Forum: Wissenschaft
Keime im Trinkwasser: Der Feind in meiner Wasserleitung
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Obwohl unser Trinkwasser als sehr sicher gilt, infizieren sich immer wieder Menschen mit Legionellen, Darmkeimen und Co. Wie verhindert man Keimbildung in den Leitungen?

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noalk 21.12.2015, 15:52
1. Leitung spülen?

Bierleitungen in Kneipen müssen regelmäßig durchgespült ung mit Spezialschwämmen gereinigt werden. Könnte das auch eine Alternative für die Hauswasserleitung sein?

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chewbakka 21.12.2015, 16:06
2.

.... und wenn wir es dann endlich geschafft haben, Bakterien vollständig aus unserem direkten Umfeld zu entfernen, werden wir feststellen daß unser Immunsystem dann so sehr untrainiert ist, daß wir bereits von jeder kleinen, an sich harmlosen, Infektion, sterbenskrank werden. Wir brauchen Bakterien als Sparringspartner für unser Immunsystem! Wenn es die nicht mehr gibt, baut das Immunsystem ab. Sieht man ja auch daran, daß Menschen, die ständig Bakterien ausgesetzt sind, im Mittel gesünder sind, als solche, die in Sagrotan gesäuberten Wohnungen leben. Ich denke an Menschen in der Landwirtsachaft und auch z.B. Hundehalter .........

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schüttelkugel 21.12.2015, 16:25
3. Unser ach so gutes Trinkwasser ...

... wird ja gerne als das sauberste und unbedenklichste aller Lebensmittel gepriesen. Jaja, wenn man Proben direkt im Wasserwerk nimmt, vielleicht schon. Aber dort befindet sich leider nicht mein persönlicher Zapfhahn. Dass man von dort aus sauberes, keimfreies Wasser auf die Reise durch die Leitungen schickt, erwarte ich ganz einfach. Aber diese Messungen können nicht zu den immer wieder zu lesenden/hörenden Aussagen führen, dass zu Hause absolute Spitzenqualität aus dem Hahn flließt. Bis das Wasser dort ankommt, ist es nur noch eine höchst fragwürdige Brühe. Wenn man bundesweit mal genau an den Entnahmestellen misst, kommen garantiert andere Werte raus, als man uns weismachen will. Ich weiß schon, warum ich mein Wasser lieber steril abgefüllt in Flaschen kaufe.

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darksystem 21.12.2015, 16:29
4.

Wenn ich "krank" bin nehme ich i.d.R. nie irgendwelche Medikamente oder gehe zum Arzt, im Gegensatz zu vielen anderen Menschen welche beim ersten Nieser für 2 Wochen krank geschrieben sind.
Während dieser Zeit keine "schwere" Erkältung, keine Grippen, kein Fieber, keine Ohrinfekte, keine Übelkeit, kein Magen-Darm-Zeug, absolut nichts, ja nicht einmal Halsweh....

Eventuell mal eine laufende Nase, aber das war es dann auch schon. Und das funktioniert schon viele viele Jahre absolut bestens.

Verglichen mit meiner Schwester welche zur genannten Gruppe der Dauergäste beim Arzt gehört, ist sie mindestens 5-6 mal im Jahr "richtig" krank.
Ich ziehe daraus den Schluss das sich ein Arztbesuch wirklich nur bei "richtigen" Erkrankungen lohnt (damit meine ich potentiel tödliche Erkrankungen und Störungen der Grundfunktionen des Körpers) und unser Körper deutlich mehr selbst verkraften und reparieren kann als wir glauben oder uns erzählt wird.

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derBob 21.12.2015, 16:30
5. Könnte ich mir vorstellen

Zitat von noalk
Bierleitungen in Kneipen müssen regelmäßig durchgespült ung mit Spezialschwämmen gereinigt werden. Könnte das auch eine Alternative für die Hauswasserleitung sein?
Als ich könnte mir durchaus eine Bierleitung als Alternative für die Hauswasserleitung vorstellen :-D

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g_bec 21.12.2015, 16:34
6. Nein, danke!

Zitat von chewbakka
.... und wenn wir es dann endlich geschafft haben, Bakterien vollständig aus unserem direkten Umfeld zu entfernen, werden wir feststellen daß unser Immunsystem dann so sehr untrainiert ist, daß wir bereits von jeder kleinen, an sich harmlosen, Infektion, sterbenskrank werden. Wir brauchen Bakterien als Sparringspartner für unser Immunsystem! Wenn es die nicht mehr gibt, baut das Immunsystem ab. Sieht man ja auch daran, daß Menschen, die ständig Bakterien ausgesetzt sind, im Mittel gesünder sind, als solche, die in Sagrotan gesäuberten Wohnungen leben. Ich denke an Menschen in der Landwirtsachaft und auch z.B. Hundehalter .........
Mit Legionellen muss mein Immunsystem nicht trainieren. Die erledige ich wie im Artikel beschrieben mit Wasser laufen lassen und einer Warmwassertemperatur >55°C.
Wenn allerdings aus Sparwahn die Warmwassertemperatur nur auf 45°C geregelt ist, um ein paar zig Euro im Jahr zu sparen, hilft auch kein Immuntraining.
Und von kleinen Infektionen (wie z.B. Schnupfen) werden sowieso nur Männer sterbenskrank;-)

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Lebensraumwasser 21.12.2015, 16:42
7. Hausbesitzer betreiben Trinkwasserleitungen

Auch wenn es viele Hausbesitzer nicht wissen oder wahr haben mögen, aber sie betreiben Trinkwasserleitungen - mit Betonung auf "Trink"-Wasser. Diese Leitungen gilt es zu schützen und zu warten. Hier gibt es viel Nachholbedarf. Sanitärfachleute bieten zu wenig Beratung und nur selten Unterstützung bei der Reinigung von Hausfiltern oder der Kontrolle der Leitungsqualität. Stagnation ist nur ein Übel, das aus unserem "sparsamen" Verhalten rührt. Ein anderes ist die "Do-it-yourself"-Mentalität und der Kauf vermeintlich preiswerter Armaturen in Baumärkten. Wenn dann die Keime spriessen oder die Leitungen marode sind, ist es meist schon zu spät. Nicht umsonst verzeichnen die Gebäudeversicherer 1,2 Mio. Leitungswasserschäden im Jahr. Mit steigender Tendenz. Weitere Informationen hierzu auf im Wasserblog: http://www.lebensraumwasser.com/category/wassergesundheit/

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Baal 21.12.2015, 16:54
8. Der Einbau von Filtern

ist soweit mir bekannt vorgeschrieben (NRW) oder liege ich da falsch?
Habe ich mir gerade für viel Geld was ungesundes (Rückspülfilter) in die Leitung bauen lassen?

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audaxaudax 21.12.2015, 17:04
9. Besser als Mineralwasser

ist Trinkwasser allemal. Deren KBE-Zahlen liegen regelmässig über dem des schlechtesten Leitungswassers. Legionellen werden seit ein paar Jahren in den Hauswasserleitungen untersucht, sind aber Abteilung Badewasser. Mal wieder nix richtig verstanden, aber viel geschrieben. Etwas mehr Wissenschaftlichkeit würde gut tun.

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