Forum: Wissenschaft
Kampf gegen Nashorn-Wilderei: 38 von 8000 Kilo
AFP

2014 töteten Wilderer in Südafrika so viele Nashörner wie nie zuvor, sie verkauften geschätzte 8000 Kilo Hörner auf dem Schwarzmarkt. Nun wurden 38 Kilo entdeckt - in Vietnam.

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drizzt 11.05.2015, 12:37
1. Käufermarkt

Da hilft nur der so oft bemühte Spruch: Stell Dir vor es ist Krieg, und keiner geht hin.
Ähnlich verhält es sich hier. Stell Dir vor die Leute wollen Nashörner verkaufen und keine will sie haben.

Wie schnell sich die Sache dann wohl erledigt hätte?

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raimas 11.05.2015, 12:44
2. Organisierte Kriminalität

Wenn 38 kg Horn 3 Millionen wert sind, kann man sich ausrechnen, was 8 Tonnen einbringen. Zusammen mit dem Elfenbeinschmuggel ist das ein Milliardengeschäft.

Der Handel mit geschützten Arten ist schon längst eines der Standbeine der organisierten Kriminalität, neben dem Handel mit Drogen, mit Menschen und mit Waffen. Nicht nur die Händler in Ostasien, auch die Zwischenhändler in Afrika verdienen daran gewaltig. Fast alle afrikanischen Terrormilizen, egal ob Al-Shaabab, Lords Resistance Army, Janjaweed, Seleka und Antibalaka in der Zentralafrikanischen Republik, und garantiert auch Boko Haram finanzieren sich u.a. über Wilderei.

Das Thema sollte nicht länger NGOs überlassen bleiben, die mit Fotos von kulleräugigen Tieren um Spenden werben; es gehört auf die weltpolitsche Bühne!

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neanderspezi 11.05.2015, 12:45
3. Wildtierschlächter und Aufkäufer von Körperteilen erlegter Tiere müssen stärker verfolgt und härter bestraft werden

Es sieht doch tatsächlich so aus, als ob die Menschheit für ihren mörderischen Wahn, die Artenvielfalt zu dezimieren, nie zur Rechenschaft gezogen würde. Es existiert eine permanente Gier, sich ohne Rücksicht auf die Erhaltung eines biologischen Gleichgewichts, auf die Erhaltung der ohnehin vom Aussterben bedrohten Arten, auf die zunehmend nachteiligen Folgen auf Flora und Fauna einer auf reine Nutztierhaltung reduzierten Region und nicht zuletzt ohne Bedenken auf den Wunsch nachfolgender Generationen möglichst viele Arten beobachten zu können, der Wildtiere zu bedienen und sie abzuschlachten, um unausrottbare und unsinnige Motive zu bedienen, deren Körperteile in Ostasien extrem teuer als Wundermittel und um einen Statuswahn zu bedienen, extrem teuer zu verhökern. Hier fragt man sich, welche Kultur krankt hier mehr, die welche wildernd die letzten Exemplare gefährdeter Spezies im eigenen Land aus Eigennutz jagt oder die, welche aus irrsinniger Heil- und Wundergläubigkeit Körperteile dieser Wildtiere zu erwerben trachtet. Gibt es auf dieser Welt den tatsächlich keine geistige Höherentwicklung bei Homo sapiens?

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torpedo-of-truth 11.05.2015, 12:46
4.

Es ist Wahnsinn was dort abgeht mit den Wilderern. Elefanten, Nashörner, Antilopen, Giraffen,....
Warum verstehen die Leute vor Ort nicht, das wenn die letzten Tiere dieser Art ausgerottet wurden, keiner mehr zu ihnen kommt um Urlaub zu machen? Wer will schon eine leere Wüste sehen? Erst wenn es zu spät ist, und das Land keinen Cent mehr durch Urlauber einnimmt, werden sie es verstehen. Es ist einfach nur traurig. Wenn es so weitergeht werden unsere Enkel keine freilebenden Elefanten und Nashörner mehr sehen könne (vielleicht noch nicht mal mehr in Gefangenschaft lebende)
Aber Griechenland retten ist ja viiiiiiiel wichtiger....

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7eggert 11.05.2015, 13:15
5. Preise kaputtmachen

Einfach mit Kuhhorn die Preise kaputtmachen. Ohne Absatzmarkt keine Wilderei.

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Niederbayer 11.05.2015, 13:17
6. Gegenangebot

Der Schwarzmarkt zaht bares Geld für jedes Kilo Horn. Vielleicht sollte man ein Gegenangebot machen. Für jeden abgelieferten Wilderer gibt es auch ein paar tausend Dollar.

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wahrsager23 11.05.2015, 13:17
7. Legalisierung des Handels könnte helfen!

Was erst mal völlig irre klingt, könnte die Lösung sein:

Legalisierung vom Handel mit Nashorn-Produkten!

In Südafrika gibt es jetzt schon Farmer, die nur darauf warten, dass es eine Legalisierung gibt und sie ihre Hörner verkaufen können.

Trotzdem wäre die illegale Jagd verboten oder das töten von Nashörner, aber die Preise würden fallen und viele Menschen würden eher auf das legale Produkt zurückgreifen, wie auf illegale Jagd.

Selbst ein Ranger aus SA meinte, man solle es probieren, denn der momentane, politische Weg führt eher zur Ausrottung der Tiere.

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Glückshormon 11.05.2015, 13:31
8. Es geht um Terror

gegen die Einzigartigkeit und Vielfalt des Lebens und um die Finanzierung von Terror.

Hier darf es keine Denkverbote mehr geben.
Wir haben zwecks Terrorbekämpfung schon die massive Einschränkung unserer Bürgerrechte hinnehmen müssen.

Nun sollte zwecks Austrocknung der Geldquellen der Terroristen vor der Wilderei nicht Halt gemacht werden.

Und ja, ein wirtschaftlicher Anreiz ist es, für jeden TOTEN Wilderer ähnliche Preise für das Horn / Elfenbei zu zahlen.
Ein weiterer Aspekt ist die Einführung von massiven Sanktionen gegenüber den Abnehmerländern - ohne Denkverbote, ohne Angst vor wirtschaftlichen Nachteilen...

Hier wird ein hemmungsloser und bestialischer Krieg gegen die Schöpfung geführt.
Und ggf. muss man auf dieser Eskalationsstufe antworten.

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7eggert 11.05.2015, 13:33
9.

Zitat von torpedo-of-truth
Es ist Wahnsinn was dort abgeht mit den Wilderern. Elefanten, Nashörner, Antilopen, Giraffen,.... Warum verstehen die Leute vor Ort nicht, das wenn die letzten Tiere dieser Art ausgerottet wurden, keiner mehr zu ihnen kommt um Urlaub zu machen? Wer will schon eine leere Wüste sehen? Erst wenn es zu spät ist, und das Land keinen Cent mehr durch Urlauber einnimmt, werden sie es verstehen. Es ist einfach nur traurig. Wenn es so weitergeht werden unsere Enkel keine freilebenden Elefanten und Nashörner mehr sehen könne (vielleicht noch nicht mal mehr in Gefangenschaft lebende) Aber Griechenland retten ist ja viiiiiiiel wichtiger....
Das sind teilweise ausländische Banden. Denen ist egal, ob sie verbrannte Erde hinterlassen.

Auf der anderen Seite des Spektrums stehen verarmte Menschen, die lieber heute überleben als morgen erst.

Die dazwischen sind einfach gierig, vereinfacht gesagt.

PS: Bisher haben wir offenbar Griechenland nicht ansatzweise gerettet, sondern das Tafelsilber gemopst und unsere eigenen Banken unterstützt.

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