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Keime im Trinkwasser: Der Feind in meiner Wasserleitung
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Obwohl unser Trinkwasser als sehr sicher gilt, infizieren sich immer wieder Menschen mit Legionellen, Darmkeimen und Co. Wie verhindert man Keimbildung in den Leitungen?

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herr wal 22.12.2015, 09:48
30.

Zitat von willibaldus
Flaschenwasser untergekommen. Von aussen nicht sichtbar. Jede zweite Flasche von einem Abfülldatum war nicht gut. Gemessen mit Standard Schnelltestmedien (generell für Bakterien und Schimmel/Hefe). Nach 2 Tagen sollte nichts zu sehen sein. (Im Schwimmbecken einzelne Punkte) nach einem Tag waren die Medien grünschwarz, stanken und die Zahl der Kolonien konnte man gar nicht mehr zählen. Das selbstgemachte Wasser per Umkehrosmose und ins Leitungsnetz vom Camp gespeist, war an den Wasserhähnen immer gut. allerdings mit 0,2ppm chlor versetzt. Normalerweise nicht mehr messbar am Wasserhahn.
Ja, der Orient kommt näher, politisch und wassermäßig. Leitungswasser, in edle Mineralwasserflaschen abgefüllt, soll ja in der Dritten Welt gang und gäbe sein. Weshalb dort den Touristen teilweise sogar empfohlen wird, auf importiertes oder sogar einheimisches Bier auszuweichen, sofern erhältlich. Oder Orangensaft, wenn gar nix anderes zu kriegen ist. (Immer noch besser als Verdursten.)

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RenegadeOtis 22.12.2015, 10:02
31.

Zitat von chewbakka
Wir brauchen Bakterien als Sparringspartner für unser Immunsystem! Wenn es die nicht mehr gibt, baut das Immunsystem ab.
Das würde ich gern mal sehen, wie Sie mit vaporisierten Legionellen Ihr Immunsystem "trainieren".

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Fonso 22.12.2015, 10:07
32. Schwierig

Zitat von darksystem
Wenn ich "krank" bin nehme ich i.d.R. nie irgendwelche Medikamente oder gehe zum Arzt
Was denn - "i.d.R." oder "nie"?
Beides zusammen geht nicht und erschwert das Verständnis.

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herr wal 22.12.2015, 10:25
33.

Zitat von Fonso
Was denn - "i.d.R." oder "nie"? Beides zusammen geht nicht und erschwert das Verständnis.
Die Regel lautet: Mann soll nie „nie“ sagen.

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sapereaude! 22.12.2015, 10:37
34.

Zitat von herr wal
Ja, der Orient kommt näher, politisch und wassermäßig. Leitungswasser, in edle Mineralwasserflaschen abgefüllt, soll ja in der Dritten Welt gang und gäbe sein. Weshalb dort den Touristen teilweise sogar empfohlen wird, auf importiertes oder sogar einheimisches Bier auszuweichen, sofern erhältlich. Oder Orangensaft, wenn gar nix anderes zu kriegen ist. (Immer noch besser als Verdursten.)
Dazu passen auch wunderbar die geforderten Lockerungen bei den vielen Vorschriften im Bauwesen. Nestle´ als einen der größten Wasserverkäufer wird's freuen :-)

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manicmecanic 22.12.2015, 10:51
35. @3 schüttelkugel Steriles Flaschenwasser? guter Witz !

Sie unterliegen der Werbepropaganda wenn Sie das glauben.Es gehört tatsächlich zum Fachwissen der Ausbildung der Installateure: TATSACHE ist daß die Grenzwerte für Keime ZIGFACH höher sind in Mineral und Tafelwasser.Man kann sein Leitungswasser testen lassen wenn man unsicher ist.Den Testpreis hat man bald wieder drin aber persönlich ist für mich nicht der zigfache Preis vom scheinbar gesünderen Mineralwasser der Faktor sondern der ewige Transport von Kistenbergen.

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augu1941 22.12.2015, 11:02
36.

Zitat von Utx
Moderne Warmwasseranlagen haben eine thermische Desinfektionsschaltung eingebaut. Die erhitzt das Wasser im Warmwasserspeicher einmal die Woche auf über 70 °C, sodass die Legionellen abgetötet werden. Dann ist es auch kein Problem, wenn .....
bei kalkreichem Tr.-Wasser hat die Erwärmung auf 70 C den" schönen" Nebeneffekt, dass sich eine dicke Kalkschicht am Wärmetauscher ablagert und die Wärmeübertragung Kesselwärme => Wrmwsr. stark behindert bzw. zeitlich stark verlängert. Wenn dies in der Zirkulationsleitung dann auch noch passiert und diese dann bei der Entkalkung ausgetauscht werden muss, wird es richtig aufwendig und teuer.

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augu1941 22.12.2015, 11:03
37.

bei kalkreichem Tr.-Wasser hat die Erwärmung auf 70 C den" schönen" Nebeneffekt, dass sich eine dicke Kalkschicht am Wärmetauscher ablagert und die Wärmeübertragung Kesselwärme => Wrmwsr. stark behindert bzw. zeitlich stark verlängert. Wenn dies in der Zirkulationsleitung dann auch noch passiert und diese dann bei der Entkalkung ausgetauscht werden muss, wird es richtig aufwendig und teuer.

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tomsnap 22.12.2015, 16:08
38. Thermische Desinfektion einmal wöchentlich

... für den Privathaushalt möglich, im Mehrfamilienhaus muss eine Mindesttemperatur am letzten Hahn dauerhaft sichergestellt werden, mit den Nebeneffekten höherer Energieverbrauch, verkalken der Rohre und anwärmen der Kaltwasserleitung ... Letztlich dient das in erster Linie den Handwerkern und Herstellern

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regelaltersrentner 22.12.2015, 18:04
39.

Zitat von schüttelkugel
... wird ja gerne als das sauberste und unbedenklichste aller Lebensmittel gepriesen. Jaja, wenn man Proben direkt im Wasserwerk nimmt, vielleicht schon. Aber dort befindet sich leider nicht mein persönlicher Zapfhahn. Dass man von dort aus sauberes, keimfreies Wasser auf die Reise durch die Leitungen schickt, erwarte ich ganz einfach. Aber diese Messungen können nicht zu den immer wieder zu lesenden/hörenden Aussagen führen, dass zu Hause absolute Spitzenqualität aus dem Hahn flließt. Bis das Wasser dort ankommt, ist es nur noch eine höchst fragwürdige Brühe. Wenn man bundesweit mal genau an den Entnahmestellen misst, kommen garantiert andere Werte raus, als man uns weismachen will. Ich weiß schon, warum ich mein Wasser lieber steril abgefüllt in Flaschen kaufe.
Nach einem Bericht des NDR wurden bei Vittel mehr als 10.000 Keime pro Milliliter im Wasser gefunden.

Für Leitungswasser dagegen gilt der Grenzwert von 100 Keimen pro Milliliter jederzeit.

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