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Kernfusions-Anlage Wendelstein 7-X: Diese künstliche Sonne soll alle Energieprobleme
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Kann der Mensch die Kernfusion bändigen, die unsere Sonne scheinen lässt? Im Greifswalder Reaktor Wendelstein 7-X wollen Forscher heute eine 100 Millionen Grad heiße Atomsuppe minutenlang kontrollieren. Gelungen ist das bislang noch nie.

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klauspeterstuder 10.12.2015, 09:09
1. Technikgläubigkeit

Die Kernfusion verspricht grenzenlose Energie für die Zukunft. Ein unbegrenzter Rohstoff steht dafür zur Verfügung. Aber auch der Wasserstoff auf unserem Planeten ist begrenzt. Wir brauchen ihn zum Leben. In Form von Wasser. Wie viel davon verbrauchen wir pro Jahr, wenn das Experiment gelingt und wir unseren gesamten Energiebedarf durch die Kernfusion decken? Tausende Tonnen? Weniger oder mehr? Auf die Dauer sicher zu viel. Wie viel Wasserstoff benötigen die Wissenschaftler und Techniker allein für ihre Experimente?

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go-west 10.12.2015, 09:18
2. Die Äußerungen von BUND und den Grünen

sind mal wieder selbstentlarvend. Nach dem Motto : mit Windrädern, Photvoltaik, Wasserkraft, guter Isolierung und vor allem sehr viel Verzicht und Selbstbeschränkung schaffen wir das. Wenn alle so wie diese hochschlauen Köpfe denken würden, lebten wir heute noch in der Steinzeit.

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_gimli_ 10.12.2015, 09:18
3.

Ich drücke den Wissenschaftlern die Daumen, dass das Experiment erfolgreich verläuft. Die Kernfusion hat viel Potential, eine der maßgeblichen Energiequellen für die Zukunft der Menschheit darzustellen. Allerdings wurde bisher noch nicht bewiesen, dass die sehr komplexe Technik beherrschbar ist. Für die Zukunft bin ich aber zuversichtlich, dass dies gelingen wird.

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stinkfisch1000 10.12.2015, 09:19
4. Spannend

Sicher eine der interessantesten Großtechnologien für die Zukunft der Erde. Auch wenn es noch vierzig Jahre dauert, bis man einen wirklich serienreifen Reaktor bauen kann, sollte man nichts unversucht lassen, denn das würde die Energieprobleme der Erde auf einen Schlag lösen, ohne jahrhundertelang strahlenden Abfall zu hinterlassen. Physikalisch und technisch warscheinlich das Anspruchsvollste, an dem dem die Menschheit derzeit forscht. Schön wenn wir vorn mit dabei sein können.

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treime 10.12.2015, 09:19
5. Die Grünen...

... sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Leben in der Vergangenheit. Wenn man mal all die Subventionen die in der EU für Agrarwirtschaft & Co. rausgehauen werden, auf solche - mMn nötigen Projekte fokussiert würden... Dazu müßten die Forscher EU-weit auch gern zusammenarbeiten und nicht jeder sein Süppchen kochen.

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exil-berliner 10.12.2015, 09:20
6.

"Energie Probleme der Menscheit lösen"

Daraus ergibt sich ein neues Problem: zuviele Menschen leben irgendwann in Massen auf diesem Planeten. Es geht nicht primär um die Energieversorgung sondern dass die Menschen auf der Erde A) gesund leben und sich B) ernähren können und C) die Anzahl der Menschen noch ausgewogen zur verfügbaren Fläche steht.
Oder wollen wir die Küken in einer Legebatterie (mit unendlicher Energieversorgung) "dahin" leben?

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TS_Alien 10.12.2015, 09:20
7.

Ist die Anlage skalierbar, also in der Größe veränderbar? Falls nicht, bringen einem die Erkenntnisse für eine größere Anlage so gut wie nichts. Dann hätten auch Simulationen gereicht. Ein weiteres Problem ist, wie die "gewonnene" Energie in nutzbare Energie umgewandelt werden soll. Wenn bei den Testanlagen die Neutronen-Wärmetauscher in den Wänden fehlen, müssen sie in einem Kraftwerk vorhanden sein. Vielleicht stören diese zusätzlichen Einheiten das ganze Konstrukt oder machen umfangreiche Änderungen in der Konstruktion notwendig.

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marthaimschnee 10.12.2015, 09:22
8.

Die Frage ist nicht, ob wir das hinbekommen, oder wieviel Energie wir rausbekommen, sondern wieviel Energie wir dafür reinstecken müssen. In Sternen sind die Umgebungsbedingungen alleine durch die gewaltige Masse gegeben, die haben wir nicht zur Verfügung. Und deswegen sieht die Endbilanz, selbst wenn es funktioniert, vermutlich nicht so prickelnd aus, wie das aus dem theoretischen 1g H = 10Mio g C zu erwarten wäre.

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deichgraffe 10.12.2015, 09:22
9. Unausweichlich

Cwielag und Suhr irren. Langfristig kann Kernfusion die günstigere und auch umweltverträglichere Energiequelle sein. In vielen Staaten gibt es die Neigung zu großen, zentralen Kraftwerken. Da sind Fusionsreaktoren langfristig die einzige Alternative zu Kernkraftwerken. Wasser- Solar- und Windkraft haben zu dem auch eine negative Seite in ihrer Wechselwirkung mit der Natur. Außerdem, wenn Homo Sapiens von etwas eine Ahnug hat, kann der die Finger nicht davon lassen...

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