aufhoeren, Dinge in die Umwelt zu werfen. Meine Mutter hat mir das beigebracht, das nicht zu tun. Ich sehe aber viele Menschen, die keine Spur davon zeigen, und einfach alles irgendwo hin werfen, wo sie gehen und stehen. Und auch auf Schiffen duerfte es immer noch ueblich sehen, jeden Muell ueber Bord zu werfen. Oder in Afrika und Asien, einfach alles in den Fluss. Wenn man an dieser Mentalitaet nichts aendert, sind alle anderen technischen Massnahmen fuer die Katz.

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derfeinemilde 20.02.2019, 14:01
9. Besser wäre es nicht

Zitat von drogitobi
..das Zeug in der Kläranlage rauszuziehen. ...Bei einem Filter im eigenen Hausabwasser sehe ich schwarz...die Microplastikteilchen sind teilweise so klein, dass sie nur mit Spezialfiltern herauszuholen wären, die schnell so zugesetzt wären, dass man sie entsorgen könnte.
Das gilt leider auch für den (dann fünften oder sechsten) Filter in der Kläranlage. Der müsste auch wahnsinnig oft gewechselt werden und macht das Wasser für alle (nicht nur für Modebewusste und Sportartikelfreaks) noch teurer. Nein, besser wäre es das Übel an der Wurzel zu packen und gar nicht erst zu verarbeiten. Verzicht wäre besser.

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